Sebi on Tour

eine lang erwartete Reise

 
19November
2017

Die ersten Wochen auf der Farm!!!

Der Tag, an dem es zur Farm gehen sollte war mit diesem gekommen! Ich hatte auf einem kostenlosen Campingplatz etwas unterhalb von Brisbane geschlafen und sprang direkt aus dem Zelt, baute dieses schnell zusammen und fuhr los in Richtung Brisbane Flughafen. Dort hab ich Angie eingesammelt und der erste Stopp war ein Einkaufszentrum, denn wir brauchten beide noch Arbeitsklamotten. Also nix wie rein in den K-Mart. Arbeitsschuhe, Socken, eine kurze Arbeitshose + T-Shirt und ein Strohhut waren dann auch schnell in der Tasche. Danach musste ich aber erstmal ganz dringend was frühstücken. Vier Sandwiches später ging es meinem frisch gefüllten Magen auch wieder besser und wir sind weiter zu Bunnings. Dave hatte uns empfohlen eine 4L Wasserflasche mitzubringen und die fanden wir dann auch bei Bunnings. Mit allem, was wir brauchten im Gepäck, ging es zum Auto und ab in Richtung Farm! Gute drei Stunden später waren wir dann angekommen und wurden am Büro bereits erwartet! Erstmal haben wir einen Stapel Blätter in die Hand gedrückt bekommen und wurden dann von Shawn (Supervisor) zu unserer Unterkunft für die nächste Zeit gebracht. Dort sollten wir dann den ganzen Papierkram erledigen und danach bescheid geben, damit er nochmal vorbei kommt und es mit uns nochmals durchgeht. Erst aber kurz zu der Unterkunft an sich!! Es ist der HAMMER welchen Luxus wir hier haben!! Wir wohnen in Containern und jeder hat sein eigenes Zimmer inklusive Bad mit Klo und Dusche! Richtig nice! Außerdem haben wir im Zimmer noch einen Schrank, Schreibtisch, Regal, Nachtkästchen, natürlich ein Bett und sogar ein Fernseher. Die Container sind in einer U-Form hergerichtet und es gibt ein großes Haus, welches die Küche und den Waschraum beinhaltet. Wie von Shawn aufgetragen ging es also recht zügig an den Papierkram und wir kämpften uns durch so manchen Mist, haben es aber letztendlich gut hinbekommen. Im abschließenden Gespräch mit ihm merkten wir dann auch gleich, dass alles Strenge, was in dem Theoretischen Teil stand eigentlich gar nicht so streng war und das erleichterte uns schon ziemlich! Als Shawn dann weg war konnten wir endlich unser neues Zuhause einräumen und ich muss mir auf jeden Fall noch ein paar Deko-Ideen einfallen lassen! Angie und ich hatten schon seit geraumer Zeit ziemlichen Hunger also sind wir genau um halb 7 zur Essenszeit rüber zur Küche und haben ein wahnsinnig gutes Abendessen bekommen! Es gab Nan Brot mit Reis, Süßkartoffel, Bohnen und zwei verschiedene Currys! Es war sooooo lecker und danach gab es auch noch einen Muffin und Eis zum Nachtisch! Die nächsten Wochen/Monate scheinen also kulinarisch richtig richtig gut zu werden! Nachdem wir gegessen hatten, sind wir auch wieder zurück in unsere Hütten und haben noch fertig alles eingeräumt bevor es für mich nach einer Folge von ner Serie auch schon schlafen ging, denn unser erster Arbeitstag begann bereits um 6 Uhr in der früh!!! Die Vorfreude, dass es Endich los geht ist riesig und ich konnte es kaum erwarten!

Die erste Nacht war richtig gut! Habe gute 8 Stunden geschlafen und dementsprechend fit war ich, trotz der frühen Zeit (um 5 klingelte der Wecker)! Dann ging es aber auch erstmal in die Küche zum frühstücken. Die Auswahl ist der HAMMER! Schön entspannt hab ich dann erstmal gefrühstückt und mir anschließend mein Lunch hergerichtet. Jeder muss sein Lunch selber herrichten und mitnehmen. Die Auswahl dafür ist aber auch richtig gut! Es gibt sogar Burger, die man sich dann beim Mittagessen in ner Mikrowelle warm machen kann und natürlich hab ich mir gleich nen Cheeseburger mitgenommen (der schmeckte übrigens überragend)!!! Als wir dann alles hergerichtet hatten, ging es ab zum Feedlot bzw. zu unserer Arbeitsfarm. Vor Ort trafen wir dann erstmal Shawn und er brachte uns zu unserer ersten Arbeit. Wir sollten die Wasserbehälter (Troughs) der Rinder säubern. Den ersten machte er noch mit uns zusammen aber dann hatten wir jeder eine „Row“, bedeutet, die Rinder sind in Boxen und die Boxen stehen in mehreren Reihen nebeneinander. Letztendlich hat jeder ca. 11 Boxen vor sich in denen jeweils zwei Wasserbehälter standen. Solange ich außerhalb der Box war, hatte ich überhaupt kein Problem, aber als ich dann das erste mal, GANZ ALLEINE, zu 100+ Rindern rein musste wurde mir etwas anders… Ich bin auch zwei mal über den Zaun geflohen, weil die Viecher nicht das machen wollten was ich wollte! Nach Box eins habe ich dann zwei Reiter, die vorbei gekommen sind gefragt ob sie ein paar Tipps für mich hätten und sie meinten, ich solle einfach Stampfen, mit den Armen wedeln und laut HEY oder HO rufen. Zuerst hab ich gedacht die verarschen mich aber das funktioniert richtig gut! Ab Box 3 hatte ich die Herden auch gut unter Kontrolle und konnte in Ruhe die Troughs säubern (musste vielleicht hin und wieder ein paar neugierige Rinder zurückscheuchen, denn ich hab gerne einen gesunden Sicherheitsabstand zu denen)! Auf jeden Fall hatten wir nach den beiden Reihen noch zwei weitere vor uns. Für jede „row“ brauchten wir etwa zwei Stunden (keine Ahnung ob das schnell oder langsam ist) aber es hat schon gepasst und dann ging es auch schon zum lunch. Während des Mittagessens haben wir uns dann mit drei anderen Arbeitern unterhalten und ich habe den Burger vollends genossen! Nach 45 Minuten Pause ging es dann weiter mit arbeiten! Eigentlich hatte Shawn mit uns am Nachmittag vor, ein Workshop oder ein Training zu machen aber da er über die Mittagszeit extrem viel zu tun hatte und danach anscheinend auch, wurde daraus leider nichts und wir sind zu weiteren zwei Reihen gestapft und haben die Troughs gesäubert! Auf den beiden Reihen haben wir dann auch zwei weniger schöne Erlebnisse gehabt. Denn wir hatten zwei Todesfälle zu beklagen! Ein erwachsenes Rind und ein kleines Kalb lagen einfach so tot in ihrer Box… Wie das Kalb zu lauter Rindern rein kommt wissen wir nicht aber es sah auch bisschen so aus als wäre es vor kurzem erst geboren worden also hätte es eh keine guten Voraussetzungen gehabt! Als wir dann die zwei Lines fertig hatten wurden wir auf einen kleinen Hügel gerufen. Dort kommen alle Rinder rein, die von oder auf Lastwägen ge- oder abgeladen werden. Dort oben werden sie dann markiert und danach von Reitern in die zugehörige Box getrieben. Dort oben sollten wir aber nur bisschen was sauber machen und im Anschluss zu den Pferden runter gehen. Bei den Pferden angekommen warteten wir anschließend eine halbe Stunde bevor wir Shawn anfunkten und fragten, ob er noch einen Job für uns hätte. Da es nichts mehr für uns zu tun gab, sind wir zurück zum Büro und haben uns ausgeheckt. genau 10 Stunden hatten wir an dem Tag gearbeitet und das war schonmal gut! Wir wollen immer mindestens 10 Stunden Arbeiten, damit wir so schnell wie möglich in die 39 Dollar Bezahlung (bekommen wir ab der 46. Arbeitsstunde in der Woche) rutschen. Zurück in der Unterkunft wurde dann erstmal lange und ausführlich geduscht und danach eigentlich nur noch relaxt. Um 18:30 gab es dann auch schon Dinner (Steak oder Pute mit Beilagen) und danach bin ich eigentlich auch nur noch ins Bett, hab ne Folge von meiner Serie geschaut und bin dann auch schon recht schnell eingeschlafen, denn der nächste Tag sollte nicht weniger aufregend werden wir der erste!

Vorher:   Nachher: 

Als ich so gegen halb 2 in der früh aufwachte, wäre ich beinahe komplett ausgerastet! Es war wieder total kalt im Zimmer und das obwohl ich mir sicher war, die Heizung angestellt zu haben… Da ich aber am Abend extrem müde und fertig war, hab ich wohl die beiden Zeichen nicht richtig unterschieden und so hatte ich die Klimaanlage an anstatt der Heizung! Naja jetzt war es halt kalt und dagegen konnte ich in der Situation eh nix machen außer dann endlich die Heizung anzumachen. Um kurz vor fünf klingelte dann der finale Wecker. Mir ging es erstaunlicherweise ziemlich gut! Dachte zuerst, dass ich mich überhaupt nicht mehr bewegen können würde aber außer etwas Muskelkater ging es mir echt gut! Ab also zum Frühstücken und Lunch herrichten! Als das gemacht war, ging es auch schon ab zur Farm und wir checkten uns sogar schon 5 Minuten vor 6 ein (Fünf Minuten mehr für die guten)! Der Vormittag lief genauso ab, wie der erste… wir haben vier Reihen zugewiesen bekommen und mussten dann eine nach der anderen säubern (bzw. nur die Troughs)! Ziemlich öde und jeder, der an dir vorbei kommt fragt nur ironisch ob es Spaß macht aber das gehört halt dazu und durch die Arbeit kommt man recht gut in den Tag muss ich sagen. 5,5h später war es dann auch endlich geschafft und wir waren fix und fertig! Die Näpfe waren einfach so extrem verdreckt, dass wir ewig für jedes einzelne gebraucht haben um es gut sauber zu bekommen! Nach dem Lunch sollte es aber so richtig los gehen! Zuerst sollten wir kurz ins Head-Office und irgendwas bezüglich unseres Tax ausfüllen aber da stellte sich raus, dass wir es bereits ausgefüllt hatten und so ging es für uns zu Harry! Harry ist, wie auch alle anderen auf der Farm richtig cool drauf! Es war Schluss mit Näpfe säubern, denn jetzt waren wir im richtigen Farmleben tätig! Wir waren in einer großen Halle, in der auf beiden Seiten eine Schleuse ist, durch die die Rinder getrieben werden. Am Ende davon wird jedes kurz gestoppt und auf der einen Seite mit Ohrmarken versehen, während die Rinder auf der anderen Seite nur gewogen werden (ob sie inzwischen Fett genug für den Schlachter sind). Auf der Seite, auf der markiert wird, kommen also alle neuen Rinder rein um sie nach Gewicht zu sortieren und sie dementsprechend in eine Box zu stecken. Ziemlich krass, dass die Leute hier an der Station zum wiegen an einem normalen Tag bis zu 800 Rinder durchschleusen… und das von 6 bis 10 Uhr! Dazu muss ich aber auch sagen, dass meistens 2-3 an der Station arbeiten. Einer ist außerhalb der Halle und treibt aus einem riesigen Gehege immer so zwischen 6 und 12 Rinder in ein kleines Vorgehege. Das wird auch noch auf mich zukommen! Ziemlich komisch in ein enges Gehege, vollgestopft mit Rindern rein zu gehen und sich die ersten 6-12 rauszupicken und diese dann in das kleine Vorgehege zu treiben! Dort angekommen treibt man sie dann weiter in den Gang vor die Waage. Sobald sie in dem Gang sind holt der eine dann gleich die nächste Fuhre. Wenn an der Station zu dritt gearbeitet wird, gibt es noch eine Person außerhalb des Ganges, der sich darum kümmert, dass die Rinder nicht stehen bleiben, sondern zügig auf die Waage gehen! Man muss dazu sagen, dass Rinder wahnsinnige Hosenscheißer sind!! Naja und die klügsten sind sie auch nicht gerade! Dann gibt es noch einen an der Waage, der immer ein kleines Tor öffnet um ein Rind rein zu lassen und es dann wieder schließt sobald eines drinnen ist. Kurze Zeit später, wenn das Gewicht bekannt ist, wird das Rind wieder raus gelassen und in eine andere Box geleitet. Ich hab die ersten beiden Positionen bereits machen dürfen und es war richtig geil!!! Zuerst stand ich eigentlich nur dumm rum, weil die anderen Beiden Jungs total gut eingespielt waren und die Rinder eigentlich so gut wie alles von alleine machten. Aber mit der Zeit ist dann auch mal eines stehen geblieben und so konnte ich auch immer mehr machen. Nach einiger Zeit hat mich Harry dann mal mit raus genommen und hat mir gezeigt, wie man die Grüppchen in den Vorraum bekommt. Zum jetzigen Zeitpunkt würde ich es mir Safe noch nicht alleine zutrauen (zu groß ist noch der Respekt vor den 400KG+ Viechern), aber ich denke, dass ich nächste Woche die ersten male so zu 100% mit anpacken kann! Harry war auch noch für die Trucker bzw. für die neu ankommenden Rinder zuständig also hat er mich direkt mitgenommen und mir erklärt, wie sie das immer machen. Die Trucker machen eigentlich so gut wie alles selber! Wir müssen nur die richtigen Gates öffnen um die Frischlinge direkt in die richtige Box laufen zu lassen. Außerdem wird jedes einzelne Rind doppelt gezählt. Einmal durch einen Sensor an einem Tor durch das sie müssen und andererseits durch eine Person, die zur Sicherheit auch nochmal mitzählt, sollte die Maschine einen Fehler machen. Sollten unterschiedliche Summen raus kommen nehmen wir übrigens immer die von der Person! Joa das ganze haben wir dann bis ca. 17:30 (also 5h) gemacht und anschließend durfte ich dann noch einige „Mobs“ also Herden treiben. Zu Beginn ritt Amanda mit dem Pferd vor und ich trieb die Herde hinter ihr her und kümmerte mich darum, dass keines stehen bleibt oder ausbüxt. Mit Amanda hab ich dann 3 Mobs getrieben und danach noch mit Alex weitere zwei. Dann war es auch schon 19:00 Uhr und ich war nach 13h Arbeit fix und fertig! Aber auch extrem glücklich und dankbar für die neuen Erkenntnisse! Ab zum Abendessen, welches wieder mal riiiiiiiiiiichtig gut war und danach ging es noch an den Laptop zum Blog schreiben. Als das dann geschafft war ging es auch schon schnellstmöglich ins Bett. Ein paar Seiten von meinem Buch hab ich dann noch geschafft und dann ging es auch schon voller Vorfreude auf den nächsten Tag ins Land der Träume!

 "Pistolen" zum Taggen:
 
Spritze + Arbeitsplatz am Kopf:
 
Computer + vorderste Box:
  
Warteschlange:

 Hinterer Bereich, wo die Rinder rein getrieben werden:

Der Tag begann wie gewohnt um kurz vor 5! Angie ist immer fürs Waschen und trocknen am Abend zuständig und ich hole das Zeug dann am morgen und verteile es auf unsere zwei Zimmer, da ich früher aufstehe. Als sie dann auch ihre Klamotten hatte, ging es zum frühstücken und Lunch vorbereiten. Als das dann alles geschehen war, ging es auch schon ab auf den Feedlot. Unsere erste Aufgabe waren wieder mal zweieinhalb Reihen säubern, was aber echt voll klar ging, weil diese echt nicht sonderlich dreckig waren! Inzwischen haben wir übrigens jede Reihe einmal gesäubert! Die letzten haben wir dann bereits ein zweites mal sauber gemacht und wenn wir so regelmäßig alles sauber machen müssen ist es echt kein Akt, da es nicht sonderlich schmutzig wird nach ein paar Tagen. Als wir das dann geschafft hatten, wurden wir von Harry abgefangen. Es ging mit ihm zusammen ins Hospital! Nicht in eines für Menschen, sondern eines für Rinder und es war wahnsinnig interessant und cool dort ein paar Stunden zu arbeiten!!!! Nur Harry, Angie und ich! Jeder hatte seine eigene Aufgabe und auch die volle Verantwortung dafür! Natürlich hat Harry noch bisschen drüber geschaut aber hauptsächlich haben wir unsere Aufgaben selbstständig erledigt. Angie ist Harry gegenüber, am Kopf des Rindes gestanden und hat den ihnen neue „Tags“ (Ohrmarkierungen) verpasst, wenn sie welche gebraucht haben. Harry hat die Maschine bedient und die Rinder abgecheckt. Hin und wieder bekamen welche Spritzen. Bei zweien musste sogar eine Eiternde Wunde durch Nadeln geöffnet werden und die ganze Suppe raus gedrückt werden. Meine Aufgabe war es hauptsächlich, neue Rinder in die Maschine zu treiben wenn wieder genügend Platz war. Dazu musste ich immer von einer größeren Gruppe 4/5 Rinder abkapseln und in einen Vorbereich treiben. Dort wurden sie dann in die „Warteschleife“ geschickt, bis sie letztendlich bei Harry und Angie ankamen, die sich dann jedes einzelne angeschaut haben (natürlich hab ich auch mit drüber geschaut). Wie schon gesagt, hat es wahnsinnig viel Spaß gemacht und wir hoffen, noch oft mit Harry ins Hospital gehen zu können! Als alle Kranken oder verletzten Rinder abgefertigt waren, haben wir etwas begonnen zu säubern. Ganz fertig sind wir nicht mehr geworden und Harry schickte uns dann schonmal zum Lunch. Nach diesem sind wir dann wieder zurück zum Hospital und haben es fertig sauber gemacht bevor es in die große Halle (Induction-Shed) auf dem Hügel ging. Dort oben wurde ein Rind nach dem anderen markiert und Sortiert. Das alles in perfektem Teamwork und ich hoffe, dass wir in ein bis zwei Wochen auch voll mit von der Partie sind! Auf jeden Fall sind wir auf einem guten Weg und bekamen bis jetzt nur sehr positives Feedback (sind wohl um längen besser als die letzten Backpacker und das nach nur drei Tagen)! Shawn zeigte uns noch einiges bezüglich der Arbeit, die ich bereits im Hospital gemacht hatte und gab ein paar Tipps dazu. Da dann aber bisschen was schief gegangen ist an der anderen Station, waren alle beschäftigt und wir hatten irgendwie nichts mehr zu tun also gingen wir ein Stationsauto waschen. Ist jetzt nicht die geilste Arbeit aber wir hatten viel Spaß mit Wasserschlauch und Hochdruckreiniger! Außerdem ist alles besser als vor 10h Arbeit aufzuhören! Nachdem das Auto dann sauber war fuhren wir zurück zum Induction-Shed. Dort säuberten wir noch eine der beiden Stationen an der kein Betrieb mehr war und hatten danach Feierabend. Gute 12h hatten wir wieder gearbeitet und wir fuhren zufrieden aber müde zurück ins Camp. Fix duschen und danach ab zum essen, welches wieder mal richtig lecker gewesen ist! Danach mussten wir uns aber auch beeilen zurück ins Zimmer zu kommen, denn die nächsten Freitage und Samstage kommt immer ein Harry Potter und die wollen wir wenns geht natürlich alle sehen! Bin dann aber nach 20 Minuten ca. eingeschlafen und somit war der Tag vorbei.

 

Es war Samstag und somit unser erster freier Tag. Nach einem sehr sehr entspannten und langem Frühstück bin ich wieder ins Bett, hab noch bisschen gelesen und Musik gehört und gewartet bis Angie fertig war. Denn wir sind dann noch in die nächste Stadt gefahren um bisschen was zum Snacken etc. einzukaufen. Eine gute Stunde später sind wir dann auch schon in Dalby gewesen und ich muss schon sagen, dass es größer war als gedacht. Erstmal ging es zu Mägges, denn wir wollten auch noch einige Serien und/oder Filme runterladen. Als das WLAN dort aber nix mehr getaugt hat (glaube wir haben es komplett ausgesaugt), sind wir weiter in die Einkaufsstraße. Angie wollte unbedingt ein langärmliches Hemd und eine Jeans, konnte aber leider nichts finden, also ging es zum Snacks besorgen. Als wir dann alles hatten sind wir noch schnell tanken gefahren und danach wieder zurück ins Camp. Endlich ist mein Kühlschrank voll, wenn auch nur mit Süßem und Dips. Mehr brauchen wir aber nicht, denn wir bekommen ja alles andere aus der Küche! Recht viel mehr stand nicht mehr auf dem Programm. Einfach entspannen, die Blasen, welche ich an beiden großen Zehen und an den Versen habe versorgen und dann noch Abendessen. Außerdem musste ich natürlich auch noch den zweiten Harry Potter schauen. Am Sonntag wird auch nicht sonderlich viel passieren, denn wir hatten frei und sollte nichts krassen passieren gehts gleich weiter mit Montag.

 

Am Sonntag stand nichts mehr auf dem Programm außer Chillen und entspannen! Ich werde zukünftig auch nicht mehr jeden Tag protokollieren, denn wir haben jetzt langsam aber sicher eine Routine und diese jedes mal abzutippen würde den ganzen Eintrag nur unnötig in die Länge ziehen! Also werde ich jetzt noch den heutigen Montag (06.11.2017) schreiben und dann nur noch die Tage festhalten, an denen etwas neues oder etwas besonderes passiert ist (hoffentlich jeden weiteren Tag)!

 

Montag, 06.11.2017:

Der Wecker klingelte nach den ersten freien Tagen mal wieder um kurz vor 5 und es war richtig beschissenes Wetter!!! Es regnete und ziemlich starken Wind hatten wir auch noch… Erstmal in die Küche stapfen, frühstücken und hoffen, dass der Regen schnell wieder aufhört! Als ich dann schon so gut wie fertig war und mein Lunch auch noch fast gepackt war, platze Angie in die Küche und schrie nur, was das denn für ein beschissenes Wetter sei!! Recht hatte sie aber das hilft ja nix! Ich bin froh, dass wir auch bei scheiß Wetter arbeiten werden und können, denn auf vielen Fruitpicking-Farmen wird bei Regen nicht gearbeitet (bedeutet also auch kein Geld und darauf hab ich ja mal überhaupt kein Bock)!!! Also ab in etwas wärmere Klamotten und rüber auf die Farm! Dort angekommen standen erstmal die Troughs auf dem Programm! Wir sind ab diesem Tag für sie verantwortlich (worauf ich auch verzichten könnte…) aber dadurch vergeht der Vormittag recht schnell und nach dem Lunch geht es dann auch wieder in den Shed auf dem Hügel zur geileren Arbeit! Wir werden langsam aber sicher immer mehr eingespannt. Für alle, die sonst noch dort arbeiten ist es natürlich beschissen, dass alle paar Stunden der Strom für ne halbe Stunde ca. ausfällt aber wir zwei sind dann immer ganz entspannt, setzen uns hin und warten einfach ab wieviel Zeit vergeht in der wir fürs nichtstun bezahlt werden! Unterm Strich ist es uns aber natürlich auch lieber wenn viel los ist, denn so vergeht die Zeit um einiges schneller… Ein bisschen in den Pausen mit den Australiern zu quatschen ist aber auch sehr hilfreich, denn so wird das Englisch endlich besser! Nachdem dann das vierte mal der Strom ausgefallen ist und wir gerade eh eine ganze Herde abgefertigt hatten, kam Shawn zu uns und hat uns nach hause geschickt bzw. uns frei für den restlichen Tag gegeben. 15 Minuten waren es aber noch, die wir überbrücken mussten, denn wir wollten die 11,5h voll bekommen! Also haben wir erstmal gaaaaanz entspannt die Bürsten etc., die wir zum reinigen der Troughs brauchen weggebracht und danach ging es noch ganz entspannt aufs Klo. Da das aber zeitlich immer noch nicht gereicht hatte, haben wir uns noch dazu entschieden im Büro uns einen Stift und ein Blatt Papier zu besorgen um noch unseren/einen Trough-Plan aufzustellen! Als das dann getan war, sind wir auch endlich bei den 11,5h angekommen gewesen und so konnten wir uns guten Gewissens ausloggen. Viel stand dann an dem Tag nicht mehr auf dem Programm! Es Gewitterte noch ziemlich also haben wir nur noch gegessen, was wieder mal richtig lecker war und ich bin dann nur noch aufs Zimmer, hab den Blog bisschen weiter geschrieben und danach ging es auch schon ins Bett. Mal schauen in wieviel Tagen die nächste hochwertige Neuigkeit kommt, die hier verewigt werden wird.

