Sebi on Tour

eine lang erwartete Reise

 
25März
2018

Uluru, Kings Canyon und die letzten Tage vor der Ankunft der Familie

08.03.2018

Nach zwei Tagen in Darwin ging es wieder ab ins Auto! Leider bestätigten sich meine Befürchtungen, welche ich die letzten Tage bereits hatte. Sowohl der Lichfield Nationalpark als auch der Kakadu Nationalpark waren bis auf weiteres so gut wie komplett gesperrt… Der Zyklon und heftige Regenfälle machten es einfach unmöglich die ganzen coolen Spots dort zu betrachten. Das ist/war natürlich wahnsinnig beschissen und im ersten Moment wusste ich nicht so richtig was ich jetzt machen sollte… Nach einer Weile festigte sich dann der Entschluss doch Tasmanien zu machen! Mario, einer aus dem East-Coast-Roadtrip wäre sogar zur selben Zeit auf Tasmanien also könnten wir einen Teil der Insel, welche Neuseeland sehr ähnlich sein soll zusammen bereisen. Ich habe natürlich sofort nach einer passenden Fähre gesucht und habe für den Hinweg auch eine gute gefunden. Problem an der ganzen Sache war jedoch die Rückfahrt! Alle Fähren von Tasmanien zurück waren bis zum 25.03. restlos ausgebucht… Also hatte sich die Sache mit Tasmanien auch wieder erledigt! Da saß ich dann wieder da und wusste einfach nicht was ich machen sollte. Ich habe erstmal eine Zeit lang im Lonley Planet gestöbert und gehofft, dass ich was finden würde. Habe ich letztendlich auch, denn ich hatte den Südosten von Australien ja nicht sonderlich ausführlich gesehen. Ich habe mich also letztendlich dazu entschlossen die Tage zum Uluru und Kings Canyon zu fahren und danach weiter nach Adelaide zu reisen. Ob ich in Adelaide dann eventuell doch Kangaroo-Island mache oder nicht werde ich dann spontan vor Ort entscheiden. Auf jeden Fall werde ich von Adelaide aus die Südküste entlang nach Südosten fahren und alles dort bereisen. Der Südosten Australiens gilt als wahnsinnig schöner Fleck (wie so ziemlich alles in Australien), welcher aber nicht sonderlich Touristisch ist, weil alle bzw. die meisten Reisenden nach Sydney direkt den Cut durchs Inland nach Melbourne machen und die Küste im Südosten komplett auslassen. Ich hätte es ja normalerweise auch nicht gesehen aber bin jetzt irgendwie schon froh es doch zu sehen, denn was ich bis jetzt so gelesen habe von diesem Teil der Ostküste, muss es Landschaftstechnisch wahnsinnig schön sein! Ich bin auf jeden Fall sehr gespannt darauf, da ich nicht so richtig weiß, was mich erwarten wird, aber ich bin mir sicher, dass eine wahnsinnig geile Zeit auf mich zukommt bevor meine Family ankommt. Heute bin ich letztendlich bis kurz vor Daily Waters gefahren, wo sich der wohl berühmteste Pub Australiens befindet und habe nach einer kurzen Besichtigung auch schon den Campingplatz aufgesucht. Viel gibt es zum Abend nicht zu sagen und da der nächste Tag ausschließlich aus fahren bestand mach ich direkt mit dem übernächsten Tag weiter.

 

10.03.2018

Ich habe die Nacht kurz vor Alice Springs verbracht und bin am morgen auch direkt zum Frühstücken in die größte Stadt im Zentrum Australiens gefahren. Allzu viel gibt es zum heutigen Tag aber auch nicht zu sagen, denn nachdem ich lecker gefrühstückt hatte, ging es auch schon zurück ins Auto und ab zum Uluru! Beziehungsweise ging es bis kurz davor, denn ich wollte eines der Wahrzeichen Australiens ganz in Ruhe besichtigen und habe den gesamten morgigen Tag dafür und für den Kings Canyon eingeplant. Als ich auf dem Campingplatz kurz vor dem Uluru angekommen war, hab ich noch fix gekocht und hab mich dann auch schon aufs Ohr gelegt. Morgen soll der Tag bereits vor Sonnenaufgang beginnen, weil ich zum Sonnenaufgang beim Uluru sein möchte! 

 

11.03.3018

Leider war es am Morgen noch Bewölkt und so habe ich mich doch dazu entschlossen etwas länger liegen zu bleiben. Gegen 10 Uhr war ich dann beim Uluru. Es war irgendwie ein komisches Gefühl an einem, wenn nicht sogar an dem heiligsten Ort der Ureinwohner zu sein. Auf jeden Fall hat mich das ganze sehr beeindruckt! Als ich dann auf einem der vielen Parkplätze halt gemacht hatte, an dem nicht so viel los war, ging es auch schon auf Erkundungstour. Ich hatte ziemliches Glück, dass die Touri-Busse erst dann ankamen, als ich wieder am gehen war. Die Farben des Uluru waren auf jeden Fall der Wahnsinn! Mal hellrot, mal Richtung Grau und an einem anderen Punkt wieder Orangefarben. Nach einer ca. 30-60 minütigen Wanderung bin ich dann wieder zurück zum Auto. Dort bemerkte ich dann, dass ich 3,5h bis zum Kings Canyon brauchte… Irgendwie hatte ich eine fahrt von ner halben Stunde im Kopf aber naja so ist es halt in Australien mit den Fahrtzeiten! Um halb vier bin ich dann endlich beim Kings Canyon angekommen. Es ging auch direkt auf den Anspruchsvollsten Wanderweg, welcher 3-4h dauern sollte (ich hab ihn mal ganz entspannt in 2:15h gemacht^^). Der Track war teilweise schon sehr anstrengend aber auch wahnsinnig toll! Die Weite des Landes beeindruckt mich einfach immer wieder und dann an einer Kippe zustehen und gefühlt über ganz Australien schauen zu können war schon ein sehr sehr cooles Gefühl! Es ging auch durch den Garten Edens, welcher sehr schön war aber auch ziemlich an ein Zuhause von Krokodilen erinnert hatte! Nach guten zwei Stunden bin ich also ziemlich kaputt aber auch geflashed von dem tollen Erlebnis wieder am Auto angekommen. Es war auf jeden Fall die richtige Entscheidung, die 3,5h zu fahren! Danach ging es nur noch zu einem Campingplatz in der nähe eines Roadhauses, denn der nächste Tag bestand aus einer zwölfstündigen Autofahrt bis kurz vor Adelaide. Auf dieser Fahrt kam ich an Coober Pedy vorbei. Coober Pedy ist voll mit Opal Suchenden Menschen aus der ganzen Welt und überall kann man Minen und ihre Erdhügel vor dem Eingang sehen. Es war auf jeden Fall ganz cool zu sehen. Gegen Abend bin ich dann auch ziemlich k.o. ins Bett gefallen. 

13.03.2018

Es ging ab nach Adelaide. Ich habe mir für die nächsten vier Nächte ein Hostel gebucht um nach den vielen Stunden hinterm Steuer etwas entspannen zu können. Mein Zimmer konnte ich aber erst gegen 17:00 Uhr beziehen also bin ich erstmal in die Stadtbibliothek und habe am Blog gearbeitet. Viel mehr stand dann nicht mehr auf dem Programm… Morgen kommen dann auch noch Fabi und Terrence vom East-Coast-Convoi nach Adelaide! Versprechen also lustige Tage zu werden! Auf jeden Fall hol ich die zwei Pappnasen morgen mittag vom Flughafen ab und dann werden wir mal schauen was wir so treiben werden. 

 

14.03.2018

Um halb 12 kamen die zwei dann auch in Adelaide an. Zuerst ging es zu ihrem Hostel, welches sie sich für eine Nacht gebucht hatten. Nachdem ihre Backpacks etc. im Zimmer verstaut waren sind wir aber erstmal auf einen lecker Burger zu Grill´d gegangen und haben uns gegenseitig auf den neuesten Stand gebracht. Es ist einfach wahnsinnig schön die zwei wieder zu sehen! Nachdem wir den Burger verschlungen hatten, haben wir uns auch noch mit Daniel getroffen. Fabi und Terrence fahren mit Dani zusammen in Bobby (Campervan) zum Uluru und Kings Canyon. Eigentlich wollten sie Freitag früh starten, aber da ich mich jetzt dazu entschieden habe sie noch bis nach Port Augusta zu begleiten und nochmals einen kleinen Konvoi zu bilden - auf die geilen alten Zeiten -, starten wir jetzt am Samstag. Wahrscheinlich kommt noch ein Mädel mit ihrem eigenen Auto mit und zwei andere Leute werden auch noch eingesammelt bevor es los geht! Die nächsten Tage versprechen aber auf jeden Fall richtig gut zu werden. Nachdem wir uns mit Daniel kurz getroffen haben ging es erstmal wieder in ihr Hostel. Dort haben wir uns einige Videos vom East-Coast-Roadtrip unter wahnsinnig viel Gelächter angeschaut! Als wir dann aber alles gesehen hatten ging es in mein Hostel, denn ich musste mir natürlich die Videos auf meine Festplatte ziehen. Zusätzlich gab es dann noch lecker Bolo für uns drei bevor es für die zwei wieder zurück in ihr Hostel ging und ich müde ins Bett fiel. 

 

15.03.2018

Es war der Geburtstag meiner kleinen Schwester und natürlich war ich zum „Anstoßen“ um 00:00 Uhr deutscher Zeit zugeschlatet. War mal wieder echt schön die ganze Family zu hören und bisschen zu quatschen. Lange ist es ja nicht mehr, bis sie hier rüber kommen!!! Die Spannung und die Vorfreude steigt auf jeden Fall von Tag zu Tag an! Mein Tag bestand dann erstmal aus Blogarbeit für ein paar Stunden. Nachmittags ging es dann noch zu den Jungs an den Campingplatz, auf den sie in der Zwischenzeit gefahren sind um etwas Geld zu sparen. Dort haben wir dann den Nachmittag verbracht, gequatscht und Bobby hat auch noch einen neuen Reifen bekommen. Zum Sonnenuntergang bin ich dann aber wieder ins Hostel gefahren. Beim Abendessen hab ich dann noch einen ziemlich coolen Holländer kennengelernt und mich etwas mit ihm unterhalten. Natürlich konnte ich es nicht lassen ihn für die Westküste zu begeistern!!! Danach ging es dann aber ins Bett. 

 

16.03.2018

Der Morgen begann mit einem entspannten Frühstück. Der Plan war es, erstmal Fotos zu sortieren etc. bevor ich ein Mädel vom Flughafen abhole, die mit den Jungs zusammen zum Uluru fahren wird. Morgen nehme ich sie dann früh am Morgen mit zu den Jungs und wir fahren ein letztes mal gemeinsam in einem Konvoi nach Port Augusta! Bevor ich sie aber um halb zwei abgeholt habe und zum Hostel gebracht hatte, musste ich eine weniger schöne Entdeckung machen… Ich hatte am Morgen mein Auto auf einen Parkplatz gestellt, auf dem man relativ preiswert für 12h stehen konnte. Nur hab ich irgendwie vergessen ein Ticket zu lösen und so hatte ich mal wieder eine dicke 65 Dollar Rechnung an meiner Windschutzscheibe kleben! Wie kann man nur so verplant sein und sein Auto auf einem Parkplatz abzustellen und dann einfach wieder zum Hostel latschen ohne ein Ticket zu lösen… Erst recht wenn man es die letzten Tage immer gelöst hatte… Naja huift ja nix. Der Nachmittag verlief ziemlich ruhig. Ich habe mit einem Australier gequatscht, der sich im Aufenthaltsraum befand und habe dadurch erfahren, dass er ein Musiker ist, der am heutigen Abend einen Live-Auftritt in einer Bar hatte. Das wollte ich mir natürlich nicht entgehen lassen also hab ich noch ein paar andere Leute gefragt ob sie mitkommen wollen und so sind wir dann letztendlich zu viert in die Bar gegangen und haben ihn uns angehört.

 

17.03.2018

Eigentlich wollten wir bereits um 9 losfahren aber daraus wurde natürlich nichts. Um kurz nach 10 kamen wir endlich los und mussten noch einen Zwischenstopp beim Woolworth machen bevor es zu den Jungs ging. Knappe zwei Stunden später waren wir dann bei ihnen und wurden bereits sehnsüchtig erwartet! Fabi bekam bereits vor zwei Tagen eine neue Frisur aber leider ist der Akku von meinem Rasierer leer gegangen also mussten sie es heute fertig schneiden. Danach war dann ganz spontan auch noch Daniel dran, der sich einfach mal kahl rasieren lies. Julian wurde am Ende auch noch überredet und so ist nahezu jeder einmal unter die Maschine gekommen. Ich für meinen Teil warte, bis ich in Byron Bay wieder dem guten alten „Jack the Snipper“ einen Besuch abstatten kann. Irgendwann sind wir dann aber auch auf einen Campingplatz kurz unter Port Augusta gefahren. Auf dem Weg mussten wir noch bei einem K-Mart und einem Supermarkt halten um noch ein paar Sachen zu besorgen. Spontan entschieden wir uns, für heute Abend ein Barbecue zu machen. Also wurden einfach ein paar Stangen Toast und panierte Schnitzel gekauft bevor es zum Campingplatz ging. Der Campspot war ziemlich cool, direkt an einem Fluss gelegen aber leider auch ziemlich windig! Den Jungs hat es erstmal ihr riesiges Zelt zerstört und meine Markise hätte es auch beinahe nicht überlebt. Gegen Nacht flaute der Wind aber ab (Gott sei dank)! Es war echt der Wahnsinn wieder mit ein paar Leuten meiner East-Coast Truppe unterwegs zu sein und da der eine Tag viel zu nice war, haben wir entschieden, einfach noch einen Tag bzw. eine gemeinsame Nacht dran zu hängen!

 

18.03.2018

Als letzte ging es gegen 12 runter vom Campingplatz. Wir fuhren nach Port Augusta um nochmals für den Abend einzukaufen und die Jungs brachten zusätzlich noch ein neues Zelt. Danach ging es auf einen Campingplatz kurz hinter Port Augusta. Der Tag wurde eigentlich einfach nur genossen! Immer wieder wurden kleine Spielchen gespielt! Viel gibt es zu dem Tag aber eigentlich nicht zu sagen, denn es war kein spektakulärer in Form von Aktivitäten in einem Nationalpark oder sonstigem. Wir waren einfach alle froh nochmals einen Tag zu zusammen verbringen zu können und in Erinnerung der East-Coast Zeit zu schwelgen! 

 

19-26.03.2018

Daniel wollte mal wieder um spätestens 9 Uhr loskommen! Aus dem wurde natürlich nichts! Um ca. 12 Uhr sind wir dann mal losgekommen und waren auch kurze Zeit später beim Mägges in Port Augusta. Die Jungs wollten sich auf jeden Fall nochmal ein paar Folgen oder Filme auf Netflix runterladen bevor sie in den Netzlosen Bereich fuhren. Wiederum wollte Daniel ziemlich schnell los und hatte eine Deadline auf 13:00 Uhr gesetzt. Am Ende warteten aber alle auf ihn, weil er sich doch noch alle Folgen der vierten Staffel von Vikings runter laden wollte :D! Also kamen sie erst so gegen halb 3 los! Der Abschied war schwer und ich werde die Spinner echt vermissen, aber es ist ja nur bis September/Oktober, denn zur Wiesn werden hoffentlich alle aus dem East-Coast-Convoi in München anwesend sein! Garantierte Zusagen habe ich schon von einigen aber man weiß ja nie, wer am Ende wirklich vor der Tür steht! Für mich ging es dann ab Richtung Rainbow Beach! 25h fahrt lagen vor mir und diese wurden dann auch innerhalb zweieinhalb Tagen absolviert. In Rainbow Beach angekommen, habe ich dann alles für Fraser Island fix gemacht! Permits fürs Auto und Campen besorgt und danach ging es auch schon nach Brisbane. Dort bin ich dann am 23. angekommen, habe im Hostel eingecheckt und werde die restlichen drei Tage in Brisbane verbringen bis die Family am 26. endlich ankommt. 

 

Der finale Trip mit der Family ist also so gut wie da! Morgen gegen 19:00 Uhr kommen sie an und ich freue mich wahnsinnig drauf sie durch Australien zu führen und ihnen ein paar coole Spots zu zeigen! Über diese Wochen und über die Zeit auf Bali, wird es natürlich auch noch jeweils einen Blogeintrag geben! Ob ich es jedoch schaffe, sie ihn in Australien oder Bali noch hochzuladen oder erst wenn ich zurück in Deutschland bin weiß ich noch nicht! 

 

Bis dahin,
euer Sebi

07März
2018

Von Paradies zu Paradies an der Westküste!

20.02.2018

Da ich gestern den Hauptteil des Tages damit verbracht hatte, den Blogeintrag fertig zu machen und hochzuladen, mach ich direkt mit dem 20. weiter. Es ging nämlich nach einem lockeren Frühstück endlich in den Kalbarri National Park! Mehrere Walks standen auf dem Programm und einer war schöner als der andere! Bei jedem der Wege kam man am Ende zu einem Fluss. Dort habe ich immer eine kleine Pause gemacht, entspannt und die wunderschöne Natur genossen bevor es dann auf den Weg zurück zum Auto ging. Der zweite Track dauerte -einfach - ungefähr 1,5h und komplett durchgeschwitzt kam ich am Ende wieder am Auto an! Als ich dann die Kamera wieder einpacken wollte, merkte ich, dass ich meine Schutzkappe nicht mehr hatte… Ich habe natürlich alles durchsucht, aber finden konnte ich sie nicht… Wahrscheinlich habe ich sie irgendwo entweder liegen lassen oder sie ist aus meiner Hosentasche gefallen. Ziemlich beschissen, denn ohne sie habe ich einfach viel zu viel Angst um mein Objektiv! Letztendlich bin ich dann zwei Stunden zurück zur nächsten etwas größeren Stadt gefahren, um mir eine neue Kappe zu kaufen… Ziemlich beschissen, da ich noch nichtmal den gesamten Nationalpark abgeklappert hatte aber huift ja nix! Vier Stunden später bin ich dann auch am Campingplatz in der Nähe des Parks angekommen und habe den Tag nur noch ausklingen lassen. Am morgigen Tag sollte dann der Rest des Parks auf mich zukommen. Mal schauen ob das auch alles ohne irgendeinen Zwischenfall klappt!

21-23.02.2018

Morgens ging es direkt zum „Natures Window“ und ich hatte echt Glück! Da ich recht früh da gewesen bin, hatte ich die Felsformation einige Zeit für mich und konnte ganz in Ruhe Fotos schießen und die Aussicht genießen! Nachdem alles getan war, hab ich mich auf den Weg Richtung Shark Bay gemacht. 3,5h fahrt lagen vor mir, die auch ziemlich schnell vergingen. Zuerst bin ich noch kurz in ein Info-Center um mir die nötigen Informationen einzuholen, bevor es dann auf den Off-Road Track ging! Es war nicht der beste Untergrund auf dem Weg zum Campground, aber es ging letztendlich recht zügig voran und das war die Hauptsache. Mein Ziel war der Nordöstlichste Punkt der Insel, da der Campingplatz dort etwas mehr vom Wind geschützt sein sollte als die anderen. Als ich dann am Strand angekommen war, musste ich die Szenerie erstmal auf mich wirken lassen! Der Strand und das Meer konnten locker mit den Whitsundays mithalten!! Der Sand war sehr sehr weich und fast hätte ich sogar Probleme bekommen aber durch die Hilfe von Ian war alles halb so wild. Wer ist aber jetzt dieser Ian?? Ich habe ihn letzten Abend auf dem Campingplatz kennengelernt und bin heute Morgen nochmals mit ihm etwas ins Gespräch gekommen. Dass ich ihn und seine deutsche Reisebegleitung Marina dann in der letzten Ecke einer Insel wieder treffen würde, konnte natürlich keiner Ahnen!! Es sollte wohl so sein! Wir hatten nämlich nichts ausgemacht, hatten keine Nummern ausgetauscht und auch nicht besprochen an welchen Campingplatz wir jeweils fahren werden. Einfach totaler Zufall!! Wir haben also unsere Lager kombiniert und aus zwei kleineren ein größeres für die nächsten zwei Tage gemacht. Am Abend stand für mich dann Spagetti Bolognese auf dem Essensplan, da das Fleisch schlecht zu werden drohte… Ian hat mit der Dämmerung aber erstmal seine Angel rausgeholt! Wie schon gesagt waren wir in Shark Bay und was biss dann nach kurzer Zeit an der Angel an?? JAAAAA EIN HAI!!!! Kurze Zeit später hatte er ihn auch aus dem Wasser gezogen. Es war ein kleiner Riffhai in perfekter Essensgröße! Was für ein scheiß, dass meine Nudeln schon im Topf waren… Aber naja dann gab es für mich halt erstmal bisschen Bolognese bevor Ian den Hai ausgenommen, filetiert und am Ende auch noch frittiert hatte. Also gab es für mich letztendlich Bolo zur Vorspeise und frittierten Hai zum Hauptgang! Es hat einfach richtig geil geschmeckt und frischeren Fisch bekomme ich so schnell wohl nicht mehr! Als wir dann irgendwann alle Satt waren, saßen wir noch bei ein paar Bier zusammen, haben uns unterhalten und den Sternenhimmel auf uns wirken lassen.
Der nächste Morgen begann für mich mit einem Entspannten Müsli und ein paar Seiten meines Buches. Ian und Marina sind nach dem Frühstück zu einem Lookout gefahren. Ich wollte aber lieber am Strand chillen, bisschen am Blog schreiben/arbeiten und ein kleines Workout war auch mal wieder fällig! Unterm Strich einfach ein sehr sehr entspannter Vormittag! gegen 13:00 Uhr kamen die beiden dann von ihrem Ausflug wieder zurück. An diesem Nachmittag passierte dann auch noch so einiges… Wir sahen Delfine, die bis auf 30 Meter zu uns geschwommen sind bevor sie begonnen haben zu Jagen. Es war sau cool zu sehen, wie schnell diese Tiere beschleunigen können und durch das Wasser fetzen! Damit war es aber noch lange nicht getan! Wir sahen auch noch eine riesige Schildkröte, welche sich am Meeresgrund von einigen Fischen säubern hat lassen, kleine Haie auf der Jagd nach noch kleineren Fischen und Albatrosse, die mit Vollspeed nach unten schossen und sich Fische aus dem Meer pickten. Es wurde einfach nicht langweilig! Sogar einen Wal sahen wir in weiter Entfernung vorbei schwimmen!!! Es war einfach einer der besten Tage, seitdem ich in Australien bin! Der Abend wurde dann ganz entspannt ausgeklungen! Wir besuchten noch unsere „Nachbarn“ und versuchten unser Glück im Tintenfisch-Angeln aber an diesem Tag biss nichts an. Irgendwann wurde ich nach dem ereignisreichen Tag dann auch ziemlich müde und es ging ab ins Bett.
Am morgen, des 23.01. haben wir eigentlich nur alles recht zügig zusammengeräumt und haben uns dann auf den Weg weiter Richtung Norden gemacht. Das nächste Ziel sollte nämlich Coral Bay sein! An diesem Tag stand für mich nicht sonderlich viel auf dem Programm außer Auto fahren, etwas in einer schönen kleinen Stadt chillen und einkaufen, bevor es zu einem Campingplatz kurz vor Coral Bay ging, wo ich morgen dann Ian und Marina wieder treffen werde.

24.02.2018

Früh am Morgen ging es dann nach Coral Bay. Es war ein kleines Städtchen, welches mir aber nicht sonderlich gefallen hat, da es mehr oder weniger nur aus einem großen Campingplatz und einer Bungalow-Landschaft bestand. Ich habe mich gefühlt wie in einem Cluburlaub und darauf hatte ich hier an der Westküste weniger Lust! Ian und Marina sind bereits gestern zu genau diesem Campingplatz gefahren und ich habe mich dann mit Marina auf einen Kaffee getroffen, denn wir wollten in Exmouth zusammen tauchen gehen. Unsere Pläne waren bis dahin aber etwas unterschiedlich! Ich habe mich letztendlich entschieden, heute noch nach Exmouth zu fahren und mich dort über mögliche Tauchgänge zu informieren! Marina hat nur bis zum 27.02. Zeit, da sie am 28. wieder nach Perth fliegen wird, also haben wir zwei Tauchgänge am 27. gebucht. Es geht ans Navy Pier, welches nur von der einen Tauchschule in Exmouth angefahren werden darf. Zusätzlich ist es eines der 10 besten/schönsten Tauchgebiete auf der Welt! Zwei Tauchgänge werden wir dort unternehmen und ich freue mich schon wahnsinnig darauf wieder tauchen zu gehen! Da wir in der Nebensaison sind, ist es auch gut möglich, dass wir nur sehr wenige Taucher dort sind und dadurch das gesamte Riff mehr oder weniger für uns haben! Als die Tour dann gebucht war, ging es ab zum nächsten Campingplatz, auf dem ich zwei Nächte verbringen werde! Er befindet sich direkt an der Ningaloo Küste, welche seit 2011 zum Weltkulturerbe gehört und geschützt ist! Es gibt dort auch einige Riffe, welche man vom Strand aus beschnorcheln kann! Als ich am Campingplatz ankam war ich bereits total geflashed! Auf dem Weg hierher chillten immer wieder am Straßenrand einige Kängurus und Emus und auch auf dem Campingplatz hoppelt das ein oder andere Känguru umher! Aufm Weg zur Toilette bin ich dann auch gleich mal total erschrocken, als sich neben mir auf einmal eines gekratzt hat! Es war nicht sonderlich scheu, sondern eher neugierig! Es ist sogar ein bisschen näher gekommen und hat kurz an meiner Hand geschnuppert! SOOOOOO SÜßß!! Letztendlich habe ich dann nur noch alles aufgebaut und lecker Curry gekocht. Kaum war das Curry fertig, kam auch schon der Ranger vorbei und kontrollierte, ob ich denn auch brav gezahlt habe. Natürlich hab ich das und ich musste ziemlich schmunzeln als ich ihn auf seinem Quad hab kommen sehen, weil er genauso aussah wie Dr. Bob vom Jungle-Camp! Den Abend habe ich dann noch mit meinem Buch und Musik ausklingen lassen bevor es schlafen ging!

