Sebi on Tour

eine lang erwartete Reise

12Sept
2017

Die ersten Tage in Australien

Angefangen hat es natürlich mit dem Flug, welcher meiner Meinung nach echt nicht so schlimm gewesen ist wie immer alle gesagt haben! Der erste Flug (6h) ging wahnsinnig schnell vorbei. Am Anfang hatten wir bisschen Panik, dass wir den Anschlussflug verpassen könnten, weil wir ne Stunde zu spät los geflogen sind und „nur“ 1,5h Aufenthaltszeit in Abu Dhabi hatten. Am Ende waren wir aber trotzdem irgendwie pünktlich da. Am Ende hatten wir trotzdem ein bisschen Stress und mussten unser völlig überteuertes Burger King Menü runter schlingen, weil wir uns wohl bisschen viel Zeit genommen haben um zum Anschlussgate zu kommen.

Im zweiten Flieger (A 380 - es ist einfach ein richtig geiles Teil!!!) angekommen, haben wir dann auch gleich mal unseren „Iren“ kennengelernt, welcher in unserer Reihe am Gang saß. Auch wenn er die Bedienung vom Display so überhaupt nicht kapiert hat und alle paar Minuten Hilfe gebraucht hat, war er trotz allem echt ein lustiger und netter Kerl! (PS: Papa üb schonmal bisschen am Tablet, damit du dich da wenigstens bisschen zurecht finden kannst und nicht so drauf rum hämmerst wie der Ire.) Der Flug an sich war mit 13h schonmal 1h weniger als Ursprünglich auf dem Plan stand und die ersten 5/6 Stunden vergingen auch wieder recht schnell. Die zweite Hälfte aber, war dann schon eher so, dass man nichts dagegen gehabt hätte schon etwas früher wieder zu landen. Letztendlich haben wir die 13 Stunden locker flockig abgesessen und waren voller Vorfreude als es endlich aus dem Flieger ging!!!

Die Vorfreude wurde aber bei Tim relativ schnell mit einer ziemlich (für mich) lustigen Auskunft gedämpft. Wir sind gerade an unserem Gepäckband angekommen, da wurden auch schon ein paar Leute aufgerufen. Natürlich haben wir am Anfang überhaupt nichts mitbekommen, aber als dann plötzlich der Name Beck fiel dämmerte es uns beiden schon… Es roch extreeeeeem nach einem Deja vu (Tim hatte das schonmal auf seiner Mittelamerika Reise) und so kam es dann auch! Sein Gepäck ist in Abu Dhabi einfach nicht in den Flieger geladen worden und mit dieser Nachricht war die Stimmung bei ihm verständlicherweise auch ziemlich im Keller. Aber naja kann man ja nix machen und dann hieß es einfach Mund abputzen und weiter gehts Richtung Hostel. Also ging es nach etwas umherirren zur Bahn und dann auch schon zum Hostel. Die Leute im Hostel waren super nett! Es gab ne fette Bar und viiiiiiiiiiiele junge (und auch ein paar alte) Traveller. Mit unserem Zimmer haben wir laut unseren Mitbewohnern - zwei deutsche, einer aus Sri Lanka und ein Koreaner von dem man aber nie etwas mitbekommt hat - wahnsinnig Glück gehabt, weil wir eine Dusche, ein WC und eigentlich auch echt viel Platz hatten. Das einzige Manko ist natürlich das Bett.. Auf´m Rücken pass ich genau rein und auf dem Bauch muss ich halt die Füße einfach hinten auf die Gitter legen. Wäre aber auch ein Wunder gewesen muss ich sagen, wenn das Bett nicht zu klein gewesen wäre! Gehört halt dazu im Hostel.

 