 

Mittwoch, 08.11.2017

Sonderlich lange hat es nicht gedauert, bis die Routine auf den Kopf gestellt wurde! Am heutigen Mittwoch hatten wir das erste mal keine Bürste in der Hand und es war der Hammer!!! Seit dem Vortag sind wir sogar auf dem Day-Sheet mit drauf und waren heute den ganzen Tag im Induction-Shed eingeteilt! Meine Aufgabe war es eigentlich den ganzen Tag, Rinder von der Herde (Mob) abzutrennen und dann in die Anlage zu treiben. Am Anfang des Tages haben wir dann Verstärkung bzw. besuch vom „Rinder-Flüsterer“ bekommen! Ich weiß seinen Namen leider nicht mehr aber der Typ war echt überragend! Der hat einfach ohne irgendeinen Ton und nur durch Blickkontakt und lockere Fingerzeichen alles von den Viechern bekommen was er wollte! Bzw. die Rinder taten einfach ganz entspannt was er wollte! Er hat uns innerhalb von ca. einer Stunde wahnsinnig viele Informationen und Tipps gegeben und als er dann wieder weg war, ging das ganze auch viel viel einfacher! Ein Mob nach dem anderen wurde dann also Stück für Stück durchgeschleust! Eine super coole Erfahrung und ich hoffe, dass ich öfters dort oben den ganzen Tag verbringen kann anstatt 6h vom Tag an den Watertroughs zu stehen und diese zu säubern… Zusätzlich zum Eintreiben der Rinder habe ich auch noch einen Crashkurs im Tags verteilen bekommen. Jedes Rind, welches neu auf den Feedlot kommt bekommt eine individuelle Nummer ins linke Ohr und eine bestimmte Farbe je nach Gewicht ins andere. Dazu bekommt jedes Rind eine Impfung. Das Team besteht also aus einem, der die Rinder rein treibt, einem der die Impfung und die farbigen Tags rein macht, einen, der die Individuellen Tags in die Ohren jagt und einen, der am Computer sitzt und alles protokolliert, sowie bescheid gibt, welche Farbe das jeweilige Rind bekommt. Hört sich ziemlich kompliziert an, ist aber echt cooles Teamwork und wir geben alles, so schnell wie möglich ein Teil davon zu werden! Hoffentlich kann ich die Tage auch mal etwas mehr Tags verteilen! Ist ne echt coole Arbeit! Der restliche Tag bestand dann darin, einen Mob nach dem anderen abzufertigen und danach mussten wir noch die Anlage sauber machen. Danach hatten wir den Tag nach knappen 12h auch wieder mal geschafft und es ging zurück ins Camp. Lecker Abendessen gab es natürlich auch und danach ging es auch gleich wieder ins Bett, damit am nachten Tag die Kraftreserven wieder voll sind!

 

Freitag, 10.11.2017

Nachdem ich wieder mal um 20:30 ins Reich der Träume viel, bin ich nach einer entspannenden Nacht um kurz vor fünf aufgewacht und habe mich ab zum Frühstück gemacht. Es war der letzte Arbeitstag der Woche und wir hatten bereits am gestrigen Donnerstag unsere 45h voll gemacht. D.h. wir arbeiteten an diesem Freitag für 39 Dollar die Stunde! Wir wollten also mindestens zehn Stunden arbeiten, was wir schlussendlich auch geschafft haben! Der Tag war echt richtig geil! Wir waren wieder in der Induction eingeteilt und waren auch die ganze Zeit dort oben. Auf dem Day-sheet stand, dass wir 800 Rinder vor uns hatten und ich war zu Beginn ziemlich gespannt, wieviele wir schaffen würden. Am Ende haben wir aber sogar 1000 abgefertigt und ich hatte auch die ganze Zeit eine Vollwertige Rolle im Team! Begonnen habe ich mit dem eintreiben der Rinder. Langsam aber sicher weicht auch noch das letzte Stückchen Angst und immer mehr Souveränität schlecht sich ein. Nur noch wenige Gruppen an Rindern schaffen es wieder an mir vorbei und es ist schön zu sehen, dass die Viecher das machen, was ich möchte! Nach zwei Mobs (Herden) durfte ich dann aber auch für eine längere Zeit an den „Kopf“. Noch nie zuvor durfte ein Backpacker an den Kopf und Tags in die Ohren jagen. Die Arbeit dort taugt mir sogar noch mehr als das eintreiben! Man steht immer zu zweit am Kopf. Einer ist dafür verantwortlich den individuellen Tag ins linke Ohr zu platzieren und der andere (ich in diesem Fall) bekommt von der Person am Computer gesagt, welche Farbe in das rechte Ohr kommt. Zusätzlich muss meine Position noch die Impfung verpassen und die Zähne kontrollieren. Bei den Zähnen geht es darum, dass protokolliert wird, ob das Rind ein sogenanntes Zweizähne-Gebiss hat oder normale Milchzähne hat. Die Aufgabe mit den Zähnen hat für mich aber Tom, der auf der anderen Seite stand übernommen und hat mir die verschiedenen Unterschiede gezeigt! Am Anfang sind ein paar Tags noch nicht zu 100% rein gegangen aber nach ein paar Minuten lief es dann auch schon wie am Schnürchen und es machte einfach richtig Spaß! Jeder hat seine Rolle! Einer treibt ein, einer am PC, einer bedient die Maschine (öffnet und schließt die Türen) und zwei vorne am Kopf und alle arbeiten mehr oder weniger wie ein einziger Organismus! Oft ist es auch so, dass noch eine Person an der „Warteschlange“ steht und die Rinder, die nicht weiter wollen vorantreibt. Bis zur Mittagspause haben wir dann bereits 600 der 800 geplanten Rinder durchgeschleust und nach dem Lunch ging es dann an die letzten 200 + weitere 200 weil wir so gut in der Zeit waren. Danach wurde nur noch sauber gemacht, wofür wir uns ziemlich viel Zeit gelassen haben. Nicht, weil wir faul sind, sondern eher weil wir die 10h voll haben wollten! Also haben wir noch gaaaanz gründlich und nicht im schnellsten Tempo alles sauber gemacht und sind danach ganz entspannt Richtung Check-out gefahren. „Leider“ mussten wir beide nochmal gaaaanz dringend auf die Toilette und somit hatten wir am Ende 10,5h gearbeitet als wir uns ausloggten. Wir sprachen dann auch noch kurz mit Dave, unserem Chef ob wir vielleicht auch immer wieder mal am Wochenende arbeiten könnten. Leider ist das nicht im Budget aber sollte Not am Mann sein bekommen wir bescheid und dann können wir auch am Wochenende mal arbeiten. Schließlich ging es dann zurück ins Camp und wir saßen vorm Dinner noch mit Alex, Elle, Jess, Codie und Ryan zusammen und haben bisschen gequatscht. Die Leute sind echt alle richtig cool drauf und langsam versteht man immer mehr von dem was sie sagen obwohl einige schon einen ziemlichen Dialekt haben… Außerdem sind alle in unserem Alter! Also zwischen 20 und 25 (außer Codie, der ist erst 18)! Nach dem Abendessen stand dann aber auch nicht mehr viel auf dem Programm außer bei Harry Potter mal wieder nach  ner halben Stunde einzuschlafen.

 

Samstag, 11.11.2017

Heute ging es spontanerweise nochmal in die Stadt! Mein Auto hat mal wieder einen Service nötig und ich hab einen Termin für nächsten Samstag ausgemacht. Außerdem hab ich noch Bier gebraucht und ein paar andere Sachen, wie z.B. ein Wäschekorb, Duftbäume fürs Auto, Shampoo und ein paar Snacks wurden auch noch besorgt. In der kleinen Stadt gibt es auch einen „Supercheap Auto“. Da drinnen könnte ich all mein Geld lassen und durch die gute Bezahlung hier habe ich am Ende wohl um die 1000 Dollar zur freien Verfügung um mir noch ein paar neue Sachen für die Westküste zu gönnen! Dazu wird unter anderem ein Jump-Starter, neue Sitzbezüge und eine Benzinkanisterhalterung incl. Kanister gehören! Auch einen zweiten Ersatzreifen und noch ein paar andere Sachen werden dazu kommen aber dazu wird dann noch mehr kommen wenn ich es final in der Tasche bzw. im/am Auto habe. Nächste Woche steht dann also erstmal der Service an und während ich auf mein Auto warte, werde ich diesen Blogeintrag hochladen. Unsere Pläne bezüglich Weihnachten und Sylvester stehen inzwischen auch schon! Wir werden Weihnachten in Byron Bay verbringen und Sylvester in Surfers Paradise! Wird sicher riiiichtig geil und ich freue mich auch schon wahnsinnig drauf (an Sylvester in Surfers Paradise soll es eine einzige riesige Party am Strand sein)!!! Das ganze wird dann Anfang Januar in einem gemeinsamen Eintrag kommen! Joa und dann werden es auch schon die letzten paar Wochen auf der Farm sein bevor es fix rüber zur Westküste geht und bevor meine Family vorbei kommt! Wahnsinn wie schnell die Zeit vergeht und wieviel ich währenddessen erlebt habe!

 

Donnerstag, 16.11.2017

Die Zeit vergeht viel zu schnell! Jetzt bin ich schon seit über zwei Wochen hier am arbeiten! Inzwischen sind wir beide auch schon fest integriert im Induction-Shed und die Arbeit macht einfach Tag für Tag mehr Spaß, weil man immer sicherer und besser wird! Heute stand einiges neues auf dem Programm! Das erste war die Zeit, zu der wir begonnen haben… Da die letzten Tage extrem viele Rinder angekommen waren, mussten wir bereits um 5 in der früh beginnen. D.h. der Wecker ging um viertel vor vier!!! Ziemlich früh aber dafür ist die Chance, dass man eine Stunde länger bezahlt wird (bzw. die 10h lockerer schafft) ziemlich groß! Wir sollten an diesem Tag über 1000 Rinder durchschleusen und markieren. Das ist ne ganz schöne Hausmarke und wir fingen auch sehr zügig mit dem ersten Mob an, welcher 400 Rinder fasste. nach ca. 300 kam dann aber einer (weiß leider seinen Namen nicht…) und nahm mich mit zum Camp! Es sollen in nächster Zeit 200 Bäume, Sträucher und Blumen gepflanzt werden. Grundsätzlich ziemlich komisch, dass ich aus dem Shed geholt wurde um ein paar Bäume zu pflanzen, erst recht, da wir so viel zu erledigen haben aber naja ich hab mich gefreut mal wieder was neues zu machen! Zuerst ging es zum Haus von Dave und seiner Frau um Spaten zu holen. Die haben auch zwei total süße. aber auch sehr dicke Hunde mit denen ich erstmal ne Runde kuscheln musste (meine Sammy fehlt mir schon ziemlich)! Als wir dann alles hatten ging es auch schon zum Camp und da standen die ganzen Pflanzen… Bisschen fehl am Platz hab ich mich schon gefühlt, da ich eines ganz bestimmt nicht habe… Einen grünen Daumen!!! Aber naja vielleicht wird das ja noch aber ich glaube es erst, wenn ich die gepflanzten Bäume etc. auch wirklich wachsen! Nach ein paar Stunden sind wir dann aber auch zum Lunch. Davor bin ich noch hoch zum Induction-Shed und anscheinend ging in der Zeit, in der ich nicht da war gar nix… Der PC hat mal wieder gestreikt und alle waren mehr oder weniger am durchdrehen! Nur Angie war ganz entspannt und hatte nix dagegen, fürs nichts tun bezahlt zu werden! Nach dem Lunch war erstmal ein Team-Meeting, in dem Chop (einer der Supervisor) alles schnell runter gerattert hat und danach wurde ich von der Gartenarbeit erlöst und konnte wieder hoch ins Shed und da wurde dann auch bis halb 6 gearbeitet! Hauptsächlich war ich hinten und habe immer wieder neue Rinder rein geholt und in die Warteschlange getrieben aber eine Zeit lang war ich auch wieder am Kopf und durfte Tags in die Ohren ballern + die Spritzen geben. Anscheinend mache ich das ziemlich gut und so kam Tom gegen Ende (als der PC mal wieder zickte) zu mir und hat mich gefragt, ob ich bock drauf hätte, am nächsten Tag die meiste Zeit am Kopf zu stehen um darin besser zu werden und damit er mir noch ein paar Tipps geben kann etc. Da musste er mich natürlich keine 2x fragen! Hab da wahnsinnig Bock drauf und vielleicht kann ich dann demnächst auch öfters für ne lange Zeit dort arbeiten. Bis jetzt hab ich immer die Tags und die Spritze gemacht aber meine Position beinhaltet normalerweise auch das überprüfen der Zähne und das kann ich morgen hoffentlich auch etwas öfters machen! Bisher hat mir Tom nur hin und wieder bisschen was gezeigt und mir was dazu erklärt! Auf jeden Fall ist die Vorfreude auf morgen RIESIG und ich hoffe, dass es auch so kommt wie ich es mir erhoffe! Als wir dann Sauber gemacht hatten, ging es ab zum Camp, essen und dann auch sehr schnell Richtung Bett, denn der morgige Freitag beginnt wieder mit dem Wecker um viertel vor vier!!!

 

Freitag, 17.11.2017

Was für ein Tag!!! Er begann wieder mit dem Wecker um 3:45, denn ab 5:00 Uhr wurde gearbeitet. Tom hielt, was er versprach und so war ich fast den kompletten Vormittag am Kopf und habe dort mit ihm zusammen gearbeitet! Ich kann den Kerl richtig gut leiden! Wir lachen viel und haben (wenn er sich nicht gerade wegen einer Zwangspause aufregt) super viel Spaß! Wir sind inzwischen auch echt ein gutes Team und ich lerne viel von ihm! Nach ner Zeit kam auch Shaun vorbei… Er wurde gestern von nem Rind überrannt und hat sich wohl das Bein gebrochen (bin mir aber nicht zu 100% sicher) und musste auch am Ohr getackert werden aber der Verrückte hat uns beim Lunch nur erzählt, dass er sich das Bein wohl schonmal gebrochen hat laut dem Arzt, aber das war ihm wohl damals egal und er hat einfach weiter gemacht bis der Schmerz weg war. Auf jeden Fall kamen dann noch ein paar andere Geschichten auf den Tisch von gebrochenen Rippen etc. Hoffen wir mal, dass mir das nicht passiert aber wird schon werden!! Bevor es zurück zum Shed ging, hat er uns noch gefragt, ob wir am morgigen Samstag auch noch arbeiten möchten und natürlich haben wir freudig zugesagt!!! Bei einem Stundenlohn von 39 Dollar sagt man sicherlich nicht nein! Auch wenn wir wohl nur Troughs sauber machen müssen… Naja was tut man nicht alles für mehr Geld! Ein Franzose ist auch heute angekommen, den wir morgen wahrscheinlich einweisen müssen. Mal schauen wie er so ist! Nach dem Lunch ging es dann wieder hoch zum Shed. Ein paar Mobs standen noch auf dem Programm und das Highlight des Tages war, dass Angie und ich einen kleinen Mob nur unter Aufsicht alleine am Kopf machen durften!!! Sooooo nice!!! Ich hab die Tore etc. bedient und habe die „Visual Tags“ rein gemacht und Angie hatte den Job, den ich sonst hatte. Voll cool, dass sie uns das zugetraut haben und mit etwas mehr Übung kann ich mir gut vorstellen etwas öfter die Hebel zu bedienen! Nach unserem kleinen Mob sind dann aber wieder die anderen an den Kopf, damit wir schneller fertig wurden. Für mich ging es wieder nach hinten zum eintreiben. Nach weiteren zwei Mobs hatten wir es dann aber auch geschafft und wir mussten nur noch sauber machen. Es war bereits kurz vor fünf also hatten wir wieder mal 12 Stunden gearbeitet und mit dem morgigen Tag zusätzlich wird unser Konto am Dienstag mal so richtig EXPLODIEREN!!! Viel Stand dann nicht mehr auf dem Programm.

 

Das waren die Eindrücke der ersten Wochen auf der Farm! Bis jetzt fällt das Fazit komplett positiv aus und ich hoffe mal, dass es auch so weiter geht! Ich werde wahrscheinlich auch noch ein kleines Video drehen, in dem ich die ganzen Maschinen vom Induction-Shed nochmal etwas erklären werde. Brauche dafür nur noch die Erlaubnis von Dave. Das wird aber erst in ein bis zwei Wochen kommen denke ich (wenn ich überhaupt darf). Bis dahin hoffe ich, dass ihr alle fleißig diesen Beitrag gelesen habt und vor allem, dass er euch gefällt!

 

Bis dahin,
euer Sebi

 

30Oktober
2017

zu zehnt in Byron Bay und mehrere traurige Abschiede...

Der erste Tag in Byron Bay war ziemlich entspannt! Wir kamen so gegen 12 Uhr am Hostel an, konnten aber erst um 14 Uhr einchecken… Also was machen, wenn man zwei Stunden in einer Surferstadt überbrücken muss? Na klar, erstmal das kleine Städtchen erkunden, abchecken wieviel es kostet ein Surfbrett auszuleihen und das gute Wetter genießen! Lecker Asiatisch essen waren wir dann auch noch und schwups war es 13:55 und wir hatten sogar die Ehre, einen early Check-in machen zu dürfen! Dann ging das Rennen zum Zimmer auch schon los, denn jeder wollte ein Bett unten ergattern und so wurde sich auf dem Weg nach oben zu 5. eine kleine Treppe hochgezwängt. Natürlich hab ich ein unteres Bett ergattert (auch wenn es mal wieder viel zu klein war…)! Aber naja die Hauptsache ist, dass wir zu 10. erstmal das Hostel unsicher machten! Als kurze Randnotiz muss ich auch noch erwähnen, dass Ryan, ein Kanadier, den wir im Hostel in Sydney kennen gelernt hatten in unserem jetzigen Hostel arbeitete! So klein ist die Welt und es war echt lustig den Typen wieder zu sehen! Erstmal alle Wertsachen in den Spint einschließen und dann sind wir auch schon in voller Stärke und mit Rugby Ei sowie einem kleinem Fußball an den Strand marschiert. Dort haben wir dann erstmal ein paar Stunden relaxt und bisschen gezockt. Am Abend stand dann aber auch nicht mehr allzu viel auf dem Programm! Ich musste noch kurz das Auto Umparken bzw. es aus Byron Bay etwas raus fahren, da es innerhalb der Stadt keine Möglichkeiten gab kostenlos zu parken. Danach wurde auch nur noch gekocht und geschlafen, denn am nächsten Tag sollte einiges auf dem Programm stehen!

Gegen halb 9 ging es aus dem Bett und ab zum Frühstück, welches in dem Hostel inklusive war! Ryan war auch schon wieder am Schalter beim Arbeiten und so quatschten wir bei Peanutbutter und Jam ein bisschen mit ihm! Sätze wie: „you are soooo fucking crazy germans“ sind das ein oder andere mal gefallen (was auch nicht ganz zu unrecht geschah) aber damit können wir gut leben! Mein Plan war auf jeden Fall, noch am Vormittag zum Friseur zu gehen, denn die Matte, welche ich inzwischen auf dem Kopf trug war unerträglich! Ich hatte am Abend davor auch schon nach potenziellen Friseuren geschaut und „Jack the Snipper“ hat mich direkt überzeugt! Das Navi sagte auch, dass er nur 11 Minuten vom Hostel entfernt war! Dass ich aber als Fortbewegungsmittel noch das Auto drinnen hatte hab ich erst nach 15Min Fußweg gecheckt und so bin ich erstmal gute 40 Minuten zu Jack gelaufen! Einer aus unserer Truppe war auch noch dabei und das Wetter war gut, also ging das schon! Naja das Wetter war besser gesagt genau so lange gut wie wir gebraucht haben, denn als wir vor dem Laden standen fing es an zu Tröpfeln und kurze Zeit später Regnete es auch schon (bis Nachmittags…)! Als wir fertig waren und ich für meinen Teil sehr zufrieden war, ging es wieder zurück zum Hostel! Aber es regnete und wir hatten nicht sonderlich viel Lust den ganzen Weg im Regen wieder zurück zu laufen! Zum Glück hupte uns nach ein paar Metern ein Van an und nach kurzer Orientierungslosigkeit bemerkten wir, dass es die Mädels waren, die wir zwei Tage zuvor am Campground getroffen hatten. Also haben wir uns erstmal bei ihnen in den Van gesetzt und gewartet, bis uns Fabi mit seinem Van abholen kam. Auf dem Weg zurück hatten wir es dann ziemlich eilig, denn die anderen strotzten dem Regen mit guter Laune und Bier im Whirlpool und da wollte ich natürlich nicht lange fehlen!! Also nix wie zurück ins Hostel, rein in die Badehose und ab in den Pool! Es war saugeil und warm war er auch noch!!! So kann man das schlechte Wetter auch genießen! Als dann aber zweieinhalb unserer drei Paletten weg waren und wir die Duschen unsicher gemacht hatten kehrte vorerst (es war gerade mal 15:00 Uhr) etwas Ruhe ein und nach einer Pizza von Domino´s gab es für einige ein Mittagsschläfchen und für mich ging es an den Laptop um den letzten Blogeintrag endlich fertig zu machen! Nach einem kurzen Nickerchen rafften wir uns aber wieder auf. Keiner wusste so genau, was wir tun sollten also sind wir einfach nochmal in den Whirlpool gegangen und haben weitere drei Stunden darin gechillt. Es war einfach Tiefenentspannend und danach war ich komplett Matsch, aber es hat sich voll gelohnt! Noch fix was zum essen machen und ab ins Bett um weiter an dem Blogeintrag zu schreiben. Mehr gab es an dem Tag auch nicht zu tun und da die Wettervorhersage super Wetter für den nächsten Tag vorhersagte, freute ich mich dementsprechend auf den nächsten Tag! Mario und ich wollten nämlich nach dem Frühstück direkt ein Brett ausleihen gehen und ab in die Wellen! Bin mal gespannt ob das auch so läuft wie ich mir das erhoffe, aber wird schon werden.

Nach dem Frühstück entschieden wir uns, erstmal zum Strand zu schauen um auszuchecken wie gut die Wellen waren. Am Strand angekommen merkten wir recht schnell, dass die Wellen nicht perfekt waren aber nach ein bis zwei Stunden warten und in der Sonne liegen haben wir uns aufrappeln können und besorgten uns Surfbretter! Diese waren dann auch fix geholt und es ging ab in die Wellen. Mit den Brettern vom Hostel war es etwas schwieriger als das letzte mal mit den riesigen Anfängerboards, aber ich hab einige Wellen gut erwischen können und so ging es fix und fertig nach zwei Stunden erstmal wieder aus dem Wasser. Kurz erholen, entspannen und anschließend ging es erneut in die Wellen, denn wir hatten das Brett für vier Stunden und wollten die Zeit so gut wie möglich nutzen. Die zweite Session war aber nicht sonderlich lang, denn wir waren echt fertig und haben dann nur noch kurz einen anderen Spot ausprobiert bevor wie kraftlos zurück ins Hostel gestapft sind. Nachdem wir alle frisch geduscht und etwas frisches anhatten, ging es auch schon los zum Lighthouse walk. In Byron Bay befindet sich übrigens der östlichste Punkt Australiens! Der Weg hin zum Leuchtturm war richtig schön (und auch etwas anstrengend) aber wir haben ihn alle gemeistert und wurden mit einem traumhaften Sonnenuntergang belohnt! Auf dem Weg zurück sind wir dann noch lange am Strand entlang gegangen. Einfach nur der Wahnsinn wie schön es ist, mit einer Truppe Reisender das alles teilen zu können und abends mit dem Sonnenuntergang am Strand zurück Richtung Hostel zu laufen! Dort angekommen gab es erstmal eine Dominos Pizza kombiniert mit kostenlosem Barbecue vom Hostel (die Pizza nur, weil wir nicht lang genug warten konnten und einfach viel zu viel Hunger hatten)! Es war inzwischen auch schon recht spät und ich bin dann auch k.o. ins Bett gefallen und bin direkt eingeschlafen.