25.02.2018

Der Tag begann mit einem tollen Sonnenaufgang! Aber das war nicht alles! Das kleine Känguru saß direkt neben meinem Auto und hat an einem kleinen Busch geknabbert! Mir ist über den Tag aufgefallen, dass es sich die ganze Zeit rund um meinen Stellplatz aufgehalten hat. Je nachdem hinter welchem Busch es den besten Schatten fand. Ich hatte also mehr oder weniger mein eigenes „Stellplatz-Känguru“! Am heutigen Tag wurde eigentlich nur entspannt, die Sonne und das Meer genossen, gelesen und am Blog gearbeitet! Gegen Nachmittag kamen dann Ian und Marina vorbei und mit der Abenddämmerung sind wir zum Angeln ans Meer gegangen. Dieses mal waren wir aber leider nicht erfolgreich! Lag wohl auch daran, dass sich nach kurzer Zeit einfach ein ca. 3,5m großer Tigerhai, 10-20m vor der Küste aufhielt und jeden Fisch, der anbiss einfach vom Haken gefressen hat.  Gut, dass ich heute Vormittag genau dort Schnorchel gewesen bin! Auf jeden Fall werde ich nachdem ich diesen Riesenhai gesehen habe nicht mehr schnorcheln gehen! Also gab es leider nicht nochmal den frischesten Fisch, den man bekommen kann… War aber auch halb so wild. Wir sind dann am Abend noch etwas länger zusammen gesessen und haben uns unterhalten bevor es ins Bett ging.

26.02.2018

Eigentlich wollte ich am heutigen Tag die Schnorchel-Spots unsicher machen aber da es einfach viel zu nice auf dem Campingplatz war, habe ich mich dazu entschieden nochmals eine Nacht drauf zu buchen. (außerdem muss ich nicht unbedingt an Riffen schnorcheln, an denen sich Tigerhaie aufhalten könnten)!!! Es ging dann also mit Ians Auto zum nächstmöglichen Info-Center, bei dem man auch gleich die Nächte buchen konnte und schwups war die zusätzliche Nacht auch in der Tasche. Bevor es wieder zurück zum Campingplatz ging, sind wir noch zu einem Walk gefahren, welcher an einem Fluss entlang ging und ziemlich cool war! Wir haben auch ein paar von sehr seltenen Rock-Wallabies in den Wänden gesehen! Der Walk ging aber nicht allzu lange, denn wir waren alle in Flip-Flops oder Badelatschen unterwegs und als der Track dann zu anspruchsvoll für unser Schuhwerk wurde, sind wir wieder umgedreht. Natürlich wollten wir auch heute wieder unser Glück beim Angeln versuchen. Zunächst sah es nicht sonderlich gut aus aber dann haben wir den richtigen Spot gefunden und haben auch mehrfach einen Fisch dran gehabt. Leider haben wir keinen bis ans Ufer bekommen… Der erste war mit abstand die knappste Geschichte! Wir hatten ihn schon aufm Sand liegen und Ian war bereits auf dem Weg ihn zu schnappen, als plötzlich eine größere Welle den Fisch samt Schnur um einen Felsen geschleudert hat und er sich dadurch befreien konnte und wieder zurück ins Meer schwamm. Ziemlich schade, denn er hatte die perfekte Pfannengröße! Danach haben noch ein paar weitere angebissen aber wir haben jedes mal das Rennen gegen den Tax-Man (-> so nennen die Australier die Haie, die die Fische von den Haken fressen) verloren… Naja massig Spaß hatten wir trotzdem und so gab es halt Bolognese bevor es ins Bett ging.

27.02.2018

Heute ging es zum TAUCHEN!!!!!!! Um sieben klingelte bereits der Wecker, denn ich musste noch das ganze Auto Zusammenräumen und etwas Ordnung schaffen. Wir kamen pünktlich um neun Uhr los, denn um halb 11 sollten wir bei der Tauchschule sein. Als jeder seine Ausrüstung etc. in den Beutel mit seiner Nummer geräumt hatte, ging es auch schon ab in einen Kleinbus. Das Exmouth Navy Pier stand auf dem Programm. Wir haben zwei Tauchgänge gebucht und anfangs wusste ich noch nicht so richtig was auf mich zukommen sollte. Das erste mal so richtig als zertifizierter Taucher unter Wasser zu gehen war aber schon echt ein richtig cooles Gefühl muss ich sagen! Das Pier gilt als eines der 10 besten Tauchgebieten auf der Welt und es sollte mich auch nicht enttäuschen! Also nix wie rein in die Klamotten, Buddy-Check absolvieren und ab ins Wasser. Der Spot war einfach richtig richtig geil!! Es war ein langer Steg mit drei Plattformen, die man behauchen konnte. Ich habe mich ein bisschen gefühlt, als würde ich ein Wrack betauchen, da es immer wieder über und unter Eisenstreben entlang ging. Der erste Tauchgang war von der Sicht etwas schlechter als der zweite aber ich sah trotzdem eine Schildkröte, riesige Fischschwärme, Muränen, Barsche mit Babys, Riffhaie (einer von denen hat den ersten Tauchgang komplett verschlafen), Seeteufel, Feuerfische, einen gigantischen Groper (2m oder mehr) und noch soooooo viel mehr!!! Der Groper ist so ein richtiger Kumpel unter Wasser! Beim zweiten Tauchgang ist er zuerst Slalom durch uns Taucher geschwommen und danach ist er einfach mit einer Gruppe die ganze Zeit mitgeschwommen und hat sich mit den Tauchern zusammen die anderen Tiere angeschaut! Einfach nur der HAMMER!!! Ich habe jede Minute unter Wasser total genossen und war komplett geflashed, als ich den zweiten Tauchgang hinter mir hatte. Wieder an der Tauchschule angekommen habe ich dann zum Glück noch das Videomaterial von zwei Jungs aus Deutschland bekommen und habe mich dann auf den Weg Richtung Karijini National Park gemacht.

 

28.02.2018

Nachdem ich gestern noch ziemlich lang gefahren bin, kam ich gegen mittag im Nationalpark an. Zuerst gings ins Info-Center, welches aber nicht sonderlich gut war, da die Frau an der Theke anscheinen überhaupt keine Lust hatte, irgendwelche Informationen raus zu rücken… Naja mir wars relativ egal, denn ich wusste eh schon welche Route ich machen würde. Also ging es schnurstracks zum ersten Walk. Zuerst kam ich zu einem kleinen Wasserfall mit einem anschließendem Pool in dem man Baden konnte. Der Spot war schon sehr sehr schön aber noch viel schöner war der kleine versteckte Pool etwas weiter hinten. Es ging vorbei an riesigen Bäumen (an denen mehrere hunderte Fledermäuse/Flughunde schliefen) und durch massive Felsen, bis man letztendlich an dem zweiten Pool ankam. Ich traf dort einen Australier, der normalerweise in Brisbane lebt und seien Urlaub an der Westküste verbracht hat. Ich habe mich ein bisschen mit ihm unterhalten bevor es (natürlich nach einigen Fotos) wieder zurück zum Auto ging, denn es wartete noch ein weiterer Spot auf mich. Ein paar Minuten Später begann dann der nächste Walk und die anschließende Grotte war einfach atemberaubend!!! Ich weiß gar nicht was ich zu so einem Ort sagen soll… Seht bei den Bildern einfach selbst! Es war Traumhaft!!! Irgendwann musste ich mich dann aber auch wieder davon losreißen und bin zurück zum Auto und ab zum Campingplatz. Kurz nachdem ich im Auto platz genommen hatte, fing es plötzlich an zu Regnen und das nicht zu knapp! Am Campingplatz angekommen habe ich dann erstmal gewartet bis der Regen vorbei war und habe dann mein Zelt und die Markise aufgebaut, gekocht und den Tag ganz entspannt ausklingen lassen, denn morgen stehen weitere wahnsinnig geile Spots auf dem Programm!!!

01.03.2018

Der Tag begann mit einem kurzem Frühstück bevor es zum Highlight innerhalb des Nationalparks ging. Ungefähr 50km Gravel-Road lagen vor mir und nach etwas mehr als einer Stunde bin ich am ersten Spot angekommen. Es war ein Wasserfall, den ich aber nur von einer Aussichtsplattform angeschaut habe. Danach ging es weiter zu einem weiteren Spot, der auch ziemlich cool war. Lange habe ich mich dort aber auch nicht aufgehalten, denn ich wollte so schnell wie möglich zum „Kermit-Pool“! Der Wanderweg dorthin war schon einzigartig! Es ging durch eine Schlucht, in der ein Fluss entlang ging, welcher wahnsinnig beeindruckende Farben hatte. Aber das war ja nur der Anfang und ich musste mich irgendwann zwingen weiter zu gehen, denn ich bin einfach alle paar Meter stehen geblieben, hab ein paar Fotos gemacht und anschließend einfach diese wunderschöne Natur genossen und bewundert! Bevor ich jedoch zum „Kermit-Pool“ kam, musste ich mitsamt Kamera und Stativ durch Schulterhohes Wasser wandern und eine enge Schneise (Spider-Walk) passieren. Vor dieser Schneise befand sich außerdem noch eine kleine Oase, an der ich mich erstmal hinsetzten musste um zu begreifen in was für einem Paradies ich gelandet war. Kurze Zeit später ging es dann in den Spider-Walk und es war schon eine ziemliche Herausforderung, mitsamt Kamera und Stativ die rutschigen Felsen runterzukommen ohne hinzufallen! Letztendlich habe ich es aber geschafft und war bei dem Kermit-Pool angekommen! Es war bewölkt und dadurch veränderte sich immer wieder die Helligkeit innerhalb der Grotte und dadurch auch die Farbe des Wassers etc. Ich finde einfach keine passenden Worte für einen Ort wie diesen! Ich hatte im Vorhinein schon mehrere Fotos gesehen, aber in live ist es noch viel schöner als auf all den Fotos! Am Ende des Pools ging dann noch ein kleiner Wasserfall die Felsen hinunter in einen weiteren Pool, welcher aber leider nicht erreichbar war, da es zu gefährlich gewesen wäre dort runter zu gehen. Insgesamt habe ich mehrere Stunden dort unten verbracht, Fotos geschossen und es einfach genossen, in einem Paradies wie diesem sein zu können! Ich hoffe die Fotos können einigermaßen wiedergeben wie toll dieser Ort war! Als ich wieder zurück beim Auto war, ging es auch schon los Richtung Broome. Knappe 1000km lagen vor mir und ich wollte die hälfte noch heute schaffen, was ich dann letztendlich auch geschafft habe. Innerhalb der letzten 1,5-2 Wochen hatte ich so gut wie nie Netz, was ich sehr genossen habe und umso schöner war es dann all die Glückwünsche auf dem Weg nach Broome zu empfangen! Vielen vielen Dank nochmals an jeden, der an mich gedacht hat!

02.03.2018

Hauptsächlich stand der restliche Weg nach Broome auf dem Programm! Gegen Mittag kam ich dann am Info-Center an und informierte mich bezüglich der Straßenverhältnisse der Gibb-River-Road. Ich musste auf dem Weg nach Broome bereits des Öfteren Kniehohes Wasser durchqueren, welches von einem See oder Fluss auf die Straße gelaufen war und ahnte deshalb schon das schlimmste! Mein Traum, die Gibb-River-Road zu befahren löste sich in diesem Info-Center in Luft auf! Alle Nationalparks der Route sind geschlossen und es ist einfach zu gefährlich sie momentan zu befahren! Es ist an sich schon machbar und ich könnte es auch versuchen aber ich möchte ungern Tage oder Wochen feststecken, sollte doch was passieren! Also werde ich wohl nochmal nach Australien kommen müssen um dieses Erlebnis erleben zu können! Mein Plan ist jetzt/war erstmal diesen Blogeintrag fertig zu machen, welcher aufgrund der vielen Fotos ziemlich lange gedauert hat. Es gibt aber noch wahnsinnig viel zu sehen, bevor ich meine Family in Brisbane in Empfang nehme also werde ich mich die Tage weiter auf den Weg Richtung Norden machen und dort die ganzen schönen Spots, die ich unter anderem von Australiern empfohlen bekommen habe abklappern. Ihr bleibt natürlich jederzeit auf dem laufenden.

 

07.03.2018

Lange hat es gedauert, den Blogeintrag fertig zu bekommen! Ich bin inzwischen in Darwin und werde morgen Richtung Lichfield/Kakadu Nationalpark aufbrechen, wo mich wieder einmal richtig geile Spots erwarten! Natürlich wird auch die Zeit dort protokolliert.

 

 

Bis dahin,
euer Sebi

19Februar
2018

Endlich gehts nach Western Australia!!!

07.02.2018

Endlich ging es wieder los!!! Nachdem wir am letzten Abend von Jason und Erin zum BBQ eingeladen wurden und nochmal einen richtig schönen Abend mit der Familie hatten, ging es endlich wieder ins Auto und ab Richtung Westen. 7,5h lagen vor mir bis zum Campingplatz kurz vor Adelaide… Die Fahrt war einfach wahnsinnig geil! Es ging durch riesige Alleen, wunderschöne Weinplantagen und durch süße kleine Dörfer! Ich habe einfach jede Minute genossen!!! Das beste kam aber dann gegen Ende der Strecke. Ich musste mit einer kleinen Fähre über einen Fluss. Die Aussicht war der HAMMER und das Gefühl der Freiheit, endlich wieder reisen zu können und nicht mehr arbeiten zu müssen für den Rest meiner Reise, war einfach überwältigend!!! Am anderen Ende des Flusses angekommen, ging es weiter, wiederum zwischen riesigen Weinplantagen und kleinen Farmen vorbei! Die untergehende Sonne rundete die atemberaubende Atmosphäre noch ab! Auf dem Campingplatz angekommen konnte ich dann endlich wieder so richtig zur Ruhe kommen! Ganz in Ruhe mein Zelt aufbauen, Tisch und Stuhl raus und dann bin ich endlich mal wieder dazu gekommen, bei entspannter Musik ein paar Seiten zu lesen! Mann hab ich das vermisst!!! Einfach mal für sich zu sein, in seinem eigenen Tempo zu leben und das zu machen worauf man im Moment gerade Lust hatte! Einfach der HAMMER!!! Allzu spät wurde es dann aber auch nicht mehr, denn ich musste am nächsten Tag bereits um 9:30 in Adelaide bei ABS-Auto sein. Ein gründlicher 4WD-Check stand bevor! Dazu aber gleich mehr…

 

08.02.2018

Überpünktlich war ich also um 8:15 bei der Werkstatt und habe mein Auto zur „Untersuchung“ abgegeben. Danach ging es wie so oft in den McDonalds zum WLAN schnorren, frühstücken und eine mögliche Route für die Westküste wurde auch erstellt. Bzw. habe ich einfach mal alle Hotspots, welche es Wert sind angefahren zu werden aufgeschrieben. Sind schon einige hab ich letztendlich gemerkt und mal schauen wieviele sich realisieren lassen… Auf jeden Fall bin ich nach guten vier Stunden wieder zurück zur Werkstatt. Es waren 38° und keine Brise Wind in der Stadt… Dementsprechend durchgeschwitzt bin ich dort angekommen! Ich will auch gar nicht lange um den heißen Brei rum reden… der Keilriemen musste erneuert werden und auch noch ein paar andere Kleinigkeiten, wie die Kupplungsflüssigkeit, Kühlwasser und der Benzinfilter um nur ein paar zu nennen. Insgesamt wird das ganze wohl um die 1.200,- Dollar kosten aber danach hab ich auf jeden Fall ein perfekt hergerichtetes Auto für die Westküste! Billig ist das ganze natürlich nicht aber dafür hab ich die letzten Monate gearbeitet! Es ist außerdem ein ziemlich cooles Gefühl, solch eine Nachricht zu bekommen und sich dann einfach denken zu können, dass man den Preis stemmen kann, ohne große finanzielle Probleme zu bekommen! Spontan musste ich dann natürlich noch eine Nacht in einem Hostel buchen, da mein Auto erst am kommenden Tag fertig werden sollte. Gefunden war es schnell aber dann musste ich ja auch noch dahin kommen. Also bin ich bei 38° erstmal 45 Minuten zu Fuß zum Hostel gestapft. Komplett durchgeschwitzt und nach einem kleinen ungewollten Umweg (hab mich mal wieder bisschen verlaufen^^). Das Hostel ist entspannt, ruhig und viel stand dann auch nicht mehr auf dem Programm.

 

09-11.02.2018

Mein Auto ist leider erst gegen 18:00 Uhr fertig geworden… Letztendlich hat mich der ganze Spaß 1.100,- Dollar gekostet - 100 weniger als Ursprünglich gedacht - #Schnäppchen! War jetzt nicht das billigste aber es mussten nunmal wie gesagt, ein paar Sachen erledigt werden! Jetzt hab ich auf jeden Fall ein perfekt hergerichtetes Auto für die Westküste und damit ging es dann auch gleich los auf die lange Fahrt bis nach WA! Gute 2.700km standen vor mir und diese wurden auch Innerhalb der nächsten drei Tage gekillt! Dementsprechend wenig gibt es über die Tage zu sagen, denn ich saß jeden Tag ca. 10 Stunden hinterm Steuer. Als ich dann am 11.02. endlich die Nullabor Wüste erfolgreich passiert hatte, konnte der schöne und entspannte Teil der Reise endlich losgehen! Die Nullabor befindet sich mittig im Süden Australiens. Man fährt auf einer Straße einfach nur geradeaus… ca. 2.000km lang! Manchmal kam mir über eine Stunde oder sogar länger kein einziges Auto oder Road Train entgegen! Ziemlich langweilig also mach ich gleich mal weiter mit dem ersten so richtigen Tag in Western Australia…

12.02.2018

Endlich hatte ich die Nullabor hinter mir und es wurde auch direkt Esperence angesteuert! Das kleine Städtchen hat mich total an Byron Bay erinnert! Klein, gemütlich und mit einem wahnsinnig schönen Strand! Lange bin ich aber nicht dort geblieben, denn ich wollte endlich wieder an einem geilen Strand Campen und gaaaanz in Ruhe die letzten Tage Revue passieren lassen! Mein Favorisierter Campground hatte leider keinen Platz mehr frei, also bin ich kurzerhand 3,5h westlich gefahren und habe dann nach einer 45 minütigen Off-Road Strecke endlich mein Ziel erreicht! Es war einfach Traumhaft!! Wie im Paradies! Schade war ein bisschen, dass man nicht direkt am Strand stehen konnte aber hinter einer Düne - ein bisschen windgeschützt - hat es sich auch aushalten lassen! Also ging es ans Aufbauen und danach habe ich erstmal alle möglichen Prospekte, die ich vom Info-Center in Esperence mitgenommen hatte studiert! In dem Info-Center hab ich mir auch direkt einen 4 Wochen Holiday Pass für gerade mal 45 Dollar gekauft mit dem ich kostenlos in jeden National Park in WA fahren kann! Ziemlich cool und der Preis wird auf jeden Fall locker wieder reingefahren, denn jeder Nationalpark kostet 10-20 Dollar Eintritt! Als ich dann alle Prospekte durch hatte, bin ich kurz runter zum Strand und wollte eigentlich eine Runde schwimmen gehen… Zuerst bin ich aber bisschen am Strand spazieren gewesen und habe dann auch unter anderem den Kopf eines Haies gefunden!!! Anscheinend wurde er geangelt aber die Lust aufs schwimmen war mir dann irgendwie vergangen! Nach dem Strandaufenthalt bin ich dann auch wieder zurück zum Auto und habe einfach mal so richtig die Seele baumeln lassen! Es ist extrem geil mal wieder ohne Netz an solch einem Ort zu sein und das ganze mal auf sich wirken zu lassen! Nicht erreichbar zu sein, keine Dauerberieselung durch Medien oder sonstiges, sondern einfach nur im hier und jetzt zu sein mit sich und seinen Gedanken! Ich kann es nur jedem Empfehlen sich mal eine solche Auszeit zu nehmen, wenn es irgendwie möglich ist! Es ist eine Unbeschreibliche Erfahrung! Der Abend bestand dann nur noch aus Abendessen zubereiten (lecker Bolo) und danach hab ich mich mit meinem Buch auch schon ins Zelt gelegt und bei entspannter Musik noch ein paar Seiten gelesen bis die Äuglein mit Meeresrauschen im Hintergrund zugefallen sind!

13.02.2018

Nach einem Entspannten Frühstück war das nächste Ziel der Wave Rock! Nach knappen vier Stunden war ich auch schon da und habe erstmal das nackte Grauen bekommen!!! Gerade als ich mein Parkticket ins Auto gelegt hatte, sah ich drei Kleinbusse voller Asiaten auf den Parkplatz fahren! So schnell konnte ich gar nicht schauen und schon war der gesamte Wave Rock belagert von ihnen… Ich wollte doch eigentlich nur ein paar Fotos machen und diese geniale steinige Welle begutachten. Naja dann bin ich erstmal auf einen Wanderweg gegangen, der einen über das Gelände führte. Leider war dieser nicht sonderlich überzeugend und als ich dann wieder zurück an der Welle war, sind die Asiaten immer noch da gewesen… Es ist einfach unmöglich ein paar Bilder zu schießen ohne mindestens fünf von ihnen mit drauf zu haben! Es ist ja grundsätzlich vollkommen in Ordnung, dass andere Leute sich das ganze auch anschauen wollen aber sobald die gesehen haben, dass ich ein Bild machen möchte sind die einfach ganz dreist vor die Linse gesprungen… Nach ca. 10 Minuten ohne einem annähernd gutes Foto hab ich mich dann einfach in die Sonne gelegt, entspannt und gewartet, bis die Bussfahrer ihre Insassen wieder eingesammelt hatten (hat auch nur über ne halbe Stunde gedauert). Letztendlich war es eigentlich total entspannt, weil ich es einfach nur abwarten mussten bis sie weg waren und dann konnte ich auch ein paar passable Fotos schießen - ENDLICH -!! Mit den Bildern im Gepäck hab ich mich dann dazu entschlossen noch bis kurz vor Perth zu fahren. Nach weiteren 3h fahrt bin ich dann auch kurz vor Perth aufm Campingplatz angekommen, hab entspannt aufgebaut, gegessen und dann noch ganz in Ruhe den Abend ausklingen lassen.

14.02.2018

Heute stand so einiges auf dem Programm! Mir ist ein Campingstuhl kaputt gegangen, also musste ich mir einen neuen besorgen. Das war natürlich nicht sonderlich schwierig und dementsprechend schnell war er im Gepäck. Das war aber auch so ziemlich das einzige, was an diesem Tag geklappt hat! Ich habe irgendwo einen Haken, mit dem man die „Fenster“ vom Zelt Spannt verschusselt, also brauchte ich einen neuen… Ich habe in Perth einfach JEDEN 4x4 und jeden Camping/Zelt-Shop angerufen oder abgefahren und kein einziger konnte mir helfen bzw. hatte solch einen Haken auf Lager! Ich werde mir denke ich die Tage einfach eine Eisen- oder Aluminiumstange mit dem selben Durchmesser vom Bunnings holen und diese dann einfach selber zurechtbiegen… Erstmal bin ich aber nach der missglückten Suche nach einem Haken in die Stadt zur Post gefahren. Die Parkgebühren waren echt frech aber das hat mich im ersten Moment nicht sonderlich interessiert, denn ich hatte bereits einen Anruf bekommen, dass das Paket, welches mir meine kleine Schwester aus Deutschland geschickt hatte angekommen sei. Im Postoffice angekommen habe ich dann erfahren, dass nur ein Brief für mich angekommen ist. Es war die Karte mit der Bestätigung meiner Q-Fever-Impfung, die ich bei der Arbeit am Feedlot bekommen hatte. Ich habe versucht der Frau am Schalter zu verklickern, dass es irgendwie nicht sein kann, dass nur der Brief da ist, weil dieser gemeinsam mit dem Päckchen verschickt wurde aber das hat sie einfach nicht interessiert! Also bin ich ziemlich enttäuscht aus der Post gestapft und musste mich damit abfinden, dass das Paket hoffentlich am nächten oder übernächsten Tag ankommen würde. Eigentlich wollte ich noch ein paar andere Sachen erledigen, hab mich dann aber dazu entschieden, mich in einen Mägges zu setzen und ein bisschen Olympia zu schauen. Das WLAN in diesem McDonalds war einfach richtig gut und so hab ich den restlichen Tag dort verbracht, am Blog und an den Fotos gearbeitet und ein bisschen Olympia geschaut! Abends gab es dann noch eine Pizza von Dominos und dann ging es zum schlafen auf den Campingplatz.

 

16.02.2018

Nachdem ich gestern einen kompletten Olympia-Tag eingelegt hatte, ging es heute Vormittag wieder nach Perth um noch ein paar Kleinigkeiten zu besorgen. Zuallererst wurde die Fähre nach Rottnest Island gebucht, denn am nächsten Tag sollte es auf die Insel gehen. Danach bin ich zur Post und hoffte, dass das Paket meiner Schwester bereits angekommen war. War es aber leider nicht… Das war natürlich ein mittelgroßes Problem, denn ich war nur noch einen Tag in Perth und Samstags kommen keine Pakete an laut der Mitarbeiterin. Sie war aber wahnsinnig lieb und so tüftelten wir einen Plan aus, wie ich das Paket irgendwie empfangen kann! Sie wird mich sofort anrufen, sobald das Paket angekommen ist und dann entscheiden wir - je nachdem wo ich zu dem Zeitpunkt bin - wohin sie das Paket weiterleitet. Zur Auswahl stehen mehr oder weniger zwei Städte mit Broome und Brisbane. Sie glaubt zwar, dass das Paket spätestens Mitte nächster Woche ankommen sollte aber das weiß man ja nie bei der Australischen Post… Lustig wäre es aber irgendwie schon, wenn das Paket zurück nach Brisbane geschickt werden würde, denn dann kann es mir meine Schwester gleich persönlich übergeben wenn sie ankommt. Nach dem Besuch bei der Post brauchte ich dann erstmal was zu Essen! Das Post-Office war direkt im Kern von Perth und um es herum gab es gefühlt 100 kleine Essensstände. Dementsprechend schwer hab ich mir getan, mich für irgendetwas zu entscheiden! Am Ende wurde es ein Salat, welcher richtig lecker war! Anschließend ging es dann, da es bereits Nachmittags war, wieder zurück zum Campingplatz. Viel stand dann nicht mehr an, denn am nächsten Tag ging die Fähre bereits um 8:15!