Der erste richtige Tag hat dann für mich schon um 2:45 australischer Zeit begonnen. Wir waren am Vortag so gegen 11 im Bett und nach den 3,45h schlaf hat sich mein Körper einfach mal gedacht, dass es reicht und er jetzt einfach wach bleiben will. Zum Glück hab ich mir einige Netflix Serien und Filme offline runter wodurch die Zeit bis 7 dann auch relativ schnell vergangen ist. Dann hab ich es aber auch nicht mehr im Bett ausgehalten und bin runter gegangen in die Lobby (in der um 7 in der früh schon laut Musik läuft) und hab bisschen geschaut, was ich gerne die Tage in Sydney und in der Umgebung anschauen möchte. Tim hat sich dann so gegen 8 auch dazu gesellt und wir sind zügig einkaufen gegangen, denn wir hatten NIX zu essen und junge Männer mit leeren Mägen haben meistens keine besonders gute Laune.. Also sind wir erstmal bisschen durch Sydney geirrt bis wir endlich nen Woolworth gefunden haben. Drinnen angekommen haben dann erstmal ordentlich die untersten Zeilen der Regale geplündert (je billiger desto besser war unser Motto). Nachdem wir die ganzen Einkäufe nach hause geschleppt haben gab es auch endlich Frühstück und danach hat sich Tim ne Runde aufs Ohr gehauen und ich hab mich auf in die Bib gemacht um mich ein bisschen mit WLAN zu verwöhnen, meine TFN (TaxFileNumber) zu beantragen und anschließend meinen Bank Account zu eröffnen, was eine echte Herausforderung war. Danach ging es wieder zurück ins Hostel um Tim abzuholen und eine SIM Karte besorgen zu gehen. Das ging ganz unkompliziert und der Typ vom Laden war echt ne coole Socke.

 

Am zweiten Tag ging es für mich auch wieder recht früh aus dem Bett! So gegen 6 war ich komplett wach und hatte eh vor ein Workout am Morgen zu machen (das letzte war zu dem Zeitpunkt viel zu lange her!!). Also, gesagt getan bin ich mit der Musikbox und Wasser bewaffnet um halb 7 ausm Zimmer und und machte mich auf in den nächsten Park. Dass der Park einfach nur ne runde Grünfläche inmitten lauter Business Wolkenkratzern war, hab ich natürlich nicht wissen können, aber ich war schonmal da und hab das Programm dann natürlich auch fix durchgezogen! Komisch war es aber schon etwas dort zu trainieren wo sonst nur Leute im Anzug und Krawatte zur Arbeit stapfen. Nach dem Workout ging es dann auch wieder ins Hostel, schnell Duschen und noch schneller zum Frühstücken! Danach stand dann auch schon die Autosuche aufm Programm und wir haben einige Telefonnummern abgeklappert und einige Anzeigen auf Gumtree (Ebay ähnlich) wurden natürlich auch angeschrieben. Einer -Tom- hat uns dann auch direkt angerufen und bisschen mit uns gequatscht! Tom ist ein super sympathischer Kerl, der uns dann auch gleich nen Video vom Auto gemacht und geschickt hat. Am Mittwoch ging es dann auch schon mitm Zug nach Newcastle um das Auto anzuschauen und eventuell sogar gleich zu kaufen! Dazu aber später mehr...

Ansonsten sind wir dann noch recht lang durch Sydney gelaufen und haben uns das Opernhaus und die Harbour Bridge etc. angeschaut, sowie das von Sydney erkundet, was wir noch nicht gesehen hatten. Recht viel mehr haben wir nicht gemacht und sind dann am Abend auch schon recht früh ins Bett, weil es dann am Tag drauf früh raus ging um nach Newcastle zu fahren.

 

Um halb 8 ging es dann also auch schon raus aus den Federn und zum frühstücken. Die Stimmung war gut aber auch angespannt, weil eine 3h Zugfahrt auf uns wartete und wir nicht unbedingt mit dem Zug wieder zurück nach Hause fahren wollten. Das wäre mit nem eigenen Auto natürlich viiiel geiler! Um kurz nach 9 kam dann auch schon unser erster Zug und es ist echt lustig, dass die Bahn wohl auf jedem Kontinent nicht sonderlich gut funktioniert! An der zweiten Haltestelle mussten wir wegen technischen Problemen umsteigen... Zum Glück waren wir aber überpünktlich und hatten genug Puffer um den Spaß zu kompensieren! Gegen kurz vor 12 waren wir dann auch schon in Newcastle und stiegen in einen Bus um, der uns laut Maps nach zwei Stationen an den Zielort bringen sollte. Also sind wir an Station zwei ausgestiegen, bisschen umhergeirrt und haben uns dann final dazu entschieden, Tom (Verkäufer) einfach unseren Standort zu schicken damit er uns abholen konnte. Kurze Zeit später kam er dann auch schon angefahren und brachte uns zu sich nach Hause. Tom ist ein typischer australischer Surfer Boy kann man sagen und nachdem wir bisschen gequatscht haben ging die Besichtigung auch schon los! Es war sehr komisch muss ich sagen das Auto anzuschauen und alles, was mein Vater mir mit auf den Weg gegeben hat, was ich abchecken soll durchzuarbeiten und feststellen zu müssen, dass außer dem Reserverad, welches ziemlich runter gefahren war, einfach alles echt super gut in Schuss war. Ich hab mir die ganze Zeit nur gedacht: "da muss doch was falsch sein“, "da muss doch irgendwo was negativ dran sein an der Karre", denn es war das erste Auto, das wir angeschaut haben. Kurze Zeit drauf ging es zur Probefahrt und ich bin ganz gekonnt erstmal zur falschen Türe gegangen... Das erste mal Linksverkehr war dann auch ziemlich krass für die Nerven! Das mit Abstand schlimmste sind wie vielen vielleicht bekannt ist die Kreisverkehre, die alle paar Meter kommen... Da fühlt man sich einmal recht sicher auf der Straße und schwups biegt man falsch ab und steht auf einmal auf der rechten Seite der Straße und Autos kommen einem entgegen!! Geht schnell aber bis jetzt ist alles gut gegangen und man gewöhnt sich echt schnell dran.