Grundsätzlich wollten wir an Tag drei auschecken! Da es uns aber so sehr gefallen hat, haben wir glatt nochmal eine Nacht verlängert! Der Tag begann aber mit einer recht traurigen Sache! Jonas (Mr. Ladyboy Noosa 2017) verließ uns Richtung Perth, weil er dort bis Mitte Dezember auf einer Farm arbeiten wird. Ich habe den Kerl echt lieb gewonnen und freue mich schon extrem drauf, den - im positiven Sinne - Verrückten Kerl an Silvester wieder zu sehen! Angie kommt ja mit mir zusammen auf die Farm und wir werden Sylvester zusammen in Byron Bay oder in Surfers Paradise verbringen! Wird riiiiiiichtig geil!!!!! Nach einem gigantischem hug ging es dann für uns an den Strand (es roch nach SURFEN) und für Jonas ab zum Bus Richtung Brisbane Flughafen. Die Wellen waren aber zu Beginn etwas schlechter noch als am Vortag… Wir haben aber trotzdem versucht so viele wie möglich zu erwischen und mit der Zeit wurden die Wellen auch besser! Nach den vier Stunden und einem Sandwich von Subway später ging es wie am Vortag wieder mal fix und fertig zurück zum Hostel. Kurz Duschen und frische Sachen anziehen und dann ging es auch schon zur nächsten Verabschiedung! Angie flog nämlich von der Gold Coast aus nach Sydney, wo sie Freunde besuchte bevor es auf die Farm ging! Der restliche Tag gab aber nicht mehr sonderlich viel her.. Lecker Curry gab es und danach hat mir mein Körper einfach gesagt, dass ich mich hinlegen soll. Ich hatte vom Surfen einfach extremen Muskelkater und etwas zu wenig getrunken (in Kombination mit viel Sonne) habe ich über den Tag wohl auch! Also ging es einfach nur noch ins Bett zum Blog schreiben und Serie schauen. Man muss ja schließlich auf seinen Körper hören!!!

Der Morgen begann mit einer triefend nassen Decke! Ich hab glaub ich noch nie in meinem Leben so extrem viel geschwitzt in einer Nacht wie in dieser! Kopfweh des Todes und Gliederschmerzen kombiniert mit Muskelkater und verspanntem Nacken waren auf jeden Fall keine sonderlich gute Kombination… Erstmal ging es dann in die Dusche, welche echt seehr gut getan hatte! die Letzten Tage/Woche hat es schon mehrere aus unserer Truppe erwischt und so hatte ich Glück, dass noch die notwendigen Medikamente da waren. Nach 30 Minuten in der Dusche ging es aber erstmal wieder ins Zimmer, denn wir hatten nur noch ne knappe Stunde bis wir auschecken mussten. Als dann alles zusammengeräumt war und ich das Auto geholt hatte wurde fix eingeräumt und dann kam der traurige Teil des Tages! Alle gingen getrennte Wege… Jonas war ja inzwischen in Perth, Angie in Sydney und Marc, Fabi, Terrance, Niklas und Sofia mussten bis Sonntag ihren Camper in Sydney abgeben, also wurde sich ausführlich verabschiedet! Das gute ist, dass die Welt echt klein ist und die Wahrscheinlichkeit sich irgendwo wieder über den Weg zu laufen gar nicht mal so klein ist! Nur Mario mussten wir noch nicht sofort verabschieden, denn er kam mit uns noch mit nach Nimbin. Nimbin ist ein kleines Kifferdörfchen, welches meiner Meinung nach nicht gerade sehenswert ist! Überall Chillen komplett fertige Gestalten rum… Naja die Läden waren schon ziemlich süß aber für meinen Geschmack war es zu viel Droge irgendwie… Nachdem wir dann einen Burger gegessen hatten - welcher richtig geil war - mussten wir uns final auch von Mario verabschieden! Er wird wohl auch bis Sonntag nach Sydney fahren. Unser Plan war es dann erstmal hoch Richtung Brisbane zu fahren, denn Tim fliegt ja bereits in zwei Tagen wieder nach Hause! Echt krass, wie schnell die Zeit vergeht und wieviel wir bis jetzt schon erlebt haben! Ich werde den Spinner auf jeden Fall vermissen, aber der nächste Abschnitt mit der Arbeit auf der Farm wird ganz sicher auch wahnsinnig geil!!! Viel stand dann nicht mehr auf dem Programm. Wir fuhren noch auf einen kostenlosen Campingplatz und trafen dort noch ein Pärchen aus Österreich. Sehr sympathisch war natürlich, dass der Mann Skat spielen konnte und wir somit endlich jemanden gefunden hatten, mit dem wir auch mal bisschen Karten spielen konnten! Nach einigen Runden ging es dann auch ins Bett. Unter freiem Himmel im Zelt liegen bzw. allgemein in der freien Natur zu leben ist einfach viel viel geiler als in einem hektischem Hostel!!!

Die Nacht im Zelt war auf jeden Fall um einiges besser als die letzte im Hostel! Meinem Kopf ging es inzwischen auch etwas besser und Hoffnung machte sich breit, dass ich diese schlimme Krankheit vielleicht doch überleben könnte! Wir merkten aber recht schnell, dass wir nichts zum frühstücken hatten und so ging es zügig zum nächsten Mc Donalds, denn ich wollte auf jeden Fall noch den letzten Eintrag hochladen! Gesagt getan, sind wir am Maggi angekommen und ich hab leider um einiges länger gebraucht als erwartet… Die Kopfschmerzen kamen zurück und machten mir das Leben schwer, seeehr schwer! Eine geballte Ladung Fastfood und viel Cola ließen mich aber durchstehen und schließlich bin ich auch nach 2-3h fertig geworden! Dann hielt mich aber nichts mehr im Maggi, denn ich musste unbedingt in die Apotheke und irgendwelche Medikamente holen! Habe dann auch recht gute bekommen, die auch soweit gut gewirkt haben. Dass es nach Jonas und Mario auch noch mich mit dieser schlimmen Männergrippe erwischen musste, war auch echt heftig aber wir sind ja hart im nehmen (außer uns hätte das aber auch bestimmt keiner überlebt :D )! Nachdem wir dann wieder im Auto saßen mussten wir erstmal klären, was wir machen wollten. Wir hatten seit dem Vortag Michelle mit an Bord. Sie studiert ab Anfang November in Brisbane und war auch in unserem Zimmer in Byron Bay gewesen. Da sie bereits eine Wohnung in Brisbane hatte/hat sind wir dann dort hin gefahren. Ich hab mich dann bisschen hingelegt und hab entspannt während die anderen beiden durch Brisbane gestapft sind. Michelle wohnt in der Wohnung zusammen mit Jan, einem 25 Jährigen aus Aachen, der auch in Brisbane studiert. Als dann gegen Abend alle wieder zusammen waren haben wir noch lecker gekocht und danach ging es auf die Couch schlafen.

Die Nacht war jetzt nicht gerade die beste aber das hat schon gepasst! Meine Stimmung war ziemlich gedrückt, denn es war der Tag der Abreise von Tim… Am morgen sind wir nochmal richtig lecker frühstücken gegangen und danach ging es für Tim und mich noch in das Queensland Museum. Dort gab es eine Gladiatorenausstellung die ich auf jeden Fall sehen musste! Das Museum an sich war echt super! Es gab drei Stockwerke, die kostenlos zu besichtigen waren und man konnte so einiges besichtigen und lernen über die Tiere und die Geschichte von Australien! Die Gladiatorenausstellung war auch richtig interessant! Kleines Highlight war natürlich, dass wir mit einem Helm und Schwert/Schild ausgerüstet noch  bisschen Gladiator spielen durften! Nach ca. 2h waren wir aber dann auch fertig also ging es nach einem kurzen Abstecher beim Mexikaner zurück in die Wohnung. In der Wohnung angekommen wurde es dann langsam aber sicher ernst! Das Auto wurde einmal komplett ausgeräumt und Tim räumte sein Zeug in seinen Backpack. Als er alles eingepackt hatte, war das Auto gefühlt so leer wie nie zuvor… Vor ein paar Tagen noch mussten wir immer Tetris (Level Expert) spielen um alles rein zu bekommen und jetzt waren wir überfordert, weil einfach zu viele Verstaumöglichkeiten da waren! Knappe zwei Stunden saßen wir dann noch zusammen im Wohnzimmer, quatschten und genossen die letzten Minuten und dann war es auch schon Zeit zum Flughafen zu fahren! Ein Weg, der auch gerne erst etwas später hätte kommen können aber huift ja nix… 20 Minuten haben wir dann zum Flughafen gebraucht und es kam zum unumgänglichen Abschied! Da dieser relativ kurz und knackig von statten ging und es uns beiden eh schon nicht sonderlich leicht gefallen ist muss ich hier auf jeden Fall nochmal bisschen was loswerden! Ich bin wahnsinnig glücklich und froh drüber, einen so extrem guten Freund an meiner Seite zu haben wie Tim einer ist, der alles Mögliche nach hinten geschoben hat um die zwei Monate mit mir zusammen reisen zu können! Vielen Vielen Dank!!! Ohne dich wäre vieles hier in Australien nicht so reibungslos gelaufen wie es letztendlich gelaufen ist! Ich hätte mir keinen besseren Travelbuddy wünschen können! Egal wie die Stimmung war, ob gut oder schlecht, ich konnte mich immer auf dich verlassen und hatte immer einen treuen Ratgeber an meiner Seite! Ich könnte jetzt noch lange so weiter machen aber wir wissen beide, was wir vom jeweils anderen haben also grüß Freddy und Louisa ganz lieb von mir und bleib über den Winter hinweg fit, damit wir die Miss Vaikiki-Wahl 2018 wieder rocken können!!!kiss


Nachdem ich Tim am Flughafen abgesetzt hatte, bin ich noch ne Stunde an einen kostenlosen Campingplatz gefahren auf dem ich aber nicht mehr viel gemacht habe als das Zelt aufzubauen und zu schlafen. 

Die Nacht war super, nur bin ich um 5 wach im Bett gelegen und bin dann nach dem Staffelfinale meiner aktuellen Serie auch aufgestanden. Markise, Tisch und Stuhl aufbauen und dann ging es erstmal ans Auto pimpen! Ich hatte lauter kleine Andenken und Geschenke von meiner Familie bekommen, die jetzt Endich einen Platz im Auto bekommen haben! Danach ging es erstmal an den Laptop, bisschen Fotos sortieren und den nächsten Blogeintrag fertig machen! Gegen Mittag bin ich dann über meinem Kindle richtig schön eingepennt und wurde von plötzlicher Sonneneinstrahlung geweckt! Jetzt mag man sich natürlich fragen, was daran schlecht oder komisch ist, aber wenn man unter einer Markise sitzt und eigentlich keine Sonnenstrahlen einen erwischen können, wundert man sich schon irgendwie wenn die Sonne einem auf einmal mitten ins Gesicht scheint! Ich bin also aufgewacht und hab nach oben geschaut, aber die Markise war nicht mehr da!! Eine Windböe hat sie nach oben aufs Zelt geweht und leider ist auch eine der Stangen bei der Aktion etwas verbogen… Dann hab ich erstmal abgebaut und bin zum Bunnings gefahren! Normalerweise hat die Markise auch immer ohne Heringe gehalten aber durch die Aktion musste ich mir einfach einen Hammer kaufen um die Heringe endlich in den Boden hauen zu können um dadurch etwas mehr Stabilität rein zu bekommen! Jetzt kann der Spaß auch nicht mehr wegfliegen! Nach Bunnings ging es dann noch kurz zu Domino´s auf ne Pizza und wieder zurück auf den Campingplatz.

Viel ist dann nicht mehr passiert! Ich habe eigentlich nur entspannt und die Einsamkeit genossen! Die Vorfreude ist schon riesig auf die Farm und morgen geht es auch schon los! Dann gehts erstmal zum Flughafen, Angie einsammeln und danach zum K-Mart, denn wir brauchen beide noch Arbeitsschuhe und einen Cowboy Hut! Der nächste Eintrag wird also dann mit den ersten Eindrücken und Erfahrungen aus dem Farmleben sein. Freut euch schonmal drauf, denn ich bin mir sicher das wird riiiichtig GEIL!!!!!

 

Bis dahin,
euer Sebi

27Oktober
2017

Von Fraser Island bis Byron Bay

Früh am morgen ging es auch schon ans zusammenpacken. Wir mussten nochmal kurz in die Stadt zum Tanken und Öl nachfüllen bevor es nach Fraser ging. Am Sammelpunkt vor der Fähre angekommen haben wir noch etwas mehr Luft aus den Reifen gelassen, damit die Wahrscheinlichkeit stecken zu bleiben so gering wie möglich blieb. Es war schon echt sehr sehr geil in einer Schlange aus lauter 4x4 Autos zu stehen und voller Vorfreude darauf zu warten endlich übersetzten zu können! Auf die dritte Fähre haben wir dann auch drauf gepasst und das Abenteuer begann! Ich muss auf jeden Fall kurz erwähnen, dass es extrem günstig ist mit seinem eigenen Auto rüber zu fahren! Wir mussten uns eine Erlaubnis einholen um auf Fraser fahren zu dürfen, welche 56 Dollar gekostet hat (sowas wie eine Vignette)! Dazu kommt das Ticket für die Fähre, welches 120 Dollar gekostet hat (hin und zurück) und noch die zwei Nächte auf den Campgrounds für jeweils 6 Doller pro Nase! Heißt also wir haben für den gesamten Trip gerade mal knappe 300 Dollar ausgegeben wenn man das Essen und Benzin auch noch mit einberechnet (das ganze wird natürlich noch durch vier geteilt)! Verglichen mit einer Tour, die bei 400 Dollar (pro Nase) anfängt, man sich hinten zu viert auf eine Pritsche zwängen muss und nicht frei ist, sondern immer gesagt bekommt wann man wo sein muss etc. ist das einfach der Hammer wieviel billiger und freier man diese Erfahrung machen kann! Dazu kommt in unserem Fall auch noch, dass wir leider nahezu immer Regen hatten… Einerseits war es ganz gut, weil man deshalb so gut wie gar nicht stecken bleiben konnte, aber gegen etwas mehr Sonne hätten wir natürlich nix gehabt! Naja Huift ja nix und ich werde ja nochmal nach Fraser kommen wenn die Family mich Ende März besuchen kommt. Dann bestimmt mit top Wetter!!! Auf Fraser angekommen haben wir die anderen Autos von der Fähre erstmal bisschen vorfahren lassen, denn wir wollten alleine am Strand rumheizen! Gesagt getan und dann ging es auch schon mit 80/90 Sachen den Strand entlang! Es macht einfach extrem viel Spaß Offroad zu fahren und ich kann nur jedem Empfehlen diese Erfahrungen auch mal zu machen! Egal wo, egal wie! Durch den Regen war der Sand aber auch sehr leicht zu befahren! Nach 10-15 Minuten sind wir dann ins Landesinnere an mehreren Lakes gefahren, die wir besichtigen wollten. Durch den Regen waren die Wege sehr Matschig und hin und wieder mussten wir durch dicke Pfützen und kleine Flüsse fahren, was extrem viel Spaß gemacht hat! Letztendlich war einfach alles geil, trotz des Regens! Wir waren eine super Truppe, hatten gute Laune, gute Musik und sind einfach mit unserem eigenen Auto durch teilweise Kniehohen Matsch gebrettert!!! Ich könnte Stundenlang weiter davon schwärmen!!! Der erste Lake war wunderschön und das trotz Regen und fehlender Sonne!! Es hatte auf jeden Fall was im Wasser rum zu stapfen während die Regentropfen auf die Oberfläche prasselten! Der dritte See war dann auch der berühmte Lake Mc Kenzie. Es war der schönste der drei Seen, die wir gesehen haben. Tim, Angie und Mario sind auch direkt in die Badeklamotten gesprungen und haben bisschen geplanscht. Nach ner Weile ging es aber auch wieder zurück ans Auto. Die Fahrt zum ersten Campground dauerte dann nicht mehr allzu lang und wir schlugen unser Lager direkt am Strand auf! Nachdem wir gekocht hatten, alle satt waren und wir die Videos von der GoPro angeschaut hatten, ging es schlafen. Die Nacht war durchwachsen, denn wir hatten mehrere Ängste… Das eine war der Wind! Es war ziemlich stürmisch und ich hatte bisschen Angst, dass unser Zelt oder die Markise weggerissen werden könnte… Hat aber beides Standgehalten und jedes Mal wenn ich in der Nacht aufgewacht bin, musste ich raus leuchten und schauen ob noch alles da war! Die zweite Sache war das Meer! Es kam irgendwie immer näher und irgendwann hörte es sich an als wäre es vielleicht ein paar Meter vorm Auto!! Wir wurden aber schlussendlich weder weggeschwemmt noch weggeblasen und das ist die Hauptsache!



Der Morgen begann mit der SONNE!!!! Jaaa sie gab es wirklich noch und wir sind alle komplett durchgedreht vor Freude und haben jede Minute ohne Regen zelebriert! Musik aufdrehen und einfach genießen!!! Natürlich wurde auch alles fotografisch festgenommen und als es langsam wieder begann zuzuziehen, haben wir zusammengeräumt und sind weiter Richtung Norden gefahren. Auf dem Weg nach oben kamen wir am Eli Creek vorbei, welcher total beliebt ist, weil man zuerst ne Zeit lang wandert und sich dann den gesamten gewanderten Weg im Fluss nach unten treiben lassen kann. Wir haben es aber nicht gemacht, weil das Wetter einfach zu beschissen war! Madig ist es aber natürlich für die ganzen Leute von den Touren, die trotz des Wetters raus geschmissen wurden. Aber naja, wir sind dann nach einer kurzen Besichtigung weiter zum Bekannten Wrack auf Fraser Island. Ein altes Kriegsschiff aus dem zweiten Weltkrieg. Wir haben es aber auch nur kurz angeschaut und sind dann zügig weiter, weil der Regen zu diesem Zeitpunkt seinen Höhepunkt hatte. Weiter ging es also Richtung Norden. 30 Minuten Später waren wir dann auch an den Champagne Pools angekommen! Die waren auf jeden Fall der HAMMER und der Regen hörte tatsächlich auf!!! Ein paar von uns sind wieder mal schwimmen gegangen und ich hab mich mit ein paar Fotos zufriedengestellt. Es war die einzige Regenpause am Tag und die haben wir auch ordentlich genutzt! Ich freu mich schon drauf das alles bei gutem Wetter zu sehen, wenn meine Family vorbei kommt (P.S. da könnt ihr euch auf jeden Fall drauf freuen)! Nach einer halben Stunde sind wir dann Richtung Campground gefahren. Zuerst war der Plan an die Westküste zu fahren, da es am Abend und in der Nacht sehr Stürmisch (60km/h+) werden sollte und man an der Westküste wohl eher geschützt sein sollte. Dort angekommen gab es auch einen super schönen Spot, wären da nicht direkt 200 Moskitos ins Auto geflogen nachdem wir kurz das Fenster runter gemacht hatten. Für mich wäre das ja kein Problem, denn Mücken haben mich noch nie gestochen bzw. interessiert aber die anderen hatten überhaupt keine Lust drauf, was verständlich ist und so sind wir direkt wieder zurück an die Ostküste gefahren. Der Weg war richtig nice! Mitten durch den Regenwald und übersät mit Pfützen, Schlamm und allem, was Männerherzen beim Offroad fahren höher schlagen lässt! Als wir dann endlich an dem Campspot angekommen sind, haben wir auch direkt unser Lager aufgeschlagen und fingen langsam aber sicher an zu kochen. Nach dem Essen wurden dann auch mal die Karten in Kombination mit etwas Alkohol ausgepackt und ein paar Spielchen wurden gespielt. @Kathi: Natürlich hab ich den Viking direkt eingeführt und es war mit abstand die Lustigste Karte!!! Bin soooo happy diese Variante zu kennen! Irgendwann ging es dann aber auch ins Bett und die letzte Nacht auf Fraser begann.

Der Morgen startete leider mit dem genauen Gegenteil wie der letzte! Es sollte der Wettertechnisch schlechteste Tag werden… Es regnete einfach ohne Ende und Stürmte dazu auch noch! Das wir hinter einer Düne standen, hat den Wind leider auch nicht interessiert! Alles war Nass, die Stimmung wurde vor lauter Regen immer gedrückter und wir sind laaange in den Zelten/Betten gelegen um abzuwarten bis es endlich mal kurz aufhören würde zu regnen oder wenigstens weniger Stark regnete. Irgendwann, 3 Stunden später war es dann so weit und der Regen ließ etwas nach! Alle sprangen also aus den Autos und Stühlen etc. und räumten zusammen. So schnell waren wir wahrscheinlich noch nie und dann ging es auch schon Richtung Fähre, welche ganz im Süden fuhr. Auf dem Weg dahin wurde das Wetter immer Diesiger und so haben wir fast die riesige Schildkröte verpasst, welche einfach mal so am Strand gechillt hatte. Wahnsinnig beeindruckendes Tier! Der restliche Tag war aber gar nicht mehr so spannend, denn wir sind die meiste Zeit im Auto gesessen und nachdem wir mit der Fähre übergesetzt hatten ging es erstmal zur Unterbodenwäsche fürs Auto. Als das geschafft war, merkten wir erst, dass es schon ziemlich spät war und wir holten Marc aus seinem Hostel ab, denn er war bereits einen Tag früher von seiner Tour auf Fraser zurück gekommen und fragte uns ob wir ihn mitnehmen könnten, was wir natürlich liebendgerne getan haben! Nachdem er und sein ganzes Gepäck im Auto verstaut war (#tetrisfürfortgeschrittene) sind wir dann auch schon aufgebrochen in Richtung Campingplatz. Der Regen hörte aber leider immer noch nicht auf und so kamen wir - mal wieder - im Dunkeln an einem nassen und voller Pfützen bestehenden Campingplatz an. Dieser war hinter einer Raststätte und dort gab es wenigstens eine warme Dusche und eine Waschmaschine/Trockner. Ich musste auf jeden Fall waschen und wollte auch endlich mal wieder eine warme Dusche haben, also hab ich mir meine Klamottentaschen geschnappt und bin losgestapft Richtung Raststätte. Wie schon gesagt waren überall Pfützen und so hab ich - warum auch immer - nicht überrissen, dass ein kleiner See den Campingplatz und die Raststätte voneinander trennte… Da ich eh schon komplett durchnässt war, bin ich auch einfach durch die Pfützen gestapft und dachte mir nur kurz, dass die Pfütze schon irgendwie recht tief ist in der ich in dem Moment befand, aber vor mir hat es ausgesehen als wäre es einfach ein überschwemmtes stück Wiese also bin ich einen Schritt weiter und schnurstrax befand ich mich bis zum Hals im See… Zum Glück war er wenigstens warm aber die Laune war damit natürlich komplett am Erdkern angekommen!! Meine ganzen Klamotten, auch die, die noch nicht ganz Nass waren, sind durch die Aktion natürlich komplett nass geworden… Mein Handy war auch noch in meiner Hosentasche aber es ist ein Tapferer Begleiter und hat das kurze Bad ohne Probleme überstanden! Also bin ich mit meinen nassen Klamotten und echt schlechter Laune auf dem richtigen Weg - total der Umweg, welcher ca. 5-10 Min gedauert hat - zur Raststätte gelaufen um zu erfahren, dass die Wäscherei bereits zu hatte und erst am nächsten Morgen um 8 wieder aufmachen würde! Das hat natürlich super zu allem gepasst! Wenigstens Duschen konnte ich - 15Min für 3 Dollar - und das hab ich auch echt genossen!!! War wirklich das Beste an dem Tag zusammen mit der Schildkröte! Danach musste ich aber auch wieder in die nassen Klamotten, denn trockene gab es ja keine mehr… Am Auto angekommen bin ich dann auch nur noch ins Bett und hab geschlafen bevor noch irgendwas passiert wäre.