 

17.02.2018

Der Wecker klingelte um viertel nach 6 aber aufstehen konnte ich erst so gegen halb 7… War vielleicht nicht die beste Idee, denn es brauchte etwas über eine Stunde zum Hafen und losgekommen bin ich dann erst um 10 nach 7… Einige Minuten konnte ich zum Glück gut machen, sodass ich um 10 nach 8 endlich am Hafen angekommen bin. Kamera, Wasser und Handtuch noch schnell einpacken und los gings auf die Fähre! 20 Minuten später war man dann auf der Insel und es war einiges los! Nachdem ich mir im Info-Center noch Karten und Informationen eingeholt hatten, ging es danach direkt zum Fahrrad-Verleih. Auf Rottnest Island darf man nämlich nur mit den dort verfügbaren Bussen, mit einem Fahrrad oder zu Fuß unterwegs sein. Da Bus und Fußweg nicht zur Debatte standen wurde also ein Fahrrad ausgeliehen. Die Insel ist nur 22km lang also kann man alles gut innerhalb eines Tages besichtigen! Los ging es also (nach 30 Minuten anstehen an der Fahrradausgabe), bewaffnet mit Fahrradhelm, Kamera und Wasser auf den Weg rund um die Insel. Das Wetter war einfach perfekt! Etwas bewölkt aber schön warm und die Sonne hat immer wieder raus geschaut. Der erste Stop war bereits nach ein paar 100 Metern, denn das erste Quokka chillte am Straßenrand und man  merkte direkt, dass diese kleinen, süßen Mini-Kängurus total zutraulich sind! Nach ein paar Stops an der Nördlichen Küste, ging es auf einen Abstecher ins innere der Insel. Verschiedene Seen (Lake Baghdad, Lake Negri, Lake Vincent, Pink Lake) wurden begutachtet und kurz vor einem Wanderweg zum größten Leuchtturm der Insel trafen ich dann auch eine ganze Quokkafamilie! Zwei von ihnen waren wahnsinnig aktiv, während die anderen noch geschlafen bzw. unter einem Baum gelegen haben. Kaum war man runter von den Rädern, sind die zwei auch schon angehoppelt gekommen und sobald man die Kamera gezückt hat, haben sie so richtig angefangen zu posieren! So Foto-geile Tiere hab ich auf jeden Fall noch nie gesehen und so wurde aus einem kurzen Aufenthalt ein etwas längeres Fotoshooting! Selfies haben sie am liebsten und es sind auch ein paar richtig lustige entstanden! Als alle Bilder in der Tasche waren, ging es auf den Weg zum Leuchtturm! Es war ein echt schöner Track mit viel grün, einigen Seen und letztendlich dem Leuchtturm! Ich wollte eigentlich auf den Leuchtturm rauf aber 9 Dollar waren mir dann einfach zu Teuer, also musste ich mich mit der Aussicht, die ich von der Plattform hatte begnügen (welche auf jeden Fall auch richtig gut war)! Zurück beim Fahrrad angekommen ging es wieder Richtung Norden und dann weiter die Straße entlang, an wunderschönen Stränden, beeindruckenden Yachten und kleinen Bungalow-Dörfern entlang bis zum Westlichsten Punkt der Insel. Dort konnte man Delfine beobachten und manchmal auch Wale sehen! Am heutigen Tag tummelten sich aber nur einige Delfine, die man durch das stationäre Fernglas recht gut sehen konnte vor der Küste. Weiter ging die Fahrt und langsam viel mir das Fahrradfahren etwas schwerer… Die Erinnerungen an den Wanderführerlehrgang waren wieder mal präsent in meinem Kopf (dort mussten wir 6h einen scheiß Berg hochradeln, was einfach nur „pain in the ass“ war)!!! Arnie, du kannst das auf jeden Fall gut nachvollziehen :D! Da es immer wieder kleinere Berge (eher Hügel) hoch ging musste ich immer mal wieder ziemlich mit der Motivation kämpfen und die Erinnerungen an den Horror-Berg von Arco verdrängen! Letztendlich ging es aber, denn jede Erhöhung, die man erklommen hatte, belohnte einen mit einem traumhaften Blick über die Strände. Kurz vor der Inselumrundung wurde noch an einem traumhaften Strand entspannt bevor es zurück zum Hafen und dann, nach einem wahnsinnig leckerem Eis zurück nach Perth ging. Dort angekommen wurde auch nur noch zum Einkaufen und danach auf den nächsten Campingplatz gefahren an dem nur noch gekocht, gegessen und geschlafen wurde.

18.02.2018

Heute ging es zur Pinnacle Desert, eine von Termitenhügeln und Steinformationen übersäte Landschaft. Gerade mal eine Stunde hab ich bis dahin gebracht und sollte nicht enttäuscht werden! Ich lasse einfach mal die Bilder für sich sprechen… Danach ging es auch nur noch zum nächsten Campingplatz, auf dem ich vier lustige Mädels kennen gelernt habe und so haben wir einen entspannten Abend verbracht bevor es schlafen ging.

Jetzt dann kommen die geilsten Nationalparks Australiens, sowie ein paar Tauchspots, an denen ich - hoffentlich mit Mantarochen und Co. - tauchen gehen werde! Ihr bleibt auf jeden Fall auf dem laufenden!

 

Bis dahin,
euer Sebi

04Februar
2018

Arbeit auf einer Dairy Farm

Am 01.01.2018 ging es dann gegen Nachmittag weiter Richtung Melbourne. Wir machten einen Stop auf halber Strecke und sind dann am 02.01. gegen Nachmittag auf der neuen Farm nahe Melbourne angekommen. Wir hatten anfänglich etwas Probleme die Farm zu finden, da unser Navi uns nicht zu der richtigen Adresse geführt hatte… Etwas später fanden wir sie dann aber doch noch und haben auch direkt Jason und Erin angetroffen. Nach kurzem Smalltalk hat Erin uns zu unserem kleinen Haus gebracht, in dem wir wohnen dürfen. Bevor wir ankamen, sind wir noch einkaufen gewesen und haben dann den Abend nur noch damit verbracht anzukommen, alles einzuräumen und dann auch recht früh schlafen zu gehen. Am nächsten Morgen stand nämlich der erste Arbeitstag auf dem Programm und dieser sollte bereits um 5:15 beginnen.

 

Zur Unterkunft:

Wir leben in einem kleinen Bauernhaus. Früher war es eine kleine Dairy mit 6 Melkplätzen und jetzt dient es Jason und Erin nur noch als Unterkunft für Backpacker oder Familie. Wir können uns eigentlich echt nicht beschweren! Es sind drei große Zimmer, ein Wohnzimmer, eine Küche und ein Bad. Draußen hatten wir dann auch noch eine Waschmaschine und einen Trockner. Super sauber ist was anderes und in jedem Zimmer sind mindestens 10-20 kleine Spinnen aber solange diese oben an der Decke bleiben hab ich kein Stress mit denen! Das einzige Manko hier ist, dass wir keine Kimaanlage und auch keine richtige Heizung haben… Wir hatten also Tage an denen es im Haus locker 40°+ hatte und nachts kühlte es auch gerne mal runter auf 7°! Ziemliche Temperaturschwankungen im Süden Australiens aber irgendwann gewöhnt man sich schon dran. Wir haben im Wohnzimmer außerdem einen alten Röhrenfernseher inklusive Receiver durch den ich dann auch viel Tennis schauen konnte, denn die Australien Open waren und natürlich hab ich es mir nicht nehmen lassen ein Ticket zu kaufen und es Live zu erleben! Dazu aber später mehr. Außer den Spinnen hatten wir aber noch einen weiteren Stammgast bei uns in der Küche! Eine kleine Maus (vielleicht auch zwei) hatte sich im Haus eingenistet und sich immer wieder an den Muffins, die Angie gemacht hatte bedient (eigentlich war sie die einzige, die die Muffins gegessen hat). Mir wars ganz recht, denn solange sie die Muffins isst und nichts anderes anknabbert war ich zufrieden damit! Recht viel mehr gibt es nicht über das Haus zu sagen, denn wir waren eigentlich eh nur zum Schlafen und Essen dort.

 

Zur Arbeit:

Grundsätzlich wurde zweimal am Tag gemolken. In der früh eigentlich immer um 5:30 und Nachmittags kam es etwas darauf an wie heiß es über den Tag wurde. Wir hatten Tage, an denen es gerade mal 15° wurde, da haben wir um 3/halb 4 begonnen und an Tagen an denen es 40° oder sogar noch etwas wärmer wurde haben wir erst gegen 17:00 Uhr begonnen. Grund des Zeitunterschiedes am Nachmittag sind natürlich die Tiere gewesen. Kühe geben schlechter Milch wenn es sehr heiß ist und brauchen außerdem wahnsinnig lange bis sie sich mal bequemen in die Dairy zu kommen, also wurde an den heißeren Tagen erst etwas später gemolken.
Zwischen den Melkzeiten habe ich dann immer wieder Jason bei verschiedensten Arbeiten auf der Farm geholfen, wie z.B. Zäune bauen, Feuerholz hacken, Jungrinder mit „Buttons“ versehen und Wasserrohre verlegen um nur ein paar zu nennen! Näher auf diese Arbeiten gehe ich aber später noch ein.

Das Melken:

Es gibt mehr oder weniger zwei Aufgabenbereiche beim Melken. Eine Person (meistens Angie) holt die Kühe aus ihrem Gehege und bringt diese zur Dairy. Dafür stehen mehrere Fahrzeuge zur Auswahl wie ein Offroad-Golfcart, ein Motocross oder ein Quad. Coco, der jüngere und noch aktivere Hund der Farm half auch jedes mal fleißig mit die Kühe in Bewegung zu bringen! Der Hund hat auf jeden Fall ein Traumhaftes Leben!! Soooo viel Quadratkilometer Land und alles zu erkunden ist für ein Hund wie ein Paradies! Sie lebt aber auch ziemlich gefährlich, denn am liebsten jagt sie Schlangen… Meistens sind auf den Feldern Brown- und Tigersnakes unterwegs (sind nur zwei der giftigsten Schlangen der Welt aber okay…)! Sie wurde auch schonmal von einer Tigersnake gebissen und hat es nur knapp überlebt. Hindert ihren Jagdinstikt aber nicht daran weiterhin nach Schlangen zu suchen und diese zu jagen! Ob das jetzt klug ist oder nicht sei mal so dahin gestellt… Auf jeden Fall war ich immer froh wenn sie mit dabei war, denn sie wittert die Schlangen auf jeden Fall um einiges früher als ich und so hatte ich kein Stress einer zu begegnen. Weitere Aufgaben der Person, welche die Kühe einsammelt waren, eine Wasserpumpe an einem kleinen See anzumachen und mit Benzin nachzufüllen, sowie die Tore von dem Gehege aufzumachen in das die Kühe nach dem Melken gehen sollen. Richtig entspannt ist, dass die Kühe nach dem Melken einfach von selber in das neue Gehege gehen! Ein paar „Haustiere“ von Jason bekommen immer wieder mal eine Sonderbehandlung aber sonst sind alle immer sehr eigenständig beim Marsch in das neue Gehege (ganz im Gegenteil zum Marsch in die Dairy… Da lassen sie sich manchmal extrem viel Zeit).

Während die Kühe eingesammelt und zum Shed gebracht werden, kümmert sich die andere Person (meistens ich) um das vorbereiten des Melkkarussells und jeglichen Utensilien die man dafür braucht. Zu Beginn jedes Melkens werden alle Dips und Buckets hergerichtet, die zum Melken gebraucht werden. Die grünen Tonnen sind die Test-Buckets, die an Kühe angeschlossen werden, dessen Milch durch verschiedenste Gründe nicht sauber genug ist um verkauft zu werden. Diese Buckets werden dann in Weiße Eimer umgefüllt um am Ende des Melkens an die Kälber verteilt zu werden. Es wird aber auch sehr viel Wert auf Hygiene gelegt! Jedes Mal, wenn man einen der weißen Eimer anfässt, muss man sofort die Handschuhe wechseln, denn diese Milch sollte auf keinen Fall mit der reinen Milch vermischt werden! Die Dips sind eine Mischung aus Wasser und einer Dunkelbraunen Lösung. Es gibt zwei verschieden dosierte Eimer. Einen, in den ein halber Messbecher der Lösung mit heißem Wasser kommt und pro Melken 4-5 Eimer mit einem vollen Messbecher + Wasser. Der Eimer mit dem heißen Wasser dient uns als eine Art „Seife“. Jedes Mal, wenn wir Dreck oder sonstiges an den Händen haben sollen wir die Hände kurz in den Eimer tunken und abwaschen. Die anderen 4-5 Eimer sind die Dips für die Maschinen. Wann diese aber zum Einsatz kommen erkläre ich später noch. Bevor es dann aber an das Rondell geht müssen noch ein paar andere Kleinigkeiten gecheckt und aufgefüllt werden. Unter anderem muss der „Zitzenspüher“ aufgefüllt werden. Dieser sprüht jeder Kuh am Ende ihrer Runde auf die Euter und hinterlässt eine dunkelgelbe Farbe. Sollte die Kuh also nicht „aussteigen“, wissen wir, dass sie bereits gemolken wurde und nicht erneut angesteckt werden muss. Danach wird natürlich noch der Milchtank an die Maschine angeschlossen. Das geschieht direkt nachdem man einen Filter in ein Rohr eingeführt hat, durch das die ganze Milch kommt bevor sie in den Tank geht. Dieser Filter ist dafür verantwortlich - wie so ziemlich jeder Filter - dass kein Dreck bzw. so wenig wie möglich, mit der Milch in den Tank kommt. Wenn das getan ist, geht es an die Maschinen. Zuerst muss der „Plate-Cooler“ angestellt werden, welcher die Milch in dem großen Tank kühlt. Danach werden aber auch schon das Karussell, die Vakuum-Pumpe und die Melkmaschinen gestartet. Als nächstes werden dann alle Melkgeräte, welche immer am Ende jedes Melkens aufgegangen werden abgenommen und so aufgehängt, dass sie nicht auf der Plattform liegen. Wenn das getan ist, steht auch gar nicht mehr so viel auf dem Plan, bevor es zum finalen Melken kommt. Die Futterschalen, welche sich im inneren des Rondells befinden müssen noch gecheckt werden. Es sollte in keinem der Behälter zu viel Futter vom letzten Melken übrig sein. Sollte eine Kuh aber trotzdem nicht brav aufgegessen haben, muss der Rest auf die benachbarten Schalen verteilt werden. Außerdem sollte noch überprüft werden, ob alle „Tail-Gates“ in der richtigen Position sind. Nachdem jeder Futternapf kontrolliert -und gegebenenfalls geleert wurde -, müssen nur noch das Futter angestellt werden, die Waschpumpen eingeschaltet und der Computer hochgefahren werden. Danach gehts auch schon los. Erstmal aber eine Stylische Schürze anziehen und nochmal die Handschuhe wechseln, damit man so sauber wie möglich den Melkvorgang beginnt.

Die Kühe kommen immer - eine nach der anderen - in eine Box vom Karussell. Ihr Napf wird zu Beginn auch direkt mit Futter gefüllt bevor sie zu uns kommt. Jetzt gibt es ein paar verschiedene Möglichkeiten, wie die Kühe angeschlossen werden müssen. Die einfachsten Kühe sind diejenigen, ohne jeglicher Markierung am Schweif oder Euter. Diese werden einfach an die Maschinen angeschlossen und fahren ihre Runde. Dann gibt es einige, die einen Roten Strich am Schweif haben. Das bedeutet, dass die Zitzen nicht sehr sauber sind oder dass die Kuh einen kleinen Cut an einer Zitze hat. Jede dieser Kühe bekommt eine Klammer an eine Halterung ihrer Melkmaschine. Diese Klammer zeigt uns dann eine Runde später, dass die letzte Kuh eben nicht zu 100% sauber war und wir die Maschine mit dem Reinigungsdip säubern müssen. Dazu haben wir einen kleinen weißen Eimer in den wir immer wieder etwas von dem Dip einfüllen und diesen durch die Maschine jagen wenn sie es braucht. Danach wird die Maschine ganz normal an die neue Kuh angeschlossen. Eine weitere Extrabehandlung bekommen die Kühe mit einem blauen Viereck auf dem Euter. Dieses bedeutet, dass die Kuh an einer Zitze keine Milch gibt. Sie ist also ein „Three-Titter“! Welcher Teil des Euters betroffen ist sieht man meistens, da drei Dick sind und einer so gut wie nicht existiert. Diese Kühe werden also nur an drei Zitzen angeschlossen. Damit die Maschine jedoch hält muss ich einen Plug in den nicht angesteckten Teil der Maschine stecken damit sie nicht wieder abfällt. Dann gibt es noch drei weitere Markierungen auf die man achten muss. Ein blauer Punkt auf dem rechten Schenkel bedeutet, dass die Kuh ein Gewicht (1,25KG) benötigt. Dieses wird auf die Maschine gelegt nachdem sie angeschlossen wurde. Es gibt einige Kühe, die sehr langsam Milch lassen und das Gewicht hilft dabei, dass es schneller geht. Die Kühe, welche sehr langsam Milch geben haben auch ein blaues M auf dem Linken Schenkel. Dieses bedeutet gleichzeitig, dass sie auf Manuell gestellt werden müssen. Die Manuelle Einstellung lässt das Tail-Gate nach unten kommen uns sorgt dafür, dass die Maschine erst dann abgeht, wenn sie von einem von uns abgenommen wird. Sollte die Kuh also nach einer Runde noch nicht ausgemolken sein, fährt sie halt noch eine Zusatzrunde. Die letzte und wohl komplizierteste Markierung ist ein roter Querbalken auf dem Euter. Dieser bedeutet, dass die Kuh keine reine Milch gibt und an ein Test-Eimer angeschlossen werden muss. Dies sind die Grünen Tonnen. Zuerst muss man die Maschinen umstecken, damit die Milch auch in die Tonne geht und nicht über das Karussell in den Milchtank. Zusätzlich muss die Kuh auf Manuell gestellt werden und nachdem sie fertig gemolken ist und die grüne Tonne wieder vorbei kommt muss die Maschine wieder umgesteckt werden und mehrfach mit dem Reinigungsdip gereinigt werden bevor sie wieder an eine andere Kuh angeschlossen werden kann. Das ist der einzige Teil des Melkens, der mich noch etwas stresst, da die Plattform ganz normal weiterläuft und so viele Sachen zu erledigen sind… Aber es wird auch immer besser bzw. werde ich immer schneller. So geht es dann die ganze Zeit weiter… Maschine abnehmen, entweder an eine grüne Tonne anstecken, Dippen oder direkt anschließen. Danach dann noch ein Gewicht drauf und/oder eine Klammer dranhängen oder abnehmen. Die Klammern werden wieder abgenommen wenn eine Kuh ohne roten Strich auf dem Schweif vorbei kommt und die Maschine bereites gereinigt wurde. Wenn ich zu Beginn alleine bin, muss kurz bevor die erste Kuh ihre Runde Absolviert hat checken ob alle Kühe fertig sind. Deshalb geh ich eine Runde um das Karussell und schau mir alle Kühe an, die auf Manuell gestellt wurden. Wenn keine Milch mehr in die Maschine fließt, nehme ich diese ab und setze die Maschine zurück, damit das Tail-Gate wieder hoch geht und die Kuh am Ende ihrer Runde auch wieder raus gehen kann. Außerdem schau ich in der Runde, dass alle Maschinen richtig an ihrer Position hängen und nicht eingeklemmt werden können. Normalerweise macht das immer die Angie aber wenn sie noch damit beschäftigt ist, die Kühe in den „Hinterhof“ zu treiben muss ich das machen, denn normalerweise sollten die Kühe nicht mehrere Runden drehen.

Wenn dann alle Kühe fertig gemolken wurden, gehts ans sauber machen. Wenn Jason da ist, übernimmt er normalerweise den Waschvorgang der Maschinen. Wenn nicht ist das mein Job aber zu dem kompletten Vorgang komme ich gleich… Bevor dieser nämlich in die Wege geleitet werden kann müssen erst alle Maschinen gesäubert und aufgegangen werden. Danach kann man mit der Wäsche beginnen. Es gibt drei Waschvorgänge, die nacheinander getätigt werden müssen. Beim ersten werden die Maschinen mit kaltem Wasser durchgespült. Wichtig ist dabei, dass man nach ca. einer Minute die Verbindung zum Milchtank entfernt, damit kein Wasser in diesen kommt (ziemlich logisch). Da in den letzten Wochen aber ziemlich wenige Kühe an den Test-Buckets waren, haben wir immer direkt bei Beginn der Wäsche den Schlauch entfernt und die Restliche Milch, die noch durch die Rohre gepumpt wurde (bevor das Wasser kommt) in weiße Eimer gefüllt damit wir genügend Milch für die Kälber hatten und nicht allzu viel künstliche Pudermilch verfüttern mussten. Sobald das Kalte Wasser durchgelaufen ist, kommt der richtige Reinigungsprozess! In diesem werden die Maschinen mit heißem Wasser und einer Reinigungslösung durchspült. Das ganze passiert zwei mal! Einmal mit der Lösung und zum Schluss noch ein zweites mal nur mit heißem Wasser. Das Wasser, welches durch die Maschinen gepumpt wird, kommt am Ende wieder an dem Schlauch raus, welcher normalerweise an dem Milchtank angeschlossen ist. Sobald heißes Wasser vom ersten/zweiten Waschgang aus dem Schlauch kommt, haben wir also direkt damit angefangen die grünen Tonnen und ihre Deckel auszuspülen und zu reinigen. Drei der etwas größeren grünen Tonnen (es gibt zwei unterschiedliche größen) habe ich dann immer voll laufen lassen und dann drei weiße Eimer mitsamt Milch ins heiße Wasser gestellt, denn die kleinsten der Kälber sollen immer möglichst warme Milch bekommen. Je größer die Kälber sind, desto kälter kann auch die Milch sein. Nach dem dritten und letzten Durchlauf der Wäsche, konnte ich immer anfangen die Plattform sauber zu machen. Dafür liegen am Boden um die Plattform herum Wasserschläuche mit denen ich den ganzen Dreck runter waschen konnte. Wenn ich dann fertig mitm Waschen des Karussells war, habe ich noch den Zitzensprüher ausgemacht und dann die ganze Milch für die Kälber auf den Ute gebracht und ab ging es zu den Kälbern!! Es war jedes mal wieder sooo süß die kleinen zu sehen wie sie durchdrehen wenn man mit dem Ute vorbei kommt!! Die großen waren aber die Aufdringlichsten und ein/zwei haben sich sogar richtig kraulen lassen! Sobald alle Kälber sich dann um die Milch mehr oder weniger geprügelt hatten und die Wasserbehälter in den Gehegen aufgefüllt waren, hab ich noch die Filtersocke aus dem Rohr raus, die Wasserpumpen ausgemacht und dann ist das Melken auch schon geschafft.

Anderweitige Arbeit auf der Farm:

Das Melken der Kühe war grundsätzlich die Hauptaufgabe aber es waren auch noch einige andere Arbeit zu verrichten. Unter anderem gehörte dazu das verlegen von Wasserleitungen innerhalb der Gehege, das einzäunen neuer Gehege, Kälber mit Ohrmarkierungen versehen und ganze Bäume wurden auch noch zu Kleinholz verarbeitet! Letzteres hat mit Abstand am meisten Spaß gemacht, denn es war gleichzeitig auch noch ein gutes Workout. Insgesamt mussten 7 Bäume und eine Axt daran glauben! Das Markieren der Kälber kannte ich ja grundsätzlich schon von der Arbeit auf dem Feedlot aber es war nochmal ne andere Erfahrung das ganze ohne Stress und ohne Technik zu machen! Das Einzäunen der neuen Gehege hat am längsten gedauert! Zuerst wurden dicke Baumstämme von einer Firma in den Boden gerammt! Anschließend haben wir an jeder Ecke die dicken Stämme mit einem etwas dünneren Stamm verbunden und anschließend Kabel von Ecke zu Ecke verlegt und befestigt! Die meisten Zäune wurden mit einem oder drei Stromleitungen verlegt und außerdem noch mit Stacheldraht. Insgesamt waren es also immer 5 Reihen die alle 10 Meter ca. befestigt werden mussten! Jason und ich ergänzten uns aber ziemlich gut und wir kamen recht schnell voran obwohl er immer wieder betonte, dass diese Arbeit einfach nur „Pain in the Ass“ ist! Bis auf eine dicke Blase am rechten Zeigefinger vom Hämmern fand ich das ganze aber gar nicht so schlimm (auch wenn es recht aufwändig war)… Vor wenigen Tagen erst musste ich dann noch auf einem Weg insgesamt 70 Eisenstempen in den Boden jagen! Das war mal so richtig anstrengend und bei so manchen wollte ich einfach nur noch alles in der Gegend rum schmeißen!!! Der Boden war teilweise ziemlich hart und dementsprechend schlecht gingen die Stempen auch rein aber wenn man dann kurz vorm erreichen der Markierung bis zu der man sie rein schlagen musste auf einen Stein trifft, nicht mehr weiter kommt und versuchen muss den ganzen Bolzen wieder raus zu bringen (was natürlich nicht möglich war) könnte man schon die Krise bekommen… Naja dann stand er halt etwas weiter raus als die anderen hab ich mir letztendlich gedacht! Die Kühe wird es auf jeden Fall nicht stören! Ein Gehege steht bis zu meiner Abfahrt Mitte Nächster Woche noch vor uns aber das packen wir auch noch mit Links und dann gehts für mich endlich weiter! Einen kleinen Ausblick in die Zukunft gibt es dann am Ende des Eintrages.

Ausflüge:

Great Ocean Road:

Da unsere Farm gerade mal 40 Minuten von der Great Ocean Road entfernt war, haben wir es uns natürlich nicht nehmen lassen die zwölf Apostel und weitere sehenswürdige Spots dort abzufahren! Es war ein wahnsinnig heißer Tag!!! Normalerweise ist es ja so, dass Wind etwas kühlt bzw. die Temperaturen sich etwas milder anfühlen lässt aber an diesem Tag war das überhaupt nicht so!! Es fühlte sich an, als würde man sich durchgehend einen heißen Föhn ins Gesicht halten… Aber irgendwie wars auch (bis auf die lästigen Fliegen) richtig schön, denn wir hatten ein paar recht kalte Tage hinter uns und ich war froh über die wärme! Ich habe natürlich gewusst, dass der Hotspot mit den zwölf Aposteln ziemlich überlaufen sin könnte bzw. wird aber das, was da dann abging, war schon echt gestört!!! Schon ein paar Kilometer vorher wurden Informationsschilder zusätzlich in Chinesisch angezeigt!! Wie Krass ist das denn??? Als wir dann auf dem Parkplatz ankamen war auch schon die Hölle los! Für uns ging es dann einfach fix raus, paar Fotos machen und dann auch weiter, denn sich mit hunderten Fotowütigen Asiaten an einem Spot zu vergnügen ist nicht gerade das, was ich wollte! Ein paar schöne Fotos sind trotzdem raus gekommen und auf dem Heimweg sind wir noch bei einer Schokoladenfabrik und einem Käsetesting vorbeigefahren. Die Schokolade war einfach viiiiiel zu teuer aber der Käse war so wahnsinnig gut, dass ich mir direkt ein paar mitnehmen musste!!!