Auf jeden Fall gab es bei der Probefahrt auch nichts zu bemängeln, weshalb wir gleich zur Bank gefahren sind um das Geld zu besorgen. Es wäre natürlich total einfach gewesen, auf die Bank zu gehen, das Geld abzuheben und dann glücklich mit dem Auto wieder heim zu fahren aber NEIN natürlich muss es ein bisschen komplizierter von statten gehen... wir waren also in der Bank und konnten das Geld nicht abheben, da wir erstmal eine "over sea" Überweisung bei der DKB anmelden mussten, diese genehmigt werden musste und dann würde das Geld innerhalb von ein paar Tagen auf das Australische Konto überwiesen werden. Blöd natürlich, wenn man in Newcastle steht, das Auto kaufen möchte und nicht an das Geld kommt, weil das Limit beim Abheben am Automaten bei 1000,- Dollar liegt. Tom ist uns aber sehr entgegen gekommen und hat 1000 Dollar als Anzahlung genommen, unsere Daten bekommen und wir haben ausgemacht, dass wir den Rest dann am Samstag Zahlen wenn wir aufm weg nach Cairns in Newcastle vorbei kommen! Richtig nice und wir konnten das Auto gleich mitnehmen!!

Dann hieß es erstmal 2,5h mitm Auto wieder nach Sydney fahren, was außer zwei fast Unfällen an Kreisverkehren gut gelaufen ist.

Letztendlich haben wir das Auto etwas außerhalb abgestellt, sind dann mit der Bahn wieder ins Hostel gefahren und nach dem Essen tot ins Bett gefallen.

 

Am Donnerstag war dann das erste mal BEACH angesagt!!! Es ging mit nem ganzen Bus voller Hostel Leute nach Bondi Beach und es war richtig geil! (Nicht nur weil es Goon und Burger for free gab)! Es war sehr windig und dadurch auch bis zu (schätzungsweise) 3/4m Wellen. Es ist schon krass beeindruckend den Surfern zuzusehen wie sie auf den riesigen Wellen runter heizen und man bekommt gleich Lust es selber auszuprobieren! Nach ein paar Trinkspielen und einem Walk zu einem weiteren Strand ging es dann auch wieder zurück ins Hostel. Dort angekommen haben wir kurz etwas entspannt und sind dann das erste mal Goon (5L Billigwein) kaufen gegangen und haben unseren Abschied bzw. unseren letzten Abend im Hostel etwas zelebriert. Ziemlich schade, die Leute zurück zu lassen, die man gerade erst angefangen hat besser kennen zu lernen aber die Welt ist klein und vielleicht sieht man sich ja irgendwann mal wieder!!