Geschlafen hab ich zum Glück ganz gut und so bin ich mit neuem Elan an den ganzen Spaß heran gegangen, hab mir meine nassen Klamotten geschnappt und bin zur Waschmaschine gegangen. Diesmal klappte alles (bis auf die Tatsache, dass der Trockner nichtmal ansatzweise alles ordentlich getrocknet hat und ich letztendlich immer noch einige feuchte Sachen hatte.. Aber naja was solls, wenigstens hab ich sie mal gewaschen! Am Auto angekommen wurde erstmal schwer gegrübelt wie es weiter gehen sollte. Wir wollten alle nach Noosa und waren uns nicht sicher wo bzw. wie wir dort nächtigen sollten, da es in Noosa keine Campingplätze gibt. Nach einiger Zeit der Suche hab ich dann ein AirBnB gefunden!! Eine fette Villa kur vor Noosa, welche pro Nase sogar günstiger war als ein Hostel!!! Wir konnten unseren Augen gar nicht glauben und so wurde es direkt für uns 6 gebucht! Kurze Zeit später bekamen wir auch schon die Bestätigung. Nachdem wir uns Noosa etwas genauer angeschaut hatten und die Surfer vom Strand aus bewundert hatten, ging es zu unserem neuen Heim für die nächsten zwei Nächte! Es war ein Traum!! Wir bekamen den kompletten Südflügel für uns und hatten sogar das frühstück am ersten Tag mit inbegriffen! Außerdem waren alle Sportprogramme beim TV inklusive! Ein richtiges Bett, ein Sofa, eine Küche und ein richtig nobles Bad mit einer warmen Dusche!!!!! WAS FÜR EIN LUXUS NACH MEHREREN TAGEN IM REGEN CAMPEN!!!! Als ich mich ne Zeit lang mit Jonas unterhalten hatte, kamen wir beide auf die selbe Erkenntnis, dass man zum Leben eigentlich nix braucht außer seinem Backpack! Alles andere ist reiner Luxus! Eine Couch, eine warme Dusche, ein Fernseher mit jeglichen Sportkanälen etc. selbst eine Küche… Man weiß das alles viel zu wenige zu schätzen! Auf jeden Fall stand aber, nachdem jeder mal Duschen gewesen war und wir eine extrem leckere Pizzasuppe von Angie bekommen haben, noch das Highlight des Abends auf dem Programm!! In einem Hostelclub mitten in Noosa wurde ein Ladyboy Contest veranstaltet. Der Gewinner des Contests würde 100 Doller gewinnen und wir mussten da natürlich mitmachen!! Bzw. Jonas musste/durfte! Er ist aber auch einfach der geborene Ladyboy und ich bin mir sicher, dass er in Hamburg sofort als Dragqueen einsteigen könnte und damit auch noch gutes Geld verdienen könnte!! Auf jeden Fall ging es gegen 10 zur Location und kurze Zeit drauf ging es dann auch schon los! Jonas war komplett in seiner Rolle gefangen und lieferte! Am liebsten würde ich seinen Lapdance oder seinen Eröffnungswalk hochladen aber ich kann leider nur Fotos hochladen (wer es aber sehen möchte kann sich natürlich gerne melden)! Lange Rede kurzer Sinn, er gewann und wir hatten 100 Dollar mehr zum feiern! Leider war die Nacht viel zu früh wieder vorbei, da um 12 das Licht anging und die Securities einfach mal alle raus geschmissen haben… Ziemlich beschissen aber huift ja nix! Da aber auch in der Umgebung nichts mehr offen hatte ging es letztendlich nur noch zum Haus und schlafen.

Am zweiten Tag im AirBnB wurde nur extrem entspannt! Lange ausschlafen, lange und entspannt Duschen und ganz viel Sport(im TV)! Es war an dem Tag der erste Spieltag in der NBA und es standen richtig gute Spiele auf dem Programm! Danach hab ich noch das Auto ausgeräumt und aussortiert, was weggeschmissen werden kann/muss damit mal wieder bisschen Ordnung rein kam, denn mit vier Leuten im Auto herrscht so manches Chaos nach einiger Zeit! Als das geschafft war und wieder Zucht und Ordnung im Auto herrschte stand nicht mehr viel auf dem Programm. Skypen, was ich wahnsinnig genossen habe und danach gab es auch schon Abendessen. Mark und Mario sind dann noch auf ein Beerpong Turnier gefahren, welches im selben Club stattfand wie der Ladyboy Contest am Abend davor. Der Rest blieb im Haus und machten sich einen Entspannten Abend. Ich hatte bereits einen Post in Gumtree geschaltet, da ich langsam aber sicher mit der Arbeitssuche beginnen wollte. Am selben Abend bekam ich dann auch schon das erste Jobangebot auf einer Getreidefarm in Western Australia zu arbeiten! Letztendlich hat sich aber rausgestellt, dass der Verdienst einfach viel zu schlecht war und somit ging die Suche weiter (hat ja auch noch nicht sonderlich begonnen).

Der nächste und somit letzte Morgen in der Luxusunterkunft begann seeeeehr früh, denn die Family wartete auf ein Skypetelefonat! Also wurde der Wecker auf 6 (22 Uhr deutscher Zeit) gestellt um auch alle an die Strippe zu bekommen. Kurze Zeit später waren sie dann auch alle aufm Schirm und es war eine sehr lustige und chaotische Unterhaltung! Habe auch diese Skypekonferenz sehr genossen und freue mich schon auf die nächste!!! Irgendwann wurden aber alle in Deutschland zu müde also lies ich sie mal Schlafen und machte mich auf ins Wohnzimmer zum frühstücken. Um 10 Uhr mussten wir bereits auschecken also hatten wir - da es noch ziemlich chaotisch aussah - noch einiges vor! Nach 1,5-2h geballter Teampower haben wir alles sauber gemacht und die Autos gepackt. Weiter ging die wilde Fahrt schließlich runter die Ostküste in Richtung Surfers Paradise. Ein kostenloser Campingplatz war das Ziel, denn wir hatten die letzten Nächte schon genügend Geld für Luxus ausgegeben! Zumindest für die nächste Zeit. Wir wurden inzwischen auch wieder von einem weiteren Camper verstärkt, mit dem wir auch schon vor und nach den Whitsundays etwas unterwegs waren. Bevor es aber auf den Campground ging, sind wir noch in den Noosa Nationalpark gegangen, denn dort sollte es eine gute Möglichkeit geben an den verschiedenen Aussichtspunkten Wahle oder Delfine zu sehen. Leider haben wir keines der beiden gesehen. Auch Koalas und Adler sahen wir keine obwohl es welche geben sollte… Naja aber ein cooler Walk war es trotzdem und den Surfern zuzusehen, wie sie Meterhohe Wellen ritten war auch einiges Wert!! Die hatten es schon echt drauf! Bei Abenddämmerung sind wie dann aufm Campingplatz angekommen. Als ich ausstieg, sind die anderen bereits nach hinten zu einem Baum gerannt und auf halben Weg dorthin kapierte ich auch, dass auf dem Baum, keine Drei Meter über uns ein Koalajunges chillte!!! JAA, ein echter kleiner Koala!!!! Der erste wilde, den ich zu Gesicht bekommen habe!! Soooo süüüüßßßßßßß!!!! Die Mutter des kleinen kam kurze Zeit später auch noch dazu und die beiden verschwanden recht schnell nach ganz oben in den Baum! Aber wir konnten noch ein paar Bilder von dem kleinen bekommen!!! Vollkommen begeistert ging es dann ans aufbauen des Zeltes! Naja und die Freude auf mein 2,20m langes Bett wurde etwas getrübt, als ich es aufklappte und auf einmal hunderte Ameisen runter fielen…. irgendwie müssen die sich über die Zeit im AirBnB dort drinnen eingenistet haben und in meinem Zelt haben die auf jeden Fall mal überhaupt nix zu suchen!!!! Also ging es schnurstracks zum Woolworth, denn ich brauchte Ameisenvernichter! Wir haben da auch gleich ne richtig gute Dose gefunden und so wurde das ganze Zelt damit eingesprüht (soll 6 Monate Schutz bieten)! Überglücklich, die Ameisenplage überlebt zu haben ging es dann auch schon zum Abendessen und danach zufrieden und komplett OHNE Ameisen ins Bett!

Die Nacht im Zelt war soweit ganz gut! Nicht zu 100% top, da alles noch bisschen feucht war aber ich will mich nicht beschweren, denn da hätten ja auch noch Ameisen sein können! Nach einem Entspannten Frühstück in der Sonne, JAA DIE SONNE WAR ENDLICH WIEDER DA, ging es nach Surfers Paradise. Surfers Paradise wird auch das Miami von Australien genannt und das kann ich nur bestätigen! Es sah echt aus wie in Miami und wir genossen den Tag an einem extrem langen und schönen Strand, spielten Football, gingen im Meer schwimmen und ließen uns von der Sonne wärmen! Wir haben das gute Wetter alle extrem vermisst aber jetzt hatten wir es ja wieder und so soll es auch sein! Die Parkkosten in Surfers Paradise sind aber leider ziemlich teuer also dachten wir uns, wir stellen uns erstmal auf einen 2h Parkplatz und wenn die zwei Stunden abgelaufen sind erneuern wir das ganze einfach. Wir haben aber nicht damit gerechnet, dass die Australier auch auschecken, wie lange jedes einzelne Auto auf einem bestimmten Parkplatz steht und somit haben wir mal ganz locker einen 75 Dollar Strafzettel bekommen, da wir ja letztendlich 4 Stunden auf dem Platz gestanden sind und nicht nur 2 obwohl wir eigentlich zweimal für 2h bezahlt hatten! Naja anscheinend haben wir gute Chancen nicht blechen zu müssen, wenn wir mit den Behörden reden und ihnen nahebringen, dass wir arme Backpacker sind die das nicht gewusst haben. Mal schauen ob das klappt. Danach ging es eigentlich auch nur noch auf einen Campingplatz kurz vor Byron Bay.

Mit gutem Wetter eingeschlafen und mit Regen aufgewacht… Zum Glück sollte es der letzte Tag sein für die nächste Zeit an dem es regnen sollte! Mein Ursprünglicher Plan war es, einfach den ganzen Tag im Zelt zu bleiben und mich erst dann raus zu bewegen, wenn es aufhören würde zu regnen! Bis auf Jonas, Angie und mir waren auch bereits alle anderen unterwegs um zu Waschen oder irgendwas anderes zu erledigen. So gegen 11 Uhr hatte mich dann aber Jonas angerufen. Ja er lag einfach unter mir im Auto aber wir wollten einfach nicht wieder raus ins scheiß Wetter! Nach einer kurzen Krisenbesprechung haben wir uns dann aber aufgerafft und fix alles eingeräumt. Es ging nach Byron Bay, denn Jonas wollte in ein Hostel! Der Plan für die nächsten Tage war Ursprünglich, dass wir alle zusammen in ein Hostel gehen für drei Nächte, aber wir mussten noch eine Nacht überbrücken. Gesagt getan haben wir also alles eingeräumt und sind in die City gefahren. Auf der Fahrt passierte dann was richtig geiles!!! Ich hatte im AirBnB ja einen Ad gepostet bezüglich Arbeitssuche und hab in der Zwischenzeit auch schon ein paar Angebote bekommen. Das jetzige hat aber nochmal alle bisherigen um einiges getoppt! Dave, ein Farmer von einer Cattle Farm (Rinderfarm) suchte noch nach Leuten. Alles in allem ein wahnsinnig gutes Angebot, denn ich würde 26 Dollar die Stunde bekommen, auf der Farm leben und bekocht werden (Unterkunft für 200 Dollar die Woche) und eine Arbeitswoche bestünde aus fünf Arbeitstagen á 10-12h Arbeit pro Tag. Das geile ist zusätzlich, dass ich ab der 46. Wochenstunde 39 Dollar die Stunde bekomme! Nach kurzem überlegen habe ich dann auch gleich zugesagt und freue mich jetzt wahnsinnig auf die Zeit auf der Farm! Hoffentlich gibt es täglich auch mehr Arbeit als 10 Stunden, damit schön viel Geld rein kommt und ich so viel wie möglich lernen und mitnehmen kann! Starten werde ich zusammen mit Angie, die dort auch noch einen Job ergattern konnte am 1. November! Idealerweise möchte ich dann 10 Wochen - also bis Mitte Januar - dort bleiben. Zumindest ist das der Plan! Total Happy über die Tatsache, dass ich einfach einen richtig geilen Job gefunden hatte ging es erstmal zu einem Italiener zum essen! Viel stand an dem Tag nicht mehr auf dem Programm außer dem Regen zu entfliehen und die ganze Zeit in Jonas Hostel zu Chillen, bevor es gegen Nachmittag wieder auf den kostenlosen Campingplatz ging.

Ein ziemlich langer Blogeintrag nähert sich dem Ende… Zeit um noch ein bisschen auf das kommende einzugehen! Die nächsten Tage verbrachten wir in Byron Bay surfend und am Strand liegend. Es war eine richtig geile Zeit mit unserer großen Truppe bevor es für uns alle in unterschiedliche Richtungen weiter ging… Genaueres kommt dann aber im nächsten Eintrag, der planmäßig noch vor dem 1. November kommen wird! (bin leider etwas hinterher, da so viel auf dem Programm stand und ich die Leute nicht so lange warten lassen wollte bis ich den Blog fertig hatte)! Ich weiß nicht sicher, ob ich auf der Farm Internet haben werde, versuche jedoch euch regelmäßig auf dem laufenden zu halten!
Ich möchte mich auf jeden Fall aber noch für das positive Feedback bedanken, welches von vielen Seiten auf mich einprasselt bezüglich des Blogs! Es freut mich sehr zu hören, dass viele von euch ihn gerne lesen!!

 

Vielen vielen Dank,
euer Sebi

13Oktober
2017

Whitsundays Segeltour

Es ging früh aus den Federn, damit wir keinen Stress hatten, pünktlich am Treffpunkt zu sein. Entspannt nochmal Duschen, Sachen packen, das Auto Umparken und dann ging es auch schon zu Fuß zum Treffpunkt! Natürlich war ein kleiner Umweg zum Bottle Shop auch noch drinnen, damit wir einen Goon fürs Boot hatten. Dass wir für den Weg bis zum Treffpunkt ca. ne halbe Stunde brauchten konnten wir leider nicht ahnen und so kamen wir erstmal komplett verschwitzt dort an (die Dusche hätten wir uns also sparen können). Kurz drauf ging es dann auch zum Check-in und die Veranstalter sind schon ziemlich lustige Dudes! Im Medizincheck, den wir ausfüllen mussten haben wir natürlich ganz pflichtbewusst nur die Hälfte durchgelesen und da man anscheinend alles mit NO ankreuzen musste haben wir uns den Rest gar nicht mehr so richtig durchgelesen, sondern einfach alles andere auch mit NO beantwortet! Am Schluss stellte sich aber raus, dass sie einen kleinen Test eingebaut hatten und wir die letzte Frage mit JA hätten beantworten müssten! Erstmal fett aufgeflogen, aber es ging über der Hälfte auch so! Nachdem wir das dann geändert hatten ging es aufs Boot. Es war/ist ein altes Rennboot und ist ziemlich geil muss ich sagen! Da bekommt man gleich bock einen Segelschein zu machen!!! (wird wohl die nächste Investition sein)… Leider hatten wir am ersten Tag so gut wie keinen Wind also mussten wir die meiste Zeit mit dem Motor fahren. Einmal ging es dann vor unserem Spot für die Nacht auch noch zum Schnorcheln! Vor einem knappen halben Jahr fegte ein Zyklon über die Whitsundays und zerstörte sehr sehr viel von dem Riff und auch der Inseln! Aufgrund dessen war das Riff auch dementsprechend tot (70%)… Ist aber gleichzeitig schön zu sehen, dass sich die Korallen recht schnell wieder erholen! Mit Ägypten oder dem Great Barrier Reef waren sie aber auf keinen Fall vergleichbar! Viel zu schlecht war die Sicht und sonderlich viele Fische waren leider auch nicht da… Nachdem wir Schnorcheln waren wurde der Anker direkt gelichtet und es wurde zum Spot gefahren an dem wir die Nacht verbringen sollten. Wir ankerten in einer ziemlich geilen Bucht und der Sonnenuntergang konnte sich auch sehen lassen. Ziemlich madig am Boot ist aber leider meine Koje… Ich wurde mal ganz locker in die kleinste gesteckt aber es sollte schon irgendwie gehen (das Bett ist vielleicht ein halbes Hostel-Bett)! Nach dem Abendessen ging es dann dem Goon an den Kragen und wir haben uns noch lange mit zwei Mädels aus Kanada, einer aus der Schweiz und einer aus Österreich unterhalten und waren beide recht froh, dass wir endlich mal bisschen Multikulti unterwegs waren (man muss aber auch erwähnen dass über die hälfte auf dem Boot deutsche waren…) Irgendwann sind wir aber alle ziemlich müde geworden und es ging ab in die Koje, denn am nächsten Morgen sollte es auch schon seeeeehr früh weiter gehen zum Whitehaven Beach (auf dem unter anderem Fluch der Karibik gedreht wurde)!

Die Nacht war für mich sehr früh zu Ende, weil ich es in dem Schraubstock nicht mehr länger ausgehalten hatte! Ich kann nur auf dem Rücken liegen (bin Bauchschläfer), meine Schultern sind genauso breit wie das Bett und wenn ich auf dem Rücken drinnen liege haben meine Fußsohlen und mein Kopf Kontakt mit den Enden… Also bin ich so gegen vier aufs Deck und habe dort ein bisschen Musik gehört und etwas gelesen! (scheiße nur, wenn es um kurz nach vier einfach mal zum Nieseln anfängt) Aber naja ich habe es unterm Strich trotzdem genossen, denn den Sonnenaufgang auf nem Segelschiff an Deck mitzubekommen ist einfach was echt Geiles!! Um halb 6 hat die Crew dann auch schon den Motor gestartet und das Frühstück hergerichtet, denn wir wollten die ersten am Whitehaven Beach sein!!! Nach einem guten Frühstück wurden wir auf der Insel abgesetzt auf der sich der Beach befindet. Zuerst ging es zu einem Lookout von dem man die traumhafte Aussicht genießen konnte! Insgeheim hoffte ich auf dem Wanderweg bis zum Lookout was spannendes (Schlange, Spinne oder so) zu sehen aber daraus wurde leider nix obwohl es hieß, dass die Chancen gut seien auf der Insel Schlangen zu sehen… Naja dann muss ich mich wohl einfach gedulden bis ich an der Westküste oder im Outback bin! Nachdem ich meine Fotos gemacht hatte ging es runter an den Strand und wir hatten 3-4h Zeit dort zu Chillen und uns zu entspannen! Man fühlt sich dort einfach wie im siebten Himmel!!! Es hat sich sooooo sehr gelohnt so früh dort hin zu gehen, weil wir mitunter die ersten waren und den Strand in voller Pracht genießen konnten bevor die ganzen anderen Leute kamen. Nach den paar Stunden reiner Entspannung und mit weiteren Fotos im Gepäck ging es wieder zurück auf die „Spank Me“. Als nächstes Stand ein Schnorchel Spot auf dem Programm, welcher auf jeden Fall besser war als der letzte! Höhepunkt davon war der RIESIGE Napoleonfisch!!! Wieder zurück aufm Schiff gab es essen und es ging zu einem weiteren Schnorchelspot bei dem ich aber nicht ins Wasser bin, da ich ziemlich müde war und nicht nochmal unbedingt ein so gut wie komplett abgestorbenes Riff sehen wollte. Als die anderen wieder zurück waren gab es relativ zügig Abendessen, welches wie jedes der Mahlzeiten sehr gut war! Danach sind wir dann wieder zusammen an Deck gesessen und haben uns wieder mit den Leuten bisschen unterhalten und uns ausgetauscht. Ich muss aber noch bisschen näher auf unseren Sonnenschein aufm Boot eingehen! Gaby, eine 23 jährige aus Kanada! Sie ist eine wahnsinnig liebe und im positiven Sinne eine total Verrückte! Ihre „Safety Number“ (11) - welche immer von jedem abgefragt wurde wenn man wieder aufs Boot kam - wusste nach dem ersten Tag bereits jeder, weil sie immer mit einem riesigen grinsen und voller Freude und Spaß aufs Boot kam und lautstark ihre ELEVEEEEENN rausposaunte! Ich habe glaub ich noch nie einen so fröhlichen Menschen wie sie kennen gelernt und freue mich auch schon wahnsinnig sie in Perth - dort ist sie die nächsten 5 Monate - zu besuchen! Da wir aber alle relativ müde waren wurde der Tag auch nicht mehr allzu alt. ich hatte mir fest vorgenommen nicht in meinem Schraubstock zu schlafen sondern an Deck aber da einige Leute noch länger oben saßen hab ich mich erstmal in ihn reingezwängt. Die Augen vielen dann auch recht schnell von alleine zu und als ich aufwachte, dachte ich schon es sei wieder vier oder fünf in der früh aber Pustekuchen… es war gerade mal kurz nach 12!!! So ne Scheiße!! Aber an Deck war inzwischen nichts mehr zu hören, also hab ich mir mein Bettbezug, mein Kissen, Pull, zwei T-Shirts und mein Handtuch gekrallt und bin nach oben gestapft. Erst bin ich etwas erschrocken als ich nach links schaute und zwei Mädels bereits an Deck schliefen! Jetzt musste ich nur noch ein geeignetes Plätzchen finden und mir ein gemütliches „Nest“ bauen. Da es sehr Windig war in der Nacht und es immer wieder zu tröpfeln begann musste ich mir mein Bettlaken irgendwie so um den Körper wickeln, dass es keine Angriffsmöglichkeiten mehr für den Wind gab und irgendwann (nach einer gefühlten Ewigkeit) hatte ich es geschafft! Es kam nahezu kein Luftzug in meine kleine Höhle und durch meinen Atem hatte es sich auch recht schnell aufgeheizt. Die Nacht war zwar letztendlich besser als die erste aber immer noch nicht gut…. Aber ich habe die Erfahrung an Deck eines Segelbootes zu schlafen trotzdem sehr gerne gemacht!