Australian Open:

Am 27.01.2018 ging es für mich in der früh dann endlich zu den Australian Open nach Melbourne!!! Ich habe mir Tickets für unter anderem das Dameneinzel Finale gekauft, was aber nicht das einzige Match war. Zuerst ging es gegen 10 Uhr ins Auto auf die 2h fahrt nach Melbourne. Durch eine Freundin von Angie wusste ich, wo ich umsonst parken konnte und so bin ich dann vom Parkplatz erstmal 35 Minuten zum Olympic Park gelaufen. Das komplette Gelände der AO war einfach wahnsinnig beeindruckend!! So viele Show-Courts, wahnsinnig viele Stände mit jeglichen Attraktionen und dann natürlich auch noch die großen Arenen. Das Damenfinale sollte aber erst so gegen 19:30 los gehen also hatte ich einiges an Zeit zu überbrücken. War aber auch nicht sonderlich schwierig, denn es war durchgehend Programm. Es ging los mit der Jugend. Drei große Arenen gibt es auf dem Gelände! Die Rod Laver Arena, die Margaret Court Arena und die Hisense Arena. In der letzteren war an diesem Tag nichts los aber in der größten - der Rod Laver Arena - stand das Jugendfinale der Boys auf dem Programm. Das war schon sehr interessant zu sehen, denn die Jungs haben richtig gutes Tennis gespielt! Danach gab es eine kleine Pause, bevor es zum Rollstuhl-Finale ging. Das war auch sehr beeindruckend zu sehen!!! Der Hammer war es natürlich, dass ein Australier im Finale war, gegen einen Amerikaner - die Nummer 1 der Weltrangliste - im Rollstuhl-Tennis. Die Stimmung war also dementsprechend spitze und der Australier hat sogar zum vierten mal in Folge in Melbourne gewinnen können! Nach dem Match wurde die Arena dann gereinigt bevor es zum Highlight des Tages kommen sollte. Dem Dameneinzel Finale! Leider ist unsere beste Deutsche im Halbfinale gegen die Weltranglistenerste in einem wahnsinnig spannenden und Weltklasse Match ausgeschieden und so trafen im Finale die Weltranglistenerste auf die Zweite. Klar war auch, dass die Siegerin dieser Begegnung gleichzeitig die neue Nummer 1 der Welt sein würde. Es war also alles gegeben für ein spannendes Finale und ich sollte auch nicht enttäuscht werden! Ein Weltklasse Duell zweier überragender Spielerinnen ging nach 2:50h zu Ende… Mit einer neuen Nummer 1 der Welt! Caroline Wozniacki aus Dänemark gewann ihren ersten Grand Slam und ergatterte damit die Spitze der Tenniswelt!! Ich kann gar nicht oft genug sagen, wie geil diese Erfahrung gewesen ist und auf meiner To-Do Liste stehen seit diesem Tag auf jeden Fall auch die anderen Grand Slams!!! Nach dem Dameneinzel stand dann noch das Herrendoppel Finale auf dem Programm, welches ich mir aber nicht komplett angeschaut habe, da es einfach ein ziemlich krasser Qualitätsverlust war im Vergleich zum Damenfinale… Vollkommen geflashed von diesem HAMMER Tag ging es dann mit meinem AUS-Open Pulli (ich konnte einfach nicht Wiederstehen) zurück zum Auto und ab in die Unterkunft.

Sonstiges:

Ansonsten haben uns Jason und Erin noch zum Essen eingeladen bevor wir die Farm verlassen! Ziemlich nette Aktion und wir haben den Abend sehr genossen! Nicht nur den Abend sondern eigentlich die ganze Zeit hier auf der Farm! Morgens war es zwar manches mal ziemlich schwer sich zu Motivieren aufzustehen, denn spätestens nach Tag 4 von 6 an dem der Wecker um kurz nach vier klingelt bekommt man schon einen ziemlichen Hass auf alles (ich als Morgenmuffel zumindest)! Wenn man dann nichtmal mehr sein Frühstück sieht sondern alles nur Unterbewusst macht weiß man auch, dass man etwas mehr schlaf braucht aber ich habe es überlebt und spätestens auf der Farm beim Arbeiten hat sich das ganze eh zum besseren gewendet! Ich bin auf jeden Fall froh diese Erfahrung gemacht zu haben und wir hatten schon ziemliches Glück, dass wir solch nette Farmer gefunden haben! Sollte also irgendjemand fragen über Rinder oder Kühe haben kann man sich auf jeden Fall bei mir melden! Bin inzwischen Experte :D

 

Ein riesiges Highlight hätte ich doch glatt vergessen!!! Heute, am 4. Februar 2018 war die Faschingsparty in der Firma meines Vaters… Sehr sehr Tragisch, dass ich  nicht da sein konnte!! Ach ne stimmt ja gar nicht! Natürlich war ich mitten drin statt nur dabei (trotz der Distanz)!! Um 4 Uhr morgens gings für mich also ausm Bett, damit ich pünktlich zu Beginn der Feier (19:00 Uhr deutscher, 5:00 Uhr australischer Zeit) per Facetime dazugeschaltet sein konnte!!! Also ging es nach Colac zum Mc Donalds und dort wurde mal so richtig Fasching gefeiert!! Ich glaube, alle, die mich gesehen haben, dachten sich, dass ich komplett gestört bin, weil ich mit Kopfhörern tanzend im Mägges saß… Mir aber egal denn es hat super Spaß gemacht und ich war durch FaceTime mitten drin statt nur dabei! Selfies wurden natürlich auch gemacht!! Habe es auf jeden Fall sehr genossen Fasching trotz der Entfernung mitfeiern zu können! Nach knappen 7 Stunden war das WLAN aber ziemlich schlecht, weil der Mägges langsam voll wurde und so haben wir das ganze beendet… Schade aber wie schon gesagt, ich habe es wahnsinnig genossen und ich habe mich riesig gefreut alle gesehen zu haben!

Jetzt aber noch kurz zu meinen Plänen für die nächste Woche… Ich starte am 07.02.2018 ENDLICH Richtung Westen! Mein erster Stop wird Adelaide sein, wo ich mein Auto von einem Offroadspezialisten nochmal komplett durchleuchten lassen werde bevor es auf Kangaroo Island zu den Robben geht! Das steht zumindest schonmal… Danach werde ich wohl relativ zügig nach Western Australia fahren und den Süden dort bereisen bevor ich meine neue Reisebegleitung für die Westküste am 15.02. in Perth abhole. Ihr bleibt aber natürlich jederzeit auf dem laufenden!

 

Bis dahin,
euer Sebi

14Januar
2018

Weihnachten und Sylvester mal ganz anders!!!

23.-26.12.2017

Am 23. ging es Vormittags bereits ins Auto in Richtung Byron Bay. Bevor es aber final nach unten ging, haben wir noch ein Argentinisches Pärchen und eine Deutsche in Brisbane abgeholt, damit die Kosten so gering blieben wie möglich! Nach einer dreistündigen Fahrt hatte mich dann Byron Bay wieder! Es war bereits mein dritter Stop dort und er war wie die vorherigen einfach wunderschön! Nachdem wir die drei anderen an ihren Unterkünften raus geschmissen hatten, haben wir erstmal im Hostel eingecheckt und sind danach noch zum Strand gestapft. Es war soooo entspannt, weil ein Straßenmusiker an der Promenade gespielt hatte. Also haben wir uns kurzerhand ins Gras gelegt und sind mal so richtig entspannt angekommen. Eine gute Stunde später sind wir dann zum Aldi und haben noch bisschen was fürs Abendessen eingekauft bevor es ins Hostel zum Abendessen ging. Danach sind wir auch schon ins Bett und haben nichts mehr groß gemacht!

An Heilig-Abend ging es für uns an den Strand! Man konnte die ganzen Europäer schon vom weiten sehen, denn die Australier feiern Weihnachten erst am 25. und jeder, der mit Weihnachtsmütze Fotos von sich hat machen lassen, hat sich direkt geoutet! Wir haben uns es natürlich auch nicht nehmen lassen ein paar Fotos von uns machen zu lassen! Es war mit Abstand das wärmste Weihnachten, das ich jemals hatte (und wohl auch jemals haben werde)! Es tat aber auch wahnsinnig gut, nach knappen zwei Monaten Farmwork mal wieder am Strand zu liegen und einfach die Seele baumeln zu lassen! Unser Plan für den Tag war, nach dem Besuch am Strand, gegen Abend, ein schönes Restaurant zu suchen in dem wir lecker dinieren können. Ursprünglich wollten wir in ein Seafood-Restaurant, welches aber leider nicht offen hatte… Also sind wir in ein Indonesisches gegangen und sollten nicht enttäuscht werden! Da es Weihnachten war, gab es für mich ein leckeres 5-Gänge-Menü, welches wahnsinnig gut geschmeckt hat! Schade war nur, dass ich nichtmal richtig Satt geworden bin aber das war schon okay! Nach dem Abendessen stand dann nicht mehr viel auf dem Programm. Wir haben noch kurz an den Strand geschaut, sind aber letztendlich recht zügig ins Hostel und haben geschlafen (Waren es halt noch gewohnt jeden Tag um 8 bereits zu schlafen)…

Mein 1. Weihnachtsfeiertag begann sehr früh! Natürlich wollte ich dabei sein wenn meine Familie Weihnachten feiert und so bin ich kurzerhand um halb 5 aufgestanden und hab mich mitm Tablet bewaffnet in die Küche gesetzt. Es war wohl das erste mal in meiner Zeit hier drüben, dass ich etwas Heimweh empfunden habe… zu sehen wie meine Familie am Tisch sitzt, Raclette isst und Geschenke öffnet und/oder stolz präsentiert! Aber ich kann sagen, dass ich dabei war und dank Snapchat hab ich auch die Professionelle Konstruktion gesehen! Sonst darf man bei uns nicht mitten auf dem Tisch sitzen aber diesmal durfte ich genau auf der Mitte Platz nehmen! :D Habe es auf jeden Fall sehr genossen und als wir dann aufgelegt hatten ging es zurück ins Zimmer für ein kurzes Nickerchen. Danach ging es nämlich zum Brunchen! Da in Australien Christmas-Day war, hatte anscheinend in ganz Byron Bay nur ein einziges Café offen und so mussten wir uns auf die Warteliste schreiben lassen. Die haben das ganze aber ziemlich cool geregelt! Jeder auf der Warteliste hat seine Handynummer angegeben und wurde angerufen wenn ein Tisch frei wurde! Nach 15 Minuten haben wir dann einen Anruf bekommen, dass ein Tisch frei war. Das Frühstück in dem Café war übrigens richtig gut!! Als wir dann einige Stunden später fertig waren, haben wir uns langsam aber sicher auf den Weg zu einem Wasserfall gemacht, der ziemlich toll sein soll. Leider hat das Wasser des Wasserfalls irgendwo anders Christmas gefeiert und so sind wir nach einer kleinen Wanderung in Adiletten wieder zurück zum Hostel gefahren, haben gekocht. Danach ging es dann auch ins Bett…

Am nächsten Tag hat Angie dann zum Brunchen ein paar Freundinnen getroffen. Ich habe währenddessen etwas entspannt, ein paar Sachen erledigt und als sie fertig war ging es auch schon los Richtung Sydney, denn das war das nächste Ziel! Zwischenstopps sollten Coffs Harbour und Port Stephens werden und wir sammelten erstmal einen Briten in Byron Bay ein. Der Kerl war echt lustig drauf! Ab ging es also auf die Straße ins 4h entfernte Coffs Harbour. Gegen Abend kamen wir dann auch auf unserem Campingspot an, an dem bereits 3 Deutsche mit ihrem Auto standen. Nachm Essen wurde sich dann noch ne Zeit lang unterhalten bevor es ab ins Bett ging.

27.12.2017-01.01.2018

Recht früh ging es dann am 27. ans Zusammenräumen. Wir hatten eine 5h fahrt nach Port Stephens vor uns und auf dem Weg haben wir noch eine Deutsche eingesammelt. Vollgepackt und mit guter Laune im Gepäck sind wir dann nach Port Stephens. Dank Wikicamps habe ich einen Campspot direkt am Strand gefunden, welcher richtig schön war! Zuerst wussten wir nicht so ganz wo wir uns auf dem Strand hinstellen durften aber da überall vereinzelt Autos standen haben wir gedacht, dass es schon so passen würde, wo wir standen (hat es natürlich nicht…)! Wir hätten ein paar 100 Meter weiter stehen müssen um im Campingbereich zu sein! Der Ranger - welcher am nächsten Morgen vorbei kam - war aber extrem entspannt und hat uns nur darauf hingewiesen und keine Strafe oder sonstiges verhängt. Der Abend war leider ziemlich windig aber trotzdem sehr schön! Ich habe es sehr genossen mit dem rauschen des Meeres einzuschlafen und aufzuwachen! Es ist einfach immer wieder der absolute WAHNSINN!!!

Am nächsten morgen ging es dann gegen Mittag endlich nach Sydney! Bevor ich Angie bei ihrer früheren Gastfamilie abgesetzt habe, sind wir noch bisschen am Strand gefahren und da wären wir doch glatt um ein Haar stecken geblieben!!! Letztendlich war aber nur etwas zu viel Druck auf den Reifen… Ein paar Minuten später war das dann aber auch wieder geregelt und weiter gings! Ungefähr 3h später kam ich dann endlich in Sydney an! Alle anderen wurden bereits rausgeschmissen und ich stand in der Straße, in der meine Leute vom Konvoi damals ihre Wohnung haben. Als ich dann ausm Auto stieg stand Mario schon auf dem Balkon und winkte wie wild! Ein paar Minuten später hatten wir dann auch die Matratze und alles, was ich benötigte nach oben gebracht. Kurze Info zur Wohnung an sich: Es ist eine 1,5 Zimmer Wohnung in die eine Wand gezogen wurde und so grundsätzlich 8 Leute in vier Stockbetten platz finden. Über Sylvester waren wir aber fast doppelt so viele! Stolze 14 Leute wohnten die Tage vor und nach Sylvester in der Wohnung! Es war eine Typische Backpacker-Bude! Ziemliches Chaos aber jeder war gut drauf und wir hatten wahnsinnig viel Spaß! All die Jungs vom Roadtrip wieder zu sehen hat sooooo wahnsinnig gut getan!!! Wir sind am ersten Abend dann auch direkt gebührend feiern gewesen und schon bevor wir den Club betreten hatten stand mein Entschluss fest!!! Grundsätzlich war es nicht der Plan über Sylvester zu bleibend aber ich hätte es extrem bereut, wäre ich nicht geblieben! Also kamen anstatt zwei Tagen vier auf mich zu!

Am ersten kompletten Tag war ursprünglich der Plan an den Beach zu fahren aber letztendlich sind wir irgendwie nicht losgekommen und so sind wir dann, bewaffnet mit einem Fußball in nen Park gegangen. Dort wurde dann erstmal entspannt, bisschen Fußball gespielt und auch etwas trainiert. Nach einiger Zeit sind wir dann wieder zurück in die Wohnung. Wir wollten alle am Abend in „China-Town“ Asiatisch essen gehen, aber wenn sich 14 Leute in einem Bad fertig machen wollen, dann kann das auf jeden Fall etwas dauern. Nichtsdestotrotz sind wir nach ein paar Stunden endlich los gekommen und standen dann nach kurzem Fußmarsch in „China-Town“. Joa da waren wir dann und haben irgendwie erst dann so richtig realisiert, dass wir so viele waren und dass es ziemlich schwer werden könnte einen Platz in einem Restaurant zu finden. Zum Glück haben wir aber eines gefunden! Wir mussten zwar bisschen umstellen bzw. einen kleinen Beistelltisch organisieren aber letztendlich hat es schon gepasst und das Essen war auch sehr gut (und seeeeeeeeehr scharf)!! Ziemlich krass fand ich aber, dass die ganzen Leute in dem Restaurant extrem schlechtes Englisch sprachen! Es war leider ziemlich mühselig mit den Kellnern zu kommunizieren und auch beim Zahlen gab es ein paar Problemchen… Gemeistert haben wir diese aber dann letztendlich auch und danach wollten wir eigentlich noch in eine Karaoke-Bar! Daraus wurde aber irgendwie nichts… keine Ahnung warum… Auf dem Weg zurück in die Wohnung sind wir dann über Straßenkünstler gestolpert. Es waren 5 Jungs aus verschiedenen Nationen, die verschiedene Akrobatische Einlagen geboten haben! War echt cool zu sehen. Danach ging es dann zurück in die WG und dort haben wir noch etwas getrunken, „GOOGLES“ gespielt und ziemlich lange gequatscht, bis mir dann gegen halb 3 zu sehr die Augen zufielen und ich ins Bett gegangen bin.

Am darauffolgenden Tag, den 30.12.2017 stand einiges auf dem Programm. Nachdem ich aufgestanden bin, ging es erstmal zu meiner Bank, denn diese hat eine gute und günstige Autoversicherung anzubieten und eine Stunde später hatte ich sie dann auch in der Tasche (nach über 3,5 Monaten ohne Versicherung^^). Danach musste ich aber erstmal zu Woolworth und mit etwas zum Frühstücken besorgen. Mit lecker Frühstück im Gepäck bin ich dann zum Apple Store, denn ich wollte endlich mal wieder gutes Internet haben um meine ganzen Apps, Systeme und Serien zu aktualisieren. Ich wurde auch nicht enttäuscht, denn das WLAN war extrem schnell. Ich hatte mich an dem Tag aber auch noch mit Lotta und Tobi verabredet. Lotta kenne ich über meinen besten Buddy ausm Studium und Tobi war mein erster Roommate in Sydney. War richtig nice die beiden wieder zu sehen und bisschen mit ihnen zu quatschen. Mit Tobi ging es dann auch noch zum Frisör, denn ich hatte es wahnsinnig nötig mal wieder unters Messer zu kommen! Dass wir in einen günstigen Laden gehen würden war mir klar! Was da drinnen dann aber passiert ist hat mich schon ziemlich verblüfft! Ich hab die schnellste Rasur meines Lebens bekommen!! Es hat nichtmal 5 Minuten gedauert, da war er schon fertig mit der Matte! Die beste Frisur ist es jetzt nicht aber sie ist auch nicht wahnsinnig viel schlechter als sonst! :D Naja wichtig war, dass es billig ist und dass ich mich danach noch sehen lassen kann und das war auf jeden Fall so. Ich freue mich aber trotzdem wieder darauf bei meinem Stamm-Friseur Pauli geschnitten zu werden! Danach ging es kurz zurück in die Wohnung und eigentlich wollte ich dann am Abend noch mit Tobi und ein paar anderen Leuten in ne Bar, hab es aber einfach nicht mehr gepackt! Wir waren noch bisschen Basketball spielen und haben danach noch unseren Sylvester-Spot begutachtet, den Mario gefunden hatte und bis ich dann in der Duschreihenfolge dran war, war es bereits 9 oder 10 Uhr. Danach hatte ich dann auch keine Lust mehr mich auf den Weg zu machen… Also gab es noch einen entspannten Abend mit allen aus der Wohnung auf der Couch, den Campingstühlen und dem Boden (jede Sitzmöglichkeit mussten genutzt werden).

Es war Sylvester… Als ich so gegen 9 aufgewacht bin, ging es nach einem kurzem Abstecher bei Coles zusammen mit Michelle an unseren Spot für den Tag. Ich bzw. wir wollten unbedingt einen bestimmten Punkt im Park haben, an dem wir die beste Sicht hatten und den bekamen wir dann auch. Zu Beginn waren es nur wir zwei aber nach einer Weile kamen Mario und Angie mit dazu. Es war über den Tag hinweg ein reges Treiben innerhalb der Truppe. Mehrfach wurde zwischen der Wohnung und des Parks gependelt, weil immer wieder jemandem einfiel, etwas vergessen zu haben oder was neues zu brauchen. Gegen späten Nachmittag sind wir dann langsam aber sicher alle anwesend gewesen. Offiziell war es verboten innerhalb des Parks Alkohol zu trinken aber das hat natürlich niemanden davon abgehalten die Getränke in andere Flaschen umzufüllen und die Zeit verging letztendlich recht schnell… um 21:00 Uhr kam dann auch schon das Feuerwerk für die Kids. Ein etwas kleineres als das Originale aber es war auch schon richtig schön! Die Aufregung nach dem ersten Feuerwerk war groß und gegen 23:00 Uhr kam dann das richtige Feuerwerk!!! Also es wurde nicht hochgeschossen, sondern wurde zwischen zwei Schiffen an die richtigen Positionen gebracht! Es waren ca. 10m lange, schwimmende Container voll mit Raketen etc. Sowas haben wir alle noch nie gesehen! Nichtmal eine Stunde war es mehr bis zum Start ins neue Jahr und das wussten auch die Asiaten, die versucht haben sich nach vorne an den Zaun zu drängeln aber da haben sie natürlich keine Chance gehabt und wurden gekonnt sie erfolgreich vertreiben! Kurz vor Sylvester hatten wir dann noch etwas trouble mit der Polizei, weil sie zum wiederholten mal jemanden von uns mit Alkohol erwischt hatte und wir somit die letzte Ermahnung um 20 vor 12 bekommen hatten! Letztendlich durften wir aber (bis auf den Verlust des Alkohols, welchen wir wegschütten mussten) bleiben und das richtige Feuerwerk genießen. Wir sollten auch nicht enttäuscht werden!!! Wir hatten von unserem Standpunkt aus Sicht auf drei Feuerwerke! Es war einfach überwältigend und wir sind alle einfach am Zaun gesessen, haben unsere Videos gemacht und gestaunt! Nachdem das erste Staunen überwunden war, kamen dann auch die ersten HAPPY NEW YEAR rufe und da lagen wir uns auch schon in den Armen. Sehr komisch war es dann aber, etwas später zuhause anzurufen und zu wissen, dass dort erst 10h später das neue Jahr beginnen würde! Von anderen Personen Neujahresglückwünsche zu bekommen und sie nicht erwidern zu können, war schon auch ziemlich komisch! Nachdem wir den Park verlassen hatten, ging es nochmal kurz in die Wohnung und danach auf eine Hausparty mitten in der Stadt. Die Wohnung befand sich im 15. Stockwerk und war ebenfalls eine Backpacker-Bude! Dort haben wir dann noch bis 5 gechillt und danach haben Terrence und ich noch Michelle und ihre Schwester an den Bahnhof gebracht, denn sie mussten um halb 7 sowas nach Brisbane fliegen! Danach haben wir dann die restlichen wieder bei der anderen WG eingesammelt und wir wollten alle unbedingt ein fettes Menü bei Mägges!!! Als wir aber den Mägges betraten, viel uns erstmal die Kinnlade runter, denn es gab bereits Frühstück… NUR FRÜHSTÜCK und kein fettes Menü!!! Das war im ersten Moment eine einzige Katastrophe aber letztendlich haben wir dann trotzdem einiges zu essen gefunden. Ziemlich K.O. aber gleichzeitig total glücklich ging es dann gegen halb 7 ins Bett!

Das war meine Zeit zwischen Weihnachten und Sylvester! Ich habe die Zeit mit den ganzen Leuten wahnsinnig genossen und freue mich einige von ihnen in Deutschland oder auch in Australien nochmals zu sehen!!! Ich bin einfach total glücklich solch eine HAMMER TRUPPE auf meiner Reise kennen gelernt zu haben!!! Als nächstes steht aber Arbeit auf dem Programm, denn wir sind am 01.01.2018 auch direkt runter Richtung Melbourne gefahren, da wir am 03. dort begonnen haben zu Arbeiten. Genaueres kommt aber dann im nächsten Eintrag!

 

Bis dahin,
euer Sebi

30Dezember
2017

Das Ende an der ersten Farm

Mittwoch, 29.11.2017

Endlich kam mal wieder etwas Abwechslung in den Alltag! Die letzten Tage/Wochen haben wir damit verbracht Troughs zu säubern und hauptsächlich Aufräumarbeiten zu verrichten, da das Schlachthaus geschlossen war und deshalb nicht allzu viel zu tun war. Heute war aber kein Tag wie die letzten! Naja, also der morgen war identisch, denn wir mussten mal wieder vier Reihen säubern… Inzwischen fällt es uns etwas schwerer sich für die Dinger zu begeistern aber letztendlich haben wir meistens nach den Troughs Lunch und danach kommen dann die cooleren Aufgaben. Heute sind wir nach dem Lunch aber erstmal mit noch vier anderen vom Feedlot ne halbe Stunde zum Doc im nächsten Dorf gefahren. Besser gesagt zur „Bush Nurse“! Es ging um die Q-Fever Impfung die wir eventuell bekommen sollten! Uns wurde am einen Arm Blut abgenommen für einen Bluttest und an dem anderen Arm wurde uns irgendwas unter die Haut gespritzt (ich glaube der Krankheitserreger) und dann sollen wir eine Woche später nochmal vorbei kommen. Sollten wir keine Reaktion auf der einen Seite haben und der Bluttest zusätzlich negativ ausfallen, bekommen wir die Impfung! Sollte aber eines von beiden Positiv sein, d.h. sollten wir eine Reaktion am Arm bekommen und/oder der Bluttest positiv sein brauchen wir sie nicht! Ich hoffe auf jeden Fall, dass ich sie nicht brauche aber das werde ich dann in einer Woche sehen. Ziemlich lustig war auf jeden Fall, dass während Angie drinnen war, der Doc erstmal raus kam und uns bescheid sagte, dass die nächste Truppe von uns (wir sind in drei Schichten zum Arzt gefahren) eine Panne hatte und wir ihnen dann auf dem Rückweg unser Auto geben sollten und warten mussten, bis der Mechaniker das kaputte repariert hatte. Wir haben uns da natürlich ziemlich drüber gefreut, denn die ganze Aktion geschah während der Arbeitszeit und wir hatten natürlich nichts dagegen länger zu brauchen! Als wir dann wieder zurück an der Farm waren, sind wir erstmal hoch in die Induction um etwas mitzuhelfen. Viel war aber nicht mehr zu tun also haben wir noch ein Farmauto sauber gemacht und haben uns dann ausgeloggt! Zurück im Camp angekommen ging es dann erstmal mit nem Bier (und Angie natürlich mit nem Wein) zu den bereits draußen sitzenden Leuten. Die haben und dann auch gleich gefragt, ob wir Lust hätten später mit in einen Pub zu fahren und dort zu essen! Natürlich haben wir zugesagt und so ging es nachdem alle Duschen waren und sich fertig gemacht hatten (natürlich in Lederhos´n) zum 40 Minuten entfernten Pub! Dort gab es auch erstmal ein völlig überteuertes aber sehr gutes Steak für 32 Dollar! Nach ein paar Stunden sind wir dann aber auch wieder zurück zum Camp, denn wir mussten am nächsten Tag ja wieder arbeiten.