Am nächsten Morgen sollte es dann also so richtig los gehen. Das eigene Auto schön umbauen und dann ab Richtung Cairns ins Warme war das Ziel. Hört sich einfach an, begann aber leider mit einer zweistündiger Suche nach dem Autoschlüssel… Ich hatte am Abend davor schon meinen Backpack gepackt, damit ich es in der früh nicht mehr machen musste und habe den Schlüssel dann - warum auch immer - in eine Seitentasche vom Rucksack und dann eine Wasserflasche drauf gestellt! Die Stimmung war extrem im Keller als wir nach 1,5h suche, 2x alles einzelnd raus geräumt hatten und alles mögliche abgesucht haben der Schlüssel nirgendwo zu sehen war. Das einzige, was noch in meinem Rucksack drinnen war, waren die Wasserflaschen aber auf die Idee sind wir beide irgendwie nicht gekommen einfach mal da drunter nachzuschauen… Wir hatten schon die Leute von der Rezeption vom Hostel gefragt was wir denn machen könnten wenn wir einen Autoschlüssel (den einzigen) verlieren und natürlich kam Google auch auf seine Kosten aber letztendlich haben wir ihn zum Glück ja wieder gefunden. Also ging es mit einer gut 2-stündigen Verspätung los zur Bahn um das etwas außerhalb abgestellte Auto abzuholen. Schnellstmöglich ging es dann auch schon zu Bunnings (Baumarkt) und zum Ikea einkaufen. Da das zuschneiden der Bretter bei Bunnings und das Shoppen bei Ikea so lange gedauert hat, dass es draußen bereits dunkel war, haben wir uns dazu entschieden auf einen Campingplatz zu fahren und die Umbauarbeiten auf Samstag zu verschieben. Die ganze Panik bezüglich des eventuell verlorenen Autoschlüssels in Kombination mit Bunnings und Ikea war einfach zu ermüdend um noch ein qualitativ hochwertiges Bett bauen zu können.

Samstag stand also letztendlich der Umbau des Autos an! Gerade bei Bunnings angekommen haben wir dann auch gemerkt, dass wir eh ein bisschen was vergessen hatten und waren froh nicht am Vorabend schon begonnen zu haben denn sonst hätten wir irgendwann begriffen, dass uns was fehlt und so konnten wir alles, was wir nicht gerade zur Hand hatten auch gleich wieder beim Bunnings holen. Nach 6 Stunden schrauben, sägen und feilen war die Konstruktion zu 90% fertig und es war mal wieder die Sonne untergegangen. Deshalb haben wir entschieden, erstmal zum Campground zu fahren, welcher sich mitten in den Blue Mountains befand und dort dann die letzten 10% fertig zu machen. Die 1,5h fahrt waren knackig und  nach 20 Minuten Offroad waren wir dann auch schon an unserem ersten kostenlosen Campingplatz. Dort angekommen haben wir bei Temperaturen knapp über 0 erstmal die letzten 10% eingebaut und sind dann anschließend todmüde ins Bett gefallen. Temperaturen nahe dem Gefrierpunkt haben natürlich nicht gerade positiv dazu beigetragen die erste Nacht im selbst umgebauten Wagen erfolgreich zu gestalten aber ich hab super geschlafen und bin total froh und auch stolz, dass wir die Bettkonstruktion so gut hinbekommen haben. Ich kann locker drinnen liegen (140x200) und über die Matratze von IKEA kann man auch nicht klagen!

Die erste Nacht mitten in der Wildnis war aufgrund fehlender Vorhänge mit dem Sonnenaufgang vorbei, was ich persönlich sehr gut finde, denn die Tage in Australien sind sehr kurz, weil die Sonne bereits um 18:00 Uhr unter geht und man dann nicht viel mehr macht als essen zu kochen, am Lagerfeuer zu sitzen und mit den anderen Reisenden zu quatschen. So also auch am ersten kompletten Sonntag meiner Reise. Als erstes standen aber noch noch ein paar Lookouts auf dem Programm. Wir starteten mit einem entspannten Frühstück in den Sonntag und wurden von einem sehr neugierigen Vogel besucht. Nach dem Frühstück sind wir dann noch an den 100m entfernten Lookout über die Blue Mountains gegangen und haben uns dann auch schon auf den Weg in Richtung „Three Sisters“ gemacht. Diese wurden dann auch recht schnell abgehakt und danach ging es erstmal auf ne Runde WLAN und zum Einkaufen in eine kleine Stadt, die auf dem Weg zu den ersten Wasserfällen lag. Ich musste einige E-Mails checken etc. und Tim ist auch immer wieder froh, wenn er mal bisschen Internet hat und seine Leute auf den neuesten Stand bringen kann. Nachdem wir genügend WLAN geschnorrt hatten ging es dann aber auch schon weiter zu den Wasserfällen. Nach einer ca. 30 Minütigen fahrt waren wir da und stapften mit (leider) vielen anderen Leuten zu den Wasserfällen, fanden aber auch einen Traumhaften Spot, wo so gut wie nichts los war und meine Kamera kam zum ersten mal auch so richtig auf ihre kosten! Nachdem alle Fotos in der Tasche waren ging es dann auch schon Richtung Campingplatz, was ein ziemlich lustiges Abenteuer war! Wir haben im Hostel zwei Mädels kennen gelernt, die sich einen Camper ausgeliehen hatten und die nächsten paar Monate mit ihm die Ostküste hoch Reisen werden. Da es ganz gut passte und wir auf unserem Weg nach Cairns an ihrem aktuellen Spot vorbei gekommen sind haben wir uns zusammengeschlossen und sind spontan auf einen kostenlosen Campingplatz weitergezogen. Dass Apple Maps uns falsch leiten würde und wir auf einmal auf einer 4WD-Strecke landen würden konnte natürlich keiner wissen und wir hatten ziemlich Angst, dass ihr „Booty Call“ Camper komplett zerstört werden könnte aber er hat es tapfer durchgestanden und so sind wir dann wieder mal mit der Dunkelheit angekommen. Erst mal schnellstmöglich Feuerholz suchen und dann zügig kochen war der Plan. Nach dem Essen sind wir noch zusammen gesessen bis wir kein Feuerholz mehr hatten und es zu kalt wurde. Mit dem erloschenen Feuer sind wir dann auch schlafen gegangen.