Am letzten morgen stand dann noch ein Schnorchelgang auf dem Programm! An diesem war es sehr wahrscheinlich Schildkröten zu sehen also war ich einer der ersten im Wasser!! Die Sicht war nicht gut und die Korallen leider auch noch nicht sonderich fit aufgrund des Zyklons! Aber wir sahen unsere Schildkröte und kamen Glücklich wieder aufs Boot. Jetzt stand nur noch die Heimfahrt auf dem Plan und nach einem Üppigen Frühstück wollten wir dann auch unbedingt richtig Segeln! Zuerst gab es eine Einweisung und einige von uns wurden auf verschiedene Positionen eingeteilt, da es 20 Leute brauchte um das Boot mit Hauptsegel etc. zu segeln! Ich war einer von drei Mastmännern die das große Segel nach oben zogen, Mithilfe von - ich glaube es waren 12 - Leuten an Kurbeln die uns unterstützten! Es war super anstrengend aber gleichzeitig wahnsinnig geil!!!! Der Segelsport hat mich auf jeden Fall überzeugt und ich muss irgendwann mal auf einen richtigen Segel-Trip mit und mehr übers Segeln lernen! Leider hatten wir überhaupt keinen Wind und so mussten wir trotz gehisstem Hauptsegel mit dem Motor zurück zum Hafen fahren…
Dort angekommen strömten alle erstmal etwas durcheinander in ihre Hostels um sich ein bisschen aufs Ohr zu hauen oder zu entspannen, denn am Abend Stand die After-Sail-Party aufm Programm und es gab Freibier!!! Nachdem wir mit ner Domino´s Pizza an der Lagune gechillt hatten ging es zurück zum Auto, wo wir einem von unserem Boot erstmal die Haare schnitten und anschließend kochten. Um halb sieben sollte es in einer Bar namens Beaches los gehen also kamen ein paar Leute von unserem Boot so gegen viertel vor 6 zu uns ans Auto, damit wir gemeinsam rüber stapfen konnten. Die Location war echt cool! Es gab mehrere Billard Tische und zu Beginn eine kleine Tanzfläche, die ich natürlich direkt mit einem dynamischen Discofox zum brennen gebracht habe bevor ein Beerpong-Tisch hingestellt wurde! Ich habe den Abend sehr genossen und es war schön mehr über Leute anderer Nationen zu erfahren (auch wenn es überwiegend deutsche waren…)! Als im Beaches nix mehr los war, sind ein paar Feierwütige noch weiter in eine Hosteldisco! Dass in der noch weniger los war als am Ende im Beaches konnten wir natürlich nicht wissen, aber wir hatten trotzdem total viel Spaß und das ist die Hauptsache! Nach einer abschließenden Runde Billard ging es aber dann auch zum Auto.

Das war der wunderschöne Segeltrip zu den Whitsundays!

 

Alles liebe,
euer Sebi

11Oktober
2017

Vom Traumspot zum Horrorwald mit Kroko-River

Nach dem Highlight des Tages (den Josephine Falls) ging es noch fix in eine Library (es war die mit Abstand kleinste kleinste Library, die ich jemals gesehen habe). Danach ging es auf einen Campingplatz unterhalb von Cairns und nachdem wir alles aufgebaut hatten ging es ans Essen machen und danach ins Bett.
Der nächste Tag startete mit mit einem ausgewogenem Frühstück. Danach haben wir uns erstmal getrennt, denn die Mädels mussten ihre TFN (TaxFileNumber) noch beantragen und ihre Bankkarte etc. abholen. Wir sind in der Zwischenzeit zu einem Mc Donalds gefahren und haben uns an dessen WLAN bedient. Die Zeit verging leider viel zu schnell, denn ich wollte die ganzen Bilder und Videos (wenn ich dazu komme, werde ich sobald ich genügend Videomaterial habe ein kleines Video zusammen schneiden und auf YouTube stellen) vom Roadtrip nach Cooktown und die Bilder der Wasserfälle eigentlich alle mal durchgehen… Ganz durchgekommen bin ich aber leider nicht aber für den letzten Blogeintrag hat es gereicht! Auf jeden Fall sind Tim und ich dann noch fix zum Domino´s gegangen und haben uns ne Pizza gegönnt. Ist immer wieder lustig, weil wir jedes mal rein gehen und uns vornehmen, etwas neues zu probieren! Am Ende bestellen wir aber trotzdem immer wieder das selbe! Man muss bei der Bestellung auch immer seinen Namen angeben und wird dann aufgerufen wenn die Pizza fertig ist. Da die Australier es aber irgendwie nicht hinbekommen Sebastian richtig zu schreiben sondern immer meinen Namen verunstalten (Sebaston / Sebasion z.B.) heiß ich ab sofort bei Domino´s immer Tom. Hört sich recht lustig an wenn unsere Bedienung uns nacheinander mit Tim und Tom aufruft! Natürlich wäre Tim und Struppi oder Tim und Tam (= Tim Tam wie die Schokokekse) um einiges lustiger aber bis jetzt haben wir es noch nicht durchgezogen! Nachdem wir die Mädels dann wieder eingesammelt hatten ging es erstmal zu den Cristal Cascades! Es war eine schöne Landschaft und es gab auf dem Track total viele kleine Schwimmlöcher und Wasserfälle! Auch ziemlich faszinierend war, dass diese von dicht bewachsenem Felsen eingeschlossen waren! Leider hatte ich nicht das passende Objektiv mit dabei, damit es besser rüber kommen würde aber ich hab mein bestes mit dem anderen Objektiv gegeben! Die Wasserfälle waren ja eigentlich der Hauptgrund gewesen. Außerdem waren auf dem Track auch dreimal Einbuchtungen in den Fels gehauen worden für Leute die gerne mal Klippenspringen wollen. Ich hätte das im Leben nicht gemacht, weil ich nicht den Eindruck hatte, dass das Wasser sonderlich tief wäre… Es sind aber trotzdem ein paar crazy boys gesprungen und es haben auch alle überlebt (zumindest alle, die ich gesehen habe)! Nachdem wir bis zum Ende des Tracks gelaufen waren und alle Fotos in der Tasche gewesen sind, ging es wieder zurück zum Auto. Dort angekommen bemerkten wir, dass es schon ziemlich spät war und wir uns etwas beeilen mussten um noch vor der Dunkelheit in Mission Beach anzukommen. Natürlich kamen wir nicht vor der Dunkelheit an und unser geplanter Campground hatte auch keinen Platz mehr für uns… Wir sind aber inzwischen Spezialisten, was solche Situationen angeht und so sind wir die Umgebung abgefahren und hofften, dass irgendwo vielleicht doch einer einen Platz frei haben könnte. Es waren aber alle komplett überfüllt also sind wir schnurstrax ne halbe Stunde zurück fahren und schliefen hinter einer Tanke! War vielleicht nicht der schönste Ort aber huift ja nix.

Am nächsten morgen ging es früh aus den Federn. Nina (eine der Mädels) hatte sich eine Wildwasser-Rafting Tour gebucht und sollte an unserem Ursprünglich geplanten Campingplatz um 8:00 Uhr abgeholt werden. Also hieß es um halb 7 raus aus den Federn, Sachen packen und ab zum Campground. Dort angekommen haben wir erstmal mit dem Caretaker des Platzes gesprochen und er versicherte uns, dass ein Platz gleich frei werden würde. Das freute uns wahnsinnig und wir schnappten ihn uns auch gleich, denn der Spot war einfach der HAMMER!!!! Nach dem Frühstück wurden die Autos also umgeparkt und alles aufgebaut. Endlich kam meine Hängematte zum Einsatz und sie überzeugte in vollen Zügen! Am Anfang war ich mir nicht so ganz sicher ob sie mein Gewicht halten würde, aber bis jetzt hat sie es sehr gut gemacht (auch wenn ich immer sehr vorsichtig anteste, ob sie hält)! Bevor wir uns aber entspannt an den Strand legen konnten mussten wir noch Einkaufen fahren. Also sind wir mit dem Auto der Mädels zum nächsten Woolworth und haben eingekauft. Ziemlich cool war, dass mitten im Supermarkt zwei Dudes mit einem Elektrogrill standen und Würsten grillten. Diese wurden vor Ort verkauft und der Erlös ging an eine Organisation, die Kinder unterstützen, die finanziell Hilfe in/für der Schule brauchen. Echt coole Sache! Ich hab mir natürlich gleich eine geschnappt und NATÜRLICH hatte einer der beiden Australier, die hinterm Grill standen einen Neffen, der in Deutschland studiert!!! Einfach jeder Australier den wir kennen lernen hat irgendwen in Deutschland! So krass!! Nachm Einkauf sind wir dann wieder auf den Campground und haben es uns mal so richtig gut gehen lassen! Ab in die Badeklamotten und nix wie ran an den Strand und einfach die Seele baumeln lassen! So wies halt auch sein soll! Das Auto steht ein paar Meter vom Strand entfernt und man genießt einfach nur! Richtig nice!!! Irgendwann haben sich dann aber auch meine Hummeln im Hintern bemerkbar gemacht und nur rum liegen war nicht mehr! Also bin ich ab ins Auto und hab mir mal angeschaut, was ich die nächsten Tage aufm Weg nach unten gerne sehen möchte. Als ich dann fertig mit meiner Recherche gewesen bin, war es auch schon kurz nach drei und damit Zeit für ein Workout! Endlich stand mal wieder ein ordentliches 30 Minuten Workout auf dem Programm! Das Wetter war top! Bisschen bewölkt, nicht zu warm und nicht zu kalt. Musik und Motivation waren auch da, es fehlte nur die beste Workoutpartnerin, die einen hämisch angrinst wenn man sich bei Liegestützen oder beim V-W-T abmüht!! Anstrengend war es trotzdem und danach waren alle ziemlich k.o.! Der restliche Plan des Abends war recht überschaubar. Gegessen wurde natürlich noch und danach sind wir noch am Lagerfeuer mit einer Amerikanerin, einem Neuseeländer und einem Australier gesessen und haben uns ein wenig unterhalten. Danach ging es aber auch schon recht zügig  ins Bett.

Der morgen lief langsam an. Es gibt schlimmeres als aufzuwachen und das Rauschen des Meeres zu hören. Alle „Fenster“ auf und erstmal noch ne Stunde liegen bleiben, die leichte Brise genießen und einfach den Vögeln und dem Meer lauschen. Irgendwann gewann jedoch der Hunger und ich machte mir einige Sandwiches, chillte mich in die Hängematte und genoss weiter! Irgendwann haben wir uns alle aufraffen können und haben unser Zeug gepackt und schweren Herzens den traumhaften Spot verlassen. Es stand nicht sonderlich viel auf dem Programm! Zuerst wurde der neue Blogeintrag in der Library hochgeladen. Danach ging es zu Domino´s auf ne leckere Pizza und dann noch zum einkaufen. Ziemlich lustig, dass man am Ender der Online Reservierung bei Domino´s sogar einstellen kann, dass sie die GPS-Daten eines bestimmten Handys beobachten können und anfangen die Pizza zu machen wenn wir in ihrem Sektor sind! War mir aber zu sehr NSA behaftet der Spaß also hab ich das mal gelassen (wir waren eh gerade mal 700m neben dem Laden)! Es war, nachdem wir die Pizza gegessen hatten bereits recht spät und wir fuhren an den selben Campingplatz an dem wir ein paar Wochen zuvor Martin (den mit der Brown Snake) getroffen hatten. Tim und ich waren noch nie so aufgeregt auf einen Campingplatz zu fahren, weil wir innerlich hofften den Verrückten Aussie wieder zu treffen! Als wir dann vorfuhren und seinen Camper sahen konnten wir es erst gar nicht fassen!! Er war wirklich noch da! Bzw. er war wieder da muss man sagen. Er ist am selben Tag nur etwas früher wie wir wieder auf den einen Campingplatz gefahren!! Es sollte also so sein, dass wir ihn wieder treffen. In Australien war an dem Tag das große Championship finale im Rugby und Martin war natürlich perfekt vorbereitet und lud uns direkt ein mitzuschauen! Leider haben die Cowboys aus Queensland in der ersten Halbzeit bereits so krass auf die Mütze bekommen, dass er sich die zweite Halbzeit gar nicht mehr angetan hat und so konnten wir sie leider auch nicht mehr sehen! Es war trotzdem sehr lustig mal wieder mit ihm bisschen zu quatschen und die Mädels konnten ihn so auch bisschen kennenlernen! Da es regnete haben wir nach der Halbzeit dann nicht mehr viel gemacht bzw. jeder hat so bisschen sein Ding im trockenen gemacht. Die Mädels sind schlafen gegangen, weil sie am nächsten Tag früh raus mussten. Tim und ich hatten auch keine große Lust mehr bei Regen draußen rum zu sitzen und sind in unsere Kojen gegangen! Ich habe dann noch etwas am nächsten Blogeintrag geschrieben, hab mir dann noch zwei Folgen von ner Serie angeschaut (ziemlich bitter, dass ich das Staffelfinale nicht offline geladen hatte) und dann war auch schon Schlafenszeit.

Der nächste Morgen begann ganz entspannt. Locker frühstücken und dann standen ein paar Wasserfälle aufm Programm. Die Mädels hatten so einiges vor, da sie nicht nur zum Billabong Sanctuory wollten, sondern zusätzlich noch Townsville unsicher machen wollten. Also starteten sie schon um einiges früher als wir und der Plan war, dass wir uns gegen Nachmittag auf einem Campingplatz zwischen Townsville und Airlie Beach wieder treffen werden. Nachdem wir aber dann ein paar Stunden später fertig gefrühstückt hatten und alles zusammengepackt war ging es für uns wieder ein Stück hoch in den Norden. Ursprünglich wollten wir mehrere Wasserfälle abklappern. Dass wir jedoch in einen total dichten Regenwald gelotst wurden war uns zu Beginn der fahrt noch nicht klar! Am Parkplatz angekommen spielten wir erstmal eine Runde 4 Gewinnt! Das Spielbrett war auf nem kleinen Spielplatz vorm Parkplatz und wir konnten uns natürlich nicht zurückhalten! Danach ging es aber auch los Richtung Wasserfall… Der Weg dorthin war echt cool! Riesige Bäume, kleine Bäche und einen Kroko-Fluss ganz am Anfang… Es war also alles da für den perfekten Horrorfilm und zu Beginn fühlten wir uns auch bisschen wie in einem! Nur noch ne Schlange oder eine dicke Spinne haben gefehlt um es perfekt zu machen! Daraus wurde leider nichts aber es war trotzdem eine schöne kleine Wanderung! nach einer gefühlten Ewigkeit kamen wir dann auch an den Wasserfällen an. Waren jetzt nicht gerade die krassesten aber sie war trotzdem gut für ein paar Fotos. Nachdem diese in der Tasche waren (notgedrungen, da der Akku von der Kamera leer war…) ging es zurück ans Auto und ab nach Townsville. Dort haben wir noch kurz getankt und einen kleinen Post raus gehauen bezüglich den Whitsundays. Wir hätten nämlich gerne eine Yacht gemietet, was sich aber erst dann rentiert, wenn man zu 6. ist! Ein Amerikaner hatte sich auch schon gefunden! Treffen würden wir ihn aber erst am nächsten Tag in Airlie Beach… Bzw. im Nachhinein haben wir es total vercheckt aber dazu später mehr… Nachdem der Post draußen war haben wir die Mädels eingesammelt und sind zusammen auf den nächsten Campingplatz gefahren. Der Campground war nichts besonderes! War nunmal ein kostenloser und dementsprechend wenig war auch vorhanden! (Nichtmal Toiletten, was die Mädels nicht ganz so cool fanden)! Dafür gab es nach dem Essen noch ein kleines Lagerfeuer und ein paar Jungs aus Deutschland kamen dann auch noch dazu (keiner sollte wissen, dass aus der Truppe später ein Konvoi werden sollte…) und so wurde noch ein bisschen gequatscht bevor es ins Bett ging. 

Kaum war die Sonne aufgegangen, war ich auch schon wach und machte mich voller Vorfreude nach unten, denn ich hatte Hunger! Als ich aber dann die Kühltasche aufgemacht hatte, in der unter anderem immer das Toast drinnen ist, ging meine Laune steil den Bach runter! Das Toast war verschimmelt… also sahen Tim und ich uns erstmal an und stellten fest, dass wir sehr zügig aufbrechen wollten um so schnell wie möglich an etwas essbares zu kommen. Wir hatten so gut wie nix mehr! Unser Wasservorrat betrug gerade mal einen knappen Liter pro Nase und zu essen hatten wir auch nichts mehr als unsere Notfallration Nudeln/Tomatensoße. Also wurde fix alles eingepackt und zusammengeschnürt, ab hinters Steuer und los gings zum nächsten Woolworth (welcher leider 45Min entfernt war)… Auf der Fahrt naschten wir dann erstmal ne ganze Packung Kekse! War vielleicht nicht die klügste Idee, denn durch die hatten wir auch noch ziemlichen Durst bekommen und das Wasser war somit auch leer… 45 Minuten später hatten wir es endlich geschafft und machten unseren Einkaufswagen voller denn je. Danach fuhren wir erstmal nach Airlie Beach. Wir wollten uns vor Ort mal informieren, was wir für Möglichkeiten hätten die Whitsundays zu besichtigen. Nachdem wir dann das fünfte Reisebüro hinter uns gelassen hatten stand unser Entschluss fest und wir buchten eine 2-Tägige Tour mit einem Segelschiff! War nicht ganz billig aber das Angebot haben wir einfach nicht abschlagen können! Glücklich ging es dann auch zum Check in bei der Organisation und danach auf einen Campingplatz mitten in Airlie Beach. Es war nicht die billigste Unterkunft aber für eine Nacht war das schon okay. Dort angekommen haben wir erstmal Gewaschen, denn das war mal wieder notwendig! Außerdem wurde natürlich noch gekocht und in der Küche war nach kurzer Zeit auch einiges los… Erst waren wir nur zu viert, haben bisschen gebraucht bis wir bemerkt hatten, dass die anderen beiden auch deutsche sind aber das ist ja normal, dass hier recht viele deutsche unterwegs sind! Dass aber immer mehr in die Küche kamen und das auch alles deutsche waren, dachten wir schon, dass wir auf der Reise wohl entweder Australier mit Verwandtschaft oder sonstigem aus Deutschland treffen oder eben Deutsche! Auf jeden Fall haben wir drei recht coole Dudes kennen gelernt. Zwei Kerle aus Kiel und ein Mädel aus Stuttgart! Sind echt cool drauf und vielleicht vergrößert sich ja unser Konvoi um ein Auto nach der Segeltour! Am Abend sind wir dann noch recht lange mit den neuen bekannten zusammen gesessen und haben gequatscht und gelacht! (Fabi ist wohl der beste Imitator von Lord Voldemort, den es gibt)!! Irgendwann ging es dann aber auch ins Bett, denn am nächsten Tag mussten wir noch einiges packen und noch bisschen was für die Bootstour besorgen!

 

Der ausführliche Eintrag über die Whitsundays Tour folgt innerhalb der nächsten Tage!

 

Bis dahin,
euer Sebi

01Oktober
2017

Erster Off-Road Track und Wasserfalltour!

Nachdem wir ausgeschlafen und bemerkt haben, dass wir nichts mehr zum Frühstücken hatten, haben wir erstmal alles zusammen gepackt und sind nach Cairns rein gefahren um zu frühstücken. Danach ging es in ein großes Einkaufszentrum in dem es freies WLAN gab. Wir checkten erstmal bisschen unsere Mails und haben uns am Ende dazu entschieden gleich weiter Richtung Norden zu fahren und unseren Road-Trip bereits zu beginnen, da ein Travelmate abgesagt hatte. Also ging es wieder mal ab ins Auto in Richtung Norden! Der Regenwald (Daintree National Park) war unser Ziel! Fathers and Friends hieß der Campingplatz zu dem wir wollten und nach einem kurzen Verfahrer haben wir ihn dann auch gefunden. Man muss sagen, dass er zurecht sehr gute Bewertungen auf WikiCamps hat! Anfänglich fanden wir es ziemlich komsich dort, weil anscheinend sowas wie eine Alarmanlage dem Besitzer signalisierte, dass neue Camper angekommen waren. Er kam dann auch schon recht zügig auf seinem motorisierten Dreirad angeheizt und brachte uns nachdem wir gezahlt hatten auf unseren Platz bzw. auf die Grünfläche! außer uns waren nur noch ein Pärchen aus Deutschland mit auf dem Campground. Erstmal das Zelt und das Bett aufbauen, genauso wie die Markise und nix wie kochen, denn wir hatten wahnsinniges Kohldampf!!!! Nach dem Essen sind wir dann noch kurz zu dem Haus vom Besitzer vor, an dem es freies WLAN gab und haben fix zwei Apps für die GoPro runter geladen, denn wir hatten sie das erste mal am Auto befestigt und ein paar aufnahmen gemacht. Anfänglich musste Tim alle paar Minuten aufs Dachschauen um sicher zu gehen, dass die Klebevorrichtung auch halten würde! Zum Glück halten die Dinger was sie versprechen und die GoPro thronte Bombenfest auf dem Dach. Auf dem Rückweg wurden wir dann noch von ein paar übergroßen Fledermäusen zu Tode erschreckt (die Dinger hatten locker ne Spannweite von einem Meter)!! Nichtsdestotrotz hab ich mir meine Kamera und mein Stativ gekrallt und musste einfach noch ein paar Bilder von dem Unglaublich geilen Sternenhimmel machen! Sind denke ich auch recht gut geworden… Danach gings aber erstmal schlafen.

Am morgen drauf ging es relativ früh raus aus den Federn, weil wir mitten in einem Art Vogelzentrum waren und die ganzen Vögel uns bzw. mich recht früh geweckt hatten. Beim Frühstück kam dann die nächste sehr lustige Überraschung auf uns zu!! In etwa 20 Meter Entfernung kamen auf einmal 7 Hennen um die Ecke! Jetzt mag man sich fragen was daran ne Überraschung sein soll und wir fanden es auch nicht allzu krass, bis sie auf einmal alle zu uns geschaut haben und anfingen einen Vollsprint zu uns hinzulegen (übrigens schauen sprintende Hennen wahnsinnig lustig aus)! Da sitzt man ganz entspannt beim Frühstücken und dann sowas… Zuerst haben wir uns noch so gedacht: „naja die werden schon irgendwann scheu werden und aufhören auf uns zuzulaufen“ aber Pustekuchen!! Die haben ihren Angriff einfach durchgezogen und wir sind erstmal aufgesprungen und mussten mit der Situation klar kommen! Man hat es ja schließlich nicht oft, dass 7 Hennen deinen Platz übernehmen wollen! Die ließen sich nichtmal verscheuchen und Tim fand heraus, dass sie am meisten Respekt vor einem bekamen, wenn man lautstark einen Gockel imitiert und sich ihnen entgegen stürzt! (leider hab ich kein Foto oder Video davon). Dafür hab ich ein Foto vom Boss der Hennen gemacht, welcher sich nichtmal dadurch aus der Ruhe bringen lies und sich einfach unseren Tisch unter den Nagel gerissen hatte. Nach ner Zeit hatte er aber auch keine Lust mehr uns am Frühstücken abzuhalten und zog leine. Wir haben dann erstmal zusammen gepackt und sind wiederum hoch Richtung Norden gefahren, aber zuerst ging es noch nach Port Douglas an den 4 Mile Beach! Einfach mal ein paar Stunden entspannen, bisschen am Strand pennen, sich bräunen und anschließend im Meer (29°) abkühlen und tat auf jeden Fall gut. Gegen 14:00 Uhr ging es aber dann auch weiter Richtung Regenwald. Wir mussten auf dem Weg zu unserem Campingplatz erstmal einen Fluss überqueren und haben dort den bis jetzt unfreundlichsten Australier kennen gelernt. Er arbeitete am Schalter vor der Fähre und vergab die Tickets (dass man bei solch einem Job keine sonderlich gute Laune haben kann ist irgendwie auch bisschen verständlich). Erst nuschelte er nur unfreundlich seinen Text runter (den ich erst nach´m 3. mal verstand) und gab uns dann auch noch ein Return Ticket obwohl wir nur ein One Way haben wollten…. Aber das merkten wir erst als wir auf der Fähre standen! Naja huift ja nix und so ging es dann teurer als erwartet auf die andere Seite des Flusses. Drüben angekommen ging es mitm Regenwald dann so richtig los und nach ca. 30 Minuten fahrt waren wir auch schon an unserem planmäßigen Campingplatz angekommen. Nur blöd, wenn man reservieren muss und Online eine Adresse angeben muss, die wir natürlich nicht haben… Ich wusste, dass man da auch alles per Anruf reservieren könnte, hab mir aber gedacht, dass wir das erst machen wenn wir vor Ort sind und auch wirklich was frei ist bevor wir dann im Vorhinein per Telefon was reservieren und am Ende ist nix frei.. (sowas soll vorkommen..) Nur blöd wenn man vor Ort kein Netz hat und die nächste Stadt oder das nächste Dorf in dem man welches hat ca. 30km in der anderen Richtung lag.. also sind wir einfach kurzerhand weiter gen Norden gefahren und haben dann notgedrungen auf einem Campground in Cape Tribulation genächtigt. Dort trafen wir beim Abendessen auch ein Australisches Pärchen und nachdem ich mir einige Informationen bezüglich der Westküste eingeholt hatte ging es auch schlafen, denn am nächsten Tag stand die erste richtig geile 4WD Strecke aufm Programm!!!