Samstag, 02.12.2017

Am heutigen Samstag fand die Weihnachtsfeier auf dem Programm. Weihnachtsfeiern vom Arbeitgeber sind in Deutschland ja meistens relativ langweilig… Man sitzt am Tisch, isst und hofft einfach, dass das ganze Gerede schnell zu Ende ist. Hier läuft das ganze aber ganz anders ab (wie so manches)… Es begann mit einem fetten Barbecue! Verschiedene Arten Fleisch, Shrimps, Salate und vieles mehr wurde aufgetischt. Zu Beginn waren wir uns nicht ganz sicher, wie locker das ganze hier abläuft aber spätestens nach dem Essen wurde uns klar, dass es einfach nur ein wahnsinnig lustiger Abend werden wird! Nach dem Essen ist nämlich unser Big-Boss zu einem Tisch gegangen, hat Cups auf den Tisch gestellt und hat alle Anwesenden dazu animiert zu trinken! Bzw. kann man es schon eher saufen nennen, denn es wurden jeweils 6 Becher auf jede Seite des Tisches gestellt. Diese wurden dann bis zum Rand mit Bier gefüllt und nachdem zwei Teams gebildet wurden kniete jeder, der mitspielte  vor einem Becher. Auf der Farm gibt es vier verschiedene Abteilungen kann man sagen… Die Mill (fährt die Futtertrucks und kümmert sich um alles was mit Futter zu tun hat), der Livestock (kümmert sich um die Rinder), die Mechaniker und das Office. Das erste Match hieß also Mill gegen Livestock und die Regeln waren total einfach! Jedes Team bestand aus 6 Personen mit jeweils einem vollen Becher mit Bier. Die ersten beiden begannen damit, den Becher so schnell wie möglich zu leeren. Wenn der Becher leer war, mussten sie ihn über den Kopf halten und dann durfte der nächste beginnen. Das Team, welches zuerst alle Becher geleert hatte, gewinnt logischerweise. So ging es dann etliche Runden! Unser Boss war aber mit abstand der krasseste! Er leerte den Becher einfach auf einen Zug! Hab sowas noch nie gesehen! Der hat das Zeug einfach inhaliert! Die Australier sind halt einfach anders… So eine Weihnachtsfeier würde es in Deutschland auf jeden Fall nicht geben! Zumindest kann ich mir das nicht vorstellen, dass ein deutscher Arbeitgeber während der Weihnachtsfeier sein Personal dazu animiert Trinkspiele zu spielen! Ein sehr sehr lustiger Abend ging nach einigen Runden Kings-Cup also zu Ende und ich viel total kaputt ins Bett.

 

Mittwoch, 06.12.2017

Es ist Nikolaus, und zum ersten mal in meinem Leben, war keine kleine Überraschung vor meiner Türe gestanden als ich aufgestanden bin… Dachte ich zumindest solange, bis ich nach dem Frühstück wieder zurück zu meinem Zimmer kam! Plötzlich waren meine Arbeitsschuhe (welche ich immer vor der Türe stehen lasse weil sie einfach zu dreckig sind) aber gefüllt mit zwei Packungen Süßigkeiten!!! Wahnsinnig liebe Aktion von Angie und nochmals vielen Dank dafür! Hätte nicht sein müssen! Damit war mein Tag auch schon gerettet, da hätte kommen können was wolle. Die letzten beiden Tage bin ich krank mit Fieber, Schüttelfrost und Magen-Darm-Beschwerden flach gelegen und heute konnte ich endlich wieder arbeiten! Also ging´s ab ins Auto und rüber zum Office. Eigentlich stand zwar auf dem Day-Sheet, dass ich für den Zaunbau eingeteilt war aber wir mussten mit Troughsputzen anfangen… Nach einer halben Reihe wurde dann auch noch der Franzose, mit dem ich die Reihe machen sollte abgeholt und so musste ich den Rest der Reihe alleine machen… Naja huift ja nix und so bin ich dann nach der Reihe zu Angie und Kym um den beiden bei den restlichen zu helfen. In der letzen Reihe befand sich dann auch das Gehege von den „Müttern“ und auf einmal begann eine Kuh einfach so mit der Geburt ihres Kalbes. Wir waren natürlich total überfordert, was wir tun sollten also haben wir erstmal Chop angefunkt um ihn zu fragen, was wir machen sollen. Erst haben wir zugeschaut, ob sie es alleine schafft, aber nach ner Zeit sind Cody und Jess auf den Pferden gekommen und haben sie mit ins Hospital genommen um ihr bei der Geburt zu helfen. Wir wollten das natürlich auch mit ansehen, also haben wir die letzten Troughs schnell geputzt und danach ging es dann auch gleich ins Hospital. Zuerst waren dort aber die „EU“ Rinder dran! Die Viecher sind echt richtige Premium Rinder! Sowas wie Bio-Rinder oder so! Auf jeden Fall ist eines von denen am Ende 15.000,- Dollar aufwärts Wert!!!! Da geht man schon ganz anders in eines von deren Boxen wenn man sich mal vor Augen führt, dass man gerade in einem Gehege mit Rindern im Wert von über ner Millionen Dollar steht! Letztendlich wurden die meisten nach ihrem besuch im Krankenhaus auch wieder in ihre Pens (= Box) gebracht und ein paar wurden noch extra aufgepäppelt! Danach kam aber auch schon unsere „Mama“ und es war wahnsinnig Interessant zu sehen, wie bei solch einer Geburt geholfen wird! Leider hat das kleine nicht überlebt… Chop hat uns da auch gar keine Hoffnungen gemacht, denn es ist zu 95%+ oder öfters der Fall, dass das Junge bereits Tot ist, wenn die Mutter nicht stark genug ist es selber zur Welt zu bringen. Ziemlich schade, aber eine coole Erfahrung war es trotzdem! Danach war erstmal Lunchtime und nach dieser wurden wir auch schon von Loki abgeholt und es ging wieder zur Bush Nurse! Diesmal wurden wir nur einmal gepiekst und zwar mit dem Impfstoff gegen Q-Fever. Das ganze hat „zum Glück“ auch wieder mal bisschen länger gedauert und so sind wir um halb vier wieder zurück auf der Farm gewesen. Da dann aber nichts mehr groß zu tun war, mussten wir uns ausloggen und sind zurück ins Camp. Der restliche Tag war wenig spektakulär und ich bin gespannt, wann der nächste Tag kommt, an dem was neues berichtet werden kann.

 

14-22.12.2017

Es ist viel passiert innerhalb der paar Tage. Alles begann mit dem Donnerstag, dem 14.12.2017… Wir haben wie die Tage zuvor eigentlich nur Troughs geputzt und sind nach nem langen Tag wieder zurück am Camp gewesen. Ich bin direkt in mein Zimmer um zu Duschen und bisschen zu entspannen bevor es zum Abendessen ging. Angie saß noch mit ein paar anderen draußen und hat sich bisschen unterhalten. Als ich dann duschen war hämmerte es plötzlich an meinem Container und das nicht nur einmal! Als ich dann aus der Dusche war, stand Angie vor der Türe mit den neuesten Informationen… Wir wurden gefeuert… Unser Chef hatte nichtmal die Eier in der Hose persönlich zu uns zu kommen und mit uns zu sprechen sondern hat unseren Supervisor Shaun vorgeschickt um es uns zu sagen… (bzw. Angie, denn mit mir hat bis heute noch niemand darüber gesprochen)! Im ersten Moment hat es natürlich extrem in mir gebrodelt aber letztendlich wollte ich das erstmal sacken lassen! Als ich dann zum Abendessen gekommen bin, waren alle schon ziemlich außer sich! Keiner konnte verstehen, warum wir gefeuert werden sollten… Shaun hat sich für uns zum Glück eingesetzt und so durften wir die Woche vor Weihnachten auch noch ganz normal arbeiten. Die Begründung ist anscheinend, dass wir Casuals zu teuer sind! Aber innerhalb von zwei Wochen 12 neue Leute einzustellen ist natürlich okay und nicht teuer… Das heftigste ist aber an der ganzen Sache, dass ich unseren Chef bei der Weihnachtsfeier noch gefragt habe, ob es in Ordnung ist, dass ich bis Mitte Januar arbeite und da hat er noch gesagt, dass es überhaupt kein Problem sei!!! Wie gesagt, keiner konnte es letztendlich so richtig verstehen und am meisten angepisst waren Tom und Lawson! Die zwei sind ein Dreamteam am „Head“ in der Induction und sind über die Zeit zu guten Freunden von uns geworden! Von Tom hab ich über die Wochen auch wahnsinnig viel gelernt, über die Arbeit am Head und allgemein über die Arbeit mit Rindern! Noch trauriger ist es, dass beide einen Tag später, am Freitag, den 15.12. gekündigt haben. Ich will jetzt nicht behaupten, dass sie gekündigt haben, weil mit uns so umgegangen wurde, aber es war das i-tüpfelchen, was das Fass zum überlaufen gebracht hatte. Somit hat unser Chef nicht nur seine besten Backpacker vergrault, die er jemals hatte (aussage von so ziemlich allen auf der Farm), sondern auch die besten zwei in der Induction! Auf Angie und mich kam dann natürlich ein Wochenende auf Gumtree zu, denn wir brauchten natürlich einen neuen Job! Ab ging es also am Samstag nachm Frühstück nach Dalby ins Einkaufszentrum zum WLAN! Ich will auch gar nicht lange um den heißen Brei herum reden sondern komm einfach gleich zur Sache! Wir haben einige Angebote bekommen bzw. Farmer angerufen etc. und haben dann letztendlich eine Farm in der nähe von Melbourne gefunden, die genau zwei Leute gesucht haben. Natürlich haben wir gleich angerufen und es hat sich einfach wahnsinnig GEIL angehört!!! Es ist eine Dairy-Farm d.h. es ist so ziemlich das Gegenteil von einem Feedlot, auf dem wir uns ja gerade befinden. Dort werden Kühe gemolken, Kälber groß gezogen und alle Tiere sind total Handzahm. Es ist letztendlich eine Farm auf die ich eigentlich von Beginn an wollte! Unsere Aufgaben würden sein, von 5-9 die Kühe zu melken. Danach hätten wir so bis ca. 15:00 Uhr frei und würden dann von 15-19 Uhr nochmal arbeiten. Das krasseste ist natürlich, dass die Farm nur ne knappe Stunde vom Meer entfernt ist also könnten wir sogar jeden Tag ans Meer zum Chillen fahren zwischen den Schichten!!! Leben würden wir in einem eigenen Haus 15 Minuten von der Farm entfernt und da die Familie in der letzten Januarwoche im Urlaub ist, müssten wir in der Zeit sogar ganz alleine auf die Farm aufpassen und sie managen!!! Es war von Beginn an einfach zu schön um wahr zu sein und am Montag (18.12.) kam es dann auch zum finalen Telefonat mit Jason (Farmer), welches wahnsinnig gut verlief! Er macht einen richtig sympathischen Eindruck und seine Frau noch mehr!!! Letztendlich sind wir unglaublich glücklich, dass wir den Job bekommen haben und am 3.1. direkt anfangen können! Angie kann drei Tage die Woche auf die Kids aufpassen und ich kann Jason hoffentlich so viel wie möglich helfen und einiges neues lernen!

Jetzt möchte ich aber noch kurz auf die letzte Woche auf unserer jetzigen Farm eingehen! Ich bin sehr froh, dass alle Leute hier so wahnsinnig lieb sind!! Es ist schwer in Worte zu fassen aber jeder einzelne setzt sich täglich dafür ein, dass wir keinen einzigen Trough mehr putzen müssen, sondern nur noch geile Arbeit machen! Montag bis Mittwoch waren wir morgens mit Alex im Hospital und haben die kranken und verletzten Rinder behandelt. Ich durfte so ziemlich alles machen! Spritzen aufziehen, sie den Rindern geben, die Maschinen bedienen, einfach alles! Es war so cool und ich habe wiederum extrem viel gelernt!!! Wenn ich nicht im Hospital war, bin ich im Shed gewesen und habe beim Draften oder in der Induction geholfen! Jeder Tag war einfach nochmal ein echtes Highlight!!! Donnerstag waren wir dann den ganzen Tag im Shed und ich war Vormittags am Head und Nachmittags dann hinten in der (Bud-Box) beim Rinder eintreiben. Am Freitag kam aber dann nochmal einiges dazu! Ich war am Vormittag die ganze Zeit am Head und habe mit Ellie und Danielle wahnsinnig viel Spaß gehabt! Der erste Mob bestand aus 210 wahnsinnig beschissenen und teilweise auch sehr angriffslustigen Rindern. Zwei von ihnen konnten nichtmal Inducted werden, weil sie einfach immer direkt angegriffen haben! Dazu kam dann auch noch, dass sich das 20. Rind ca. direkt ein Vorderbein gebrochen hat! Damit habe ich also so ziemlich alles gesehen, was man in einem Feedlot zu Gesicht bekommen kann (war aber auch das mit Abstand ekelhafteste, denn das Bein ist nur noch an einem Fetzen Haut gehangen und hat die ganze Zeit Rumgebaumelt)! Am Nachmittag habe ich dann noch zwei Reihen Troughs geputzt, weil ich nicht so früh ausloggen wollte. Richtig lieb dann auch von Chop (einer der Supervisor), dass er noch zu mir hin gekommen ist und sich persönlich verabschiedet hat! Nach den Troughs ging es dann aber erstmal wieder zurück ins Camp! Es stand noch viel auf dem Programm! Erstmal musste ich das ganze Auto einräumen und mein Zimmer auf Vordermann bringen, denn es ging an dem Abend noch in den nächstgelegenen Pub! Richtig viele sind extra für uns gekommen um unseren Abschied zu feiern! Es waren so ca. 15 Leute und wir haben uns richtig drüber gefreut, dass so viele gekommen sind. Der Abend war dann auch richtig lustig!!! So gegen halb 12 ging es aber weiter. Ich wusste zu Beginn noch nicht so richtig was der Plan war. Einige sind nochmal kurz in den Pub und haben Chips und Bier gekauft, was ich irgendwie nicht so richtig gecheckt habe. Nach einer 20-minütigen Fahrt hab ich dann aber kapiert warum! Zwei Autos waren schon etwas früher losgefahren und wir haben mitten in nem Wald angehalten, ein Lagerfeuer gemacht und dann haben wir dort noch gechillt, Bier getrunken, Chips gegessen und uns noch ne gute Stunde unterhalten. Einen besseren Abschluss hätte ich mir nicht wünschen können und ich werde die ganzen Leute ziemlich vermissen!!! Vielleicht geht es sich ja von der Route und der Zeit nochmal aus, dass ich kurz vorbei schaue bevor meine Family zu besuch kommt! Ansonsten muss ich einfach hoffen, dass ein paar zur Wies´n vorbei kommen! Eingeladen sind sie auf jeden Fall alle!

Das war dann auch die Zeit auf der ersten Farm! Ich habe viel gelernt und wahnsinnig tolle Menschen kennen gelernt! Jetzt gehts erstmal weiter nach Byron Bay - Coffs Harbour - Port Stephens bis nach Sydney, wo ich Sylvester mit Mario, Fabi, Terrence und einigen mehr aus unserem früheren Roadtrip feiern werden, bevor es nach Melbourne auf die nächste Farm geht. Das ganze wird dann Anfang des Jahres kommen.

 

Bis dahin,
euer Sebi

24Dezember
2017

Es ist Zeit DANKE zu sagen...

Dieser Eintrag wird ausnahmsweise nichts mit Australien zu tun haben, sondern mit einem riesengroßen Dankeschön an all meine Lieben in Deutschland! Wen das also nicht interessiert, kann diesen Eintrag überspringen und sich auf den nächsten Australieneintrag freuen, der die Tage kommen wird!

 

 

Inzwischen ist Halbzeit in Australien und Weihnachten dazu! Die Zeit vergeht wahnsinnig schnell und ich erlebe viel! Aber ich habe auch sehr viel Zeit zum Nachdenken und zum „in mich“ gehen, mir Gedanken zu machen und mir über einiges klar zu werden! Eines ist sicher… Ich bin wahnsinnig glücklich und stolz darauf, eine solch tolle Familie und Freunde um mich zu haben, die sehr interessiert sind an dem, was ich erlebe und mache! Ich möchte auf diese Art einigen Stützen in meinem Leben ganz speziell DANKE sagen!!!

 

Beginnen möchte ich mit der wichtigsten Stütze meines Lebens!! Meiner Familie! Ich kann mich Fug und Recht behaupten, dass ich die beste Familie habe, die man sich vorstellen kann! Ich habe Eltern, die in jeglicher Situation meines Lebens hinter mir gestanden sind und es auch bis zum Ende tun werden! Egal ob gut oder schlecht, ich bekam stets einen Ehrlichen Rat (auch wenn ich ihn manchmal nicht unbedingt hören wollte), aber sie wollen beide IMMER das beste für mich und dafür bin ich sehr dankbar!

Papa, mit dir möchte ich anfangen! Du bist wohl eines meiner größten Vorbilder! Du hast dir all das, was du wolltest mit deinen eigenen Händen aufgebaut und bist der beste Vater, den ich mir je hätte wünschen können! Du bist immer für mich da, egal wie viel Stress du hast, du findet immer Zeit für mich!! Es mag sein, dass es nicht immer leicht oder harmonisch zwischen uns war (liegt wohl daran, dass wir beide uns sehr sehr ähnlich sind in vielen Belangen), aber am Ende des Tages kann ich immer auf dich zählen! Papa du bist einfach der Beste! Ich bin wahnsinnig froh dich zu haben und freue mich extrem drauf, mit dir Australien unsicher zu machen! (vor allem natürlich die Offroad-Tracks)!!!

Mama, du steht ihm da natürlich in nichts nach! So eine Mutter kann sich nur jeder Wünschen! Auch wenn du in diesem Moment wohl anfängst zu weinen, liebe ich diese Art wahnsinnig an dir! Du bist einfach ein Mensch, der seinen Gefühlen freien lauf lässt und das ist gut so! Du gibst jederzeit 100% für uns Kinder und steckst lieber selbst zurück, damit es uns gut geht! Du warst und wirst immer für mich da sein und das weiß ich sehr zu schätzen! Egal ob es am Fußballplatz war, in der Schule, beim FSJ oder in der Uni! Ich konnte immer auf dich zählen und du hast mein Leben jederzeit bereichert und auch oft erleichtert! Vielen Dank für alles! Du bist die Beste und ich freu mich wahnsinnig auf deinen Besuch hier in Australien und auf unseren gemeinsamen Trip auf Bali!!!

Vergessen darf ich aber auf keinen Fall meine Schwestern! Ihr zwei seid eine Wichtige Säule in meinem Leben! Egal was ist, ich weiß, dass ich jederzeit zu euch kommen kann und das bedeutet mir sehr viel!! Der Song -> Sister Act <- von dem gleichnamigen Musical (ihr wisst genau welcher Song das ist), verdeutlicht mir jedes mal wieder aufs neue, wie gut ich es mit euch beiden habe! Bin wahnsinnig froh, dass es euch beide gibt! (ein danke geht da natürlich auch an Mama und Papa :D )

Wenn ich schon bei Familie bin, darf ich meinen Reisekompanen von Beginn meiner Zeit hier drüben natürlich nicht vergessen! Tim, du bist über die Jahre wie ein Bruder für mich geworden! Ich bin dir sehr sehr Dankbar für die letzten Jahre und freue mich auf viele weitere! Du bist jederzeit ein wichtiger Anlaufpunkt für mich und ich freu mich schon drauf mit dir Innsbruck mal wieder unsicher zu machen!!!

 

Wen ich auf keinen Fall vergessen darf, bist du, Berthold! Über viele Jahre hast du mich inzwischen unterstützt und mich in meinem Werdegang geprägt! Mit dir bin ich durch die wohl schwierigste Zeit meiner sportlichen Laufbahn gegangen und bin daran auch dank deiner Hilfe gewachsen! Du hast mir jederzeit mit Rat und Tat zur Seite gestanden und mir die Türe zu meiner Laufbahn als Trainer geöffnet! Herzlichen Dank dafür, dass du seit solch einer langen Zeit an mich glaubst!

 

Ein härzlichstes Dankeschön geht auch an dich, Tina! Du bist über die letzten Jahre zu einem extrem wichtigen Anlaufpunkt für mich geworden! Mit dir kann ich über viele Themen ganz offen sprechen, über die ich mit sonst keinem Sprechen möchte oder kann. Vielen Dank für deine Hilfe und für die Zeit, die du dir für mich nimmst!

 

Meine FSJ-ler dürfen hier keinesfalls fehlen!!! Es ist inzwischen fast ein Jahrzehnt her, seitdem wir zusammen die Seminare unsicher gemacht haben! Der harte Kern ist jedoch zusammen geblieben und ich bin dankbar, solch gute Freunde in diesen Seminaren gefunden zu haben! Freue mich schon drauf euch wieder zu sehen!

 

Dank meines Studiums bin ich unter anderem auf meine Cheer-Truppe gestoßen! Hätte niemals gedacht, dass mich dieser Sport derart süchtig machen könnte! Der größte Dank geht in dieser Hinsicht natürlich an Arnie, der mich mehr oder weniger rein gebracht hat! Der Zusammenhalt dieser Truppe ist einzigartig und ich vermisse das Training und die Drills von Isi schon ziemlich :P! Sehr froh und glücklich bin ich außerdem, dass ich durch dich, Kathi voll und ganz auf den Akrobatik/Partner-Stunt Zug aufgesprungen bin und vermisse zusätzlich unsere wöchentlichen Workouts… (ruh dich nicht zu sehr aus, denn es wird hart trainiert wenn ich wieder zurück bin!! Wir haben einiges nach-/aufzuholen)! Bin froh dich/euch zu haben!

 

Da wären jetzt noch meine Freiberufler übrig! Die Elite des Sports darf natürlich nicht fehlen! Ohne euch wären die letzten drei Jahre bei weitem nicht so einzigartig und GEIL geworden! Das meiste hab ich bereits im Abspann unseres kleinen „Blockbuster“ erwähnt, aber hier muss ich einfach nochmal sagen, dass ich wahnsinnig froh bin euch zu haben und dass ich mich total darauf freue euch wieder in die Arme zu schließen! Besonders hervorheben muss ich aber euch, Kathi, Arnie und Felix! Ihr seid über die Studiumszeit zu richtig guten Freunden und Anlaufpunkten für mich geworden und ich freu mich auf die nächste Zeit mit euch!

 

Natürlich sind da jetzt noch einige gute Freunde, die nicht Namentlich genannt wurden! Bitte seid mir nicht böse, dass ich nicht auf jeden eingehen kann, aber das würde den Rahmen sprengen. Ihr seid natürlich auch jederzeit in meinem Herzen mit dabei und ich bin auch froh, jeden einzelnen von euch zu haben!

 

Jetzt wünsche ich euch allen noch eine schöne, besinnliche und vor allem friedliche Weihnachtszeit! Genießt die Zeit mit eurer Familie und mit euren Freunden und ich freue mich, von euch zu hören!

 

Bis zum nächsten Eintrag,
euer Sebi

19November
2017

Die ersten Wochen auf der Farm!!!

Der Tag, an dem es zur Farm gehen sollte war mit diesem gekommen! Ich hatte auf einem kostenlosen Campingplatz etwas unterhalb von Brisbane geschlafen und sprang direkt aus dem Zelt, baute dieses schnell zusammen und fuhr los in Richtung Brisbane Flughafen. Dort hab ich Angie eingesammelt und der erste Stopp war ein Einkaufszentrum, denn wir brauchten beide noch Arbeitsklamotten. Also nix wie rein in den K-Mart. Arbeitsschuhe, Socken, eine kurze Arbeitshose + T-Shirt und ein Strohhut waren dann auch schnell in der Tasche. Danach musste ich aber erstmal ganz dringend was frühstücken. Vier Sandwiches später ging es meinem frisch gefüllten Magen auch wieder besser und wir sind weiter zu Bunnings. Dave hatte uns empfohlen eine 4L Wasserflasche mitzubringen und die fanden wir dann auch bei Bunnings. Mit allem, was wir brauchten im Gepäck, ging es zum Auto und ab in Richtung Farm! Gute drei Stunden später waren wir dann angekommen und wurden am Büro bereits erwartet! Erstmal haben wir einen Stapel Blätter in die Hand gedrückt bekommen und wurden dann von Shawn (Supervisor) zu unserer Unterkunft für die nächste Zeit gebracht. Dort sollten wir dann den ganzen Papierkram erledigen und danach bescheid geben, damit er nochmal vorbei kommt und es mit uns nochmals durchgeht. Erst aber kurz zu der Unterkunft an sich!! Es ist der HAMMER welchen Luxus wir hier haben!! Wir wohnen in Containern und jeder hat sein eigenes Zimmer inklusive Bad mit Klo und Dusche! Richtig nice! Außerdem haben wir im Zimmer noch einen Schrank, Schreibtisch, Regal, Nachtkästchen, natürlich ein Bett und sogar ein Fernseher. Die Container sind in einer U-Form hergerichtet und es gibt ein großes Haus, welches die Küche und den Waschraum beinhaltet. Wie von Shawn aufgetragen ging es also recht zügig an den Papierkram und wir kämpften uns durch so manchen Mist, haben es aber letztendlich gut hinbekommen. Im abschließenden Gespräch mit ihm merkten wir dann auch gleich, dass alles Strenge, was in dem Theoretischen Teil stand eigentlich gar nicht so streng war und das erleichterte uns schon ziemlich! Als Shawn dann weg war konnten wir endlich unser neues Zuhause einräumen und ich muss mir auf jeden Fall noch ein paar Deko-Ideen einfallen lassen! Angie und ich hatten schon seit geraumer Zeit ziemlichen Hunger also sind wir genau um halb 7 zur Essenszeit rüber zur Küche und haben ein wahnsinnig gutes Abendessen bekommen! Es gab Nan Brot mit Reis, Süßkartoffel, Bohnen und zwei verschiedene Currys! Es war sooooo lecker und danach gab es auch noch einen Muffin und Eis zum Nachtisch! Die nächsten Wochen/Monate scheinen also kulinarisch richtig richtig gut zu werden! Nachdem wir gegessen hatten, sind wir auch wieder zurück in unsere Hütten und haben noch fertig alles eingeräumt bevor es für mich nach einer Folge von ner Serie auch schon schlafen ging, denn unser erster Arbeitstag begann bereits um 6 Uhr in der früh!!! Die Vorfreude, dass es Endich los geht ist riesig und ich konnte es kaum erwarten!