Nach dem Frühstück am darauf folgenden Tag war dann der Plan, nach Newcastle zu fahren und das Auto final abzubezahlen. Dafür brauchten wir aber natürlich das Geld, welches ich mir vom deutschen Account auf mein Australischen überwiesen habe. Leider war das Geld aber immer noch nicht da und so mussten wir irgendwie eine Lösung für das Problem finden! Wir fuhren also nachdem wir die Mädels verabschiedet hatten erstmal nach Newcastle und sprachen mit einer Frau aus der Westpac ob man da irgendwas machen könnte um das Geld schon früher zu bekommen. Sie hat alles versucht, konnte uns dahingehend aber leider nicht weiterhelfen… Also fuhren wir zu Tom um ihm die schlechte Botschaft - dass unser Geld immer noch nicht da war - zu beichten. Er war gerade einkaufen als wir ankamen also machte uns sein Mitbewohner auf und bat uns herein. Ungefähr 20 Minuten später kam er dann auch dazu, legte ein 6-Pack Bier auf den Tisch und wir haben ihn erstmal auf den neuesten Stand gebracht! Als wir ihm dann die Thematik erklärt haben und viel gegrübelt hatten, welche Möglichkeiten wir hätten um nicht in Newcastle festzustecken, haben wir uns gemeinsam dazu entschlossen, ihm nochmals 1000,- Dollar Cash zu geben und den Rest dann einfach zu Überweisen sobald wir das Geld auf dem Konto haben. Ich finde das sehr bemerkenswert von ihm, ein solches Vertrauen gegenüber zweier Fremder zu haben ohne irgendeine Absicherung!! Wir für unseren Teil waren einfach überglücklich, endlich in den Norden fahren zu können und so kam es dann auch. Erst noch das Auto umschreiben lassen, bisschen was Einkaufen und dann ging es auch schon los auf den Dreistündigen Trip zum nächsten Campingplatz. Tim ist an dem Tag auch das erst mal bei Linksverkehr gefahren und hat sich wacker geschlagen! Natürlich kamen wir mal wieder im Dunkeln an (wie immer bis jetzt). Es wurde recht zügig gekocht und anschließend saßen wir noch am Lagerfeuer, quatschten ein bisschen und waren total überwältigt, dass man die Milchstraße mit bloßen Augen sehen konnte! Als das Brennholz dann leer war ging es nach einem Ereignisreichen Tag auch schon ins Bett.

Am nächsten morgen ging es dann auch recht früh wieder aus den Federn. Die erste Dusche nach 3 Tagen war seeeeehr seeeeehr kalt aber trotzdem gut! Wir wollten recht zügig los, weil der Campingplatz eigentlich was kosten sollte aber bei unserer Ankunft niemand mehr da war also haben wir uns gedacht wir gehen früh wieder uns waren einfach nie da. Ein kurzes Frühstück an nem schönen Fluss und dann ging es nach Port Macquaire in die Library um bisschen was zu planen und damit ich den ersten Blogeintrag aus Australien endlich hochladen konnte.

 

Das war fürs erste mal ein Überblick über die Ereignisreichen ersten Tage in Australien! Mal schauen was die nächsten Tage/Wochen/Monate so bringen. Ihr bleibt auf jeden Fall auf dem Laufenden und ich versuche alle 10 Tage spätestens immer den neuen Eintrag hochzuladen.

 

Bis dahin,

euer Sebi