Aufstehen, Frühstücken, Auto einräumen und ab gings in Richtung 4WD Track! Achja und die Warme Dusche darf ich natürlich nicht vergessen! Es kommt nicht allzu oft vor, dass wir so einen Luxus haben! Zuerst mussten wir aber 30 Minuten in die andere Richtung fahren, weil dort die einzige Tankstelle in der Umgebung war und wir noch Tanken mussten… Danach konnte uns aber nichts mehr halten und so standen wir auch recht zügig an unserem ersten River Crossing! Der Track war an sich echt cool! Keine allzu krassen Herausforderungen aber saftige Steigungen gepaart mit tiefen Schlaglöchern gab es trotzdem. Zu Beginn der Strecke haben wir erstmal 5 Camper gesehen, die sich die Anstiege hochgequält haben! (hoffentlich sind sie nicht den ganzen Track gefahren, denn bei manchen Steigungen musste sogar unser Auto kämpfen und die Camper von den Leuten hatten schon Probleme bei einem kleinen Anstieg)! Beeindruckend war bzw. ist immer wieder die Weite dieses Landes! Die Landschaft ist traumhaft und ich bin jetzt schon total gespannt wie es im Westen aussieht, wenn es weniger Grün wird, sondern immer rötlicher. Nachdem wir den Track hinter uns gelassen hatten, haben wir uns entschieden direkt hoch nach Cooktown zu fahren um einzukaufen und um zu schauen ob wir ganz hoch ans Cape York fahren würden. Leider haben wir niemanden gefunden, der mit uns hoch gefahren wäre und da man die Tracks nach ganz oben sicherheitshalber nicht alleine machen sollte, sondern in einer Kolonne haben wir es gelassen und sind auf einen Campground etwas unterhalb von Cooktown gefahren. Es war eigentlich nur eine Art Haltebucht auf der ein Klo und eine kleine Hütte stand aber für eine Nacht war es eigentlich recht schön und eine Feuerstelle gab es auch. Es gibt einfach nix geileres als nach dem Abendessen sich entspannt ans Lagerfeuer zu setzen, Musik zu hören und einfach nur die Seele baumeln zu lassen! Umso trauriger ist es aber dann jedes mal wenn der letzte Ast / das letzte Holz ausgebrannt ist und man ins Bett gehen „muss“!

Der Morgen begann mit einem Rührei im Topf, weil wir zu faul waren die Pfanne vorm Essen abzuspülen. War vielleicht nicht die beste Idee, denn natürlich ist das Ei krass angebrannt und letztendlich haben wir den Topf einfach weggeschmissen. Er war einfach nicht mehr zu Retten! Danach wurde zusammen geräumt und der Weg durchs Landesinnere angepeilt. 3h fahrt standen auf dem Programm und sonderlich viel mehr haben wir an dem Tag auch nicht gemacht. Am Campingplatz angekommen haben wir dann erstmal drei Mädels kennen gelernt! Sie hatten ein paar Stunden zuvor anstatt dem Rückwärtsgang den Vorwärtsgang eingelegt und haben ganz gekonnt einen Holzstempen gekillt! Jetzt haben sie einen kleinen Riss vorne an der Stoßstange und wussten nicht so ganz was sie tun sollten! Der Riss ist - meine ich - überhaupt kein Thema, da er nur im Plastik ist und nichts lose rum flattert! Die Mädels sind aber gegen alles mögliche Versichert also sollte das kein Problem sein! Wir sind dann noch bisschen mit ihnen zusammen gesessen, haben gequatscht und bisschen Goon getrunken und dann ging auch schon schlafen.

Am nächsten Morgen haben wir dann alle gemeinsam entschieden, dass wir zusammen die ganzen Wasserfälle around Cairns abklappern werden und es sollte ein richtig geiler Tag werden! Nach dem Frühstück sind wir dann los zum ersten Wasserfall. Den Milla Milla Falls. Es ist ein recht großer Wasserfall aber leider war es am morgen recht kalt also konnten wir nicht reinspringen. Also ging es weiter zu den Zillie Falls, die wahnsinnig schön waren! Mehrere kleine Wasserfälle gingen in einen Großen über und ich konnte mich gar nicht satt fotografieren! Es war einfach eine super schöne Location! Gefühlte 200 Bilder später sind wir dann weiter zum nächsten und das waren die Ellinjaa Falls! Die waren einfach der HAMMER!! Ich hätte mich einfach in der Landschaft verlieren können und einige recht gute Fotos sind auch raus gesprungen (unter anderem dank einem Australier, der bereits dort war und einen ND Filter dabei hatte den ich mir ausleihen konnte). Es war einfach wie man es sich Vorstellt! Ein Wasserfall, drunter ein kleiner Creek mit Steine und einem dicken Baumstumpf vorm Wasserfall etc. Nachdem ich dort alle möglichen Spots abgewirtschaftet hatte ging es wieder zum Auto und ab zum nächsten Wasserfall. Es war eine reine Wasserfalllandschaft!! Immer nach 10 Minuten fahrt kam der nächste! Die Nandroya Falls sollten laut Wikicamps traumhaft sein aber bis auf ne Bremsenplage haben wir da nix besonderes gesehen! Final ging es dann aber zu den Josephine Falls und wir sollten auch dort nicht enttäuscht werden! Es war der krönende Abschluss der Wasserfall-Tour! Dort gab es oben einen echt tollen Wasserfall und unten einen kleinen auf dem man runter rutschen konnte! Das Wasser war ziemlich kalt aber es tat auch gut und wahnsinnigen Spaß haben wir auch gehabt! Natürlich musste ich auch hier alles auf Foto festhalten und eigentlich brauch ich hier gar nicht so viel zu schreiben, denn Bilder sagen bekanntlich mehr als 1000 Worte!!

Damit wars das auch mit diesem Eintrag von unserem Trip nach Cooktown und unserer Wasserfall-Tour! Lasst die Bilder auf euch wirken und freut euch schonmal auf den nächsten Eintrag! Denn jetzt gehts die Ostküste runter zu traumhaften Stränden und vielem mehr!!!

Bis dahin,
euer Sebi

27Sept
2017

Vom Schnorchler zum Adventure Diver

Nachdem wir den Campingplatz verlassen hatten, ging es wie schon im letzen Eintrag erwähnt hoch nach Cairns. Da wir das Hostel jedoch nur für die beiden Nächte von Dienstag auf Mittwoch und Donnerstag auf Freitag gebucht hatten, mussten wir zwangsläufig irgendwo anders unterkommen. Da wir nicht unbedingt am Straßenrand unseren Tisch etc. raus holen wollten um zu kochen, sind wir letztendlich auf einen Campground etwas außerhalb von Cairns gefahren. Das Wetter war nicht gerade optimal zum Campen… Zwar hatte es angenehme 25°+ aber es regnete durchgehend! Gott sei dank hatten wir unsere Markise!! Wir feierten es aber erstmal viiiel mehr, dass auf dem Campingplatz mehrere bzw. beinahe nur andere Backpacker mit ihren Campern standen!!! Endlich hatten wir die jungen Reisenden gefunden! Natürlich waren auch einige Deutsche darunter uns so kam es, dass wir nach/während des Essens mit einem Pärchen aus Aschaffenburg zusammen saßen und danach dann noch in die Mitte des Platzes gingen, wo sich ein paar Australier einen „Unterschlupf“ mit zwei Markisen gebaut hatten und uns einluden dazu zu kommen. (einer der Australier hatte sogar ne Playstation etc. im Camper). Irgendwann ging es dann aber auch schon voller Vorfreude ins Bett, denn am nächsten Tag startete auch schon unser Tauchkurs.

 

Um halb 9 waren wir an der Tauchschule und wurden gleich in eines der Klassenzimmer gesteckt. Es waren vier Mappen mit Unterlagen auf den Tischen bereit gelegt worden. Logischerweise waren wir also zu viert im Kurs! Außer uns waren noch zwei Jungs dabei. Der eine (Luca) kommt aus Frankfurt und der andere (Domi) ebenfalls aus Bayern. Wir haben echt Glück gehabt, dass wir nur so wenige waren! Im englischsprachigen Kurs waren es zu Beginn 11! (warum zu Beginn erkläre ich später noch genauer). Auf jeden Fall lernten wir dann erstmal unseren Tauchlehrer -Martin- kennen, welcher ein super cooler Typ ist!!! Nach drei Stunden Theorie und einer Mittagspause in der Tauchschule ging es dann auch schon los mit der Taucherei. Wet-Suit, Brille, Schnorchel und Flossen waren schnell gereicht! Alles, rund um die Flasche ebenfalls. Zuerst musste Martin aber abchecken ob wir überhaupt des Schwimmens mächtig sind, also war erstmal 10 Minuten Wassertreten und 25 Bahnen schnorcheln angesagt. Als wir das geschafft hatten ging es auch schon an das echte Tauchequipment und in den Pool. Begonnen haben wir natürlich im seichten Teil des Pools mit kleinen Übungen, wie z.B. dem ausblasen der Maske wenn Wasser drinnen ist. Nach dem ersten Übungstag im Pool stand noch ein Vortrag von „Reef Teach“ auf dem Programm! Dabei ging es grundsätzlich um das Great Barrier Reef, seine Bewohner und wie es sich entwickelt etc. Der Vortrag war wahnsinnig gut gemacht! Gareth, der ihn hielt ist ein lustiger Vogel mit einem echt guten Humor! Nach ca. 2h sind wir dann mit geballtem Wissen über das Riff Richtung Hostel getigert. Dort angekommen stand nicht mehr viel auf dem Programm außer essen und schlafen, da es am zweiten Tag des Kurses früh raus ging und wir zudem noch ziemlich müde waren, nach einem langen Tag wie diesem, vollgepackt mit neuen Erkenntnissen und Erfahrungen.

 

Am Zweiten Tag des Tauchkurses ging es bereits um 7:45 in der Tauchschule mit einem Vortrag los. Darin ging es um jegliches Tauchequipment und deren Vor- und Nachteilen. Als wir das geschafft hatten, ging es endlich wieder in den Pool und wir haben mehr reine Tauchzeit gehabt als am Vortag! Wir durften auch direkt ganz verschiedenes Equipment ausprobieren um eventuell einen Favoriten zu haben bevor es in der Mittagspause in den Shop ging. (ist natürlich nicht dumm, Frischlinge mit guten Equipment zu ködern und zu hoffen, dass sie es sich danach kaufen)! Es standen im Pool wieder einige Übungen auf dem Programm wie z.B. das Maskenfluten/abnehmen und ausblasen unter Wasser, Wasserlageübungen und unter anderem das an- und ablegen der Ausrüstung unter Wasser. Auch Übungen unter künstlicher Atemnot (einer hat plötzlich keine Luft mehr, muss es dem anderen signalisieren und danach von der Flasche des Partners mit atmen). Nach den Übungen und dem Verstauen der Ausrüstung ging es dann erstmal zum Shop. Ich hätte den ganzen Laden leer räumen können!!! Soooo viel cooles Zeug und man kann sich gar nicht satt sehen. Am Schluss gab es für mich einen „Shark Skin“ - sowas wie ein Neopren nur für den Oberkörper + Kapuze, eine Taucherbrille, Neobrenschuhe und ein Mundstück, das ich an mein Gebiss anpassen kann. Frisch und glücklich ausgerüstet fuhr Martin mit uns dann zu einem Burgerladen namens „Grilled“ in dem alle Tauchschüler, die mit einem Tauchlehrer hingehen Fries und ein Getränk umsonst bekommen und somit nur noch den Burger zahlen müssen. Der Burger war übrigens der beste den ich in meinem Leben jemals gegessen habe!!!!! Hans im Glück etc. können alle einpacken!! Nur schade, dass es in Deutschland keinen „Grilled“ gibt (vielleicht hab ich ihn aber auch einfach noch nicht gefunden). Nachdem wir uns die Plauze voll gestopft hatten, ging es wieder in die Tauchschule für den finalen Part der Theorie. Nach einer gefühlten Ewigkeit hatten wir das und auch die theoretische Prüfung mit Bravour bestanden und waren einfach nur noch Feuer und Flamme auf den Trip, welcher am nächsten morgen beginnen würde. Zuerst ging es aber noch mit Martin in seine Lieblings Chicken Wings Bar, in der es Donnerstags immer ein Special gibt. Die Wings waren ganz gut aber meiner Meinung nach nicht die besten, die ich jemals gegessen habe (sorry Martin). Nach ein paar Bier und den Wings ging es dann auch wieder ins Hostel und recht zügig ins Bett.

 

Der Wecker klingelte um 5:45 und ich saß bereits aufrecht im Bett, bereiter denn je aufs Boot zu gehen. Die Sachen waren bereits gepackt und an der Tauchschule wurden wir von Martin eingesammelt und zum Shop gebracht. Luca, einer der beiden anderen Deutschen in unserem Kurs hat erstmal komplett vercheckt, dass um 6:20 Treffpunkt am Shop war und nicht um 7:20… also mussten alle auf den Dulli warten. Martin musste letztendlich in das krasseste Partyhostel laufen um ihn zu holen! Als sie dann beide da waren, ging es für alle aufs Boot und auf die 3-stündige fahrt raus aufs Great Barrier Reef!!!!! Die fahrt war einfach nur GEIL!! Das Geschaukel, aufm Meer, mit dem wissen drei super geile Tage zu haben… Was gibts denn besseres! Am Riff angekommen mussten wir dann auch gleich unser Equipment herrichten und es ging zum Briefing für unseren ersten Tauchgang im offenen Meer! Wir machten zuerst ein paar Übungen an der Wasseroberfläche und dann ging es auch schon runter in die Welt der Haie, Korallen und Schildkröten! Es war einfach wahnsinnig aufregend das erste mal richtig abzutauchen und am Grund des Meeres in einer Tiefe von 10/12 Metern zu knien um Übungen zu machen. Unter anderem mussten wir die Maske abnehmen, wieder aufsetzten und dann „ausblasen“ -> das Wasser in der Brille verdrängen. Danach standen Schwebeübungen auf dem Programm. Anschließend ging es aber erstmal auf Entdeckungsreise und wir sollten nicht enttäuscht werden! Wir sahen sofort einen Blaupunktrochen, welche sehr scheu und nicht allzu leicht zu finden ist. Nach ca. 40 Minuten ging es wieder an die Wasseroberfläche. Alle waren wahnsinnig geflashed und waren angesteckt von der Sucht des Tauchens! Am selben Tag stand für uns dann noch ein weiterer Tauchgang auf dem Programm bei dem wir wiederum einige Übungen absolvierten und uns am Ende mit den Rettungsmitteln an unserer Ausrüstung bekannt machten bzw. sie aufprobieren konnten. Nach dem zweiten Tauchgang war für uns aber erstmal Ende für den ersten Tag. Die anderen bereits Qualifizierten Taucher, die mit auf dem Boot waren durften aber noch einen Nachttauchgang mitmachen. Ich war schon ziemlich neidisch, weil ich auch mit wollte aber unser Nachttauchgang war erst einen Tag drauf, dazu später mehr. Auf jeden Fall darf ich das Kulinarische natürlich nicht vergessen! Es war der Hammer!!! Nach jeglichem Programmpunkt gab es essen! Jedes mal wenn man in den „Saloon“ kam war essen auf der Theke! Frühstück, Mittagessen und Abendessen ist klar aber zwischen den großen Essen gab es immer Kuchen, Kekse oder sonst was! Einfach ein Traum und wir werden diesen Luxus vermissen wenn wir wieder in unsere Kühlbox im Auto schauen und feststellen müssen, dass die Auswahl ziemlich mager ist… Aber wir wollen uns mal nicht beschweren, denn man kann aus Nudeln und Reis massig Gerichte zaubern. Der erste Tag aufm Boot endete dann mit einer gediegenen Skatrunde mit Tim, Martin und mir! Natürlich hab ich den beiden Pappnasen gezeigt wo´s lang ging und so ging es nach zwei Feierabendbierchen und einem Sieg in der Tasche ab in die Kojen (welche ziemlich genau 1,97m lang waren). Ich fühlte mich bisschen wie in einer Schraubzwinge… Kopf und Füße standen an den Enden an und nach rechts und links war vielleicht 15-20cm Platz. Aber es war sonst recht bequem und ich bin ja Betttechnisch so einiges gewöhnt!

 

Wir wurden relativ unsanft von unserem Koch geweckt, welcher jeden Morgen von Koje zu Koje lief und kräftig dagegen hämmerte. „good morning guys, it´s time for the first breefing!“ schrie er dazu um viertel vor sechs durch den Gang! Also ab in die kurze Hose und rauf aufs Deck! Da wartete auch schon Martin mit Anweisungen auf uns. Wir waren nur noch zwei Tauchgänge davon entfernt unseren ersten Tauchschein zu bekommen also waren alle ziemlich aufgeregt. Beim ersten Tauchgang des Tages sind wir dann auch auf bis zu 17 Meter tiefe getaucht. Martin hatte uns am Abend vorher eine kleine Challenge gegeben. Jeder, der es schafft auf genau 17,0m zu tauchen durfte sich etwas aus dem Süßigkeiten oder Spirituosen Kühlschrank (welcher normalerweise was kosten würde) nehmen und auf seine Kosten verzehren. Ich hab die Challenge aber nicht mehr im Hirn gehabt (war ziemlich früh^^) und war nur auf 16,7m aber Tim und Domi haben sich ihren ersten Snickers Riegel verdient! Luca stattdessen schlug übers Ziel hinaus und ging bis auf 17,2m. Es gab natürlich nur etwas, wenn man genau auf die 17m tauchte. Alles drunter war kein Problem aber für alles drüber gab es eine Strafe. Diese hieß Vegimite (weiß nicht genau wie man das schreibt)! Wer Vegimite nicht kennt, muss wissen, dass es der ekelhafteste Brotaufstrich ist, den man essen kann!!! Wie das einige Australier essen können ist mir ein Rätsel. Es soll schmecken wie ein Maggi Brühwürfel oder so… Kann leider nicht aus Erfahrung sprechen, weil ich mich noch nicht überwinden konnte es zu probieren… (vielleicht kommt das ja noch). Da Martin aber kulant war, gab er allen nochmals eine zweite Chance. Im zweiten Tauchgang sind wir dann wieder bis auf 17m runter und wer es nochmal schafft bekommt wiederum eine Belohnung. Wer nich eine Bestrafung. Für Luca ging es also um alles oder nichts!! Entweder er muss eine doppelte Portion essen oder gar nichts. Uuuuuuuuund er tauchte ganz lässig auf 17,8m und musste so einen großen Teelöffel Vegimite essen! Ich habe mir mein Snickers natürlich auch noch verdient, genauso wie Tim und Domi sich ihr zweites verdient haben. Also saßen wir beim Mittagessen alle zusammen und freuten uns über unseren bestandenen Tauchschein. Bis auf Luca… Naja er freute sich schon auch, dass er bestanden hatte aber die Sache mit der Bestrafung klemmte schon ziemlich in seinem Gedächtnis. Martin kam dann auch recht zügig mit einem riesigen Grinsen im Gesicht dazu und gratulierte uns allen zum bestandenen Tauchschein. Nachdem wir die Kärtchen in der Hand hielten ging es für Luca erstmal an seine Bestrafung und ich bin mir sicher, dass er niemals wieder sowas essen wird! Er fand es einfach nur widerlich! Nach dem Mittagessen ging es dann endlich als fertige Taucher zum Tauchen. Es war schon ein echt cooles Gefühl als zum Briefing gerufen wurde und wir nicht zu unserem Tauchlehrer liefen um ein abgespecktes für Schüler zu bekommen sondern ein richtiges, wie jeder Taucher -egal ob Open Water Diver oder Dive Master - eines bekam. Nach dem Briefing sprangen wir also in unsere Montur, absolvierten den Buddy-Check und dann ging es auch schon auf eigene Faust ins Meer. Es war der HAMMER!!! Wir sind gleich durch einen Tunnel getaucht, haben den Schlafplatz einer 5-Meter Schildkröte angeschaut und noch viel viel mehr! Am Ende hatten wir noch ein bisschen Orientierungsprobleme wo das Schiff sei aber nachdem wir kurz an die Oberfläche sind um nachzuschauen merkten wir, dass wir eh schon auf dem richtigen Weg waren. Wieder auf dem Boot angekommen mussten wir natürlich gleich mit allen anderen unsere Erfahrungen unter Wasser teilen und auch fragen was der Rest so spannendes gesehen hatte. Neidisch waren Tim und ich im Nachhinein aber etwas auf Domi und Luca, denn wir hatten sie kurz am Tunnel getroffen und sind dann nach diesem getrennte Wege gegangen (oder vielleicht sagt man da auch getaucht?!) Wie auch immer, auf jeden Fall hat sich ihnen kurz nachdem wir ums Eck waren ein Weisspitzen-Riffhai gezeigt und den hätten Tim und ich natürlich auch unbedingt sehen wollen. Naja huift ja nix und so ging es erstmal zum Abendessen bevor das Highlight des Tages aufm Plan stand. Ein Nachttauchgang an dem wir auch Teilnehmen durften!!! Bevor es ins Wasser ging, bekamen wir nochmal ein extra Briefing bezüglich Nachttauchen. Danach ging es aber ins Wasser und ab zum Schlafplatz der Riesenschildkröte. Wir hofften natürlich alle, dass sie auch dort sein würde und wir sollten nicht enttäuscht werden! Dort angekommen sah ich sie zunächst überhaupt nicht, weil es nicht allzu leicht ist im Dunkeln sich nur mit ein paar Taschenlampen zu orientieren und dann auch noch die einzelnen Konturen auszumachen aber nach kurzer Zeit sah ich sie dann auch!!! Sie war einfach RIIIIIIIESIG!!!!!! Total Happy ging es dann auch weiter zum nächsten Teil des Nachttauchgangs, an dem wir uns auf dem Meeresgrund abgesetzt hatten. Durch wildes rum fuchteln mit den Armen über die Bläschen, die wir ausgeatmeten konnte man sowas ähnliches wie Glühwürmchen (ich glaube es war Plankton) unter Wasser sehen! Es sah total cool aus wie auf einmal alles voller grüner Punkte war! Danach ging es dann auch schon wieder Richtung Boot und als wir unseren Sicherheitsstop auf 5m machten sah ich auch endlich meinen ersten Hai! Er war ziemlich groß (Martin meinte so an die 2m), aber auch ziemlich weit weg leider… Auf jeden Fall ging es nach dem Stop wieder aufs Boot. Danach sind wir noch bei Kuchen und einer Runde Skat zusammen gesessen. Es ging aber etwas früher ins Bett als am Vortag, denn am nächsten Tag stand für mich einiges auf dem Programm.