Die erste Nacht war richtig gut! Habe gute 8 Stunden geschlafen und dementsprechend fit war ich, trotz der frühen Zeit (um 5 klingelte der Wecker)! Dann ging es aber auch erstmal in die Küche zum frühstücken. Die Auswahl ist der HAMMER! Schön entspannt hab ich dann erstmal gefrühstückt und mir anschließend mein Lunch hergerichtet. Jeder muss sein Lunch selber herrichten und mitnehmen. Die Auswahl dafür ist aber auch richtig gut! Es gibt sogar Burger, die man sich dann beim Mittagessen in ner Mikrowelle warm machen kann und natürlich hab ich mir gleich nen Cheeseburger mitgenommen (der schmeckte übrigens überragend)!!! Als wir dann alles hergerichtet hatten, ging es ab zum Feedlot bzw. zu unserer Arbeitsfarm. Vor Ort trafen wir dann erstmal Shawn und er brachte uns zu unserer ersten Arbeit. Wir sollten die Wasserbehälter (Troughs) der Rinder säubern. Den ersten machte er noch mit uns zusammen aber dann hatten wir jeder eine „Row“, bedeutet, die Rinder sind in Boxen und die Boxen stehen in mehreren Reihen nebeneinander. Letztendlich hat jeder ca. 11 Boxen vor sich in denen jeweils zwei Wasserbehälter standen. Solange ich außerhalb der Box war, hatte ich überhaupt kein Problem, aber als ich dann das erste mal, GANZ ALLEINE, zu 100+ Rindern rein musste wurde mir etwas anders… Ich bin auch zwei mal über den Zaun geflohen, weil die Viecher nicht das machen wollten was ich wollte! Nach Box eins habe ich dann zwei Reiter, die vorbei gekommen sind gefragt ob sie ein paar Tipps für mich hätten und sie meinten, ich solle einfach Stampfen, mit den Armen wedeln und laut HEY oder HO rufen. Zuerst hab ich gedacht die verarschen mich aber das funktioniert richtig gut! Ab Box 3 hatte ich die Herden auch gut unter Kontrolle und konnte in Ruhe die Troughs säubern (musste vielleicht hin und wieder ein paar neugierige Rinder zurückscheuchen, denn ich hab gerne einen gesunden Sicherheitsabstand zu denen)! Auf jeden Fall hatten wir nach den beiden Reihen noch zwei weitere vor uns. Für jede „row“ brauchten wir etwa zwei Stunden (keine Ahnung ob das schnell oder langsam ist) aber es hat schon gepasst und dann ging es auch schon zum lunch. Während des Mittagessens haben wir uns dann mit drei anderen Arbeitern unterhalten und ich habe den Burger vollends genossen! Nach 45 Minuten Pause ging es dann weiter mit arbeiten! Eigentlich hatte Shawn mit uns am Nachmittag vor, ein Workshop oder ein Training zu machen aber da er über die Mittagszeit extrem viel zu tun hatte und danach anscheinend auch, wurde daraus leider nichts und wir sind zu weiteren zwei Reihen gestapft und haben die Troughs gesäubert! Auf den beiden Reihen haben wir dann auch zwei weniger schöne Erlebnisse gehabt. Denn wir hatten zwei Todesfälle zu beklagen! Ein erwachsenes Rind und ein kleines Kalb lagen einfach so tot in ihrer Box… Wie das Kalb zu lauter Rindern rein kommt wissen wir nicht aber es sah auch bisschen so aus als wäre es vor kurzem erst geboren worden also hätte es eh keine guten Voraussetzungen gehabt! Als wir dann die zwei Lines fertig hatten wurden wir auf einen kleinen Hügel gerufen. Dort kommen alle Rinder rein, die von oder auf Lastwägen ge- oder abgeladen werden. Dort oben werden sie dann markiert und danach von Reitern in die zugehörige Box getrieben. Dort oben sollten wir aber nur bisschen was sauber machen und im Anschluss zu den Pferden runter gehen. Bei den Pferden angekommen warteten wir anschließend eine halbe Stunde bevor wir Shawn anfunkten und fragten, ob er noch einen Job für uns hätte. Da es nichts mehr für uns zu tun gab, sind wir zurück zum Büro und haben uns ausgeheckt. genau 10 Stunden hatten wir an dem Tag gearbeitet und das war schonmal gut! Wir wollen immer mindestens 10 Stunden Arbeiten, damit wir so schnell wie möglich in die 39 Dollar Bezahlung (bekommen wir ab der 46. Arbeitsstunde in der Woche) rutschen. Zurück in der Unterkunft wurde dann erstmal lange und ausführlich geduscht und danach eigentlich nur noch relaxt. Um 18:30 gab es dann auch schon Dinner (Steak oder Pute mit Beilagen) und danach bin ich eigentlich auch nur noch ins Bett, hab ne Folge von meiner Serie geschaut und bin dann auch schon recht schnell eingeschlafen, denn der nächste Tag sollte nicht weniger aufregend werden wir der erste!

Vorher:   Nachher: 

Als ich so gegen halb 2 in der früh aufwachte, wäre ich beinahe komplett ausgerastet! Es war wieder total kalt im Zimmer und das obwohl ich mir sicher war, die Heizung angestellt zu haben… Da ich aber am Abend extrem müde und fertig war, hab ich wohl die beiden Zeichen nicht richtig unterschieden und so hatte ich die Klimaanlage an anstatt der Heizung! Naja jetzt war es halt kalt und dagegen konnte ich in der Situation eh nix machen außer dann endlich die Heizung anzumachen. Um kurz vor fünf klingelte dann der finale Wecker. Mir ging es erstaunlicherweise ziemlich gut! Dachte zuerst, dass ich mich überhaupt nicht mehr bewegen können würde aber außer etwas Muskelkater ging es mir echt gut! Ab also zum Frühstücken und Lunch herrichten! Als das gemacht war, ging es auch schon ab zur Farm und wir checkten uns sogar schon 5 Minuten vor 6 ein (Fünf Minuten mehr für die guten)! Der Vormittag lief genauso ab, wie der erste… wir haben vier Reihen zugewiesen bekommen und mussten dann eine nach der anderen säubern (bzw. nur die Troughs)! Ziemlich öde und jeder, der an dir vorbei kommt fragt nur ironisch ob es Spaß macht aber das gehört halt dazu und durch die Arbeit kommt man recht gut in den Tag muss ich sagen. 5,5h später war es dann auch endlich geschafft und wir waren fix und fertig! Die Näpfe waren einfach so extrem verdreckt, dass wir ewig für jedes einzelne gebraucht haben um es gut sauber zu bekommen! Nach dem Lunch sollte es aber so richtig los gehen! Zuerst sollten wir kurz ins Head-Office und irgendwas bezüglich unseres Tax ausfüllen aber da stellte sich raus, dass wir es bereits ausgefüllt hatten und so ging es für uns zu Harry! Harry ist, wie auch alle anderen auf der Farm richtig cool drauf! Es war Schluss mit Näpfe säubern, denn jetzt waren wir im richtigen Farmleben tätig! Wir waren in einer großen Halle, in der auf beiden Seiten eine Schleuse ist, durch die die Rinder getrieben werden. Am Ende davon wird jedes kurz gestoppt und auf der einen Seite mit Ohrmarken versehen, während die Rinder auf der anderen Seite nur gewogen werden (ob sie inzwischen Fett genug für den Schlachter sind). Auf der Seite, auf der markiert wird, kommen also alle neuen Rinder rein um sie nach Gewicht zu sortieren und sie dementsprechend in eine Box zu stecken. Ziemlich krass, dass die Leute hier an der Station zum wiegen an einem normalen Tag bis zu 800 Rinder durchschleusen… und das von 6 bis 10 Uhr! Dazu muss ich aber auch sagen, dass meistens 2-3 an der Station arbeiten. Einer ist außerhalb der Halle und treibt aus einem riesigen Gehege immer so zwischen 6 und 12 Rinder in ein kleines Vorgehege. Das wird auch noch auf mich zukommen! Ziemlich komisch in ein enges Gehege, vollgestopft mit Rindern rein zu gehen und sich die ersten 6-12 rauszupicken und diese dann in das kleine Vorgehege zu treiben! Dort angekommen treibt man sie dann weiter in den Gang vor die Waage. Sobald sie in dem Gang sind holt der eine dann gleich die nächste Fuhre. Wenn an der Station zu dritt gearbeitet wird, gibt es noch eine Person außerhalb des Ganges, der sich darum kümmert, dass die Rinder nicht stehen bleiben, sondern zügig auf die Waage gehen! Man muss dazu sagen, dass Rinder wahnsinnige Hosenscheißer sind!! Naja und die klügsten sind sie auch nicht gerade! Dann gibt es noch einen an der Waage, der immer ein kleines Tor öffnet um ein Rind rein zu lassen und es dann wieder schließt sobald eines drinnen ist. Kurze Zeit später, wenn das Gewicht bekannt ist, wird das Rind wieder raus gelassen und in eine andere Box geleitet. Ich hab die ersten beiden Positionen bereits machen dürfen und es war richtig geil!!! Zuerst stand ich eigentlich nur dumm rum, weil die anderen Beiden Jungs total gut eingespielt waren und die Rinder eigentlich so gut wie alles von alleine machten. Aber mit der Zeit ist dann auch mal eines stehen geblieben und so konnte ich auch immer mehr machen. Nach einiger Zeit hat mich Harry dann mal mit raus genommen und hat mir gezeigt, wie man die Grüppchen in den Vorraum bekommt. Zum jetzigen Zeitpunkt würde ich es mir Safe noch nicht alleine zutrauen (zu groß ist noch der Respekt vor den 400KG+ Viechern), aber ich denke, dass ich nächste Woche die ersten male so zu 100% mit anpacken kann! Harry war auch noch für die Trucker bzw. für die neu ankommenden Rinder zuständig also hat er mich direkt mitgenommen und mir erklärt, wie sie das immer machen. Die Trucker machen eigentlich so gut wie alles selber! Wir müssen nur die richtigen Gates öffnen um die Frischlinge direkt in die richtige Box laufen zu lassen. Außerdem wird jedes einzelne Rind doppelt gezählt. Einmal durch einen Sensor an einem Tor durch das sie müssen und andererseits durch eine Person, die zur Sicherheit auch nochmal mitzählt, sollte die Maschine einen Fehler machen. Sollten unterschiedliche Summen raus kommen nehmen wir übrigens immer die von der Person! Joa das ganze haben wir dann bis ca. 17:30 (also 5h) gemacht und anschließend durfte ich dann noch einige „Mobs“ also Herden treiben. Zu Beginn ritt Amanda mit dem Pferd vor und ich trieb die Herde hinter ihr her und kümmerte mich darum, dass keines stehen bleibt oder ausbüxt. Mit Amanda hab ich dann 3 Mobs getrieben und danach noch mit Alex weitere zwei. Dann war es auch schon 19:00 Uhr und ich war nach 13h Arbeit fix und fertig! Aber auch extrem glücklich und dankbar für die neuen Erkenntnisse! Ab zum Abendessen, welches wieder mal riiiiiiiiiiichtig gut war und danach ging es noch an den Laptop zum Blog schreiben. Als das dann geschafft war ging es auch schon schnellstmöglich ins Bett. Ein paar Seiten von meinem Buch hab ich dann noch geschafft und dann ging es auch schon voller Vorfreude auf den nächsten Tag ins Land der Träume!

 "Pistolen" zum Taggen:
 
Spritze + Arbeitsplatz am Kopf:
 
Computer + vorderste Box:
  
Warteschlange:

 Hinterer Bereich, wo die Rinder rein getrieben werden:

Der Tag begann wie gewohnt um kurz vor 5! Angie ist immer fürs Waschen und trocknen am Abend zuständig und ich hole das Zeug dann am morgen und verteile es auf unsere zwei Zimmer, da ich früher aufstehe. Als sie dann auch ihre Klamotten hatte, ging es zum frühstücken und Lunch vorbereiten. Als das dann alles geschehen war, ging es auch schon ab auf den Feedlot. Unsere erste Aufgabe waren wieder mal zweieinhalb Reihen säubern, was aber echt voll klar ging, weil diese echt nicht sonderlich dreckig waren! Inzwischen haben wir übrigens jede Reihe einmal gesäubert! Die letzten haben wir dann bereits ein zweites mal sauber gemacht und wenn wir so regelmäßig alles sauber machen müssen ist es echt kein Akt, da es nicht sonderlich schmutzig wird nach ein paar Tagen. Als wir das dann geschafft hatten, wurden wir von Harry abgefangen. Es ging mit ihm zusammen ins Hospital! Nicht in eines für Menschen, sondern eines für Rinder und es war wahnsinnig interessant und cool dort ein paar Stunden zu arbeiten!!!! Nur Harry, Angie und ich! Jeder hatte seine eigene Aufgabe und auch die volle Verantwortung dafür! Natürlich hat Harry noch bisschen drüber geschaut aber hauptsächlich haben wir unsere Aufgaben selbstständig erledigt. Angie ist Harry gegenüber, am Kopf des Rindes gestanden und hat den ihnen neue „Tags“ (Ohrmarkierungen) verpasst, wenn sie welche gebraucht haben. Harry hat die Maschine bedient und die Rinder abgecheckt. Hin und wieder bekamen welche Spritzen. Bei zweien musste sogar eine Eiternde Wunde durch Nadeln geöffnet werden und die ganze Suppe raus gedrückt werden. Meine Aufgabe war es hauptsächlich, neue Rinder in die Maschine zu treiben wenn wieder genügend Platz war. Dazu musste ich immer von einer größeren Gruppe 4/5 Rinder abkapseln und in einen Vorbereich treiben. Dort wurden sie dann in die „Warteschleife“ geschickt, bis sie letztendlich bei Harry und Angie ankamen, die sich dann jedes einzelne angeschaut haben (natürlich hab ich auch mit drüber geschaut). Wie schon gesagt, hat es wahnsinnig viel Spaß gemacht und wir hoffen, noch oft mit Harry ins Hospital gehen zu können! Als alle Kranken oder verletzten Rinder abgefertigt waren, haben wir etwas begonnen zu säubern. Ganz fertig sind wir nicht mehr geworden und Harry schickte uns dann schonmal zum Lunch. Nach diesem sind wir dann wieder zurück zum Hospital und haben es fertig sauber gemacht bevor es in die große Halle (Induction-Shed) auf dem Hügel ging. Dort oben wurde ein Rind nach dem anderen markiert und Sortiert. Das alles in perfektem Teamwork und ich hoffe, dass wir in ein bis zwei Wochen auch voll mit von der Partie sind! Auf jeden Fall sind wir auf einem guten Weg und bekamen bis jetzt nur sehr positives Feedback (sind wohl um längen besser als die letzten Backpacker und das nach nur drei Tagen)! Shawn zeigte uns noch einiges bezüglich der Arbeit, die ich bereits im Hospital gemacht hatte und gab ein paar Tipps dazu. Da dann aber bisschen was schief gegangen ist an der anderen Station, waren alle beschäftigt und wir hatten irgendwie nichts mehr zu tun also gingen wir ein Stationsauto waschen. Ist jetzt nicht die geilste Arbeit aber wir hatten viel Spaß mit Wasserschlauch und Hochdruckreiniger! Außerdem ist alles besser als vor 10h Arbeit aufzuhören! Nachdem das Auto dann sauber war fuhren wir zurück zum Induction-Shed. Dort säuberten wir noch eine der beiden Stationen an der kein Betrieb mehr war und hatten danach Feierabend. Gute 12h hatten wir wieder gearbeitet und wir fuhren zufrieden aber müde zurück ins Camp. Fix duschen und danach ab zum essen, welches wieder mal richtig lecker gewesen ist! Danach mussten wir uns aber auch beeilen zurück ins Zimmer zu kommen, denn die nächsten Freitage und Samstage kommt immer ein Harry Potter und die wollen wir wenns geht natürlich alle sehen! Bin dann aber nach 20 Minuten ca. eingeschlafen und somit war der Tag vorbei.

 

Es war Samstag und somit unser erster freier Tag. Nach einem sehr sehr entspannten und langem Frühstück bin ich wieder ins Bett, hab noch bisschen gelesen und Musik gehört und gewartet bis Angie fertig war. Denn wir sind dann noch in die nächste Stadt gefahren um bisschen was zum Snacken etc. einzukaufen. Eine gute Stunde später sind wir dann auch schon in Dalby gewesen und ich muss schon sagen, dass es größer war als gedacht. Erstmal ging es zu Mägges, denn wir wollten auch noch einige Serien und/oder Filme runterladen. Als das WLAN dort aber nix mehr getaugt hat (glaube wir haben es komplett ausgesaugt), sind wir weiter in die Einkaufsstraße. Angie wollte unbedingt ein langärmliches Hemd und eine Jeans, konnte aber leider nichts finden, also ging es zum Snacks besorgen. Als wir dann alles hatten sind wir noch schnell tanken gefahren und danach wieder zurück ins Camp. Endlich ist mein Kühlschrank voll, wenn auch nur mit Süßem und Dips. Mehr brauchen wir aber nicht, denn wir bekommen ja alles andere aus der Küche! Recht viel mehr stand nicht mehr auf dem Programm. Einfach entspannen, die Blasen, welche ich an beiden großen Zehen und an den Versen habe versorgen und dann noch Abendessen. Außerdem musste ich natürlich auch noch den zweiten Harry Potter schauen. Am Sonntag wird auch nicht sonderlich viel passieren, denn wir hatten frei und sollte nichts krassen passieren gehts gleich weiter mit Montag.

 

Am Sonntag stand nichts mehr auf dem Programm außer Chillen und entspannen! Ich werde zukünftig auch nicht mehr jeden Tag protokollieren, denn wir haben jetzt langsam aber sicher eine Routine und diese jedes mal abzutippen würde den ganzen Eintrag nur unnötig in die Länge ziehen! Also werde ich jetzt noch den heutigen Montag (06.11.2017) schreiben und dann nur noch die Tage festhalten, an denen etwas neues oder etwas besonderes passiert ist (hoffentlich jeden weiteren Tag)!

 

Montag, 06.11.2017:

Der Wecker klingelte nach den ersten freien Tagen mal wieder um kurz vor 5 und es war richtig beschissenes Wetter!!! Es regnete und ziemlich starken Wind hatten wir auch noch… Erstmal in die Küche stapfen, frühstücken und hoffen, dass der Regen schnell wieder aufhört! Als ich dann schon so gut wie fertig war und mein Lunch auch noch fast gepackt war, platze Angie in die Küche und schrie nur, was das denn für ein beschissenes Wetter sei!! Recht hatte sie aber das hilft ja nix! Ich bin froh, dass wir auch bei scheiß Wetter arbeiten werden und können, denn auf vielen Fruitpicking-Farmen wird bei Regen nicht gearbeitet (bedeutet also auch kein Geld und darauf hab ich ja mal überhaupt kein Bock)!!! Also ab in etwas wärmere Klamotten und rüber auf die Farm! Dort angekommen standen erstmal die Troughs auf dem Programm! Wir sind ab diesem Tag für sie verantwortlich (worauf ich auch verzichten könnte…) aber dadurch vergeht der Vormittag recht schnell und nach dem Lunch geht es dann auch wieder in den Shed auf dem Hügel zur geileren Arbeit! Wir werden langsam aber sicher immer mehr eingespannt. Für alle, die sonst noch dort arbeiten ist es natürlich beschissen, dass alle paar Stunden der Strom für ne halbe Stunde ca. ausfällt aber wir zwei sind dann immer ganz entspannt, setzen uns hin und warten einfach ab wieviel Zeit vergeht in der wir fürs nichtstun bezahlt werden! Unterm Strich ist es uns aber natürlich auch lieber wenn viel los ist, denn so vergeht die Zeit um einiges schneller… Ein bisschen in den Pausen mit den Australiern zu quatschen ist aber auch sehr hilfreich, denn so wird das Englisch endlich besser! Nachdem dann das vierte mal der Strom ausgefallen ist und wir gerade eh eine ganze Herde abgefertigt hatten, kam Shawn zu uns und hat uns nach hause geschickt bzw. uns frei für den restlichen Tag gegeben. 15 Minuten waren es aber noch, die wir überbrücken mussten, denn wir wollten die 11,5h voll bekommen! Also haben wir erstmal gaaaaanz entspannt die Bürsten etc., die wir zum reinigen der Troughs brauchen weggebracht und danach ging es noch ganz entspannt aufs Klo. Da das aber zeitlich immer noch nicht gereicht hatte, haben wir uns noch dazu entschieden im Büro uns einen Stift und ein Blatt Papier zu besorgen um noch unseren/einen Trough-Plan aufzustellen! Als das dann getan war, sind wir auch endlich bei den 11,5h angekommen gewesen und so konnten wir uns guten Gewissens ausloggen. Viel stand dann an dem Tag nicht mehr auf dem Programm! Es Gewitterte noch ziemlich also haben wir nur noch gegessen, was wieder mal richtig lecker war und ich bin dann nur noch aufs Zimmer, hab den Blog bisschen weiter geschrieben und danach ging es auch schon ins Bett. Mal schauen in wieviel Tagen die nächste hochwertige Neuigkeit kommt, die hier verewigt werden wird.

 

Mittwoch, 08.11.2017

Sonderlich lange hat es nicht gedauert, bis die Routine auf den Kopf gestellt wurde! Am heutigen Mittwoch hatten wir das erste mal keine Bürste in der Hand und es war der Hammer!!! Seit dem Vortag sind wir sogar auf dem Day-Sheet mit drauf und waren heute den ganzen Tag im Induction-Shed eingeteilt! Meine Aufgabe war es eigentlich den ganzen Tag, Rinder von der Herde (Mob) abzutrennen und dann in die Anlage zu treiben. Am Anfang des Tages haben wir dann Verstärkung bzw. besuch vom „Rinder-Flüsterer“ bekommen! Ich weiß seinen Namen leider nicht mehr aber der Typ war echt überragend! Der hat einfach ohne irgendeinen Ton und nur durch Blickkontakt und lockere Fingerzeichen alles von den Viechern bekommen was er wollte! Bzw. die Rinder taten einfach ganz entspannt was er wollte! Er hat uns innerhalb von ca. einer Stunde wahnsinnig viele Informationen und Tipps gegeben und als er dann wieder weg war, ging das ganze auch viel viel einfacher! Ein Mob nach dem anderen wurde dann also Stück für Stück durchgeschleust! Eine super coole Erfahrung und ich hoffe, dass ich öfters dort oben den ganzen Tag verbringen kann anstatt 6h vom Tag an den Watertroughs zu stehen und diese zu säubern… Zusätzlich zum Eintreiben der Rinder habe ich auch noch einen Crashkurs im Tags verteilen bekommen. Jedes Rind, welches neu auf den Feedlot kommt bekommt eine individuelle Nummer ins linke Ohr und eine bestimmte Farbe je nach Gewicht ins andere. Dazu bekommt jedes Rind eine Impfung. Das Team besteht also aus einem, der die Rinder rein treibt, einem der die Impfung und die farbigen Tags rein macht, einen, der die Individuellen Tags in die Ohren jagt und einen, der am Computer sitzt und alles protokolliert, sowie bescheid gibt, welche Farbe das jeweilige Rind bekommt. Hört sich ziemlich kompliziert an, ist aber echt cooles Teamwork und wir geben alles, so schnell wie möglich ein Teil davon zu werden! Hoffentlich kann ich die Tage auch mal etwas mehr Tags verteilen! Ist ne echt coole Arbeit! Der restliche Tag bestand dann darin, einen Mob nach dem anderen abzufertigen und danach mussten wir noch die Anlage sauber machen. Danach hatten wir den Tag nach knappen 12h auch wieder mal geschafft und es ging zurück ins Camp. Lecker Abendessen gab es natürlich auch und danach ging es auch gleich wieder ins Bett, damit am nachten Tag die Kraftreserven wieder voll sind!

 

Freitag, 10.11.2017

Nachdem ich wieder mal um 20:30 ins Reich der Träume viel, bin ich nach einer entspannenden Nacht um kurz vor fünf aufgewacht und habe mich ab zum Frühstück gemacht. Es war der letzte Arbeitstag der Woche und wir hatten bereits am gestrigen Donnerstag unsere 45h voll gemacht. D.h. wir arbeiteten an diesem Freitag für 39 Dollar die Stunde! Wir wollten also mindestens zehn Stunden arbeiten, was wir schlussendlich auch geschafft haben! Der Tag war echt richtig geil! Wir waren wieder in der Induction eingeteilt und waren auch die ganze Zeit dort oben. Auf dem Day-sheet stand, dass wir 800 Rinder vor uns hatten und ich war zu Beginn ziemlich gespannt, wieviele wir schaffen würden. Am Ende haben wir aber sogar 1000 abgefertigt und ich hatte auch die ganze Zeit eine Vollwertige Rolle im Team! Begonnen habe ich mit dem eintreiben der Rinder. Langsam aber sicher weicht auch noch das letzte Stückchen Angst und immer mehr Souveränität schlecht sich ein. Nur noch wenige Gruppen an Rindern schaffen es wieder an mir vorbei und es ist schön zu sehen, dass die Viecher das machen, was ich möchte! Nach zwei Mobs (Herden) durfte ich dann aber auch für eine längere Zeit an den „Kopf“. Noch nie zuvor durfte ein Backpacker an den Kopf und Tags in die Ohren jagen. Die Arbeit dort taugt mir sogar noch mehr als das eintreiben! Man steht immer zu zweit am Kopf. Einer ist dafür verantwortlich den individuellen Tag ins linke Ohr zu platzieren und der andere (ich in diesem Fall) bekommt von der Person am Computer gesagt, welche Farbe in das rechte Ohr kommt. Zusätzlich muss meine Position noch die Impfung verpassen und die Zähne kontrollieren. Bei den Zähnen geht es darum, dass protokolliert wird, ob das Rind ein sogenanntes Zweizähne-Gebiss hat oder normale Milchzähne hat. Die Aufgabe mit den Zähnen hat für mich aber Tom, der auf der anderen Seite stand übernommen und hat mir die verschiedenen Unterschiede gezeigt! Am Anfang sind ein paar Tags noch nicht zu 100% rein gegangen aber nach ein paar Minuten lief es dann auch schon wie am Schnürchen und es machte einfach richtig Spaß! Jeder hat seine Rolle! Einer treibt ein, einer am PC, einer bedient die Maschine (öffnet und schließt die Türen) und zwei vorne am Kopf und alle arbeiten mehr oder weniger wie ein einziger Organismus! Oft ist es auch so, dass noch eine Person an der „Warteschlange“ steht und die Rinder, die nicht weiter wollen vorantreibt. Bis zur Mittagspause haben wir dann bereits 600 der 800 geplanten Rinder durchgeschleust und nach dem Lunch ging es dann an die letzten 200 + weitere 200 weil wir so gut in der Zeit waren. Danach wurde nur noch sauber gemacht, wofür wir uns ziemlich viel Zeit gelassen haben. Nicht, weil wir faul sind, sondern eher weil wir die 10h voll haben wollten! Also haben wir noch gaaaanz gründlich und nicht im schnellsten Tempo alles sauber gemacht und sind danach ganz entspannt Richtung Check-out gefahren. „Leider“ mussten wir beide nochmal gaaaanz dringend auf die Toilette und somit hatten wir am Ende 10,5h gearbeitet als wir uns ausloggten. Wir sprachen dann auch noch kurz mit Dave, unserem Chef ob wir vielleicht auch immer wieder mal am Wochenende arbeiten könnten. Leider ist das nicht im Budget aber sollte Not am Mann sein bekommen wir bescheid und dann können wir auch am Wochenende mal arbeiten. Schließlich ging es dann zurück ins Camp und wir saßen vorm Dinner noch mit Alex, Elle, Jess, Codie und Ryan zusammen und haben bisschen gequatscht. Die Leute sind echt alle richtig cool drauf und langsam versteht man immer mehr von dem was sie sagen obwohl einige schon einen ziemlichen Dialekt haben… Außerdem sind alle in unserem Alter! Also zwischen 20 und 25 (außer Codie, der ist erst 18)! Nach dem Abendessen stand dann aber auch nicht mehr viel auf dem Programm außer bei Harry Potter mal wieder nach  ner halben Stunde einzuschlafen.

 

Samstag, 11.11.2017

Heute ging es spontanerweise nochmal in die Stadt! Mein Auto hat mal wieder einen Service nötig und ich hab einen Termin für nächsten Samstag ausgemacht. Außerdem hab ich noch Bier gebraucht und ein paar andere Sachen, wie z.B. ein Wäschekorb, Duftbäume fürs Auto, Shampoo und ein paar Snacks wurden auch noch besorgt. In der kleinen Stadt gibt es auch einen „Supercheap Auto“. Da drinnen könnte ich all mein Geld lassen und durch die gute Bezahlung hier habe ich am Ende wohl um die 1000 Dollar zur freien Verfügung um mir noch ein paar neue Sachen für die Westküste zu gönnen! Dazu wird unter anderem ein Jump-Starter, neue Sitzbezüge und eine Benzinkanisterhalterung incl. Kanister gehören! Auch einen zweiten Ersatzreifen und noch ein paar andere Sachen werden dazu kommen aber dazu wird dann noch mehr kommen wenn ich es final in der Tasche bzw. im/am Auto habe. Nächste Woche steht dann also erstmal der Service an und während ich auf mein Auto warte, werde ich diesen Blogeintrag hochladen. Unsere Pläne bezüglich Weihnachten und Sylvester stehen inzwischen auch schon! Wir werden Weihnachten in Byron Bay verbringen und Sylvester in Surfers Paradise! Wird sicher riiiichtig geil und ich freue mich auch schon wahnsinnig drauf (an Sylvester in Surfers Paradise soll es eine einzige riesige Party am Strand sein)!!! Das ganze wird dann Anfang Januar in einem gemeinsamen Eintrag kommen! Joa und dann werden es auch schon die letzten paar Wochen auf der Farm sein bevor es fix rüber zur Westküste geht und bevor meine Family vorbei kommt! Wahnsinn wie schnell die Zeit vergeht und wieviel ich währenddessen erlebt habe!

 

Donnerstag, 16.11.2017

Die Zeit vergeht viel zu schnell! Jetzt bin ich schon seit über zwei Wochen hier am arbeiten! Inzwischen sind wir beide auch schon fest integriert im Induction-Shed und die Arbeit macht einfach Tag für Tag mehr Spaß, weil man immer sicherer und besser wird! Heute stand einiges neues auf dem Programm! Das erste war die Zeit, zu der wir begonnen haben… Da die letzten Tage extrem viele Rinder angekommen waren, mussten wir bereits um 5 in der früh beginnen. D.h. der Wecker ging um viertel vor vier!!! Ziemlich früh aber dafür ist die Chance, dass man eine Stunde länger bezahlt wird (bzw. die 10h lockerer schafft) ziemlich groß! Wir sollten an diesem Tag über 1000 Rinder durchschleusen und markieren. Das ist ne ganz schöne Hausmarke und wir fingen auch sehr zügig mit dem ersten Mob an, welcher 400 Rinder fasste. nach ca. 300 kam dann aber einer (weiß leider seinen Namen nicht…) und nahm mich mit zum Camp! Es sollen in nächster Zeit 200 Bäume, Sträucher und Blumen gepflanzt werden. Grundsätzlich ziemlich komisch, dass ich aus dem Shed geholt wurde um ein paar Bäume zu pflanzen, erst recht, da wir so viel zu erledigen haben aber naja ich hab mich gefreut mal wieder was neues zu machen! Zuerst ging es zum Haus von Dave und seiner Frau um Spaten zu holen. Die haben auch zwei total süße. aber auch sehr dicke Hunde mit denen ich erstmal ne Runde kuscheln musste (meine Sammy fehlt mir schon ziemlich)! Als wir dann alles hatten ging es auch schon zum Camp und da standen die ganzen Pflanzen… Bisschen fehl am Platz hab ich mich schon gefühlt, da ich eines ganz bestimmt nicht habe… Einen grünen Daumen!!! Aber naja vielleicht wird das ja noch aber ich glaube es erst, wenn ich die gepflanzten Bäume etc. auch wirklich wachsen! Nach ein paar Stunden sind wir dann aber auch zum Lunch. Davor bin ich noch hoch zum Induction-Shed und anscheinend ging in der Zeit, in der ich nicht da war gar nix… Der PC hat mal wieder gestreikt und alle waren mehr oder weniger am durchdrehen! Nur Angie war ganz entspannt und hatte nix dagegen, fürs nichts tun bezahlt zu werden! Nach dem Lunch war erstmal ein Team-Meeting, in dem Chop (einer der Supervisor) alles schnell runter gerattert hat und danach wurde ich von der Gartenarbeit erlöst und konnte wieder hoch ins Shed und da wurde dann auch bis halb 6 gearbeitet! Hauptsächlich war ich hinten und habe immer wieder neue Rinder rein geholt und in die Warteschlange getrieben aber eine Zeit lang war ich auch wieder am Kopf und durfte Tags in die Ohren ballern + die Spritzen geben. Anscheinend mache ich das ziemlich gut und so kam Tom gegen Ende (als der PC mal wieder zickte) zu mir und hat mich gefragt, ob ich bock drauf hätte, am nächsten Tag die meiste Zeit am Kopf zu stehen um darin besser zu werden und damit er mir noch ein paar Tipps geben kann etc. Da musste er mich natürlich keine 2x fragen! Hab da wahnsinnig Bock drauf und vielleicht kann ich dann demnächst auch öfters für ne lange Zeit dort arbeiten. Bis jetzt hab ich immer die Tags und die Spritze gemacht aber meine Position beinhaltet normalerweise auch das überprüfen der Zähne und das kann ich morgen hoffentlich auch etwas öfters machen! Bisher hat mir Tom nur hin und wieder bisschen was gezeigt und mir was dazu erklärt! Auf jeden Fall ist die Vorfreude auf morgen RIESIG und ich hoffe, dass es auch so kommt wie ich es mir erhoffe! Als wir dann Sauber gemacht hatten, ging es ab zum Camp, essen und dann auch sehr schnell Richtung Bett, denn der morgige Freitag beginnt wieder mit dem Wecker um viertel vor vier!!!

 

Freitag, 17.11.2017

Was für ein Tag!!! Er begann wieder mit dem Wecker um 3:45, denn ab 5:00 Uhr wurde gearbeitet. Tom hielt, was er versprach und so war ich fast den kompletten Vormittag am Kopf und habe dort mit ihm zusammen gearbeitet! Ich kann den Kerl richtig gut leiden! Wir lachen viel und haben (wenn er sich nicht gerade wegen einer Zwangspause aufregt) super viel Spaß! Wir sind inzwischen auch echt ein gutes Team und ich lerne viel von ihm! Nach ner Zeit kam auch Shaun vorbei… Er wurde gestern von nem Rind überrannt und hat sich wohl das Bein gebrochen (bin mir aber nicht zu 100% sicher) und musste auch am Ohr getackert werden aber der Verrückte hat uns beim Lunch nur erzählt, dass er sich das Bein wohl schonmal gebrochen hat laut dem Arzt, aber das war ihm wohl damals egal und er hat einfach weiter gemacht bis der Schmerz weg war. Auf jeden Fall kamen dann noch ein paar andere Geschichten auf den Tisch von gebrochenen Rippen etc. Hoffen wir mal, dass mir das nicht passiert aber wird schon werden!! Bevor es zurück zum Shed ging, hat er uns noch gefragt, ob wir am morgigen Samstag auch noch arbeiten möchten und natürlich haben wir freudig zugesagt!!! Bei einem Stundenlohn von 39 Dollar sagt man sicherlich nicht nein! Auch wenn wir wohl nur Troughs sauber machen müssen… Naja was tut man nicht alles für mehr Geld! Ein Franzose ist auch heute angekommen, den wir morgen wahrscheinlich einweisen müssen. Mal schauen wie er so ist! Nach dem Lunch ging es dann wieder hoch zum Shed. Ein paar Mobs standen noch auf dem Programm und das Highlight des Tages war, dass Angie und ich einen kleinen Mob nur unter Aufsicht alleine am Kopf machen durften!!! Sooooo nice!!! Ich hab die Tore etc. bedient und habe die „Visual Tags“ rein gemacht und Angie hatte den Job, den ich sonst hatte. Voll cool, dass sie uns das zugetraut haben und mit etwas mehr Übung kann ich mir gut vorstellen etwas öfter die Hebel zu bedienen! Nach unserem kleinen Mob sind dann aber wieder die anderen an den Kopf, damit wir schneller fertig wurden. Für mich ging es wieder nach hinten zum eintreiben. Nach weiteren zwei Mobs hatten wir es dann aber auch geschafft und wir mussten nur noch sauber machen. Es war bereits kurz vor fünf also hatten wir wieder mal 12 Stunden gearbeitet und mit dem morgigen Tag zusätzlich wird unser Konto am Dienstag mal so richtig EXPLODIEREN!!! Viel Stand dann nicht mehr auf dem Programm.

 

Das waren die Eindrücke der ersten Wochen auf der Farm! Bis jetzt fällt das Fazit komplett positiv aus und ich hoffe mal, dass es auch so weiter geht! Ich werde wahrscheinlich auch noch ein kleines Video drehen, in dem ich die ganzen Maschinen vom Induction-Shed nochmal etwas erklären werde. Brauche dafür nur noch die Erlaubnis von Dave. Das wird aber erst in ein bis zwei Wochen kommen denke ich (wenn ich überhaupt darf). Bis dahin hoffe ich, dass ihr alle fleißig diesen Beitrag gelesen habt und vor allem, dass er euch gefällt!

 

Bis dahin,
euer Sebi

 

30Oktober
2017

zu zehnt in Byron Bay und mehrere traurige Abschiede...

Der erste Tag in Byron Bay war ziemlich entspannt! Wir kamen so gegen 12 Uhr am Hostel an, konnten aber erst um 14 Uhr einchecken… Also was machen, wenn man zwei Stunden in einer Surferstadt überbrücken muss? Na klar, erstmal das kleine Städtchen erkunden, abchecken wieviel es kostet ein Surfbrett auszuleihen und das gute Wetter genießen! Lecker Asiatisch essen waren wir dann auch noch und schwups war es 13:55 und wir hatten sogar die Ehre, einen early Check-in machen zu dürfen! Dann ging das Rennen zum Zimmer auch schon los, denn jeder wollte ein Bett unten ergattern und so wurde sich auf dem Weg nach oben zu 5. eine kleine Treppe hochgezwängt. Natürlich hab ich ein unteres Bett ergattert (auch wenn es mal wieder viel zu klein war…)! Aber naja die Hauptsache ist, dass wir zu 10. erstmal das Hostel unsicher machten! Als kurze Randnotiz muss ich auch noch erwähnen, dass Ryan, ein Kanadier, den wir im Hostel in Sydney kennen gelernt hatten in unserem jetzigen Hostel arbeitete! So klein ist die Welt und es war echt lustig den Typen wieder zu sehen! Erstmal alle Wertsachen in den Spint einschließen und dann sind wir auch schon in voller Stärke und mit Rugby Ei sowie einem kleinem Fußball an den Strand marschiert. Dort haben wir dann erstmal ein paar Stunden relaxt und bisschen gezockt. Am Abend stand dann aber auch nicht mehr allzu viel auf dem Programm! Ich musste noch kurz das Auto Umparken bzw. es aus Byron Bay etwas raus fahren, da es innerhalb der Stadt keine Möglichkeiten gab kostenlos zu parken. Danach wurde auch nur noch gekocht und geschlafen, denn am nächsten Tag sollte einiges auf dem Programm stehen!

Gegen halb 9 ging es aus dem Bett und ab zum Frühstück, welches in dem Hostel inklusive war! Ryan war auch schon wieder am Schalter beim Arbeiten und so quatschten wir bei Peanutbutter und Jam ein bisschen mit ihm! Sätze wie: „you are soooo fucking crazy germans“ sind das ein oder andere mal gefallen (was auch nicht ganz zu unrecht geschah) aber damit können wir gut leben! Mein Plan war auf jeden Fall, noch am Vormittag zum Friseur zu gehen, denn die Matte, welche ich inzwischen auf dem Kopf trug war unerträglich! Ich hatte am Abend davor auch schon nach potenziellen Friseuren geschaut und „Jack the Snipper“ hat mich direkt überzeugt! Das Navi sagte auch, dass er nur 11 Minuten vom Hostel entfernt war! Dass ich aber als Fortbewegungsmittel noch das Auto drinnen hatte hab ich erst nach 15Min Fußweg gecheckt und so bin ich erstmal gute 40 Minuten zu Jack gelaufen! Einer aus unserer Truppe war auch noch dabei und das Wetter war gut, also ging das schon! Naja das Wetter war besser gesagt genau so lange gut wie wir gebraucht haben, denn als wir vor dem Laden standen fing es an zu Tröpfeln und kurze Zeit später Regnete es auch schon (bis Nachmittags…)! Als wir fertig waren und ich für meinen Teil sehr zufrieden war, ging es wieder zurück zum Hostel! Aber es regnete und wir hatten nicht sonderlich viel Lust den ganzen Weg im Regen wieder zurück zu laufen! Zum Glück hupte uns nach ein paar Metern ein Van an und nach kurzer Orientierungslosigkeit bemerkten wir, dass es die Mädels waren, die wir zwei Tage zuvor am Campground getroffen hatten. Also haben wir uns erstmal bei ihnen in den Van gesetzt und gewartet, bis uns Fabi mit seinem Van abholen kam. Auf dem Weg zurück hatten wir es dann ziemlich eilig, denn die anderen strotzten dem Regen mit guter Laune und Bier im Whirlpool und da wollte ich natürlich nicht lange fehlen!! Also nix wie zurück ins Hostel, rein in die Badehose und ab in den Pool! Es war saugeil und warm war er auch noch!!! So kann man das schlechte Wetter auch genießen! Als dann aber zweieinhalb unserer drei Paletten weg waren und wir die Duschen unsicher gemacht hatten kehrte vorerst (es war gerade mal 15:00 Uhr) etwas Ruhe ein und nach einer Pizza von Domino´s gab es für einige ein Mittagsschläfchen und für mich ging es an den Laptop um den letzten Blogeintrag endlich fertig zu machen! Nach einem kurzen Nickerchen rafften wir uns aber wieder auf. Keiner wusste so genau, was wir tun sollten also sind wir einfach nochmal in den Whirlpool gegangen und haben weitere drei Stunden darin gechillt. Es war einfach Tiefenentspannend und danach war ich komplett Matsch, aber es hat sich voll gelohnt! Noch fix was zum essen machen und ab ins Bett um weiter an dem Blogeintrag zu schreiben. Mehr gab es an dem Tag auch nicht zu tun und da die Wettervorhersage super Wetter für den nächsten Tag vorhersagte, freute ich mich dementsprechend auf den nächsten Tag! Mario und ich wollten nämlich nach dem Frühstück direkt ein Brett ausleihen gehen und ab in die Wellen! Bin mal gespannt ob das auch so läuft wie ich mir das erhoffe, aber wird schon werden.

Nach dem Frühstück entschieden wir uns, erstmal zum Strand zu schauen um auszuchecken wie gut die Wellen waren. Am Strand angekommen merkten wir recht schnell, dass die Wellen nicht perfekt waren aber nach ein bis zwei Stunden warten und in der Sonne liegen haben wir uns aufrappeln können und besorgten uns Surfbretter! Diese waren dann auch fix geholt und es ging ab in die Wellen. Mit den Brettern vom Hostel war es etwas schwieriger als das letzte mal mit den riesigen Anfängerboards, aber ich hab einige Wellen gut erwischen können und so ging es fix und fertig nach zwei Stunden erstmal wieder aus dem Wasser. Kurz erholen, entspannen und anschließend ging es erneut in die Wellen, denn wir hatten das Brett für vier Stunden und wollten die Zeit so gut wie möglich nutzen. Die zweite Session war aber nicht sonderlich lang, denn wir waren echt fertig und haben dann nur noch kurz einen anderen Spot ausprobiert bevor wie kraftlos zurück ins Hostel gestapft sind. Nachdem wir alle frisch geduscht und etwas frisches anhatten, ging es auch schon los zum Lighthouse walk. In Byron Bay befindet sich übrigens der östlichste Punkt Australiens! Der Weg hin zum Leuchtturm war richtig schön (und auch etwas anstrengend) aber wir haben ihn alle gemeistert und wurden mit einem traumhaften Sonnenuntergang belohnt! Auf dem Weg zurück sind wir dann noch lange am Strand entlang gegangen. Einfach nur der Wahnsinn wie schön es ist, mit einer Truppe Reisender das alles teilen zu können und abends mit dem Sonnenuntergang am Strand zurück Richtung Hostel zu laufen! Dort angekommen gab es erstmal eine Dominos Pizza kombiniert mit kostenlosem Barbecue vom Hostel (die Pizza nur, weil wir nicht lang genug warten konnten und einfach viel zu viel Hunger hatten)! Es war inzwischen auch schon recht spät und ich bin dann auch k.o. ins Bett gefallen und bin direkt eingeschlafen.


Grundsätzlich wollten wir an Tag drei auschecken! Da es uns aber so sehr gefallen hat, haben wir glatt nochmal eine Nacht verlängert! Der Tag begann aber mit einer recht traurigen Sache! Jonas (Mr. Ladyboy Noosa 2017) verließ uns Richtung Perth, weil er dort bis Mitte Dezember auf einer Farm arbeiten wird. Ich habe den Kerl echt lieb gewonnen und freue mich schon extrem drauf, den - im positiven Sinne - Verrückten Kerl an Silvester wieder zu sehen! Angie kommt ja mit mir zusammen auf die Farm und wir werden Sylvester zusammen in Byron Bay oder in Surfers Paradise verbringen! Wird riiiiiiichtig geil!!!!! Nach einem gigantischem hug ging es dann für uns an den Strand (es roch nach SURFEN) und für Jonas ab zum Bus Richtung Brisbane Flughafen. Die Wellen waren aber zu Beginn etwas schlechter noch als am Vortag… Wir haben aber trotzdem versucht so viele wie möglich zu erwischen und mit der Zeit wurden die Wellen auch besser! Nach den vier Stunden und einem Sandwich von Subway später ging es wie am Vortag wieder mal fix und fertig zurück zum Hostel. Kurz Duschen und frische Sachen anziehen und dann ging es auch schon zur nächsten Verabschiedung! Angie flog nämlich von der Gold Coast aus nach Sydney, wo sie Freunde besuchte bevor es auf die Farm ging! Der restliche Tag gab aber nicht mehr sonderlich viel her.. Lecker Curry gab es und danach hat mir mein Körper einfach gesagt, dass ich mich hinlegen soll. Ich hatte vom Surfen einfach extremen Muskelkater und etwas zu wenig getrunken (in Kombination mit viel Sonne) habe ich über den Tag wohl auch! Also ging es einfach nur noch ins Bett zum Blog schreiben und Serie schauen. Man muss ja schließlich auf seinen Körper hören!!!

Der Morgen begann mit einer triefend nassen Decke! Ich hab glaub ich noch nie in meinem Leben so extrem viel geschwitzt in einer Nacht wie in dieser! Kopfweh des Todes und Gliederschmerzen kombiniert mit Muskelkater und verspanntem Nacken waren auf jeden Fall keine sonderlich gute Kombination… Erstmal ging es dann in die Dusche, welche echt seehr gut getan hatte! die Letzten Tage/Woche hat es schon mehrere aus unserer Truppe erwischt und so hatte ich Glück, dass noch die notwendigen Medikamente da waren. Nach 30 Minuten in der Dusche ging es aber erstmal wieder ins Zimmer, denn wir hatten nur noch ne knappe Stunde bis wir auschecken mussten. Als dann alles zusammengeräumt war und ich das Auto geholt hatte wurde fix eingeräumt und dann kam der traurige Teil des Tages! Alle gingen getrennte Wege… Jonas war ja inzwischen in Perth, Angie in Sydney und Marc, Fabi, Terrance, Niklas und Sofia mussten bis Sonntag ihren Camper in Sydney abgeben, also wurde sich ausführlich verabschiedet! Das gute ist, dass die Welt echt klein ist und die Wahrscheinlichkeit sich irgendwo wieder über den Weg zu laufen gar nicht mal so klein ist! Nur Mario mussten wir noch nicht sofort verabschieden, denn er kam mit uns noch mit nach Nimbin. Nimbin ist ein kleines Kifferdörfchen, welches meiner Meinung nach nicht gerade sehenswert ist! Überall Chillen komplett fertige Gestalten rum… Naja die Läden waren schon ziemlich süß aber für meinen Geschmack war es zu viel Droge irgendwie… Nachdem wir dann einen Burger gegessen hatten - welcher richtig geil war - mussten wir uns final auch von Mario verabschieden! Er wird wohl auch bis Sonntag nach Sydney fahren. Unser Plan war es dann erstmal hoch Richtung Brisbane zu fahren, denn Tim fliegt ja bereits in zwei Tagen wieder nach Hause! Echt krass, wie schnell die Zeit vergeht und wieviel wir bis jetzt schon erlebt haben! Ich werde den Spinner auf jeden Fall vermissen, aber der nächste Abschnitt mit der Arbeit auf der Farm wird ganz sicher auch wahnsinnig geil!!! Viel stand dann nicht mehr auf dem Programm. Wir fuhren noch auf einen kostenlosen Campingplatz und trafen dort noch ein Pärchen aus Österreich. Sehr sympathisch war natürlich, dass der Mann Skat spielen konnte und wir somit endlich jemanden gefunden hatten, mit dem wir auch mal bisschen Karten spielen konnten! Nach einigen Runden ging es dann auch ins Bett. Unter freiem Himmel im Zelt liegen bzw. allgemein in der freien Natur zu leben ist einfach viel viel geiler als in einem hektischem Hostel!!!

Die Nacht im Zelt war auf jeden Fall um einiges besser als die letzte im Hostel! Meinem Kopf ging es inzwischen auch etwas besser und Hoffnung machte sich breit, dass ich diese schlimme Krankheit vielleicht doch überleben könnte! Wir merkten aber recht schnell, dass wir nichts zum frühstücken hatten und so ging es zügig zum nächsten Mc Donalds, denn ich wollte auf jeden Fall noch den letzten Eintrag hochladen! Gesagt getan, sind wir am Maggi angekommen und ich hab leider um einiges länger gebraucht als erwartet… Die Kopfschmerzen kamen zurück und machten mir das Leben schwer, seeehr schwer! Eine geballte Ladung Fastfood und viel Cola ließen mich aber durchstehen und schließlich bin ich auch nach 2-3h fertig geworden! Dann hielt mich aber nichts mehr im Maggi, denn ich musste unbedingt in die Apotheke und irgendwelche Medikamente holen! Habe dann auch recht gute bekommen, die auch soweit gut gewirkt haben. Dass es nach Jonas und Mario auch noch mich mit dieser schlimmen Männergrippe erwischen musste, war auch echt heftig aber wir sind ja hart im nehmen (außer uns hätte das aber auch bestimmt keiner überlebt :D )! Nachdem wir dann wieder im Auto saßen mussten wir erstmal klären, was wir machen wollten. Wir hatten seit dem Vortag Michelle mit an Bord. Sie studiert ab Anfang November in Brisbane und war auch in unserem Zimmer in Byron Bay gewesen. Da sie bereits eine Wohnung in Brisbane hatte/hat sind wir dann dort hin gefahren. Ich hab mich dann bisschen hingelegt und hab entspannt während die anderen beiden durch Brisbane gestapft sind. Michelle wohnt in der Wohnung zusammen mit Jan, einem 25 Jährigen aus Aachen, der auch in Brisbane studiert. Als dann gegen Abend alle wieder zusammen waren haben wir noch lecker gekocht und danach ging es auf die Couch schlafen.

Die Nacht war jetzt nicht gerade die beste aber das hat schon gepasst! Meine Stimmung war ziemlich gedrückt, denn es war der Tag der Abreise von Tim… Am morgen sind wir nochmal richtig lecker frühstücken gegangen und danach ging es für Tim und mich noch in das Queensland Museum. Dort gab es eine Gladiatorenausstellung die ich auf jeden Fall sehen musste! Das Museum an sich war echt super! Es gab drei Stockwerke, die kostenlos zu besichtigen waren und man konnte so einiges besichtigen und lernen über die Tiere und die Geschichte von Australien! Die Gladiatorenausstellung war auch richtig interessant! Kleines Highlight war natürlich, dass wir mit einem Helm und Schwert/Schild ausgerüstet noch  bisschen Gladiator spielen durften! Nach ca. 2h waren wir aber dann auch fertig also ging es nach einem kurzen Abstecher beim Mexikaner zurück in die Wohnung. In der Wohnung angekommen wurde es dann langsam aber sicher ernst! Das Auto wurde einmal komplett ausgeräumt und Tim räumte sein Zeug in seinen Backpack. Als er alles eingepackt hatte, war das Auto gefühlt so leer wie nie zuvor… Vor ein paar Tagen noch mussten wir immer Tetris (Level Expert) spielen um alles rein zu bekommen und jetzt waren wir überfordert, weil einfach zu viele Verstaumöglichkeiten da waren! Knappe zwei Stunden saßen wir dann noch zusammen im Wohnzimmer, quatschten und genossen die letzten Minuten und dann war es auch schon Zeit zum Flughafen zu fahren! Ein Weg, der auch gerne erst etwas später hätte kommen können aber huift ja nix… 20 Minuten haben wir dann zum Flughafen gebraucht und es kam zum unumgänglichen Abschied! Da dieser relativ kurz und knackig von statten ging und es uns beiden eh schon nicht sonderlich leicht gefallen ist muss ich hier auf jeden Fall nochmal bisschen was loswerden! Ich bin wahnsinnig glücklich und froh drüber, einen so extrem guten Freund an meiner Seite zu haben wie Tim einer ist, der alles Mögliche nach hinten geschoben hat um die zwei Monate mit mir zusammen reisen zu können! Vielen Vielen Dank!!! Ohne dich wäre vieles hier in Australien nicht so reibungslos gelaufen wie es letztendlich gelaufen ist! Ich hätte mir keinen besseren Travelbuddy wünschen können! Egal wie die Stimmung war, ob gut oder schlecht, ich konnte mich immer auf dich verlassen und hatte immer einen treuen Ratgeber an meiner Seite! Ich könnte jetzt noch lange so weiter machen aber wir wissen beide, was wir vom jeweils anderen haben also grüß Freddy und Louisa ganz lieb von mir und bleib über den Winter hinweg fit, damit wir die Miss Vaikiki-Wahl 2018 wieder rocken können!!!kiss


Nachdem ich Tim am Flughafen abgesetzt hatte, bin ich noch ne Stunde an einen kostenlosen Campingplatz gefahren auf dem ich aber nicht mehr viel gemacht habe als das Zelt aufzubauen und zu schlafen. 