 

Der letzte Morgen auf dem Boot begann wieder mal mit einem kräftigen Hämmern an unserer Tür. Ich sprang auf und eilte hoch, denn es ging zum Deep-Dive. Luca, Domi und ich entschieden uns, den Adventure Diver Schein gleich hinterher zu legen. Mit diesem kann man letztendlich bis auf 30m tiefe Tauchen und nicht „nur“ auf 18 wie beim Open Water Diver. Der erste Tauchgang war also der Deep-Dive und es ging runter bis auf beinahe 30m (es waren am Schluss 27,6m). Es ist schon Atemberaubend in solch einer Tiefe zu Knien, nach oben zu schauen und es einfach mal auf sich wirken zu lassen wie tief unter der Wasseroberfläche man immer noch entspannt Atmen kann. Martin zeigte uns da unten noch einige Sachen, was die Tiefe so alles kann (z.B. eine Flasche mit Luft drinnen, die es auf der Tiefe komplett zerdrückt hatte). Unter anderem erkennen unsere Augen einige Farben nicht mehr. Rot ist z.B. die erste Farbe, die flöten geht. Auf dem Weg zurück zum Boot machten wir einen kurzen Stopp an einer Riffwand, die senkrecht vor uns nach oben ging. Wir waren alle auf Martin fixiert und auf einmal drehte er sich um und zeigte uns das Zeichen für einen Hai! Ich drehte mich direkt um und hoffte, dass er nicht allzu weit weg sein würde. Das war er auch überhaupt nicht!!! Aus irgendeinem Grund hatte er total Lust auf die Nähe zu uns Tauchern und schwamm einfach mal 2-3m neben uns hin und her!!! Der Wahnsinn!!!! Es war ein Weißspitzen-Riffhai und mit vielleicht 1,5m nicht der größte aber es war trotzdem ein wahnsinnig cooles Erlebnis!! Danach ging es die Steilwand hoch zurück zum Boot, unter dem ein knapp zwei Meter Barrakuda chillte! Der Tauchgang musste an Deck erstmal verdaut werden. Wir sahen uns alle nur an und waren komplett sprachlos!

Es standen noch zwei weitere Tauchgänge auf dem Programm. Einer war Teil des Adventure Diver - Kurses und beinhaltete ein Navigationstraining. Dieses war beim nächsten Tauchgang fällig. Im Briefing erklärte uns Martin, was wir für Übungen absolvieren mussten. Unter anderem sollten wir mit dem Kompass einige Aufgaben bzw. Richtungen einschlagen und am Schluss führte uns Martin noch durch das Riff und tat so als würde er irgendwann die Orientierung verloren haben und wir mussten ihn wieder zurück an unseren ausgemachten Ort bringen. Ist für uns natürlich überhaupt kein Problem gewesen und wir bestanden mit Bravour! An Deck gab es dann auch schon die Gratulation und den zweiten Tauchschein für uns drei. Tim war in der Zwischenzeit zweimal mit Tina und Guido tauchen. Die beiden kommen aus Hamburg und haben ihn direkt unter ihre Fittiche genommen! Der letzte Tauchgang war dann nochmal ein „Fun-Dive“ und so erkundeten Tim und ich nochmals auf eigene Faust das Riff. Wir sahen unter anderem nochmal zwei Blaupunkt-Rochen, welche nicht leicht zu finden sind! Haie sahen wir auf unserem letzten Tauchgang leider nicht mehr aber ein Selfie mit Nemo gab es trotzdem noch! Schweren Herzens ging es dann für mich ein letztes mal aus dem Wasser und ich wünschte wir hätten noch ein paar Tage dranhängen können…

Am Abend trafen wir uns dann alle nochmals zu einem „Abschlussabend“ in einem Bayerischen Lokal! Jaaa die Tauchschule hat schonmal im Vorhinein in einem Bayerischen Lokal reserviert!!! Die haben halt einfach Stil! Also nix wie rein in die Lederhos´n und ab in die City! Auf dem Weg zur Location trafen wir erstmal noch eine Rosenheimerin, die vom weiten schon „SERVUS“ schrie und sich damit outete. Im Lokal angekommen bekam ich dank meiner Tracht erstmal einen Schnaps for free und dann gab es auch schon die erste Maß! War zwar Löwenbräu aber es war einfach ne Maß in Australien und das machte mich schon glücklich. Der Abend war entspannt und nach ein paar Stunden sind wir dann fix und fertig auf einen Campingplatz außerhalb von Cairns gefahren und haben mal so richtig ausgeschlafen.

Das waren auch schon die traumhaften Erfahrungen des Tauchkurses! Wir können ProDive Cairns nur wärmstens empfehlen (am besten bei Martin!!) und sind froh den/die Schein/e dort gemacht zu haben! Ich hoffe du hast einen kleinen Einblick in unser Erlebnis bekommen! Im nächsten Eintrag wird es um unseren erstern entspannter Road-Trip in und durch den Regenwald nach Cooktown gehen.

 

bis dahin,
euer Sebi

18Sept
2017

2500km bis Cairns sind geschafft!!

Der frisch geschmiedete Plan aus der Library war letztendlich, recht weit Richtung Norden auf einen Campingplatz direkt am Meer zu fahren. Kurz bevor der Off-Road Teil jedoch beginnen sollte entschieden wir uns noch fix bei Woolworth bisschen einzukaufen. Als wir jedoch wieder zum Auto kamen erwartete uns die nächste Herausforderung! Es ging nicht mehr an bzw. der Schlüssel ließ sich nicht mehr umdrehen und dadurch das Auto nicht mehr starten. Im ersten Moment haben wir uns nur so gedacht: „shit, wir sind so gut in der Zeit und hätten endlich mal bei Licht an einem Campground ankommen können und dann kommt sowas“… Gott sei dank war es in Deutschland gerade morgens und so konnte ich meinen Vater gut erreichen. Ich wusste, wenn jemand jedes Auto wieder zum laufen bringen kann und jegliches Problem lösen kann, dann ist es mein Vater!!! (US Cars Lothar Wolf GmbH in Olching für alle die einen 10* Kfz-Meister benötigen ;) )! Die Laune war bei mir daher gar nicht mal so schlecht. Ich habe also einige seiner Anweisungen befolgt und diente als „Werkzeug“ auf der anderen Seite der Welt. Die ersten Versuche waren leider nichts und wir machten uns auf zu einem Mechaniker. Der konnte uns leider nicht helfen, weil er zu beschäftigt war, gab uns aber eine Nummer von einem anderen. Den haben wir dann auch gleich angerufen und mussten feststellen, dass auch er uns nicht direkt helfen konnte. Es gab letztendlich zwei Möglichkeiten… Möglichkeit 1: das Auto abschleppen lassen (110 Dollar) oder Möglichkeit 2: irgendwie versuchen die Karre wieder zum laufen zu bekommen! Das Problem letztendlich war, dass wohl ein Stift im Zündschloss verrutscht/eingeklemmt oder ähnliches war/ist. Nachdem ich dann die Abdeckung unterm Lenkrad abgeschraubt hatte ging es weiter mit dem Schloss an sich. Ganz hinten, am Ende des Schlosses war ein Plastikstecker, der mit zwei kleinen Schrauben festgemacht war. Diese Schrauben galt es aufzumachen, den Stecker zu entfernen und das Auto dann mithilfe eines Schlitzschraubenziehers zu starten. Hört sich einfach an, ist es auch, wenn man ordentliches Werkzeug da hätte. Also musste ich erstmal in den Woolworth und hab zum Glück ein kleines Set finden können, welches uns weiterhelfen konnte. (wir haben durch den Bettbau zwar Werkzeug da, jedoch nicht das richtige für diese Geschichte…) Zuerst musste ich dann den Griff vom Kreuzschraubenzieher mit der Säge etwas kürzen, damit er nicht zu lang war. Dank des kürzeren Schraubenziehers konnte ich dann nach ca. 10 Minuten die versteckte hintere Schraube lösen und den Stecker raus ziehen. Jetzt kam natürlich die Stunde der Wahrheit… Schraubenzieher in den Schlitz, umdrehen und die Karre lief wieder!!!!! Unsere Jubelschreie wurden durch einen Australier auf der anderen Seite des Parkplatzes erwidert und wir packten unser Campingzeug wieder ein. Wir hatten kurz davor begonnen alles schön aufzubauen und zu essen, weil wir uns schon auf eine Nacht auf dem Supermarktparkplatz eingestellt hatten. Fertig eingeräumt und mit laufendem Auto ging es dann - wieder mal - bei Dunkelheit los Richtung Norden. Nach 1,5h fahrt sind wir dann einfach auf irgend einen Parkplatz, bauten das Bett um und fielen todmüde in die Matratze.

Am morgen drauf ging es auch schon wieder recht früh weiter, weil wir uns mit einem chilligen Tag in Byron Bay verwöhnen wollten nach all den Strapazen des Vortages! Wir waren dann so gegen halb 10 dort und frühstückten das erste mal am Strand, sahen Surfern zu und genossen es extrem am Strand zu sein und die Seele bisschen baumeln zu lassen!! Das Geld für das Auto war inzwischen auch auf meinem Australischen Konto angekommen also sind wir nach dem Aufenthalt am Beach weiter Richtung Bank gezogen, haben das Geld an Tom überwiesen. Danach haben wir dann erstmal besprochen, wohin es jetzt gehen sollte. Am Auto fehlten letztendlich noch zwei Units, die es perfekt machen würden. Zum einen ein Dachzelt und zum anderen eine Markise. In Grafton waren wir bereits in einem Laden, der dies auf Autos montiert, es aber nicht vorrätig hatte und uns eine andere Werkstatt empfohlen hatte. An genau dieser, - welche sich an der Gold Coast befindet - angekommen, informierten wir uns erstmal wieviel uns der ganze Spaß kosten würde. Mit satten 2,300,- Doller ist der Preis jetzt nicht gerade traumhaft aber der Verkäufer kam uns entgegen und rechnete uns alle möglichen Rabatte drauf. Dank des finanziellen Zuschusses meiner Eltern für das Zelt (sie werden auf jeden Fall ja auch davon profitieren), ging der finale Preis von 2,000,- Doller dann für mich in Ordnung, also machten wir direkt einen Termin für den nächsten Tag aus um es direkt Montieren zu lassen. Direkt nebenan fanden wir dann auch noch eine Werkstatt, die spezialisiert auf Risse in den Scheiben ist. (wir haben einen kleinen Riss wegen einem Stein oder ähnlichem in der Windschutzscheibe gehabt, welcher größer geworden war). Eigentlich wollten wir uns dort einfach mal informieren wieviel sowas kosten würde und hofften, dass die Scheibe nicht ausgetauscht werden müsse! Zum Glück war der Typ suuuuper cool drauf und behob uns den Schaden direkt für einen moderaten Preis. Nachdem das alles erledigt war hatten wir endlich gute Chancen bei Sonnenlicht an einem Campingplatz anzukommen und fuhren auch direkt los! Nach ner Stunde fahrt und 30 Minuten Off-Road ging es aber nicht weiter, da ein Tor uns den Weg versperrte… „na super, das könnte uns mal wieder die Ankunft bei Sonnenlicht kosten“ hab ich mir nur gedacht und als und dann ein Ranger sagte, dass es da nicht durch ging mussten wir wohl oder übel wenden und uns was anderes Suchen. Noch hatten wir aber 3/4h Zeit was zu finden bevor die Sonne unter ging. Letztendlich war es gut, dass es nicht weiter ging, denn sonst hätten wir komplett vergessen, dass wir den Umbau vom Auto bar zahlen müssen und das Limit beim abheben an den ATM´s bei 1000,- Doller lag. Also sind wir erstmal zu dem nächsten ATM meiner Bank gefahren (welcher 30 Minuten entfernt in einem richtig komischen Bergdorf lag) und haben es dann auch geschafft eine Stunde vor Sonnenuntergang auf unserem neuen Campground anzukommen. Das erste mal bei Sonnenlicht das Bett umbauen, kochen, alles herrichten etc. war schon ziemlich komisch und Sätze wie: „also eigentlich sollten wir das erst bei dunklem machen“ oder „voll komisch das zu machen wenn man alles sieht“ waren keine Seltenheit! Nachdem wir dann gegessen hatten und es Dunkel war, haben wir uns Bettfertig gemacht und wollten noch nen Film schauen. Als wir aber auf die Uhr sahen und es einfach 19:00 Uhr war mussten wir lachen, weil es sich wie 23 Uhr angefühlt hatte! Naja ich bin dann auch nach 10/15 Minuten eingepennt und hab das erste mal so richtig Schlaf nachgeholt.

Nach dem Frühstück ging es dann auch wieder in Richtung Gold Coast zurück. Der finale Umbau stand auf dem Plan und wir freuten uns total das Auto endlich abgeben zu können! Beim Monteur angekommen erklärten wir ihm schnell wie man unser Auto inzwischen starten muss und dann ging es auch schon zum Mc Donalds um sich mit WLAN und einem Kaffee die Wartezeit (3h) etwas erträglicher zu gestalten. Nach knappen drei Stunden riefen wir also kurz an und erkundigten uns wie weit das Auto war. Fünfzehn Minuten brauchten sie noch also sind wir auf dem Weg zurück zur Werkstatt an einem Domino´s vorbei und haben uns noch eine Pizza gegönnt. Staunend und auch Stolz sind wir dann mit einem fetten Grinsen in den Laden gestapft, nachdem wir das Auto fertig umgebaut gesehen hatten. Bezahlt und erklärt war auch schnell alles und so konnte es dann weiter Richtung Norden gehen. Was wäre jedoch ein Tag ohne irgendwelche Komplikationen… Nachdem wir bei Coles (Supermarkt) noch Eis geholt hatten um unsere Kühlbox weiterhin schön kühl zu halten, kam es dann zu genau diesen Komplikationen! Der Blinker ging nicht mehr, genauso wie der Tacho und sonstigen Anzeigen im Armaturenbrett… Ich hab mir nur gedacht: „na super, das könnte ne Herausforderung werden“! An der nächsten Tanke sind wir dann natürlich gleich raus gefahren und ich hab mir mal angeschaut, was es hätte sein können. Der Verdacht, dass es an dem Stecker, mit dem wir das Auto starten zu tun haben könnte lag nah und so war es dann auch. Kaum hatte ich die Abdeckung runtergeschraubt, flog mir der Stecker auch schon mehr oder weniger entgegen. Im ersten Moment war ich verzweifelt und überfordert! Wusste nicht so recht was ich tun sollte aber dann hab ich mir gedacht: „das bekommst du schon auch noch hin“, „schau es dir in Ruhe an und bring den scheiß einfach wieder zum laufen“! So kam es dann auch! Nach ca einer halben Stunde - Stunde Fummelarbeit und logischem Durchgehen des Schalters, hatte ich alles wieder richtig zusammen gebaut und musste es nur noch wieder an seinen Ursprünglichen Ort anbringen. Das war dann auch recht schnell geschafft und die Stunde der Wahrheit rückte näher… Schraubenzieher rein, umdrehen uuuuunnnnnnnddddd………. ER LIEF WIEDER!!!!!!! Nach meinem kleinen Anfall aus Freudensprüngen und Jubelschreien gings also ab hinters Steuer und mit frischem Elan Richtung Norden (wieder mal mit ner fetten Verspätung im Gepäck)! Ankunft am Campingplatz war dann natürlich wieder mal bei Dunkelheit. Dass ich das Zelt dann natürlich auch gleich austesten wollte ist ja klar, aber es im Dunkeln das erste mal aufbauen zu müssen war weniger cool… Zum Glück hatten wir total nette Nachbarn - ein Ehepaar aus Brisbane, die gerade mit ihrem Boot wieder aufm weg nach hause waren -, die mir mit ihrer Taschenlampe den „Weg“ leuchteten und mit Rat und Tat zur Seite standen. Nachdem das Zelt dann aufgebaut war, ging es ans essen machen und danach dann auch recht zügig ins Bett, denn am nächsten Tag stand ein knapp 600km Trip vor uns.

Die erste Nacht im Dachzelt war extreeeeem kalt aber gut! So gegen halb 7 wurde ich „liebevoll“ von Tim geweckt und es ging gleich an einen keinen Basketballplatz direkt neben dem Campingplatz für ein kleines Tabata-Workout am morgen (vertreibt bekanntlich Kummer und Sorgen). Das tat auf jeden Fall wahnsinnig gut! Noch besser war jedoch die warme 3 Minuten Dusche die es kostenlos auf dem Campground gab!! Die erste warme Dusche seit dem Auszug aus dem Hostel!! Nach dem Frühstück ging es dann aber auch schon ins Auto, denn es stand ein langer Roadtrip auf dem Programm! Wie immer schafften wir es nicht ganz im hellen anzukommen aber der Campground war soweit recht schön und gut ausgestattet. Viel stand nach den knapp 600km dann nicht mehr auf dem Programm… Eigentlich der Klassiker mit Kochen, abwaschen und danach ins Bett gehen und schlafen.

 

Die zweite Nacht im Zelt war schon viiiiel erträglicher als die erste (lag vielleicht auch dran, dass ich mehr an hatte)! Nach guten 9h schlaf ging es dann nach dem Frühstück auch schon ab ins Auto für den letzten längeren Tagestrip! Ca. 480km lagen vor uns, welche wir auch locker flockig meisterten. Tim gewöhnt sich inzwischen auch an die längeren Fahrten im Auto also kann ich mich auch immer wieder etwas entspannen und die Füße hoch legen, oder aber auch ein paar Fotos machen. Der restliche Tag war nicht sonderlich spektakulär! Wir sind zwar bei Tageslicht angekommen, haben aber dann auch nicht mehr viel gemacht außer einmal durch das Dorf - rechts und links ca. 10/20 Häuser dann war man durch - zu laufen und anschließend zu kochen.

 

Inzwischen sind auch schon zwei Wochen vergangen, seitdem wir in Sydney gelandet sind! So viel haben wir jetzt schon erlebt und es kommt mir länger vor als zwei Wochen! Ein kleines Fazit zeigt, dass es unterm Strich einfach Traumhaft läuft! Natürlich waren ein paar Situationen mit dabei, die nicht perfekt liefen aber ohne diese wäre eine Reise ja auch irgendwie keine richtige Reise… Nach einem kleinen Tabata vorm Frühstück ging es dann auch wieder mal weiter Richtung Norden! Auf dem Weg zum Campground viel mir immer wieder die Ausschilderung vom „Billabong Sanctuary“ auf. Da ich schon viel darüber gehört habe, musste ich natürlich raus fahren und mir das ganze genauer anschauen. Nach kurzem Überlegen ging es für uns dann auch rein und wir sollten nicht enttäuscht werden! Begonnen von frei rum hopsenden Kängurus, über dicke 25KG Wombats, den giftigsten Schlangen der Welt bis hin zu 4 Meter Krokodilen und natürlich KOALAS war alles mit dabei! Einfach der Hammer!!! Wir kamen aus dem Staunen gar nicht mehr raus und es gab alle habe Stunde eine neue Vorführung (eigentlich ist man von einer in die andere gegangen und hatte keinen Puffer aber es hat sich wie gesagt total gelohnt und man hat wahnsinnig viel über die einzelnen Tiere etc. gelernt)! Dass wir dann letztendlich noch eine Schlange, eine Blauzungenechse und ein Krokodil - ja ein echtes Krokodil (es sieht kleiner aus als es eigentlich ist tongue-out)!!! - auf der Hand hatten und das ganze auf Foto hatten ging es auch schon zur Krokodilfütterung, welche auch sehr beeindruckend war! Danach hatten wir aber alles wichtige (unserer Meinung nach) gesehen und sind weiter gefahren auf den nächsten Campingplatz. Nach einem kurzen Abstecher zum 50 Meter entfernten Strand haben wir unser Lager auch schon aufgeschlagen und lernten unseren Nachbarn Martin kennen. Der Typ ist einfach ein cooler aber auch ein total verrückter Australier (der in Deutschland geboren ist). Am Abend sind wir dann noch ne Runde mit ihm zusammen gesessen. Die Geschichten aus seinem Leben würde ich niemals glauben, wenn er sie mir nicht kurz später durch Bilder bewiesen hätte! Eine „kleine“ Geschichte als Beispiel: Er kümmerte sich vor ein paar Wochen um eine kleine Farm, weil die Besitzer im Urlaub waren. Eines Abends ist er dann raus und wollte sich einfach erleichtern. Plötzlich bemerkte er, dass neben seinem rechten Fuß eine Brown Snake (die zweit giftigste Schlange der Welt) lag. Was macht man also, wenn man beim pinkeln solch eine Schlange neben sich hat?? Na ist doch klar und das haben wir am heutigen Tag auch im Sanctuary gelernt! Am besten nicht bewegen, denn Schlangen sind Taub aber können auf extreme Schwingungen am Boden (z.B. durch panisches Stampfen) aggressiv reagieren. Also ist er einfach aufm fleck stehen geblieben und hat seinen Buddy angerufen. Der kam dann auch kurze Zeit später mit ner Schrotflinte vorbei und das wars dann auch mit der Schlange! In der Zwischenzeit hat Martin aber erstmal ein paar Fotos gemacht, denn wenn er schon nicht weg kann, kann man ja wenigstens ein paar Fotos machen hat er gemeint! Die Schlange war übrigens ca. 1,75m lang!!! Ziemlich krasse Leistung da ruhig aufm Fleck stehen zu bleiben und zu warten bis der Kumpel mit der Schrotflinte vorbei kommt aber es hat sich ja bewährt!! Damit war der Tag aber auch am Ende und wir gingen ins Bett.

Nach dem Frühstück und der Verabschiedung von Martin sind wir dann das letzte Stückchen nach Cairns hochgefahren. Joa und da sind wir jetzt, haben uns für zwei Nächte ein Hostel gebucht, da es rund um Cairns keine Möglichkeiten gibt zu Campen und wir ab morgen (19.10.) mit dem Tauchkurs starten. Dieser geht dann bis Sonntag. Dienstag + Mittwoch in der Tauchschule und Donnerstag bis Sonntag gehts mit nem Schiff raus aufs Riff!!!! Wird sicher richtig geil und wir (ich bisschen mehr als Tim) freuen uns extrem auf die Erfahrungen unter Wasser. Danach steht dann auch schon der erste entspannte und geile Roadtrip bis nach Cooktown auf dem Programm (mit vielen Off-Road Passagen und sicherlich auch guten Bildern und Eindrücken!), von dem ihr natürlich auch noch hören werdet (genauso wie vom Tauchkurs)!

 

bis dahin,

euer Sebi

12Sept
2017

Die ersten Tage in Australien

Angefangen hat es natürlich mit dem Flug, welcher meiner Meinung nach echt nicht so schlimm gewesen ist wie immer alle gesagt haben! Der erste Flug (6h) ging wahnsinnig schnell vorbei. Am Anfang hatten wir bisschen Panik, dass wir den Anschlussflug verpassen könnten, weil wir ne Stunde zu spät los geflogen sind und „nur“ 1,5h Aufenthaltszeit in Abu Dhabi hatten. Am Ende waren wir aber trotzdem irgendwie pünktlich da. Am Ende hatten wir trotzdem ein bisschen Stress und mussten unser völlig überteuertes Burger King Menü runter schlingen, weil wir uns wohl bisschen viel Zeit genommen haben um zum Anschlussgate zu kommen.

Im zweiten Flieger (A 380 - es ist einfach ein richtig geiles Teil!!!) angekommen, haben wir dann auch gleich mal unseren „Iren“ kennengelernt, welcher in unserer Reihe am Gang saß. Auch wenn er die Bedienung vom Display so überhaupt nicht kapiert hat und alle paar Minuten Hilfe gebraucht hat, war er trotz allem echt ein lustiger und netter Kerl! (PS: Papa üb schonmal bisschen am Tablet, damit du dich da wenigstens bisschen zurecht finden kannst und nicht so drauf rum hämmerst wie der Ire.) Der Flug an sich war mit 13h schonmal 1h weniger als Ursprünglich auf dem Plan stand und die ersten 5/6 Stunden vergingen auch wieder recht schnell. Die zweite Hälfte aber, war dann schon eher so, dass man nichts dagegen gehabt hätte schon etwas früher wieder zu landen. Letztendlich haben wir die 13 Stunden locker flockig abgesessen und waren voller Vorfreude als es endlich aus dem Flieger ging!!!