Die Nacht war super, nur bin ich um 5 wach im Bett gelegen und bin dann nach dem Staffelfinale meiner aktuellen Serie auch aufgestanden. Markise, Tisch und Stuhl aufbauen und dann ging es erstmal ans Auto pimpen! Ich hatte lauter kleine Andenken und Geschenke von meiner Familie bekommen, die jetzt Endich einen Platz im Auto bekommen haben! Danach ging es erstmal an den Laptop, bisschen Fotos sortieren und den nächsten Blogeintrag fertig machen! Gegen Mittag bin ich dann über meinem Kindle richtig schön eingepennt und wurde von plötzlicher Sonneneinstrahlung geweckt! Jetzt mag man sich natürlich fragen, was daran schlecht oder komisch ist, aber wenn man unter einer Markise sitzt und eigentlich keine Sonnenstrahlen einen erwischen können, wundert man sich schon irgendwie wenn die Sonne einem auf einmal mitten ins Gesicht scheint! Ich bin also aufgewacht und hab nach oben geschaut, aber die Markise war nicht mehr da!! Eine Windböe hat sie nach oben aufs Zelt geweht und leider ist auch eine der Stangen bei der Aktion etwas verbogen… Dann hab ich erstmal abgebaut und bin zum Bunnings gefahren! Normalerweise hat die Markise auch immer ohne Heringe gehalten aber durch die Aktion musste ich mir einfach einen Hammer kaufen um die Heringe endlich in den Boden hauen zu können um dadurch etwas mehr Stabilität rein zu bekommen! Jetzt kann der Spaß auch nicht mehr wegfliegen! Nach Bunnings ging es dann noch kurz zu Domino´s auf ne Pizza und wieder zurück auf den Campingplatz.

Viel ist dann nicht mehr passiert! Ich habe eigentlich nur entspannt und die Einsamkeit genossen! Die Vorfreude ist schon riesig auf die Farm und morgen geht es auch schon los! Dann gehts erstmal zum Flughafen, Angie einsammeln und danach zum K-Mart, denn wir brauchen beide noch Arbeitsschuhe und einen Cowboy Hut! Der nächste Eintrag wird also dann mit den ersten Eindrücken und Erfahrungen aus dem Farmleben sein. Freut euch schonmal drauf, denn ich bin mir sicher das wird riiiichtig GEIL!!!!!

 

Bis dahin,
euer Sebi

27Oktober
2017

Von Fraser Island bis Byron Bay

Früh am morgen ging es auch schon ans zusammenpacken. Wir mussten nochmal kurz in die Stadt zum Tanken und Öl nachfüllen bevor es nach Fraser ging. Am Sammelpunkt vor der Fähre angekommen haben wir noch etwas mehr Luft aus den Reifen gelassen, damit die Wahrscheinlichkeit stecken zu bleiben so gering wie möglich blieb. Es war schon echt sehr sehr geil in einer Schlange aus lauter 4x4 Autos zu stehen und voller Vorfreude darauf zu warten endlich übersetzten zu können! Auf die dritte Fähre haben wir dann auch drauf gepasst und das Abenteuer begann! Ich muss auf jeden Fall kurz erwähnen, dass es extrem günstig ist mit seinem eigenen Auto rüber zu fahren! Wir mussten uns eine Erlaubnis einholen um auf Fraser fahren zu dürfen, welche 56 Dollar gekostet hat (sowas wie eine Vignette)! Dazu kommt das Ticket für die Fähre, welches 120 Dollar gekostet hat (hin und zurück) und noch die zwei Nächte auf den Campgrounds für jeweils 6 Doller pro Nase! Heißt also wir haben für den gesamten Trip gerade mal knappe 300 Dollar ausgegeben wenn man das Essen und Benzin auch noch mit einberechnet (das ganze wird natürlich noch durch vier geteilt)! Verglichen mit einer Tour, die bei 400 Dollar (pro Nase) anfängt, man sich hinten zu viert auf eine Pritsche zwängen muss und nicht frei ist, sondern immer gesagt bekommt wann man wo sein muss etc. ist das einfach der Hammer wieviel billiger und freier man diese Erfahrung machen kann! Dazu kommt in unserem Fall auch noch, dass wir leider nahezu immer Regen hatten… Einerseits war es ganz gut, weil man deshalb so gut wie gar nicht stecken bleiben konnte, aber gegen etwas mehr Sonne hätten wir natürlich nix gehabt! Naja Huift ja nix und ich werde ja nochmal nach Fraser kommen wenn die Family mich Ende März besuchen kommt. Dann bestimmt mit top Wetter!!! Auf Fraser angekommen haben wir die anderen Autos von der Fähre erstmal bisschen vorfahren lassen, denn wir wollten alleine am Strand rumheizen! Gesagt getan und dann ging es auch schon mit 80/90 Sachen den Strand entlang! Es macht einfach extrem viel Spaß Offroad zu fahren und ich kann nur jedem Empfehlen diese Erfahrungen auch mal zu machen! Egal wo, egal wie! Durch den Regen war der Sand aber auch sehr leicht zu befahren! Nach 10-15 Minuten sind wir dann ins Landesinnere an mehreren Lakes gefahren, die wir besichtigen wollten. Durch den Regen waren die Wege sehr Matschig und hin und wieder mussten wir durch dicke Pfützen und kleine Flüsse fahren, was extrem viel Spaß gemacht hat! Letztendlich war einfach alles geil, trotz des Regens! Wir waren eine super Truppe, hatten gute Laune, gute Musik und sind einfach mit unserem eigenen Auto durch teilweise Kniehohen Matsch gebrettert!!! Ich könnte Stundenlang weiter davon schwärmen!!! Der erste Lake war wunderschön und das trotz Regen und fehlender Sonne!! Es hatte auf jeden Fall was im Wasser rum zu stapfen während die Regentropfen auf die Oberfläche prasselten! Der dritte See war dann auch der berühmte Lake Mc Kenzie. Es war der schönste der drei Seen, die wir gesehen haben. Tim, Angie und Mario sind auch direkt in die Badeklamotten gesprungen und haben bisschen geplanscht. Nach ner Weile ging es aber auch wieder zurück ans Auto. Die Fahrt zum ersten Campground dauerte dann nicht mehr allzu lang und wir schlugen unser Lager direkt am Strand auf! Nachdem wir gekocht hatten, alle satt waren und wir die Videos von der GoPro angeschaut hatten, ging es schlafen. Die Nacht war durchwachsen, denn wir hatten mehrere Ängste… Das eine war der Wind! Es war ziemlich stürmisch und ich hatte bisschen Angst, dass unser Zelt oder die Markise weggerissen werden könnte… Hat aber beides Standgehalten und jedes Mal wenn ich in der Nacht aufgewacht bin, musste ich raus leuchten und schauen ob noch alles da war! Die zweite Sache war das Meer! Es kam irgendwie immer näher und irgendwann hörte es sich an als wäre es vielleicht ein paar Meter vorm Auto!! Wir wurden aber schlussendlich weder weggeschwemmt noch weggeblasen und das ist die Hauptsache!



Der Morgen begann mit der SONNE!!!! Jaaa sie gab es wirklich noch und wir sind alle komplett durchgedreht vor Freude und haben jede Minute ohne Regen zelebriert! Musik aufdrehen und einfach genießen!!! Natürlich wurde auch alles fotografisch festgenommen und als es langsam wieder begann zuzuziehen, haben wir zusammengeräumt und sind weiter Richtung Norden gefahren. Auf dem Weg nach oben kamen wir am Eli Creek vorbei, welcher total beliebt ist, weil man zuerst ne Zeit lang wandert und sich dann den gesamten gewanderten Weg im Fluss nach unten treiben lassen kann. Wir haben es aber nicht gemacht, weil das Wetter einfach zu beschissen war! Madig ist es aber natürlich für die ganzen Leute von den Touren, die trotz des Wetters raus geschmissen wurden. Aber naja, wir sind dann nach einer kurzen Besichtigung weiter zum Bekannten Wrack auf Fraser Island. Ein altes Kriegsschiff aus dem zweiten Weltkrieg. Wir haben es aber auch nur kurz angeschaut und sind dann zügig weiter, weil der Regen zu diesem Zeitpunkt seinen Höhepunkt hatte. Weiter ging es also Richtung Norden. 30 Minuten Später waren wir dann auch an den Champagne Pools angekommen! Die waren auf jeden Fall der HAMMER und der Regen hörte tatsächlich auf!!! Ein paar von uns sind wieder mal schwimmen gegangen und ich hab mich mit ein paar Fotos zufriedengestellt. Es war die einzige Regenpause am Tag und die haben wir auch ordentlich genutzt! Ich freu mich schon drauf das alles bei gutem Wetter zu sehen, wenn meine Family vorbei kommt (P.S. da könnt ihr euch auf jeden Fall drauf freuen)! Nach einer halben Stunde sind wir dann Richtung Campground gefahren. Zuerst war der Plan an die Westküste zu fahren, da es am Abend und in der Nacht sehr Stürmisch (60km/h+) werden sollte und man an der Westküste wohl eher geschützt sein sollte. Dort angekommen gab es auch einen super schönen Spot, wären da nicht direkt 200 Moskitos ins Auto geflogen nachdem wir kurz das Fenster runter gemacht hatten. Für mich wäre das ja kein Problem, denn Mücken haben mich noch nie gestochen bzw. interessiert aber die anderen hatten überhaupt keine Lust drauf, was verständlich ist und so sind wir direkt wieder zurück an die Ostküste gefahren. Der Weg war richtig nice! Mitten durch den Regenwald und übersät mit Pfützen, Schlamm und allem, was Männerherzen beim Offroad fahren höher schlagen lässt! Als wir dann endlich an dem Campspot angekommen sind, haben wir auch direkt unser Lager aufgeschlagen und fingen langsam aber sicher an zu kochen. Nach dem Essen wurden dann auch mal die Karten in Kombination mit etwas Alkohol ausgepackt und ein paar Spielchen wurden gespielt. @Kathi: Natürlich hab ich den Viking direkt eingeführt und es war mit abstand die Lustigste Karte!!! Bin soooo happy diese Variante zu kennen! Irgendwann ging es dann aber auch ins Bett und die letzte Nacht auf Fraser begann.

Der Morgen startete leider mit dem genauen Gegenteil wie der letzte! Es sollte der Wettertechnisch schlechteste Tag werden… Es regnete einfach ohne Ende und Stürmte dazu auch noch! Das wir hinter einer Düne standen, hat den Wind leider auch nicht interessiert! Alles war Nass, die Stimmung wurde vor lauter Regen immer gedrückter und wir sind laaange in den Zelten/Betten gelegen um abzuwarten bis es endlich mal kurz aufhören würde zu regnen oder wenigstens weniger Stark regnete. Irgendwann, 3 Stunden später war es dann so weit und der Regen ließ etwas nach! Alle sprangen also aus den Autos und Stühlen etc. und räumten zusammen. So schnell waren wir wahrscheinlich noch nie und dann ging es auch schon Richtung Fähre, welche ganz im Süden fuhr. Auf dem Weg dahin wurde das Wetter immer Diesiger und so haben wir fast die riesige Schildkröte verpasst, welche einfach mal so am Strand gechillt hatte. Wahnsinnig beeindruckendes Tier! Der restliche Tag war aber gar nicht mehr so spannend, denn wir sind die meiste Zeit im Auto gesessen und nachdem wir mit der Fähre übergesetzt hatten ging es erstmal zur Unterbodenwäsche fürs Auto. Als das geschafft war, merkten wir erst, dass es schon ziemlich spät war und wir holten Marc aus seinem Hostel ab, denn er war bereits einen Tag früher von seiner Tour auf Fraser zurück gekommen und fragte uns ob wir ihn mitnehmen könnten, was wir natürlich liebendgerne getan haben! Nachdem er und sein ganzes Gepäck im Auto verstaut war (#tetrisfürfortgeschrittene) sind wir dann auch schon aufgebrochen in Richtung Campingplatz. Der Regen hörte aber leider immer noch nicht auf und so kamen wir - mal wieder - im Dunkeln an einem nassen und voller Pfützen bestehenden Campingplatz an. Dieser war hinter einer Raststätte und dort gab es wenigstens eine warme Dusche und eine Waschmaschine/Trockner. Ich musste auf jeden Fall waschen und wollte auch endlich mal wieder eine warme Dusche haben, also hab ich mir meine Klamottentaschen geschnappt und bin losgestapft Richtung Raststätte. Wie schon gesagt waren überall Pfützen und so hab ich - warum auch immer - nicht überrissen, dass ein kleiner See den Campingplatz und die Raststätte voneinander trennte… Da ich eh schon komplett durchnässt war, bin ich auch einfach durch die Pfützen gestapft und dachte mir nur kurz, dass die Pfütze schon irgendwie recht tief ist in der ich in dem Moment befand, aber vor mir hat es ausgesehen als wäre es einfach ein überschwemmtes stück Wiese also bin ich einen Schritt weiter und schnurstrax befand ich mich bis zum Hals im See… Zum Glück war er wenigstens warm aber die Laune war damit natürlich komplett am Erdkern angekommen!! Meine ganzen Klamotten, auch die, die noch nicht ganz Nass waren, sind durch die Aktion natürlich komplett nass geworden… Mein Handy war auch noch in meiner Hosentasche aber es ist ein Tapferer Begleiter und hat das kurze Bad ohne Probleme überstanden! Also bin ich mit meinen nassen Klamotten und echt schlechter Laune auf dem richtigen Weg - total der Umweg, welcher ca. 5-10 Min gedauert hat - zur Raststätte gelaufen um zu erfahren, dass die Wäscherei bereits zu hatte und erst am nächsten Morgen um 8 wieder aufmachen würde! Das hat natürlich super zu allem gepasst! Wenigstens Duschen konnte ich - 15Min für 3 Dollar - und das hab ich auch echt genossen!!! War wirklich das Beste an dem Tag zusammen mit der Schildkröte! Danach musste ich aber auch wieder in die nassen Klamotten, denn trockene gab es ja keine mehr… Am Auto angekommen bin ich dann auch nur noch ins Bett und hab geschlafen bevor noch irgendwas passiert wäre.

Geschlafen hab ich zum Glück ganz gut und so bin ich mit neuem Elan an den ganzen Spaß heran gegangen, hab mir meine nassen Klamotten geschnappt und bin zur Waschmaschine gegangen. Diesmal klappte alles (bis auf die Tatsache, dass der Trockner nichtmal ansatzweise alles ordentlich getrocknet hat und ich letztendlich immer noch einige feuchte Sachen hatte.. Aber naja was solls, wenigstens hab ich sie mal gewaschen! Am Auto angekommen wurde erstmal schwer gegrübelt wie es weiter gehen sollte. Wir wollten alle nach Noosa und waren uns nicht sicher wo bzw. wie wir dort nächtigen sollten, da es in Noosa keine Campingplätze gibt. Nach einiger Zeit der Suche hab ich dann ein AirBnB gefunden!! Eine fette Villa kur vor Noosa, welche pro Nase sogar günstiger war als ein Hostel!!! Wir konnten unseren Augen gar nicht glauben und so wurde es direkt für uns 6 gebucht! Kurze Zeit später bekamen wir auch schon die Bestätigung. Nachdem wir uns Noosa etwas genauer angeschaut hatten und die Surfer vom Strand aus bewundert hatten, ging es zu unserem neuen Heim für die nächsten zwei Nächte! Es war ein Traum!! Wir bekamen den kompletten Südflügel für uns und hatten sogar das frühstück am ersten Tag mit inbegriffen! Außerdem waren alle Sportprogramme beim TV inklusive! Ein richtiges Bett, ein Sofa, eine Küche und ein richtig nobles Bad mit einer warmen Dusche!!!!! WAS FÜR EIN LUXUS NACH MEHREREN TAGEN IM REGEN CAMPEN!!!! Als ich mich ne Zeit lang mit Jonas unterhalten hatte, kamen wir beide auf die selbe Erkenntnis, dass man zum Leben eigentlich nix braucht außer seinem Backpack! Alles andere ist reiner Luxus! Eine Couch, eine warme Dusche, ein Fernseher mit jeglichen Sportkanälen etc. selbst eine Küche… Man weiß das alles viel zu wenige zu schätzen! Auf jeden Fall stand aber, nachdem jeder mal Duschen gewesen war und wir eine extrem leckere Pizzasuppe von Angie bekommen haben, noch das Highlight des Abends auf dem Programm!! In einem Hostelclub mitten in Noosa wurde ein Ladyboy Contest veranstaltet. Der Gewinner des Contests würde 100 Doller gewinnen und wir mussten da natürlich mitmachen!! Bzw. Jonas musste/durfte! Er ist aber auch einfach der geborene Ladyboy und ich bin mir sicher, dass er in Hamburg sofort als Dragqueen einsteigen könnte und damit auch noch gutes Geld verdienen könnte!! Auf jeden Fall ging es gegen 10 zur Location und kurze Zeit drauf ging es dann auch schon los! Jonas war komplett in seiner Rolle gefangen und lieferte! Am liebsten würde ich seinen Lapdance oder seinen Eröffnungswalk hochladen aber ich kann leider nur Fotos hochladen (wer es aber sehen möchte kann sich natürlich gerne melden)! Lange Rede kurzer Sinn, er gewann und wir hatten 100 Dollar mehr zum feiern! Leider war die Nacht viel zu früh wieder vorbei, da um 12 das Licht anging und die Securities einfach mal alle raus geschmissen haben… Ziemlich beschissen aber huift ja nix! Da aber auch in der Umgebung nichts mehr offen hatte ging es letztendlich nur noch zum Haus und schlafen.

Am zweiten Tag im AirBnB wurde nur extrem entspannt! Lange ausschlafen, lange und entspannt Duschen und ganz viel Sport(im TV)! Es war an dem Tag der erste Spieltag in der NBA und es standen richtig gute Spiele auf dem Programm! Danach hab ich noch das Auto ausgeräumt und aussortiert, was weggeschmissen werden kann/muss damit mal wieder bisschen Ordnung rein kam, denn mit vier Leuten im Auto herrscht so manches Chaos nach einiger Zeit! Als das geschafft war und wieder Zucht und Ordnung im Auto herrschte stand nicht mehr viel auf dem Programm. Skypen, was ich wahnsinnig genossen habe und danach gab es auch schon Abendessen. Mark und Mario sind dann noch auf ein Beerpong Turnier gefahren, welches im selben Club stattfand wie der Ladyboy Contest am Abend davor. Der Rest blieb im Haus und machten sich einen Entspannten Abend. Ich hatte bereits einen Post in Gumtree geschaltet, da ich langsam aber sicher mit der Arbeitssuche beginnen wollte. Am selben Abend bekam ich dann auch schon das erste Jobangebot auf einer Getreidefarm in Western Australia zu arbeiten! Letztendlich hat sich aber rausgestellt, dass der Verdienst einfach viel zu schlecht war und somit ging die Suche weiter (hat ja auch noch nicht sonderlich begonnen).

Der nächste und somit letzte Morgen in der Luxusunterkunft begann seeeeehr früh, denn die Family wartete auf ein Skypetelefonat! Also wurde der Wecker auf 6 (22 Uhr deutscher Zeit) gestellt um auch alle an die Strippe zu bekommen. Kurze Zeit später waren sie dann auch alle aufm Schirm und es war eine sehr lustige und chaotische Unterhaltung! Habe auch diese Skypekonferenz sehr genossen und freue mich schon auf die nächste!!! Irgendwann wurden aber alle in Deutschland zu müde also lies ich sie mal Schlafen und machte mich auf ins Wohnzimmer zum frühstücken. Um 10 Uhr mussten wir bereits auschecken also hatten wir - da es noch ziemlich chaotisch aussah - noch einiges vor! Nach 1,5-2h geballter Teampower haben wir alles sauber gemacht und die Autos gepackt. Weiter ging die wilde Fahrt schließlich runter die Ostküste in Richtung Surfers Paradise. Ein kostenloser Campingplatz war das Ziel, denn wir hatten die letzten Nächte schon genügend Geld für Luxus ausgegeben! Zumindest für die nächste Zeit. Wir wurden inzwischen auch wieder von einem weiteren Camper verstärkt, mit dem wir auch schon vor und nach den Whitsundays etwas unterwegs waren. Bevor es aber auf den Campground ging, sind wir noch in den Noosa Nationalpark gegangen, denn dort sollte es eine gute Möglichkeit geben an den verschiedenen Aussichtspunkten Wahle oder Delfine zu sehen. Leider haben wir keines der beiden gesehen. Auch Koalas und Adler sahen wir keine obwohl es welche geben sollte… Naja aber ein cooler Walk war es trotzdem und den Surfern zuzusehen, wie sie Meterhohe Wellen ritten war auch einiges Wert!! Die hatten es schon echt drauf! Bei Abenddämmerung sind wie dann aufm Campingplatz angekommen. Als ich ausstieg, sind die anderen bereits nach hinten zu einem Baum gerannt und auf halben Weg dorthin kapierte ich auch, dass auf dem Baum, keine Drei Meter über uns ein Koalajunges chillte!!! JAA, ein echter kleiner Koala!!!! Der erste wilde, den ich zu Gesicht bekommen habe!! Soooo süüüüßßßßßßß!!!! Die Mutter des kleinen kam kurze Zeit später auch noch dazu und die beiden verschwanden recht schnell nach ganz oben in den Baum! Aber wir konnten noch ein paar Bilder von dem kleinen bekommen!!! Vollkommen begeistert ging es dann ans aufbauen des Zeltes! Naja und die Freude auf mein 2,20m langes Bett wurde etwas getrübt, als ich es aufklappte und auf einmal hunderte Ameisen runter fielen…. irgendwie müssen die sich über die Zeit im AirBnB dort drinnen eingenistet haben und in meinem Zelt haben die auf jeden Fall mal überhaupt nix zu suchen!!!! Also ging es schnurstracks zum Woolworth, denn ich brauchte Ameisenvernichter! Wir haben da auch gleich ne richtig gute Dose gefunden und so wurde das ganze Zelt damit eingesprüht (soll 6 Monate Schutz bieten)! Überglücklich, die Ameisenplage überlebt zu haben ging es dann auch schon zum Abendessen und danach zufrieden und komplett OHNE Ameisen ins Bett!

Die Nacht im Zelt war soweit ganz gut! Nicht zu 100% top, da alles noch bisschen feucht war aber ich will mich nicht beschweren, denn da hätten ja auch noch Ameisen sein können! Nach einem Entspannten Frühstück in der Sonne, JAA DIE SONNE WAR ENDLICH WIEDER DA, ging es nach Surfers Paradise. Surfers Paradise wird auch das Miami von Australien genannt und das kann ich nur bestätigen! Es sah echt aus wie in Miami und wir genossen den Tag an einem extrem langen und schönen Strand, spielten Football, gingen im Meer schwimmen und ließen uns von der Sonne wärmen! Wir haben das gute Wetter alle extrem vermisst aber jetzt hatten wir es ja wieder und so soll es auch sein! Die Parkkosten in Surfers Paradise sind aber leider ziemlich teuer also dachten wir uns, wir stellen uns erstmal auf einen 2h Parkplatz und wenn die zwei Stunden abgelaufen sind erneuern wir das ganze einfach. Wir haben aber nicht damit gerechnet, dass die Australier auch auschecken, wie lange jedes einzelne Auto auf einem bestimmten Parkplatz steht und somit haben wir mal ganz locker einen 75 Dollar Strafzettel bekommen, da wir ja letztendlich 4 Stunden auf dem Platz gestanden sind und nicht nur 2 obwohl wir eigentlich zweimal für 2h bezahlt hatten! Naja anscheinend haben wir gute Chancen nicht blechen zu müssen, wenn wir mit den Behörden reden und ihnen nahebringen, dass wir arme Backpacker sind die das nicht gewusst haben. Mal schauen ob das klappt. Danach ging es eigentlich auch nur noch auf einen Campingplatz kurz vor Byron Bay.

Mit gutem Wetter eingeschlafen und mit Regen aufgewacht… Zum Glück sollte es der letzte Tag sein für die nächste Zeit an dem es regnen sollte! Mein Ursprünglicher Plan war es, einfach den ganzen Tag im Zelt zu bleiben und mich erst dann raus zu bewegen, wenn es aufhören würde zu regnen! Bis auf Jonas, Angie und mir waren auch bereits alle anderen unterwegs um zu Waschen oder irgendwas anderes zu erledigen. So gegen 11 Uhr hatte mich dann aber Jonas angerufen. Ja er lag einfach unter mir im Auto aber wir wollten einfach nicht wieder raus ins scheiß Wetter! Nach einer kurzen Krisenbesprechung haben wir uns dann aber aufgerafft und fix alles eingeräumt. Es ging nach Byron Bay, denn Jonas wollte in ein Hostel! Der Plan für die nächsten Tage war Ursprünglich, dass wir alle zusammen in ein Hostel gehen für drei Nächte, aber wir mussten noch eine Nacht überbrücken. Gesagt getan haben wir also alles eingeräumt und sind in die City gefahren. Auf der Fahrt passierte dann was richtig geiles!!! Ich hatte im AirBnB ja einen Ad gepostet bezüglich Arbeitssuche und hab in der Zwischenzeit auch schon ein paar Angebote bekommen. Das jetzige hat aber nochmal alle bisherigen um einiges getoppt! Dave, ein Farmer von einer Cattle Farm (Rinderfarm) suchte noch nach Leuten. Alles in allem ein wahnsinnig gutes Angebot, denn ich würde 26 Dollar die Stunde bekommen, auf der Farm leben und bekocht werden (Unterkunft für 200 Dollar die Woche) und eine Arbeitswoche bestünde aus fünf Arbeitstagen á 10-12h Arbeit pro Tag. Das geile ist zusätzlich, dass ich ab der 46. Wochenstunde 39 Dollar die Stunde bekomme! Nach kurzem überlegen habe ich dann auch gleich zugesagt und freue mich jetzt wahnsinnig auf die Zeit auf der Farm! Hoffentlich gibt es täglich auch mehr Arbeit als 10 Stunden, damit schön viel Geld rein kommt und ich so viel wie möglich lernen und mitnehmen kann! Starten werde ich zusammen mit Angie, die dort auch noch einen Job ergattern konnte am 1. November! Idealerweise möchte ich dann 10 Wochen - also bis Mitte Januar - dort bleiben. Zumindest ist das der Plan! Total Happy über die Tatsache, dass ich einfach einen richtig geilen Job gefunden hatte ging es erstmal zu einem Italiener zum essen! Viel stand an dem Tag nicht mehr auf dem Programm außer dem Regen zu entfliehen und die ganze Zeit in Jonas Hostel zu Chillen, bevor es gegen Nachmittag wieder auf den kostenlosen Campingplatz ging.

Ein ziemlich langer Blogeintrag nähert sich dem Ende… Zeit um noch ein bisschen auf das kommende einzugehen! Die nächsten Tage verbrachten wir in Byron Bay surfend und am Strand liegend. Es war eine richtig geile Zeit mit unserer großen Truppe bevor es für uns alle in unterschiedliche Richtungen weiter ging… Genaueres kommt dann aber im nächsten Eintrag, der planmäßig noch vor dem 1. November kommen wird! (bin leider etwas hinterher, da so viel auf dem Programm stand und ich die Leute nicht so lange warten lassen wollte bis ich den Blog fertig hatte)! Ich weiß nicht sicher, ob ich auf der Farm Internet haben werde, versuche jedoch euch regelmäßig auf dem laufenden zu halten!
Ich möchte mich auf jeden Fall aber noch für das positive Feedback bedanken, welches von vielen Seiten auf mich einprasselt bezüglich des Blogs! Es freut mich sehr zu hören, dass viele von euch ihn gerne lesen!!

 

Vielen vielen Dank,
euer Sebi

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