Die Vorfreude wurde aber bei Tim relativ schnell mit einer ziemlich (für mich) lustigen Auskunft gedämpft. Wir sind gerade an unserem Gepäckband angekommen, da wurden auch schon ein paar Leute aufgerufen. Natürlich haben wir am Anfang überhaupt nichts mitbekommen, aber als dann plötzlich der Name Beck fiel dämmerte es uns beiden schon… Es roch extreeeeeem nach einem Deja vu (Tim hatte das schonmal auf seiner Mittelamerika Reise) und so kam es dann auch! Sein Gepäck ist in Abu Dhabi einfach nicht in den Flieger geladen worden und mit dieser Nachricht war die Stimmung bei ihm verständlicherweise auch ziemlich im Keller. Aber naja kann man ja nix machen und dann hieß es einfach Mund abputzen und weiter gehts Richtung Hostel. Also ging es nach etwas umherirren zur Bahn und dann auch schon zum Hostel. Die Leute im Hostel waren super nett! Es gab ne fette Bar und viiiiiiiiiiiele junge (und auch ein paar alte) Traveller. Mit unserem Zimmer haben wir laut unseren Mitbewohnern - zwei deutsche, einer aus Sri Lanka und ein Koreaner von dem man aber nie etwas mitbekommt hat - wahnsinnig Glück gehabt, weil wir eine Dusche, ein WC und eigentlich auch echt viel Platz hatten. Das einzige Manko ist natürlich das Bett.. Auf´m Rücken pass ich genau rein und auf dem Bauch muss ich halt die Füße einfach hinten auf die Gitter legen. Wäre aber auch ein Wunder gewesen muss ich sagen, wenn das Bett nicht zu klein gewesen wäre! Gehört halt dazu im Hostel.

 

Der erste richtige Tag hat dann für mich schon um 2:45 australischer Zeit begonnen. Wir waren am Vortag so gegen 11 im Bett und nach den 3,45h schlaf hat sich mein Körper einfach mal gedacht, dass es reicht und er jetzt einfach wach bleiben will. Zum Glück hab ich mir einige Netflix Serien und Filme offline runter wodurch die Zeit bis 7 dann auch relativ schnell vergangen ist. Dann hab ich es aber auch nicht mehr im Bett ausgehalten und bin runter gegangen in die Lobby (in der um 7 in der früh schon laut Musik läuft) und hab bisschen geschaut, was ich gerne die Tage in Sydney und in der Umgebung anschauen möchte. Tim hat sich dann so gegen 8 auch dazu gesellt und wir sind zügig einkaufen gegangen, denn wir hatten NIX zu essen und junge Männer mit leeren Mägen haben meistens keine besonders gute Laune.. Also sind wir erstmal bisschen durch Sydney geirrt bis wir endlich nen Woolworth gefunden haben. Drinnen angekommen haben dann erstmal ordentlich die untersten Zeilen der Regale geplündert (je billiger desto besser war unser Motto). Nachdem wir die ganzen Einkäufe nach hause geschleppt haben gab es auch endlich Frühstück und danach hat sich Tim ne Runde aufs Ohr gehauen und ich hab mich auf in die Bib gemacht um mich ein bisschen mit WLAN zu verwöhnen, meine TFN (TaxFileNumber) zu beantragen und anschließend meinen Bank Account zu eröffnen, was eine echte Herausforderung war. Danach ging es wieder zurück ins Hostel um Tim abzuholen und eine SIM Karte besorgen zu gehen. Das ging ganz unkompliziert und der Typ vom Laden war echt ne coole Socke.

 

Am zweiten Tag ging es für mich auch wieder recht früh aus dem Bett! So gegen 6 war ich komplett wach und hatte eh vor ein Workout am Morgen zu machen (das letzte war zu dem Zeitpunkt viel zu lange her!!). Also, gesagt getan bin ich mit der Musikbox und Wasser bewaffnet um halb 7 ausm Zimmer und und machte mich auf in den nächsten Park. Dass der Park einfach nur ne runde Grünfläche inmitten lauter Business Wolkenkratzern war, hab ich natürlich nicht wissen können, aber ich war schonmal da und hab das Programm dann natürlich auch fix durchgezogen! Komisch war es aber schon etwas dort zu trainieren wo sonst nur Leute im Anzug und Krawatte zur Arbeit stapfen. Nach dem Workout ging es dann auch wieder ins Hostel, schnell Duschen und noch schneller zum Frühstücken! Danach stand dann auch schon die Autosuche aufm Programm und wir haben einige Telefonnummern abgeklappert und einige Anzeigen auf Gumtree (Ebay ähnlich) wurden natürlich auch angeschrieben. Einer -Tom- hat uns dann auch direkt angerufen und bisschen mit uns gequatscht! Tom ist ein super sympathischer Kerl, der uns dann auch gleich nen Video vom Auto gemacht und geschickt hat. Am Mittwoch ging es dann auch schon mitm Zug nach Newcastle um das Auto anzuschauen und eventuell sogar gleich zu kaufen! Dazu aber später mehr...

Ansonsten sind wir dann noch recht lang durch Sydney gelaufen und haben uns das Opernhaus und die Harbour Bridge etc. angeschaut, sowie das von Sydney erkundet, was wir noch nicht gesehen hatten. Recht viel mehr haben wir nicht gemacht und sind dann am Abend auch schon recht früh ins Bett, weil es dann am Tag drauf früh raus ging um nach Newcastle zu fahren.

 

Um halb 8 ging es dann also auch schon raus aus den Federn und zum frühstücken. Die Stimmung war gut aber auch angespannt, weil eine 3h Zugfahrt auf uns wartete und wir nicht unbedingt mit dem Zug wieder zurück nach Hause fahren wollten. Das wäre mit nem eigenen Auto natürlich viiiel geiler! Um kurz nach 9 kam dann auch schon unser erster Zug und es ist echt lustig, dass die Bahn wohl auf jedem Kontinent nicht sonderlich gut funktioniert! An der zweiten Haltestelle mussten wir wegen technischen Problemen umsteigen... Zum Glück waren wir aber überpünktlich und hatten genug Puffer um den Spaß zu kompensieren! Gegen kurz vor 12 waren wir dann auch schon in Newcastle und stiegen in einen Bus um, der uns laut Maps nach zwei Stationen an den Zielort bringen sollte. Also sind wir an Station zwei ausgestiegen, bisschen umhergeirrt und haben uns dann final dazu entschieden, Tom (Verkäufer) einfach unseren Standort zu schicken damit er uns abholen konnte. Kurze Zeit später kam er dann auch schon angefahren und brachte uns zu sich nach Hause. Tom ist ein typischer australischer Surfer Boy kann man sagen und nachdem wir bisschen gequatscht haben ging die Besichtigung auch schon los! Es war sehr komisch muss ich sagen das Auto anzuschauen und alles, was mein Vater mir mit auf den Weg gegeben hat, was ich abchecken soll durchzuarbeiten und feststellen zu müssen, dass außer dem Reserverad, welches ziemlich runter gefahren war, einfach alles echt super gut in Schuss war. Ich hab mir die ganze Zeit nur gedacht: "da muss doch was falsch sein“, "da muss doch irgendwo was negativ dran sein an der Karre", denn es war das erste Auto, das wir angeschaut haben. Kurze Zeit drauf ging es zur Probefahrt und ich bin ganz gekonnt erstmal zur falschen Türe gegangen... Das erste mal Linksverkehr war dann auch ziemlich krass für die Nerven! Das mit Abstand schlimmste sind wie vielen vielleicht bekannt ist die Kreisverkehre, die alle paar Meter kommen... Da fühlt man sich einmal recht sicher auf der Straße und schwups biegt man falsch ab und steht auf einmal auf der rechten Seite der Straße und Autos kommen einem entgegen!! Geht schnell aber bis jetzt ist alles gut gegangen und man gewöhnt sich echt schnell dran.

Auf jeden Fall gab es bei der Probefahrt auch nichts zu bemängeln, weshalb wir gleich zur Bank gefahren sind um das Geld zu besorgen. Es wäre natürlich total einfach gewesen, auf die Bank zu gehen, das Geld abzuheben und dann glücklich mit dem Auto wieder heim zu fahren aber NEIN natürlich muss es ein bisschen komplizierter von statten gehen... wir waren also in der Bank und konnten das Geld nicht abheben, da wir erstmal eine "over sea" Überweisung bei der DKB anmelden mussten, diese genehmigt werden musste und dann würde das Geld innerhalb von ein paar Tagen auf das Australische Konto überwiesen werden. Blöd natürlich, wenn man in Newcastle steht, das Auto kaufen möchte und nicht an das Geld kommt, weil das Limit beim Abheben am Automaten bei 1000,- Dollar liegt. Tom ist uns aber sehr entgegen gekommen und hat 1000 Dollar als Anzahlung genommen, unsere Daten bekommen und wir haben ausgemacht, dass wir den Rest dann am Samstag Zahlen wenn wir aufm weg nach Cairns in Newcastle vorbei kommen! Richtig nice und wir konnten das Auto gleich mitnehmen!!

Dann hieß es erstmal 2,5h mitm Auto wieder nach Sydney fahren, was außer zwei fast Unfällen an Kreisverkehren gut gelaufen ist.

Letztendlich haben wir das Auto etwas außerhalb abgestellt, sind dann mit der Bahn wieder ins Hostel gefahren und nach dem Essen tot ins Bett gefallen.

 

Am Donnerstag war dann das erste mal BEACH angesagt!!! Es ging mit nem ganzen Bus voller Hostel Leute nach Bondi Beach und es war richtig geil! (Nicht nur weil es Goon und Burger for free gab)! Es war sehr windig und dadurch auch bis zu (schätzungsweise) 3/4m Wellen. Es ist schon krass beeindruckend den Surfern zuzusehen wie sie auf den riesigen Wellen runter heizen und man bekommt gleich Lust es selber auszuprobieren! Nach ein paar Trinkspielen und einem Walk zu einem weiteren Strand ging es dann auch wieder zurück ins Hostel. Dort angekommen haben wir kurz etwas entspannt und sind dann das erste mal Goon (5L Billigwein) kaufen gegangen und haben unseren Abschied bzw. unseren letzten Abend im Hostel etwas zelebriert. Ziemlich schade, die Leute zurück zu lassen, die man gerade erst angefangen hat besser kennen zu lernen aber die Welt ist klein und vielleicht sieht man sich ja irgendwann mal wieder!!

Am nächsten Morgen sollte es dann also so richtig los gehen. Das eigene Auto schön umbauen und dann ab Richtung Cairns ins Warme war das Ziel. Hört sich einfach an, begann aber leider mit einer zweistündiger Suche nach dem Autoschlüssel… Ich hatte am Abend davor schon meinen Backpack gepackt, damit ich es in der früh nicht mehr machen musste und habe den Schlüssel dann - warum auch immer - in eine Seitentasche vom Rucksack und dann eine Wasserflasche drauf gestellt! Die Stimmung war extrem im Keller als wir nach 1,5h suche, 2x alles einzelnd raus geräumt hatten und alles mögliche abgesucht haben der Schlüssel nirgendwo zu sehen war. Das einzige, was noch in meinem Rucksack drinnen war, waren die Wasserflaschen aber auf die Idee sind wir beide irgendwie nicht gekommen einfach mal da drunter nachzuschauen… Wir hatten schon die Leute von der Rezeption vom Hostel gefragt was wir denn machen könnten wenn wir einen Autoschlüssel (den einzigen) verlieren und natürlich kam Google auch auf seine Kosten aber letztendlich haben wir ihn zum Glück ja wieder gefunden. Also ging es mit einer gut 2-stündigen Verspätung los zur Bahn um das etwas außerhalb abgestellte Auto abzuholen. Schnellstmöglich ging es dann auch schon zu Bunnings (Baumarkt) und zum Ikea einkaufen. Da das zuschneiden der Bretter bei Bunnings und das Shoppen bei Ikea so lange gedauert hat, dass es draußen bereits dunkel war, haben wir uns dazu entschieden auf einen Campingplatz zu fahren und die Umbauarbeiten auf Samstag zu verschieben. Die ganze Panik bezüglich des eventuell verlorenen Autoschlüssels in Kombination mit Bunnings und Ikea war einfach zu ermüdend um noch ein qualitativ hochwertiges Bett bauen zu können.

Samstag stand also letztendlich der Umbau des Autos an! Gerade bei Bunnings angekommen haben wir dann auch gemerkt, dass wir eh ein bisschen was vergessen hatten und waren froh nicht am Vorabend schon begonnen zu haben denn sonst hätten wir irgendwann begriffen, dass uns was fehlt und so konnten wir alles, was wir nicht gerade zur Hand hatten auch gleich wieder beim Bunnings holen. Nach 6 Stunden schrauben, sägen und feilen war die Konstruktion zu 90% fertig und es war mal wieder die Sonne untergegangen. Deshalb haben wir entschieden, erstmal zum Campground zu fahren, welcher sich mitten in den Blue Mountains befand und dort dann die letzten 10% fertig zu machen. Die 1,5h fahrt waren knackig und  nach 20 Minuten Offroad waren wir dann auch schon an unserem ersten kostenlosen Campingplatz. Dort angekommen haben wir bei Temperaturen knapp über 0 erstmal die letzten 10% eingebaut und sind dann anschließend todmüde ins Bett gefallen. Temperaturen nahe dem Gefrierpunkt haben natürlich nicht gerade positiv dazu beigetragen die erste Nacht im selbst umgebauten Wagen erfolgreich zu gestalten aber ich hab super geschlafen und bin total froh und auch stolz, dass wir die Bettkonstruktion so gut hinbekommen haben. Ich kann locker drinnen liegen (140x200) und über die Matratze von IKEA kann man auch nicht klagen!

Die erste Nacht mitten in der Wildnis war aufgrund fehlender Vorhänge mit dem Sonnenaufgang vorbei, was ich persönlich sehr gut finde, denn die Tage in Australien sind sehr kurz, weil die Sonne bereits um 18:00 Uhr unter geht und man dann nicht viel mehr macht als essen zu kochen, am Lagerfeuer zu sitzen und mit den anderen Reisenden zu quatschen. So also auch am ersten kompletten Sonntag meiner Reise. Als erstes standen aber noch noch ein paar Lookouts auf dem Programm. Wir starteten mit einem entspannten Frühstück in den Sonntag und wurden von einem sehr neugierigen Vogel besucht. Nach dem Frühstück sind wir dann noch an den 100m entfernten Lookout über die Blue Mountains gegangen und haben uns dann auch schon auf den Weg in Richtung „Three Sisters“ gemacht. Diese wurden dann auch recht schnell abgehakt und danach ging es erstmal auf ne Runde WLAN und zum Einkaufen in eine kleine Stadt, die auf dem Weg zu den ersten Wasserfällen lag. Ich musste einige E-Mails checken etc. und Tim ist auch immer wieder froh, wenn er mal bisschen Internet hat und seine Leute auf den neuesten Stand bringen kann. Nachdem wir genügend WLAN geschnorrt hatten ging es dann aber auch schon weiter zu den Wasserfällen. Nach einer ca. 30 Minütigen fahrt waren wir da und stapften mit (leider) vielen anderen Leuten zu den Wasserfällen, fanden aber auch einen Traumhaften Spot, wo so gut wie nichts los war und meine Kamera kam zum ersten mal auch so richtig auf ihre kosten! Nachdem alle Fotos in der Tasche waren ging es dann auch schon Richtung Campingplatz, was ein ziemlich lustiges Abenteuer war! Wir haben im Hostel zwei Mädels kennen gelernt, die sich einen Camper ausgeliehen hatten und die nächsten paar Monate mit ihm die Ostküste hoch Reisen werden. Da es ganz gut passte und wir auf unserem Weg nach Cairns an ihrem aktuellen Spot vorbei gekommen sind haben wir uns zusammengeschlossen und sind spontan auf einen kostenlosen Campingplatz weitergezogen. Dass Apple Maps uns falsch leiten würde und wir auf einmal auf einer 4WD-Strecke landen würden konnte natürlich keiner wissen und wir hatten ziemlich Angst, dass ihr „Booty Call“ Camper komplett zerstört werden könnte aber er hat es tapfer durchgestanden und so sind wir dann wieder mal mit der Dunkelheit angekommen. Erst mal schnellstmöglich Feuerholz suchen und dann zügig kochen war der Plan. Nach dem Essen sind wir noch zusammen gesessen bis wir kein Feuerholz mehr hatten und es zu kalt wurde. Mit dem erloschenen Feuer sind wir dann auch schlafen gegangen.

Nach dem Frühstück am darauf folgenden Tag war dann der Plan, nach Newcastle zu fahren und das Auto final abzubezahlen. Dafür brauchten wir aber natürlich das Geld, welches ich mir vom deutschen Account auf mein Australischen überwiesen habe. Leider war das Geld aber immer noch nicht da und so mussten wir irgendwie eine Lösung für das Problem finden! Wir fuhren also nachdem wir die Mädels verabschiedet hatten erstmal nach Newcastle und sprachen mit einer Frau aus der Westpac ob man da irgendwas machen könnte um das Geld schon früher zu bekommen. Sie hat alles versucht, konnte uns dahingehend aber leider nicht weiterhelfen… Also fuhren wir zu Tom um ihm die schlechte Botschaft - dass unser Geld immer noch nicht da war - zu beichten. Er war gerade einkaufen als wir ankamen also machte uns sein Mitbewohner auf und bat uns herein. Ungefähr 20 Minuten später kam er dann auch dazu, legte ein 6-Pack Bier auf den Tisch und wir haben ihn erstmal auf den neuesten Stand gebracht! Als wir ihm dann die Thematik erklärt haben und viel gegrübelt hatten, welche Möglichkeiten wir hätten um nicht in Newcastle festzustecken, haben wir uns gemeinsam dazu entschlossen, ihm nochmals 1000,- Dollar Cash zu geben und den Rest dann einfach zu Überweisen sobald wir das Geld auf dem Konto haben. Ich finde das sehr bemerkenswert von ihm, ein solches Vertrauen gegenüber zweier Fremder zu haben ohne irgendeine Absicherung!! Wir für unseren Teil waren einfach überglücklich, endlich in den Norden fahren zu können und so kam es dann auch. Erst noch das Auto umschreiben lassen, bisschen was Einkaufen und dann ging es auch schon los auf den Dreistündigen Trip zum nächsten Campingplatz. Tim ist an dem Tag auch das erst mal bei Linksverkehr gefahren und hat sich wacker geschlagen! Natürlich kamen wir mal wieder im Dunkeln an (wie immer bis jetzt). Es wurde recht zügig gekocht und anschließend saßen wir noch am Lagerfeuer, quatschten ein bisschen und waren total überwältigt, dass man die Milchstraße mit bloßen Augen sehen konnte! Als das Brennholz dann leer war ging es nach einem Ereignisreichen Tag auch schon ins Bett.

Am nächsten morgen ging es dann auch recht früh wieder aus den Federn. Die erste Dusche nach 3 Tagen war seeeeehr seeeeehr kalt aber trotzdem gut! Wir wollten recht zügig los, weil der Campingplatz eigentlich was kosten sollte aber bei unserer Ankunft niemand mehr da war also haben wir uns gedacht wir gehen früh wieder uns waren einfach nie da. Ein kurzes Frühstück an nem schönen Fluss und dann ging es nach Port Macquaire in die Library um bisschen was zu planen und damit ich den ersten Blogeintrag aus Australien endlich hochladen konnte.

 

Das war fürs erste mal ein Überblick über die Ereignisreichen ersten Tage in Australien! Mal schauen was die nächsten Tage/Wochen/Monate so bringen. Ihr bleibt auf jeden Fall auf dem Laufenden und ich versuche alle 10 Tage spätestens immer den neuen Eintrag hochzuladen.

 

Bis dahin,

euer Sebi

27August
2017

Letztes Update vor dem Abflug

Hier ist dann auch schon das letzte Update bevor es erste Berichte aus Australien gibt!

 

Inzwischen ist es nichtmal mehr eine Wochen bis der Flieger geht!!!

Die Wunschliste auf Amazon ist leer, der internationale Führerschein ist auch in der Tasche und jegliche Arzttermine liegen auch schon hinter mir. Letztendlich wartet einfach alles nur noch drauf eingepackt zu werden, damit es endlich los gehen kann.

Das Studium ist bereits auch schon vorbei, was sehr schade ist aber die Abschlussprüfungen sind soweit gut verlaufen und meine Pappnasen aus dem Studium bleiben ja auch während der Zeit in Australien und natürlich auch darüber hinaus immer auf dem laufenden! wink

 

Die Abschiedsfeier ist auch schon gewesen und war ein Riesen Erfolg! Vielen lieben Dank nochmal an alle, die da waren! Habe mich wahnsinnig gefreut!
Einige werde ich bis zum Abflug zwar nochmal sehen aber alle, die ich bis dahin nicht mehr zu Gesicht bekomme, bleiben über meinen Blog hier und per WhatsApp etc. natürlich up to Date. smile

 

Hier jetzt aber nochmal für alle, die es interessiert, wie versprochen meine Packliste bzw. alles, was ich auf die Reise mitnehmen werde.

 

 

im Flieger:

 

  • Laufschuhe / Kompressionssocken + Hose / kurze Jogger / luftiges T-Shirt / dünner Pulli / Cap

 

im Rucksack:

 

  • 1x Lederhos´n
  • 1x Trachtenhemd
  • 1x Trachtenweste
  • 2x kurze Jeans
  • 2x lange Jeans
  • 5x T-Shirts
  • 3x Tanktop
  • 1x dicker Pullover
  • 1x lange Jogger
  • 2x Badehose
  • 7x Unterhose
  • 4 Paar Socken (2x Knöchel / 2x Sport)
  • 1x Gürtel
  • 2x Sportgarnituren (Hose+Radlerhose+Unterziehshirt)
  • 1x Softshelljacke (je nach Platz im Rucksack oder im Flieger)
  • 1x Regenjacke

 

Schuhe:

 

  • 1 Paar Sneaker
  • 1 Paar Laufschuhe
  • 1 Paar Flip Flops
  • 1 Paar Wanderschuhe / Trekkingschuhe

 

Elektronik + Zubehör:

 

  • Handy mit Ladekabel
  • Kindle mit Ladekabel
  • Kamera (Sony Alpha 6000) mit Ladekabel
  • Ersatzakkus mit Ladestation
  • Objektive (1x Zoom / 1x Weitwinkel / 1x Makro)
  • Stativ
  • Kameratasche
  • 3x 32GB Micro SD Karte
  • 1x 64GB SD Karte
  • GoPro Hero 4 Silver + Ladekabel
  • GoPro Zubehör (Brustgurt etc.)
  • 2x GoPro Ersatzakkus
  • 2x Power Bar
  • Kopfhörer
  • Laptop mit Ladekabel
  • 2x Externe Festplatte (2x 1TB)
  • 1x USB-Stick (32GB)
  • Steckdosen-Adapter
  • Mehrfachsteckdose
  • Stirnlampe
  • Taschenlampe

 

Dokumente:

 

  • Reisepass
  • Flugtickets
  • Visum
  • Kontoauszug —> Geldnachweis für Visum
  • Bankdaten
  • internationaler Führerschein
  • Auslandskrankenversicherung
  • Impfpass

 

Kulturbeutel:

 

  • Zahnbürste, Zahnpasta
  • Pinzette, Nagelschere etc.
  • Rasierer
  • Ohrstöpsel
  • Fiber (Haargel)
  • Deo
  • Seife

 

Reiseapotheke:

 

  • Medikamente gegen Übelkeit
  • Elektrolyte
  • Kohletabletten
  • Schmerztabletten
  • Nasenspray
  • Wundsalbe
  • Desinfektionsmittel
  • Pflaster (auch Wasserfest)
  • Tape

 

Sonstiges:

 

  • 2x mikrofaser Handtuch (1x M / 1x XL)
  • 1x Sonnenbrille mit Etui
  • FM Transmitter
  • Notizbuch + Stifte
  • Wäscheleine
  • Taschenmesser
  • Bauchtasche
  • Schlösser
  • Reisehängematte

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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